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	<title>Genderblog &#187; 8. März 2008</title>
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	<description>Feminismus, Geschlechterpolitik, Frauen- und Geschlechterforschung</description>
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		<title>Nachklapp: Frauentag 2008</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Mar 2008 22:32:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rochus Wolff</dc:creator>
				<category><![CDATA[8. März 2008]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[frauentag]]></category>
		<category><![CDATA[internationaler-frauentag]]></category>

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		<description><![CDATA[Was vom Frauentag noch so liegen geblieben ist: Rückblick und Humoristisches.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem unser Essaywettbewerb zum Frauentag 2008 abgeschlossen ist, kann man vielleicht noch auf einen Text verweisen, der bei uns ebenfalls eingereicht wurde, aber anderswo auch zu finden war: <a href="http://www.revolutionary-work.de.tl/Feminismus-Heute.htm"><em>Was bedeutet für mich Feminismus heute? Feminismus in Deutschland</em></a>.</p>
<p>Hier sind noch einmal die bei uns erschienen Beiträge:</p>
<ul class="liste">
<li>Anja William: <a href="http://genderblog.de/index.php/2008/03/08/ich-habe-einen-traum/">Ich habe einen Traum</a></li>
<li>Sandrix: <a href="http://genderblog.de/index.php/2008/03/08/was-bedeutet-feminismus-fur-mich-heute/">Was bedeutet Feminismus für mich heute?</a></li>
<li>Elena Mora: <a href="http://genderblog.de/index.php/2008/03/09/eine-selbstverstandlichkeit/">Eine Selbstverständlichkeit</a></li>
<li>Magda Albrecht: <a href="http://genderblog.de/index.php/2008/03/09/feminismus-ist-rock-n-roll/">Feminismus ist Rock’n’Roll</a></li>
<li>Claudia Brühwiler: <a href="http://genderblog.de/index.php/2008/03/10/o-tone/">O-Töne</a></li>
<li>Fiona Merfert: <a href="http://genderblog.de/index.php/2008/03/10/saubere-arbeit/">Saubere Arbeit</a></li>
</ul>
<p>And now for something completely different:<span id="more-1096"></span></p>
<p>Stephen Colbert nahm den Frauentag zum Anlaß, auf die großartigen Möglichkeiten des Internet hinzuweisen: Endlich können sich Frauen eine Brustvergrößerung schenken lassen (<a href="http://valleywag.com/364646/colbert-salutes-powers-of-web-to-help-women-achieve-perfection">via</a>):</p>
<p><embed FlashVars="videoId=163294" src='http://www.comedycentral.com/sitewide/video_player/view/default/swf.jhtml' quality='high' bgcolor='#cccccc' width='332' height='316' name='comedy_central_player' align='middle' allowScriptAccess='always' allownetworking='external' type='application/x-shockwave-flash' pluginspage='http://www.macromedia.com/go/getflashplayer'></embed>Wenig freundlich ist natürlich die <a href="http://www.spreeblick.com/2008/03/02/schontrinken/">von Johnny hergestellte</a> Verbindung <a href="http://www.youtube.com/watch?v=AFc3OWZWyxM">von diesem BBC-Clip</a> zum Weltfrauentag &#8211; aber sehr lustig ist das Filmchen schon. Allerdings erwartete ich die ganze Zeit, daß die Protagonistin den Refrain &#8220;I&#8217;m not drunk enough&#8221; in Gesang intonieren würde, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=mOrsjWu-8xw">à la Cher</a>:</p>
<p><object width="425" height="355"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/mOrsjWu-8xw&#038;hl=en"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/mOrsjWu-8xw&#038;hl=en" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="355"></embed></object></p><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Saubere Arbeit</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Mar 2008 13:00:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fiona Merfert</dc:creator>
				<category><![CDATA[8. März 2008]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[frauentag]]></category>

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		<description><![CDATA[Feminismus-Wochen: Der Beitrag von Fiona Merfert]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Du blöde Emanzenkuh“, „Kampflesbe“ oder „Musst wohl mal wieder richtig durchgefickt werden..“ sind oft noch Kommentare, wenn ich gleichaltrigen (männlichen – spätpubertäre Phase) Mitmenschen meine politische Ansicht erkläre.</p>
<p>Im Gegensatz zu den Mädels reagieren sie mit physischer Ablehnung und wollen so gleich ihre „Evolutionsrolle“ behaupten. Die Damenwelt zeigt’s auf ihre Weise: Augenbraue hoch und ab und zu Kommentare, die sich auf Alice Schwarzer, Angela Merkel oder die vollendete – und in ihren Augen gelungene – Emanzipation beziehen.</p>
<p><span id="more-1094"></span>Ich habe diese Einleitung bewusst so gewählt, weil das wirklich noch Realität ist.</p>
<p>Weil Mädchen Feminismus abhaken und die Unterdrückung der Frau als 3. Welt Problem darstellen, nicht bemerkend, wie sie selbst geprägt wurden durch diese maskulin-orientierte Gesellschaft.</p>
