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	<title>Genderblog &#187; Queer</title>
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	<description>Feminismus, Geschlechterpolitik, Frauen- und Geschlechterforschung</description>
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		<title>Trans, Inter oder Queer?</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Dec 2010 09:10:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rochus Wolff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[dokumentarfilm]]></category>
		<category><![CDATA[intersexualitaet]]></category>
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		<description><![CDATA[Über die Vielfalt im Geschlechtersystem &#8211; Ein Film von Anja Schaub. (via)Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint: 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Über die Vielfalt im Geschlechtersystem &#8211; Ein Film von Anja Schaub.</p>
<p><object width="424" height="264"><param name="movie" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/E0opHxZn5gQ?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0&amp;color1=0xcc2550&amp;color2=0xe87a9f"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube-nocookie.com/v/E0opHxZn5gQ?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0&amp;color1=0xcc2550&amp;color2=0xe87a9f" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="424" height="264"></embed></object></p>
<p>(<a href="http://twitter.com/lantzschi/status/10458833142943745">via</a>)</p><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Theater-Performance Tucké Royale</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Sep 2010 20:36:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rochus Wolff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ankündigungen]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[berlin]]></category>

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		<description><![CDATA[Der neue Kultursalon Roderich (mit Videothek) eröffnet sein Programm mit einer Veranstaltung, die wohl auch für Leser_innen dieses Blogs interessant sein könnte und auf die ich deshalb (auf Thomas&#8217; Bitte hin) gerne hinweise TUCKÉ ROYALE ist ein Pseudohermaphrophit, d.h. sie (sic!) ist kein Mann, sie (sic!) ist keine Frau und sie (…) ist nicht einmal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der neue <a href="http://roderich-berlin.blogspot.com/">Kultursalon Roderich</a> (mit Videothek) eröffnet sein Programm mit einer <a href="http://roderich-berlin.blogspot.com/2010/09/theater-im-roderich-tucke-royale-171809.html">Veranstaltung</a>, die wohl auch für Leser_innen dieses Blogs interessant sein könnte und auf die ich deshalb (auf Thomas&#8217; Bitte hin) gerne hinweise</p>
<blockquote><p>TUCKÉ ROYALE ist ein Pseudohermaphrophit, d.h. sie (sic!) ist kein Mann, sie (sic!) ist keine Frau und sie (…) ist nicht einmal ein eindeutiger Zwitter. Sie ist (ein) Pseudo – wie das Theater.</p>
<p>Die KAKERLAKE spricht. Und erzählt von Wandlung zu Wandlung, keine Verkleidung ist echt, ist nur die Vorbereitung für die nächste, jedes Gefühl, jede Identifikation ist PSEUDO – und wird übermalt: mit roter, schwarzer, weißer Farbe, mit dem nächsten Text, der das Gegenteil behauptet, mit dem nächsten Lied, das das Ganze als Show simuliert: Hier bin ich nicht / Hier auch nicht / Aber such mich doch!</p>
<p>Im Grenzbereich zwischen Malerei, Performance, Installation und Theater ist die Biographie tatsächlich nur der Anlass für eine radikale ästhetische Auseinandersetzung mit den Themen und dem Material des Körpers, des Geschlechts, der Identität, des Künstlers.</p></blockquote>
<p>Tucké Royale findet am 17. und 18. September jeweils ab 20 Uhr im Veranstaltungskeller des Kultursalons Roderich (<a href="http://maps.google.de/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=Glogauer+Stra%C3%9Fe+19,+Berlin&#038;sll=64.069191,110.231963&#038;sspn=37.866795,148.710938&#038;ie=UTF8&#038;hq=&#038;hnear=Glogauer+Stra%C3%9Fe+19,+Kreuzberg+10999+Berlin&#038;t=h&#038;z=15">Glogauer Str.19 in Berlin-Kreuzberg</a>) statt.</p><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Das Recht, eine Familie zu gründen</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2010/06/29/das-recht-eine-familie-zu-grunden/</link>