<p>Feminismus ist für mich kein Dauerzustand und kein Hobby. Vielleicht ein bisschen wie das Putzen („Radikalfeministinnen“ ersetzen dieses Wort bitte durch Reifenwechseln oder Heimwerken) – es macht nicht unbedingt Spaß, aber es ist notwendig um angenehm(er) zu leben.</p>
<p>Es muss eben so lange geputzt werden, bis Deine Umgebung sauber bleibt, weil Du fertig geputzt hast. Das ist verdammt anstrengend und Du wirst auch resignieren, aber Dein Selbstwertgefühl und Stolz werden Dich antreiben.</p>
<p>Bis heute ist das alles hier ziemlich verdreckt; Simones Frühjahrsputz hat nachhaltig dafür gesorgt, dass jeder ein bisschen mehr aufräumt. Soviel, wie man durch die Gardinen sehen kann… Auch die anderen großen Putzfrauen haben ihr bestes gegeben – Man(n) kehrt trotzdem nur an der Oberfläche.</p>
<p>Und gerade weil soviel angesammelt wurde und langsam die Müllhalden streiken, ist es Zeit die Schürze umzubinden und Reine zu machen. Aufräumen mit unsicheren Männern, wegkehren vom Bild der Feministen-Domina und besonders das Entsorgen der falschen Weiblichkeit in den Frauengehirnen. </p>
<p>Feminismus ist der notwendige Schritt zur Emanzipation der Frau.</p>
<p>Wenn ich von A nach B will, kann ich den Ticketautomaten auch nicht einfach auslassen, ohne irgendwann auf die Nase zu fallen und das Bezahlen nachholen zu müssen. Deswegen ist es fraglich, warum die Verdrängung dieses Schrittes zur gesunden Gesellschaft ausgelassen wurde und es ist verdammt merkwürdig, dass dieser Schritt das mit sich machen lässt!</p>
<p>So abgelutscht der Spruch ist, ich fürchte er stimmt: Wir müssen uns erst selbst befreien, wenn wir uns alle befreien wollen.</p>
<p>Wir sollten den Nokia-Sammelcontainerin  nicht nur Handys, sondern Diät-und-Erniedrigungsmagazine, Computerspiele die der Reduzierung der Frau auf eine Hügellandschaft dienen, Anti-Cellulite-Rubbel-Bänder, Damenwaschlotionen , Elektronikkataloge, Chirurgen, Strings, Rasierer und Damenbartentfärbermittel hinterher schmeißen. Zusammen mit sämtlichen Kalorien-, Größen- und Schönheitstabellen.</p>
<p>Ich weiß nicht, wie moderner Feminismus aussehen soll, wenn wir uns weiterhin selbst beschränken und beschränken lassen. Wenn uns die Form unserer Brüste richtig krank macht und wir es normal finden, dass die Werbung uns zur Steigerung ihres Profits einsetzt. </p>
<p>Wahrscheinlich liegt er an der Gewöhnung. Wir sind nackte Frauen gewöhnt, überall. Die Gesellschaft und Werbung arbeitet gezielt mit dem Mittel der Alltäglichkeit und ein bisschen Witz, damit’s nichts sofort diskriminierend wird. Exakt mit demselben Modell probierts die NPD seit Jahren – „Kampf um die Köpfe“, „Kampf um die Städte“. Diese Parallelen würden mir zu denken geben…</p>
<p>Ich möchte mich gar nicht frei reden von deren Einfluss. Das Beispiel mit den Brüsten stammt von mir selbst und ich hab noch mehr in der Richtung zu bieten. Ich kann mir noch so lange einreden, dass ich ne Schönheits-OP nur für mich will – selbst wenn ich es irgendwann glauben sollte. Es stimmt nicht. Das Bild in meinem Kopf entstand nicht nur die spontane Ablehnung meiner Brustform und der Eingebung, dass rund und straff toll sein könnte. Dieses Bild wurde systematisch gemacht, mir indoktriniert durch die Medien.</p>
<p>Wenn man das weiß, kann man dagegen vorgehen. In diesem Fall ist heutiger Feminismus auch eine Art „Miss Marple“ sein. Ich würde es als Auftrag 1 bezeichnen: Erkennen der maskulinen Medienwelt, bemerken der Ziele von Sozialisation und eigener Verwirrung.</p>
<p>Auftrag 2 ist für Fortgeschrittene. Die eigene Überlistung oder auch Entmaskulinisierung genannt. Sich von den Zwängen der Gesellschaft befreien. Die Haare offen tragen, obwohl man blöd angeschaut wird, weil das rechte Ohr zu groß ist und hervorschaut. Aufhören, die Beine zu rasieren, weil man eh blonde Haare hat. Sich eingestehen, dass Selbstbefriedigungs genial ist und man endlich sich selbst auch schmecken sollte. Unabhängig von der Meinung anderer über sein nonkonfromes Auftreten werden. Warzen nicht mehr abzukleben und als Kratzer zu bezeichnen. Nicht nur auf der eigenen Toilette größer aufs Klo zu gehen.</p>
<p>Zu essen, was man will.</p>
<p>Auftrag 3 ist der Profifeminismus – die angewandte Radikalität.</p>
<p>Aussagen wie:“ Die müsste mal wieder… so richtig“ mit einem „Der braucht’s mal wieder von seiner Frau“ zu kontern. Nicht schamhaft zu kichern, wenn Männer über Sex, Toiletten und ihre Ausdünstungen reden. In der Schule den eigenen Körper thematisieren und offen darüber reden, was man erlebt hat. Die maskulinen Suffixe korrigieren zu können, ohne nachdenken zu müssen. Brillen tragen mit der Gewissheit, dass sie dich nur schöner macht.</p>
<p>Solidarisch anderen Frauen zu helfen, wenn sie in Not sind und dieses mit Feminismus begründen zu können. Den BH nicht zu tragen. Nie mit einem Ausschnitt ein Ziel erreichen zu müssen. Schamhaare zu besitzen und dazu zu stehen. </p>
<p>Das alles ist Feminismus und zwar alltäglicher. Je nachdem, in welcher Phase man sich befindet.</p>
<p>Ich denke, erst nach Auftrag 3 ist man bereit zur Massenbefreiung und zum selbstbestimmten Leben.</p>
<p>Und zu diesem selbstbestimmten Leben zähle ich auch die Freizügigkeit der Berufswahl. Ich habe nichts gegen Fair-Trade-Prostitution, denn nur wer frei ist, kann auch in allem was er tut befreit sein.</p>
<p>Ich kritisiere die PorNO Kampagne, weil Pornographie ein Produkt der (sozialen) Marktwirtschaft ist. Wenn wir zu dem Entschluss kommen, dass wir eine andere Art von Pornographie brauchen und unserer Putzplan gewirkt hat, dann wird es sie auch geben. – Nachfrage und Angebot.</p>
<p>Wenn ich von sexueller Entfaltung rede, dann konsequent. Dann muss jeder seiner Neigung nachgehen können (Bedingung: Freiwillig beidseitig) und damit akzeptiert werden.</p>
<p>Das gehört für mich zu modernem Feminismus, genau wie Frauen, die gerne devot sein möchten, die Prostitution leben, oder sich in irgendeinem anderen Bereich „regressiv“ verhalten möchten.</p>
<p>Solange die Einstellung ist den Köpfen progressiv ist, ist es vollkommen egal was auf dem Markt passiert. Wir müssen unsere Sichtweise ändern um wirklich frei zu sein.</p>
<p>Der heutige Feminismus sollte die Abschaffung dieses Bereichs nicht nötig haben, sondern ihr viel mehr selbst beherrschen. Weibliche Bordellbesitzer, besseres Marketing – Emanzipation der Prostitution. Mehr Männer auf den Strich! Neue Porno-Film Genres!</p>
<p>Nach unserem Großreinemachen sollten wir erreicht haben, dass Femnistinnen nicht als rebellierende Egokarrieristinnen dargestellt werden. Es sollten sich keine Gruppen bilden müssen, die sexistische Plakate überkleben – jeder sollte sein Material dabeihaben. Keine Frau sollte sich die geringere Bezahlung gefallen lassen und stattdessen genauso viel fordern.</p>
<p>Was ich sagen will: Es darf gar nicht mehr der Gedanke aufkommen, dass Frauen in irgendeiner Form schlechter, unfähiger oder dümmer als Männer sind. </p>
<p>Alle Männer dazu zu bekommen wird schwer, deswegen wird es irgendwo wohl immer Chauvinismus geben. Die Frauen zu überzeugen dauert. Schließlich haben Gesellschafts-, Rollen- und Beziehungsbilder auch gebraucht.</p>
<p>Trotzdem sollten wir weiterwischen und auch, so lange das Rubbeln auch dauert, den Müll von Anderen entsorgen und Frauen zeigen, wie schön das gereinigte Umfeld ist. Welche Vorteile es bietet und wie einfach es ist.</p>
<p>Klar machen, dass Feminismus nicht aufhört, sondern entstaubt gehört. Und jede Frau ihren Teil beitragen soll und muss zur Befreiung und Emanzipierung ihres Körpers, ihrer Seele, ihres Berufs, ihres Mannes und ihrer Gedanken.</p>
<p>Weil ich an uns Feministinnen glaube und an die heutige Bewegung, schreibe ich dieses Essay und bin jeder Zeit bereit selbst zu putzen.</p>
<p>Deswegen kämpfe ich nicht nur gegen Sexismus und Chauvinismus, sondern gegen Rassismus und Diskriminierung in jeglicher Art – Nie wieder Speziesismus, nie wieder Faschismus.</p>
<p>Sei es mit Lappen, Putzmitteln oder Klobürsten – Frauen, reinigt eure Umgebung von Unterdrückung.</p>
<p>Feminismus heute ist nämlich nicht nur der Kampf gegen alte Rollenbilder, sondern auch der Kampf für Minderheiten, denen es in der Geschichte auch schlecht erging.</p>
<p>Schon deshalb ist Feminismus modern, denn er wird immer aktuell sein (müssen) um die Emanzipation daran zu erinnern, sich nicht remaskulinisieren zu lassen.</p>
<div class="autorin">Fiona Merfert ist Stadtschulsprecherin von Offenbach.</div><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		<title>O-Töne</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Mar 2008 09:00:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia Brühwiler</dc:creator>
				<category><![CDATA[8. März 2008]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[frauentag]]></category>

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		<description><![CDATA[Feminismus-Wochen: Der Beitrag von Claudia Brühwiler]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Die Frauenfrage ist keine Frage mehr.“</p>
<p>Einführung Wirtschaftsmathematik: Ich schaue links die Sitzreihe runter, rechts runter. Um mich herum nur Männer. Und diese Doktorandin erzählt der Tageszeitung, die Frauenfrage sei an unserer Universität gegessen.</p>
<p>Der Chefredakteur unserer Studentenzeitung gibt uns Damen Diättipps, schwärmt von der „Schnittenquote“ in gewissen Fitnessstunden und glaubt an unseren Speckröllchen abzählen zu können, in welchem Semester wir stecken. </p>
<p>Aber die Frauenfrage ist keine Frage mehr.</p>
<p><span id="more-1092"></span>„Welche Gemeinsamkeit können Sie zwischen diesen Autoren feststellen?“ – „Es sind alles Männer.“</p>
<p>Aber die Frauenfrage ist keine Frage mehr.</p>
<p>Statt an die Vorträge erfolgreicher Wirtschaftsfrauen zu gehen, rennen wir lieber ins Step-Aerobic. Karriereförderlicher.</p>
<p>Doch halt: Wenn wir zu gut aussehen, heisst es, wir würden alles nur unserem Äusseren verdanken. Glauben wir das von anderen, sind wir nur eifersüchtig. Mal sind wir zu feminin, mal zu maskulin, mal zu attraktiv, um ernst genommen zu werden, mal zu hässlich. Und ein anderes Mal heisst es, wir verdanken unseren Erfolg einem Frauenbonus. </p>