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		<pubDate>Tue, 29 Jun 2010 08:55:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rochus Wolff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[ehe]]></category>
		<category><![CDATA[eu]]></category>
		<category><![CDATA[familie]]></category>
		<category><![CDATA[menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[recht]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie queernews.at meldet, hat die ECSOL (European Commission on Sexual Orientation Law), eine Gruppe von Rechtsexpert_innen, die sich mit sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität im Kontext europäischen Rechts beschäftigt, in einem Newsletter auf eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte Bezug genommen. Ohne daß ich selbst die Entscheidung des EGMR im Einzelnen kommentieren und bewerten könnte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie <a href="http://www.queernews.at/archives/1713"><em>queernews.at</em> meldet</a>, hat die <a href="http://www.sexualorientationlaw.eu/"><acronym title="European Commission on Sexual Orientation Law">ECSOL</acronym></a> (European Commission on Sexual Orientation Law), eine Gruppe von Rechtsexpert_innen, die sich mit sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität im Kontext europäischen Rechts beschäftigt, in einem <a href="http://www.sexualorientationlaw.eu/news/2010-06-24%20European%20Court%20of%20Human%20Rights.html">Newsletter</a> auf eine <a href="http://cmiskp.echr.coe.int/tkp197/view.asp?action=html&#038;documentId=870475&#038;portal=hbkm&#038;source=externalbydocnumber&#038;table=F69A27FD8FB86142BF01C1166DEA398649">Entscheidung</a> des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte Bezug genommen.</p>
<p>Ohne daß ich selbst die Entscheidung des <acronym title="Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte">EGMR</acronym> im Einzelnen kommentieren und bewerten könnte (und vor allem ohne daß ich auf den konkret verhandelten Fall eingehen wollte), lassen sich nach <em>queernews.at</em> daraus vor allem folgende Schlüsse ziehen:</p>
<p>Auch wenn derzeit die Mitgliedsstaaten der <acronym title="Europäische Union">EU</acronym> noch nicht daran gehindert werden können, über nationales Recht die Ehe nur heterosexuellen Paaren zu gestatten, so will der Gerichtshof <a href="http://dejure.org/gesetze/MRK/12.html">Artikel 12 der Europäischen Menschenrechtskonvention (<acronym title="Europäische Menschenrechtskonvention">MRK</acronym>)</a> nicht weiterhin so verstanden wissen, daß die Ehe allein heterosexuellen Paaren offenstehen <em>könne</em>.</p>
<p>Entgegen seiner bisherigen Rechtsprechung, daß eine &#8220;Familie&#8221; stets auf der Grundlage einer heterosexuellen Partnerschaft entstehe, hat der <acronym title="Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte">EGMR</acronym> außerdem jetzt entschieden (ich zitiere <em>queernews.at</em>)</p>
<blockquote><p>dass angesichts der raschen Entwicklung der gesellschaftlichen Haltung zu gleichgeschlechtlichen Paaren eine solche künstliche Unterscheidung heute nicht mehr angebracht ist und dass die Beziehung der Antragsteller, eines gleichgeschlechtlichen Paares, das in einer stabilen De-Facto Partnerschaft zusammenlebt, ebenso unter den Begriff &#8220;Familie&#8221; fällt wie ein verschiedengeschlechtliches Paar in der gleichen Situation.</p></blockquote>
<p>Mühsam ernährt sich natürlich das Eichhörnchen, und bis zu einer Gleichstellung ist es noch weit &#8211; von einer Integration radikalerer Konzepte jenseits der dichotomen Geschlechterordnung und der exklusiven Zweierbeziehung einmal ganz abgesehen. Aber langsam tut sich hier was im europäischen Recht.</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/gwi_boell/status/17314904102">via</a>)</p><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Der Fußball outet sich als schwul</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2010/06/24/der-fusball-outet-sich-als-schwul/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Jun 2010 11:17:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rochus Wolff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[fussball]]></category>