<p>Und eine Freundin meint, sie habe sich von der Emanzipation emanzipiert. Alles wird rosa und wir träumen wieder von Geldhochzeiten à la Desperate Housewives und glauben, die Macht sitze im höchsten Schuhabsatz. Überhaupt: L’art de faire vouloir reichte doch schon unseren Urgrossmüttern.</p>
<p>Wir schmachten mit Jane Austens Heldinnen und alles wird rosa. Dass die Autorin aber mit ihrer spitzen Feder auch die gesellschaftliche Schlechterstellung der Frau anprangerte, geht in den Schmonzetten unter, zu denen ihre Werke des öfteren verkitscht werden.</p>
<p>Freche Frauen, Chicklit, Chickflick und Reese Witherspoon erobert in rosa, blond und mit Chihuahua Washington, D.C., und am Ende finden vom Shopaholic über die Undomestic Goddess alle ihren Mr Darcy. Auf dass wir den Besuch des Nagelstudios als feministischen Akt verkaufen dürfen. </p>
<p>Und all das klingt nun frustriert, weil doch die Frauenfrage doch keine Frage mehr ist und wir uns von der Emanzipation emanzipiert haben. </p>
<p>Die Frauenfrage ist keine Frage mehr?</p>
<p>Feminismus heute heisst, die Frauenfrage wieder zur Frage zu machen, damit sie nicht ständig wiederbelebt werden muss. Sprich, dass wir uns nicht zweimal überlegen müssen, ob wir zu weiblich, zu männlich, zu etc. sind.</p>
<div class="autorin">Claudia Brühwiler hat an der Universität St. Gallen (HSG) in der Schweiz Internationale Beziehungen studiert und promoviert dort nun zu &#8220;Politik und Literatur&#8221;.</div><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Feminismus ist Rock’n’Roll</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Mar 2008 13:00:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Magda Albrecht</dc:creator>
				<category><![CDATA[8. März 2008]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[frauentag]]></category>

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		<description><![CDATA[Feminismus-Wochen: Der Beitrag von Magda Albrecht]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Feminismus ist – wie jede andere soziale Bewegung auch – so heterogen und kunterbunt, dass es kaum möglich scheint, ihn in Worte zu fassen und ihm damit annährend gerecht zu werden. Doch was bedeutet Feminismus für mich persönlich und welche Rolle nimmt er in meinem Leben ein? Als Studentin, die das Musikmachen und -hören als wichtigsten Ausgleich in ihrer Freizeit hat, kann ich nur antworten: Feminismus ist Rock’n’Roll, denn er ist zeitlos, rebellisch und sollte jeden, ob Mann oder Frau, zum (Mit-)Tanzen animieren. Wie der Rock’n’Roll in den 50ern und auch heute noch Teil der Populärkultur ist, sollte der Feminismus ebenfalls nicht aus den Köpfen der Menschen verschwinden. Leider sind wir in Sachen radikale Gleichberechtigung / Chancengleichheit noch irgendwo zwischen der letzten Strophe und dem Refrain hängengeblieben. Doch damit sind ein Song, wie auch die Frauenbewegung, leider noch nicht vollendet.</p>
<p>Als ich begann, mich mit der Frauenbewegung in Deutschland zu beschäftigen, lernte ich schnell, dass die Kämpfe der Feminist(inn)en besonders in den 60er Jahren die rechtliche Basis dafür schufen, dass Jungen und Mädchen heute (zumindest laut Gesetz) gleichberechtigt sind. Da diese Gesetze zwar das Fundament für das gerechte Miteinander der Geschlechter darstellen, deren Ausführung in der Realität allerdings an tradierten Rollenvorstellungen und biologistischen Argumentationen scheitert, realisierte ich schnell, dass die feministische Bewegung auch heute noch „die Ärmel hochkrempeln“ muss, um Missstände innerhalb der Gesellschaft sichtbar zu machen. Grundlegend bedeutet Feminismus also für mich: diskutieren, aufdecken, argumentieren und letztendlich überzeugen. Da dies zuallererst auf der Mikroebene – also im persönlichen Austausch – stattfinden muss, versuche ich, den Feminismus im Alltag zu leben, denn das kluge Rezitieren von endlosen Theorien und Diskursen kann allein an der Lebensrealität nichts ändern. Bei meinem sehr persönlichen Modell des Feminismus agiere ich in den verschiedensten Funktionen: </p>
<p><span id="more-1093"></span>Als Studentin wehre ich mich lautstark gegen sexistische Alltagsbemerkungen, um ein Bewusstsein auch bei anderen Student(inn)en zu wecken. Die Geschlechterverhältnisse haben auch heute noch zu dramatisch reale Konsequenzen, als dass ich flüchtig dahergesagte ‚Alltagsweisheiten’ à la: „Frauen sprechen doppelt so viele Worte wie Männer, sind orientierungslos und wollen nur kuscheln“ unkommentiert im Raum stehen lassen würde. Interessant und zugleich erschreckend sind dabei die Reaktionen meiner Kommiliton(inn)en, die teils genervt, teils belustigend bemerken, dass ich einen „längst geführten Kampf“ führe und Frauen doch schon alles erreicht haben, was sie wollten. Auch hier gilt: diskutieren bis zum Umfallen! Relativ früh habe ich allerdings gelernt, dass das Wort „Feminismus“ in meinen Argumentationen besser nicht vorkommt. Für Menschen, die sich nie mit diesem Thema beschäftigt haben, sind Feminist(inn)en verstaubte Frustrierte, die die Geschlechterverhältnisse umkehren möchten. Auch hier gilt für mich: Der Feminismus ist viel zu vielschichtig und bunt, als dass ich dieser Behauptung auch nur annährend zustimmen könnte. Genau wie viele Musikstücke im Aufbau gleich wirken und in ihrer Tonart, dem Gefühl und ihren <em>song lyrics</em> grundverschieden sind, ist auch der Feminismus: Es gilt vordergründig, Machtverhältnisse aufzudecken, die Methoden können sich aber stark voneinander unterscheiden. Es gibt nicht <em>die/der</em> Feminist/in.</p>
<p>Besonders schwierig ist die Rolle der Schwester, da ich mich dort mit meiner eigenen Familie (in meinem Falle zwei Brüder) auseinandersetzen muss. Ich diskutiere/tobe/raufe mit meinen Brüdern, die große Schwierigkeiten mit den Rollenerwartungen haben, die in dieser Gesellschaft an das männliche Geschlecht geknüpft sind. Hin- und hergerissen von dem Wunsch nach innerer Ruhe auf der einen Seite und dem verblendeten Bild eines in der Hierarchie oben stehendem starken, ‚männlichen’ Ideals auf der anderen, sind Jungs verunsichert. Es ist zweifelsohne zu konstatieren, dass sich der  Feminismus für mich nicht nur auf die „Befreiung“ der Frau aus gesellschaftlichen Zwängen bezieht, sondern ein gesamtgesellschaftliches Konzept ist, welches alle Menschen von den Rollenerwartungen befreit, die an ihrem biologischen Geschlecht geknüpft sind. </p>
<p>„Gleichberechtigung fängt zu Hause an“ ist ein schöner Spruch, der ein Indiz dafür ist, warum man nicht von einer absoluten Gleichberechtigung von Mann und Frau sprechen kann: Zu Hause putzt meistens noch immer die Frau. Als Freundin weise ich meinen Freund also darauf hin (und ich spreche bewusst in einem heterosexuellen Kontext), dass abwaschen und Wäsche waschen nicht meinen natürlichen Begabungen entsprechen und mir genau so viel Mühe bereiten wie ihm. Feminismus bedeutet nun einmal auch, ihn wirklich zu ‚leben’: Auch wenn es eine große Erleichterung darstellt, dass der vor Kraft strotzende Freund vermeintlich uneigennützig und so „sexy“ hilfsbereit die Einkaufstüten schleppt, muss ich mir bewusst werden, dass ich das auch alleine kann. Ich möchte meine Einkäufe selbst zahlen, diese eigenhändig nach Hause tragen – und auch selbst essen! Feminismus bedeutet, mich als ganzen Menschen mit Talenten, Vorzügen, Schwächen und Macken wahrzunehmen, und mich nicht der medial verbreiteten Auffassung von „frau ist schlank ist schön ist sexy is(s)t nichts“- Mentalität hinzugeben.</p>
<p>Außerdem (und dies wahrscheinlich mit größter Leidenschaft) stehe ich als Musikerin selbstbewusst auf der Bühne und hoffe, anderen jungen Musikerinnen die Angst vor einer männerdominierten Domäne zu nehmen, in der es noch immer einem 8. Weltwunder gleicht, wenn eine Frau Schlagzeug oder Bass spielt. „<em>I can’t get no satisfaction</em>“ sollte hier der Leitspruch sein: frau kann nicht eher befriedigt sein, bis sie auch in dieser wichtigen Sparte der Kultur einen gleichberechtigten Platz einnehmen kann. Denn Feminismus ist für mich Rock’n’Roll &#8211; beides hat mit Rebellion und Emanzipation zu tun. Auf der Bühne stehe ich nicht als Frau, sondern als Künstlerin, Musikerin, Kulturschaffende. Leistung hängt hier nicht von meinem Geschlecht ab, sondern von Talent, Fleiß, Kreativität etc. &#8211; zumindest dem Ideal nach. Sexistische Sprüche wie „Für Frauen war die Musik wirklich gut“ können nur mit vielen Diskussionen bekämpft werden. Die übergeordneten Ideale der feministischen Bewegung (Gleichberechtigung, Entscheidungsfreiheit etc.) und der Kampf gegen etablierte Machtstrukturen, die Frauen auch heute noch den Zugang zu Macht erschweren, dienen mir als Basis dieser Diskussionen, die so mannigfaltig sind wie der Feminismus selbst: Eine bunte Mischung, die immer Stoff zum Diskutieren bietet. Dabei ist der Feminismus für mich uneingeschränkt aktuell und modern und hat mit Power und Engagement mehr gemein als mit sinnlosen dogmatischen Grabenkämpfen zwischen Mann und Frau. Der Feminismus darf somit im 21.Jahrhundert in den Alltagsdiskursen keinesfalls fehlen und ist für mich die Grundlage meines politischen Denkens und Musizierens. So wie Tracy Chapman von einer revolution singt, sollten auch wir von einer Revolution singen, die die gegenwärtigen Geschlechterverhältnisse auflöst. „Finally the tables are starting to turn &#8211; Talking about a revolution”.</p>
<div class="autorin">Magda Albrecht studiert an der Freien Universität Berlin Nordamerikastudien, Publizistik und Kommunikationswissenschaften.</div><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Eine Selbstverständlichkeit</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Mar 2008 09:00:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elena Mora</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[frauentag]]></category>