		<category><![CDATA[onn]]></category>
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		<category><![CDATA[video]]></category>

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		<description><![CDATA[(Ich liebe das Onion News Network.) (via)Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint: 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>(Ich liebe das <em>Onion News Network</em>.)</p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/5xLn-X8YJRg&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;rel=0&#038;color1=0x5d1719&#038;color2=0xcd311b"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube-nocookie.com/v/5xLn-X8YJRg&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;rel=0&#038;color1=0x5d1719&#038;color2=0xcd311b" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
<p>(<a href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=12355">via</a>)</p><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Auch ein schwuler Chor kann irren</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2010/06/22/auch-ein-schwuler-chor-kann-irren/</link>
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		<pubDate>Tue, 22 Jun 2010 12:07:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sarah Schaschek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[csd]]></category>
		<category><![CDATA[judith-butler]]></category>
		<category><![CDATA[rassismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Anmerkung des Herausgebers: Dieser Beitrag ist ursprünglich für eine andere Publikation entstanden, wurde uns aber freundlicherweise von der Autorin zur Publikation überlassen. Die Vorstellung beginnt draußen vor der Volksbühne und hat eine Menge Schauspieler angelockt. Frauen, die Frauen spielen, und Frauen, die Männer spielen, und Männer, die irgendetwas dazwischen spielen. So richtig weiß man das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="hinweis"><strong>Anmerkung des Herausgebers:</strong> Dieser Beitrag ist ursprünglich für eine andere Publikation entstanden, wurde uns aber freundlicherweise von der Autorin zur Publikation überlassen.</div>
<p>Die Vorstellung beginnt draußen vor der Volksbühne und hat eine Menge Schauspieler angelockt. Frauen, die Frauen spielen, und Frauen, die Männer spielen, und Männer, die irgendetwas dazwischen spielen. So richtig weiß man das nicht genau, und darauf haben es die überwiegend schwul-lesbischen  Versammelten angelegt. Für sie sind Geschlechterrollen nämlich tatsächlich Rollen – einstudierbar, aufführbar, eine große Schau. Und wer in eine Rolle schlüpfen kann, der kann auch in eine andere schlüpfen, glauben sie. Und spielen.</p>
<p>Diejenige, die das mit dem Geschlecht und der Schauspielerei formuliert hat, übernimmt an diesem Abend die Hauptrolle: Judith Butler, amerikanische Philosophin an der Universität Berkeley und Mutter der sogenannten „Queer“-Forschung. Vor 20 Jahren gab sie mit ihrem Buch <em>Das Unbehagen der Geschlechter</em> der schwul-lesbischen Szene ihren theoretischen Unterbau. Seitdem wird sie unter sexuellen Minderheiten als Ikone gefeiert. Auch deshalb will man ihr am Folgetag auf dem Berliner Christopher Street Day (<acronym title="Christopher Street Day">CSD</acronym>) den Zivilcouragepreis verleihen. Sie wird ihn ablehnen. Das Event ist ihr zu „kommerziell“.<span id="more-2136"></span></p>
<p>Den eigentlichen Grund kann man schon am Vorabend erahnen. In ihrem Vortrag über „Queere Bündnisse und Antikriegspolitik“ in der Volksbühne ruft Butler Schwule und Lesben dazu auf, gemeinsam mit anderen Minderheiten gegen Gewalt einzutreten anstatt nur für die eigene Sache auf die Straße zu gehen. „Ich weiß nicht, was queer-Sein heißt“, sagt sie. „Aber ich weiß, was es bedeutet, Teil einer Allianz zu sein, die unser Leben lebbarer macht.“ Sie erteilt damit all denen eine Absage, die versuchen, sie für irgendeine Ideologie einzuspannen. Denn auch ein <acronym title="Christopher Street Day">CSD</acronym> vergisst vor lauter Feierei manchmal, dass es Andersdenkende gibt. Für politisch wichtiger hält Butler etwa den „Transgenialen CSD“, der an diesem Wochenende in Kreuzberg stattfindet. Hier geht man gemeinsam mit Migranten auf die Straße, kämpft gegen die Diskriminierung verschiedener Minderheiten. Auf die Frage eines Zuhörers, warum sie einen Preis entgegennehmen würde, der Homosexualität als neue Normalität darstelle, antwortet sie schon am Freitag ausweichend: „Ich fürchte tatsächlich, das meine Theorien an Stärke verlieren, wenn sie institutionalisiert werden. Das mit dem Preis warten wir mal ab.“</p>