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		<description><![CDATA[Für mich bedeutet Feminismus heute eine Selbstverständlichkeit. Gehört zum gesunden Menschenverstand. Die Gleichberechtigung ist nur auf dem Papier erreicht worden. Männer versuchen immer noch, die Frauen „unsichtbar“ zu machen. Dünn sollen sie sein, sexy, die Beine so, das Gesicht so, der Bauch so. Uns wird nichts geschenkt. Feminismus heute bedeutet für mich auch unbequem werden, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für mich bedeutet Feminismus heute eine Selbstverständlichkeit. Gehört zum gesunden Menschenverstand. Die Gleichberechtigung ist nur auf dem Papier erreicht worden. Männer versuchen immer noch, die Frauen „unsichtbar“ zu machen. Dünn sollen sie sein, sexy, die Beine so, das Gesicht so, der Bauch so. Uns wird nichts geschenkt.</p>
<p>Feminismus heute bedeutet für mich auch unbequem werden, so wie so viele Frauen vor uns es getan haben, zur Reflexion über die Frauenwelt beitragen.</p>
<p>Ich bin halt nicht alleine auf der Welt. Es geht vielen Frauen und Mädchen  schlecht, nur weil sie Frauen sind. Damit will ich mich nicht abfinden.</p>
<p><span id="more-1095"></span>Feminismus ist für mich auch, dass ich mich nicht nur frage, was ziehe ich heute an, sondern im Gegenteil, dass ich mir rein theoretisch überlegen darf, ob wir uns das Patriarchat überhaupt wirtschaftlich leisten können (angesichts der Kosten für Kriege, Ausrüstung, Männergewalttätigkeit, Klimakatastrophe, Arbeitslosigkeit, Ausbeutung der 3.Welt, Kinderarbeit, Menschenhandel, usw.).</p>
<p>Ich denke Feministinnen sollen heute laut fragen dürfen: Wie sozial sind die Männer?  Wie sozial ist die deutsche Wirtschaft? Ist die Modedesignerproduktion noch ernst zu nehmen?</p>
<p>Brauchen „nur“ die Frauen ein Gewissen zu  haben? Wie sozial ist die Männerpresse? Wer lässt Pornografie wuchern? Warum appellieren die Männer nicht zur Vernunft und Solidarität mit den Frauen in die eigenen Reihen?</p>
<div class="autorin">Elena Mora, gebürtige Spanierin, ist Übersetzerin und lebt in Schwäbisch Hall.</div><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Was bedeutet Feminismus für mich heute?</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2008/03/08/was-bedeutet-feminismus-fur-mich-heute/</link>
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		<pubDate>Sat, 08 Mar 2008 13:00:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sandrix</dc:creator>
				<category><![CDATA[8. März 2008]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[frauentag]]></category>

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		<description><![CDATA[Feminismus-Wochen: Der Beitrag von Sandrix]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Feminismus für mich ist ein leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit. Ver_rückt_heit bedeutet etwas ver_rücken. Normative Handlungsstrukturen, Beziehungsmuster und Wertvorstellungen zum Beispiel.</p>
<p>Ver_rücken bedeutet auch ein Agieren mit Kreativität und Einfallsreichtum. Gedanken, Strukturen, Hierarchien und machtvolle Zusammenhänge zu ver_rücken impliziert eine Prozesshaftigkeit markiert von Brüchen, Unterbrechungen, Innehalten, genauso wie ein In-Frage-Stellen von Gewohnheiten und ritualisierten Handlungsabläufen, auch den meinigen. Ver_rücken bedeutet für mich auch sichtbar Machen, das heißt neue Lichtstrahler auf erweiterten und erweiternden Bühnen und Räumen zu finden.</p>
<p><span id="more-1091"></span>Feminismus für mich bedeutet auch Freiheit. Eine Freiheit, so zu denken, wie ich will. Widersprüche zu spannen, aussagen zu de/platzieren und zu reden. Zu reden über das, was mich bewegt. In diesem Moment der Bewegung, bewegten Wörtern sehe ich Möglichkeiten für Visionen und Veränderungen. Feminismus für mich ist ein neu_gieriges Erkunden der Welt, meiner Welt, Welten meiner Freund_innen weltweit. Ein netzwerkartiges Denken und gemeinsames Fühlen und Austauschen ohne sich von rigiden Grenzziehungen kategorischer oder kartographischer Art aufhalten zu lassen. Denkmechanismen zu teilen, um Strategien entwickeln zu können. Feminismus für mich bedeutet auswuchernde Gedankenspiralen zu denken.</p>
<p>Feminismus für mich bedeutet Ansteckung metaphorisch gedacht einen Virus, der sich unaufhaltsam ausbreitet. Feminismus für mich bedeutet sich mitreißen zu lassen und mitzureißen. Alte Rollenmuster zer_reißen, alte Bücher zerreißen und neue Worte formen neue Möglichkeiten.</p>
<p>Feminismus für mich bedeutet Dehnübungen zur Identitätenlockerung. Das Lösen von Verkrampfungen.</p>
<p>Feminismus für mich ist konkrete Sehnsucht. Sehnsucht nach Artikulation von Stimmen, die nicht schreien müssen, um gehört zu werden. Diese Stimmen kennen keine Moll oder Dur Tonleiter, sondern sprechen mit multiplen und fragmentierten Zungen. Feminismus bedeutet für mich auch Zeit zu haben, sich Zeit zu nehmen und Zeit/en zu teilen.</p>
<p>Feminismus für mich bedeutet auch, dass ich wahrgenommen werde und nicht die Muster, die mich umgeben.</p>
<p>Wohl aber, dass die Umgebungen, in denen ich mich bewege berücksichtigt werden und ich meine Sprech_erinnenposition verorten kann. Feminismus für mich ist ein Bedürfnis, auch über Bedürfnisse zu reden.</p>
<p>Feminismus für mich heute bedeutet einen multifacettenreichen Spaziergang durch chromatische Grauzonen.</p>
<div class="autorin">Sandrix studiert Gender Studies, Hispanistik und Philosophie in Berlin, Potsdam und Buenos Aires. Queer-feministische Aktivist_in, Performer_in des Unterstrichs_.</div><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Ich habe einen Traum</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Mar 2008 09:10:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anja William</dc:creator>
				<category><![CDATA[8. März 2008]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[frauentag]]></category>

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		<description><![CDATA[Feminismus-Wochen: Der Beitrag von Anja William]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>2029: Meine Tochter ist 28, so alt wie ich heute.</p>
<p>„Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ ist kein Programmsatz mehr, sondern Wirklichkeit.</p>
<p>Die Worte „Hausfrau“ und „Herdprämie für Frauen“ sind aus dem Wortschatz verschwunden, da es mittlerweile endlich Normalität geworden ist, daß sich Mütter und Väter gleichermaßen um Kind und Karriere kümmern. Auch die „Vati arbeitet, Mutti kocht“-Ehe gehört der Vergangenheit an: Frauen und Männer bekommen endlich das gleiche Geld für die gleiche Arbeit. Über 95% aller Väter teilen sich die Elternzeit 50:50 mit ihren Frauen. Jedes Kind hat nach der Elternzeit von 14 Monaten einen Rechtsanspruch auf einen kostenlosen Kita-Platz.</p>
<p><span id="more-1090"></span>Pornographie und Prostitution sind abgeschafft, da die BRD frauenverachtende Zustände nicht mehr toleriert, sondern bekämpft. Auch in der Abtreibungsfrage hat sich einiges getan: jede Frau hat das Recht, selber über ihren Körper zu bestimmen, daher gibt es den Paragraphen 218 nicht mehr. Eine Abtreibung kann jederzeit in den ersten 12 Wochen der Schwangerschaft ohne Angabe von Gründen und ohne Beratungsschein vorgenommen werden. Der Wille der ungewollt Schwangeren ist Grund genug.</p>
<p>90% aller Frauen bezeichnen sich selbst als aktive Feministinnen und sind stolz darauf, was die Frauenbewegung zwischen 2008 und 2029 erreicht hat.</p>
<p>Was für mich Feminismus heute bedeutet? Dafür zu kämpfen, daß dieser Traum Wirklichkeit wird!</p>
<div class="autorin">Anja William ist regelmäßige Beiträgerin des Genderblog. Sie studiert Kulturwissenschaften an der FernUni Hagen.</div><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Zum Internationalen Frauentag 2008</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2008/03/08/zum-internationalen-frauentag-2/</link>
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		<pubDate>Sat, 08 Mar 2008 09:01:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rochus Wolff</dc:creator>
				<category><![CDATA[8. März 2008]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[frauentag]]></category>

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		<description><![CDATA[Feminismus-Wochen: Auswertung des Essay-Wettbewerbs und Bekanntgabe der GewinnerInnen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Es ist&#8221;, schrieb Meredith Haaf kürzlich in <a href="http://www.zeit.de/campus/2008/02/feminismus-haaf?page=all"><em>Zeit Campus</em></a>, &#8220;wieder mehr Feminismus nötig in Deutschland, und zwar vor allem in den Köpfen, im individuellen Handeln, in zwischenmenschlicher, beruflicher und politischer Hinsicht!&#8221;</p>
<p>Wir <a href="http://genderblog.de/index.php/2008/02/19/feminismus-wochen-im-genderblog/">wollten von Euch erfahren</a>, was für Euch Feminismus heute bedeutet, was dieser Feminismus in den Köpfen und im Handeln Euch bedeutet. Die meisten der Einsendungen, die wir von Euch bekommen haben, werden wir in den nächsten Tagen hier vorstellen. Auf daß es reichlich Stoff für die Frage gebe, was wir denn unter Feminismus eigentlich verstehen wollen.</p>
<p>Die drei ausgelobten Exemplare von <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3455500757?ie=UTF8&#038;tag=genderblog-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3455500757"><em>Wir Alphamädchen</em></a> gehen, sobald sie hier eingetroffen sind, an <strong>Claudia Brühwiler, Magda Albrecht und Sandrix</strong>, denen wir hiermit herzlich zu ihrem Gewinn gratulieren! Die Buttons gehen im Lauf der nächsten Woche an die anderen TeilnehmerInnen heraus.</p>
<p>Den Reigen der Einsendungen beginnen wir in wenigen Minuten mit dem Beitrag unserer Autorin Anja William. Und wünschen Euch allen einen hoffnungsfrohen 8. März!</p><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Reminder: Noch 5 Tage bis Einsendeschluß!</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2008/02/28/reminder-noch-5-tage-bis-einsendeschlus/</link>
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		<pubDate>Thu, 28 Feb 2008 13:29:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rochus Wolff</dc:creator>