<p>Ihr Autritt ist brilliant. Das Publikum, das so sehr an Butlers Schauspiel-Thesen glaubt, folgt verzückt ihren Ausführungen zu Homophobie und dem Recht, seine Liebe offen ausdrücken zu dürfen. „Es ist eine Form von Freiheit, auf der Straße man selbst sein zu können“, sagt sie. Solange es eine „Gender-Polizei“ gebe, die vorschreibe, wer sichtbar sein dürfe und wer nicht, mache sich ein Staat kriminell. „Denn damit erklärt eine Gesellschaft bestimmte Menschen für wertvoll und andere für verzichtbar.“</p>
<p>Das ist klassischer Butler-Stoff. Denn ihre Philosophie erklärt, wie wichtig es ist, sich nicht gegen das Fremde abzuschotten, sondern es als Teil des eigenen Lebens anzuerkennen. „Wir sind aneinander gebunden, von Anfang an.“ Den Satz wiederholt die 54-Jährige immer wieder. Und mit jeder Wiederholung dreht er sich ein bisschen weiter, der Satz, bis er schließlich nicht mehr nur klassisches Geschlechterdenken, sondern auch homosexuellen Hochmut kritisiert – das wohlige „Wir“-Gefühl, das Schwule, Lesben, Trans- und Intersexuelle sich seit ihrem <em>Unbehagen der Geschlechter</em> geschaffen haben. Mit dem Zivilcouragepreis lehnt Butler daher vor allem einen Guru-Status ab. Er ist ihr sichtlich unbehaglich.</p>
<p>Früher am Abend, bevor Butler kam, haben sie in der Volksbühne Rene Pollesch gespielt: „Ein Chor irrt sich gewaltig“. Normalerweise ist man sich unter Schwulen und Lesben einig, dass mit dem „Chor“ eigentlich nur die heterosexuelle Mehrheit gemeint sein kann, die immer noch nicht verstanden hat, dass Frauen und Männer eigentlich nur ziemlich gute Kostüme tragen. Als die Zuhörer gegen Mitternacht den Saal verlassen, hat der Pollesch-Titel einen neuen Beigeschmack. Butler hat ihre Fans heute abend selbst zu Chormitgliedern erklärt. Eine ungewohnte Rolle. Aber was hilft es? Die Bühne, das wissen sie, ist überall.</p>
<p>(Ein anderer Bericht zum Abend in der Volksbühne <a href="http://theater.blogsport.de/2010/06/19/judith-butler-in-der-volksbuehne/">findet sich hier</a>, unten findet sich die Ansprache Butlers auf dem <acronym title="Christopher Street Day">CSD</acronym> als Video [<a href="http://theoriealspraxis.blogsport.de/2010/06/20/abschrift-der-preis-annahme-verweigerungsrede-von-judith-butler-beim-csd-in-berlin/">via</a>]. Weitere Anmerkungen zu Butler zum Beispiel <a href="http://theoriealspraxis.blogsport.de/2010/06/20/eine-radikale-geste-mit-schalem-nebengeschmack/">bei Theorie als Praxis</a> oder <a href="http://antjeschrupp.com/2010/06/22/rassismus-und-homophobie-einige-gedanken-zu-judith-butler-und-dem-csd/">bei Antje Schrupp</a>.)</p>
<p><object width="560" height="340"><param name="movie" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/BV9dd6r361k&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;rel=0&#038;color1=0x5d1719&#038;color2=0xcd311b"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube-nocookie.com/v/BV9dd6r361k&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;rel=0&#038;color1=0x5d1719&#038;color2=0xcd311b" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="560" height="340"></embed></object></p>
<div class="autorin"><strong>Sarah Schaschek</strong> ist Doktorandin am Institut für Amerikanistik an der Universität Bonn und forscht zum Thema <em>Pornografie und Serialität</em>. Nach dem Studium der Kulturwissenschaften in Bonn und einem kleinen Ausreißer nach Potsdam für ein Zeitungs-Volontariat (wo das Thema Feminismus noch praktisch unbekannt war), brach sie letzten Sommer nach Berkeley auf, um sich ganz auf ihre Promotion zu konzentrieren. Aus dem Freidenkerstaat Kalifornien hat sie viele genderpolitische Ideen mitgebracht, die sie nun ungeniert zu verbreiten gedenkt.</div><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Erneut kluger Text gesucht: Lady Gaga &#8211; Alejandro</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2010/06/09/erneut-kluger-text-gesucht-lady-gaga-alejandro/</link>
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		<pubDate>Wed, 09 Jun 2010 12:40:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rochus Wolff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pop]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[alejandro]]></category>
		<category><![CDATA[lady gaga]]></category>
		<category><![CDATA[musikvideo]]></category>
		<category><![CDATA[video]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem meine Suche nach einer informierten Analyse des Videos zu Lady Gagas &#8220;Telephone&#8221; so ein wunderbares Ergebnis gezeitigt hat, würde ich den Versuch mit dem neuen Video der Künstlerin gerne wiederholen. Seit gestern ist &#8220;Alejandro&#8221; online zu finden &#8211; allerdings weiß ich nicht, weil ich derzeit gerade in Paris bin, ob eines der unten eingebundenen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem meine <a href="http://genderblog.de/index.php/2010/03/12/analyse-gesucht-lady-gaga-telephone/">Suche</a> nach einer informierten Analyse des Videos zu Lady Gagas &#8220;Telephone&#8221; <a href="http://genderblog.de/index.php/2010/03/25/performance-und-pulp/">so ein wunderbares Ergebnis</a> gezeitigt hat, würde ich den Versuch mit dem neuen Video der Künstlerin gerne wiederholen. Seit gestern ist &#8220;Alejandro&#8221; online zu finden &#8211; allerdings weiß ich nicht, weil ich derzeit gerade in Paris bin, ob eines der unten eingebundenen Videos auch in Deutschland zu sehen ist. (Ansonsten bitte gerne funktionierende Links in die Kommentare; ich bin den Rest des Tages unterwegs.)</p>
<p>&#8220;Alejandro&#8221; funktioniert sicher völlig anders als das &#8220;Telephone&#8221;-Video, das macht schon ein oberflächlicher Blick auf die Ästhetik des fast neun Minuten langen Clips deutlich. Hier spielen Leni Riefenstahl, Faschismus, Fetischismus und Katholizismus ebenso eine Rolle wie Bezüge zum Steampunk. <a href="http://www.vip-chicks.de/lady-gaga-alejandro-clip-released-zwischen-madonna-und-homoerotik-9016.html">Manche</a> sehen auch Bezüge etwa zu Madonnas <a href="http://www.youtube.com/watch?v=GsVcUzP_O_8">Musikvideo zu &#8220;Express Yourself&#8221;</a>. Aber da findet sich sicher noch mehr. Ich freue mich über Einsendungen (<a href="mailto:admin@genderblog.de">admin@genderblog.de</a>) &#8211; bestimmt ist für einen guten Text auch wieder eine kleine physische Anerkennung drin &#8211; aber natürlich auch schon über kluge Anmerkungen in den Kommentaren!</p>
<p>Und hier jetzt also das Video:<span id="more-2086"></span></p>
<p><object width="641" height="363"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="movie" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=12405740&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=ff0179&amp;fullscreen=1" /><embed src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=12405740&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=ff0179&amp;fullscreen=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" width="641" height="363"></embed></object></p>
<p><object width="640" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/niqrrmev4mA&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;rel=0&#038;color1=0xcc2550&#038;color2=0xe87a9f"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube-nocookie.com/v/niqrrmev4mA&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;rel=0&#038;color1=0xcc2550&#038;color2=0xe87a9f" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="640" height="385"></embed></object></p><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		<title>QueerFilmFest sucht Filme</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2010/04/08/queerfilmfest-sucht-filme/</link>