				<category><![CDATA[8. März 2008]]></category>
		<category><![CDATA[Ankündigungen]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Interna]]></category>
		<category><![CDATA[8.-m�rz-2008]]></category>
		<category><![CDATA[ank�ndigungen]]></category>
		<category><![CDATA[genderblog]]></category>
		<category><![CDATA[preisausschreiben]]></category>
		<category><![CDATA[wettbewerb]]></category>

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		<description><![CDATA[Unser Essay-Wettbewerb läuft noch bis 4. März - Dreimal „Wir Alphamädchen“ zu gewinnen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nur als kleine Erinnerung: Wir <a href="http://genderblog.de/index.php/2008/02/19/feminismus-wochen-im-genderblog/">suchen immer noch</a> kleine Texte mit Eurer Antwort auf die Frage <strong>&#8220;Was bedeutet für mich Feminismus heute?&#8221;</strong></p>
<p>Wir verlosen drei Exemplare des demnächst erscheinenden Buches <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3455500757?ie=UTF8&#038;tag=genderblog-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3455500757"><em>Wir Alphamädchen</em></a> und einen Schwung Buttons.</p>
<p><a href="http://genderblog.de/index.php/2008/02/19/feminismus-wochen-im-genderblog/">Alle Infos hier.</a></p><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Feminismus-Wochen im Genderblog</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Feb 2008 13:27:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rochus Wolff</dc:creator>
				<category><![CDATA[8. März 2008]]></category>
		<category><![CDATA[Ankündigungen]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein Kurzessay-Wettbewerb mit Preisen - Einsendeschluß: 4. März 2008]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align: center;">Thema: <strong>Was bedeutet für mich Feminismus heute?</strong></div>
<p><span id="more-1048"></span><br />
<hr />
<p>Wenn im Genderblog „Feminismus-Wochen“ angekündigt werden, dann geht es uns, anders als gewissen Möbelhäusern, nicht darum, <a href="http://genderblog.de/index.php/2007/01/11/feminismus-ist-wenn-die-einbaukuchen-billiger-werden/">Einbauküchen an die Käuferin zu bringen</a>, sondern tatsächlich um Feminismus – und um Eure Haltung dazu, Eure Erfahrungen und Erinnerungen. Anläßlich des Internationalen Frauentags 2008 am 8. März rufen wir auf zu einem <strong>Wettbewerb für Kurzessays</strong> zur Frage:</p>
<div style="text-align: center;"><strong>Was bedeutet für mich Feminismus heute?</strong></div>
<p><img id="image1049" src="http://genderblog.de/dateien/2008/02/wir_alphamaedchen.jpg" alt="Wir Alphamädchen - Buchcover" class="float" />Die interessantesten, aufregendsten, eigensten Texte wollen wir rund um den 8. März hier im Genderblog veröffentlichen. Und natürlich gibt es auch etwas zu gewinnen: Die besten drei Beiträge möchten wir mit je einem Exemplar von <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3455500757?ie=UTF8&#038;tag=genderblog-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3455500757"><em>Wir Alphamädchen</em></a> prämieren. Das Buch von den Autorinnen der <a href="http://maedchenmannschaft.net/">Mädchenmannschaft</a>, Meredith Haaf, Susanne Klingner und Barbara Streidl, wird Mitte März erscheinen – die Preise wurden uns freundlicherweise vom Verlag <a href="http://www.hoffmann-und-campe.de/">Hoffmann &#038; Campe</a> zur Verfügung gestellt.<br style="clear:left;" /></p>
<p>Zusätzlich verlosen wir unter allen Einsendungen fünf <a href="http://121298.spreadshirt.net/de/DE/Shop/Article/Index/article/4048061">Buttons aus unserer eigenen Kollektion</a> sowie einen <a href="http://www.anarchia-versand.net/product_info.php/info/p403_Emily.html">Emily</a>- und einen <a href="http://www.anarchia-versand.net/product_info.php/info/p1792_Gender%20Bender.html">Gender-Bender</a>-Button. </p>
<p><strong>Rahmenbedingungen:</strong> Mit der Einsendung eines Textes erklärt Ihr Euch einverstanden, daß wir den Text im Genderblog publizieren dürfen &#8211; und daß der Text von Euch selbst stammt, Ihr also auch das Recht besitzt, den Text als Euren zu publizieren.</p>
<p>Bitte sendet Eure Beiträge zusammen mit Angaben zu Eurer Person (Name, Anschrift, evtl. ein paar Zeilen zur Biographie) in einem gängigen Datenformat (Word, <acronym title="Rich Text File">RTF</acronym>, <acronym title="Portable Document Format">PDF</acronym> oder Nur-Text) bis zum 4. März 2008 an <a href="mailto:frauentag@genderblog.de">frauentag@genderblog.de</a>. Die Texte sollen nicht unter 1000 und sollten nicht über 4000 Zeichen lang sein.</p>
<p>AutorInnen des Genderblogs und des verlosten Buches sind ebenso wie MitarbeiterInnen von Hoffmann &#038; Campe natürlich von der Verlosung ausgenommen, dürfen aber dennoch gerne Beiträge einreichen – darüber würden wir uns sogar besonders freuen.</p><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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