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		<pubDate>Thu, 08 Apr 2010 17:22:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rochus Wolff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ankündigungen]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[cfp]]></category>
		<category><![CDATA[festival]]></category>
		<category><![CDATA[filmfestival]]></category>

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		<description><![CDATA[Einsendeschluß: 30. Juni 2010]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://genderblog.de/dateien/2010/04/owl_01_300px.png" alt="owl_01_300px" title="owl_01_300px" width="184" class="float" />Das 2. <a href="http://www.queerfilmfest.de/">QueerFilmFest</a> in Rostock, das vom 29. bis 31.07.2010 wird im dortigen Peter-Weiss-Haus stattfinden wird (<a href="http://www.queerfilmfest.de/">Homepage</a>, <a href="http://www.facebook.com/pages/Rostock-Germany/Queer-Film-Fest-Rostock/284570489263">Facebook</a>), sucht noch Filme. Details könnt Ihr dem <a href="http://www.queerfilmfest.de/?page_id=162">Call for Films</a> entnehmen, Einsendeschluß ist der 30. Juni 2010.<br style="clear: left;" /></p><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Performance und Pulp</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Mar 2010 21:41:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Horn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frauen- und Geschlechterforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Pop]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[lady gaga]]></category>
		<category><![CDATA[musik]]></category>
		<category><![CDATA[musikvideo]]></category>
		<category><![CDATA[video]]></category>

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		<description><![CDATA[Anmerkung des Herausgebers: Dieser Beitrag erreichte mich auf die Frage nach analytischen Texten zu Lady Gagas &#8220;Telephone&#8221;-Musikvideo hin. Ich freue mich, ihn hier veröffentlichen zu dürfen. Allein die Zahlen, die sich zum neuen Lady Gaga-Video (oder eher ihrer neuen Kurzfilm-Extravaganza) finden lassen, sind beeindruckend – 15 Millionen Sichtungen auf Youtube innerhalb weniger Tage, neuneinhalb Minuten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="hinweis"><strong>Anmerkung des Herausgebers:</strong> Dieser Beitrag erreichte mich auf <a href="http://genderblog.de/index.php/2010/03/12/analyse-gesucht-lady-gaga-telephone/">die Frage nach analytischen Texten zu Lady Gagas &#8220;Telephone&#8221;-Musikvideo</a> hin. Ich freue mich, ihn hier veröffentlichen zu dürfen.</div>
<p>Allein die Zahlen, die sich zum neuen <a href="http://de.sevenload.com/musictv/videos/NXLqb4D-Lady-Gaga-feat-Beyonce-Telephone">Lady Gaga-Video</a> (oder eher ihrer neuen Kurzfilm-Extravaganza) finden lassen, sind beeindruckend – 15 Millionen Sichtungen auf Youtube innerhalb weniger Tage, neuneinhalb Minuten Laufzeit (davon allein drei, bevor irgendjemand irgendetwas tut, das irgendwie an ein Musikvideo erinnert – Singen und Tanzen fielen einem da ein) und geschätzte <a href="http://www.spex.de/2010/03/15/was-man-ueber-lady-gagas-video-zu-telephone-wissen-muss/">100 Namen und Funktionen im Abspann</a> (ja, das Musikvideo hat einen Abspann – und einen Vorspann, aber dazu später mehr). Interessanter als die reinen Zahlen ist aber wohl das „Warum?“ dahinter – warum 15 Millionen Klicks auf das Video einer Pop-Sängerin, die die meisten nicht mal attraktiv finden. Warum neuneinhalb Minuten Video für einen (eher mittelmäßigen) Pop-Song, der gerade mal dreieinhalb Minuten lang ist?</p>
<p>Die kürzeste Antwort wäre wohl: Lady Gaga selbst – und die Erwartungen, die dieser Name mittlerweile bei Fans und Kritiker_innen gleichermaßen weckt.  Wie beinahe alles, was der zur Zeit größte Pop-Star seit dem Release von „Just Dance“ veröffentlicht hat, ist „Telephone“ vor allem eine Ansammlung von Zitaten, Anstößigkeiten und Widersprüchen. Und wie ebenfalls alles, was Lady Gaga seit „The Fame“ (oder wohl eher schon seit „Lady Gaga and the Starlight Revue“) gemacht hat, ist „Telephone“ handwerklich perfekt und damit ebenso sehr Pop wie Pop Art.</p>
<p><img src="http://genderblog.de/dateien/2010/03/Telephone_Gaga_Cans.jpg" alt="Telephone_Gaga_Cans" title="Telephone_Gaga_Cans" width="500" class="float" /></p>
<p>Das Video ist so sehr ein Teil von MTV, wie es ein Protest gegen den Niedergang des Musiksenders und der Kunst des Musikvideos ist. Außerdem ist „Telephone“ ebenso sexy und aufreizend wie es eine Karikatur der Sexualisierung des weiblichen Körpers im Pop-Geschäft, aber nicht nur dort, ist. Dadurch verkauft Lady Gaga sich, ihre Videos und ihre Musik erfolgreich in eben jenem Business, das sie gleichzeitig unterwandert, kritisiert und in Frage stellt. Und eben in dieser Doppeldeutigkeit, so meine These, liegt der Schlüssel zu ihrem Erfolg. </p>
<p>Dass das <em>Product Placement</em> in „Telephone“ so offensichtlich ist, hängt einerseits damit zusammen, dass rein aus eigenen Mitteln (und jenen der Plattenfirma) eine Video wie „Telephone“ (das gleiche gilt für „Paparazzi“ oder „Bad Romance“) nicht zu realisieren ist. Also gilt es Dritt-Mittel einzuwerben – und damit ist Lady Gaga doch schon fast auf dem akademischen Niveau angekommen, auf dem sich so manche Auseinandersetzung mit ihr und ihrer Performance (oder doch Performativität?) anzusiedeln versucht. Denn dadurch, dass sie das <em>Product Placement</em> jeder Unterschwelligkeit beraubt und es stattdessen offensiv inszeniert, auch dadurch, dass sie echte und fiktionale Produkte in ihren Videos vermischt, verkompliziert sie den Sachverhalt. Sie entlarvt den Produkt-Status von Pop-Erzeugnissen, thematisiert die „commodity culture“, verdient dabei Geld und verbreitet währenddessen dennoch ein leichtes Unbehagen über die Allgegenwärtigkeit des Konsums.</p>
<p>Zentraler für das Video ist allerdings seine Darstellung von Sex und Sexualität. Ausgestattet mit dem „Pussy-Wagon“ aus Quentin Tarantinos <a href="http://www.imdb.com/title/tt0266697/"><em>Kill Bill</em></a> ist „Telephone“ vor allen Dingen eine <em>Tour de force</em> durch  Pulp-Novel-inspirierte <a href="http://www.afterellen.com/movies/2007/12/lesploitationguide">Lesploitation-Filme</a>, deren Handlung auf ihrem Produktionshöhepunkt in den frühen 70ern vorzugsweise hinter Gittern angesiedelt war. Dort tummelten sich dann böse Butches, die die unschuldige, neu eingetroffene, heterosexuelle Insassin bedrängten. Gerne wurde in diesem Zusammenhang auch auf die alte, unattraktive Gefängniswärterin zurückgegriffen, die ihre Macht zu allerlei Unaussprechlichem missbrauchte.<span id="more-1882"></span></p>
<p><img src="http://genderblog.de/dateien/2010/03/Telephone_Beyonce.jpg" alt="Telephone_Beyonce" title="Telephone_Beyonce" width="500" class="float" /></p>
<p>Und dennoch waren die Filme, ebenso wie Pulp Novels, trotz ihres Voyeurismus, Sexismus, ihrer Homophobie und der Art und Weise, wie sie Bilder von Frauen, insbesondere Lesben, zur Unterhaltung männlicher Zuschauer ausbeuteten, auch bei Frauen, insbesondere Lesben, äußerst beliebt. Schon aus Mangel an alternativen Repräsentationen starker, sexuell eigenständiger Frauen lohnte sich ein Blick auf die Lesploitation-Filme (auch wenn das Ende bei dieser Lesart meist ‚ausgespart’ werden musste). Doch <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Jos%C3%A9_Esteban_Mu%C3%B1oz">José Esteban Muñoz</a>&#8216; Theorie der <em>dissidentification</em>[<a href="#footnote-1-1882" id="footnote-link-1-1882" title="See the footnote.">1</a>] erklärt über diese Mangelerscheinung hinaus, inwiefern Stereotype für queere Zuschauer entgegen deren ursprünglichen Intentionen Identifikations-Einladungen darstellen können.</p>
<p>Vor diesem Hintergrund wird klar, dass die Wahl des Settings von „Telephone“ mehr ist, als ein guter Grund, leicht bekleidete Frauen zu zeigen – er ist auch die kulturhistorische Aufforderung zur Darstellung devianter Sexualität. Und Lady Gaga nimmt die Einladung dankbar an.</p>
<p>Entgegen aktueller Pop-Konventionen (siehe <a href="http://www.afterellen.com/blog/trishbendix/i-kissed-a-girl-version-2.0">„I kissed a girl“ von Katy Perry</a> oder auch den bekannten <a href="http://www.afterellen.com/archive/ellen/TV/vmakiss.html">Madonna-Britney-Christina-„Dreier“</a>) findet Lady Gagas ‚Konfrontation’ mit lesbischer Sexualität Pulp-gerecht nicht mit einer über-femininen Blondine statt, deren Boyfriend zu Hause wartet, sondern mit einer Butch, die auch bei <em>Dykes-on-Bikes</em> eine gute Figur machen würde. Doch weder ist der Kuss als Angst einflößend dargestellt wie in den Lesploitation-Filmen, noch bedient er männlich-voyeuristische Klischees à la Katy Perry (<a href="http://www.youtube.com/watch?v=3fBdgZUtpBg">„Just to try it/ Hope my boyfriend don’t mind it“</a>) und wirft somit beide sexistischen Rahmen-Narrative über Bord.</p>
<p>Gleiches gilt für die „prison wardens“, die trotz Body-Builder-Figur sexualisiert mit offener Bluse und Push-Up-BH dargestellt werden und damit das Spektrum weiblicher Körper, die in „Telephone“ als potentiell sexy eingestuft werden, um eine weitere – ungewohnte – Facette erweitern. Ihre traditionell sadistisch-pathologische Rolle wird im Video dadurch untergraben, dass es zwei Aufseherinnen gibt (von isolierter Einsamkeit keine Spur also), die darüber hinaus noch gezeigt werden, wie sie in einer Online-Partner-Börse chatten und damit auf ironische Weise mit einer soften Seite ausgestattet werden.</p>
<p>Wichtiger noch als diese Nebenfiguren sind jedoch die Körper der beiden Protagonistinnen, Lady Gaga und Beyoncé. Vor allem Beyoncé, deren eigene Musikvideos häufig aus nicht viel mehr als einem Zusammenschnitt aufreizender Posen und eben solcher Tanzbewegungen bestehen, erfährt in „Telephone“ eine interessante Neu-Interpretation. Statt mit sexy Hüftschwung zeigt „Telephone“ sie als Marionette in elektrischer Stakkato-Bewegung und die Tanzperformance im Diner, deren Choreographie schon eher an klassische Pop-Moves erinnert, findet inmitten eines Massenmords statt. Die Wonderwoman/<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Myra_Breckinridge_%28film%29">Myra Breckinridge</a>-Uniformen im Americana-Look tragen ihr Übriges zur entfremdenden Wirkung des Szenarios – und Beyoncé als Sex-Objekt – bei, indem sie einerseits die amerikanische „Sauberfrau“ Wonder Woman karikieren und andererseits durch den Bezug auf eine transsexuelle Film-Figur Weiblichkeit als Kunstprodukt inszenieren.</p>
<p><img src="http://genderblog.de/dateien/2010/03/Telephone_Gaga_Myra.jpg" alt="Telephone_Gaga_Myra" title="Telephone_Gaga_Myra" class="float" /></p>
<p>Entfremdung ist auch das Stichwort für Lady Gagas Selbstinszenierung. Wie häufig von ihr in Interviews betont (unter anderem auf die mittlerweile zu trauriger Berühmtheit gekommene Trans-Bemerkung von Christina Aguilera[<a href="#footnote-2-1882" id="footnote-link-2-1882" title="See the footnote.">2</a>]), ist das Ziel ihrer Aufmachung selten Sexiness. Ihre ständige wechselnden Images, ihre Kostüme, Frisuren und Make-Up, manchmal sogar Masken, sind Maskeraden, sind nicht einfach Kleidung, sondern Teil der Performance Art. Damit perfektioniert Gaga ein Spiel mit den Geschlechtern und Identität, das in den 80ern Annie Lennox und Madonna in unterschiedlicher Ausprägung ins Pop-Geschäft eingebracht haben und das vor allem bei Annie Lennox zu ähnlichen Hermaphroditen-Vorwürfen führte wie bei Lady Gaga. Dass Lady Gaga jedoch ein eigenes Video nutzt, um das Gerücht erneut zu thematisieren (und es damit vor dem Vergessen zu bewahren) und es einerseits aus der Welt zu schaffen („Told you she didn’t have a dick“), andererseits aber ihr Bedauern über diesen Umstand auszudrücken („Too bad“), ist neu und für einen einfachen Marketing-Gag mehr als ungewöhnlich. Darüber hinaus inszeniert sie sich sowohl als Sex-Babe (etwa in der <em>Cage-Dancing</em>-Szene)[<a href="#footnote-3-1882" id="footnote-link-3-1882" title="See the footnote.">3</a>], dessen Darstellung jedoch von Bildern als Mord-Opfer unterbrochen wird, als auch als Drag-Queen-Version der amerikanischen Hausfrau. Darüber hinaus gibt es Lady Gaga in der bereits erwähnten Myra-Breckinridge-Ausführung (eine MTF-Transgender aus einem Camp-Klassiker, die sich anschickt die Weltordnung umzustürzen), als hosenloses Biker-Chick und als Shania-Twain-Country-Inkarnation. Falls „sexy“ also überhaupt das richtige Wort zur Beschreibung ihrer Wirkung ist, gilt dies wohl vor allem für ein queeres Verständnis von Sex-Appeal. „Verstörend“ trifft die Ästhetik ihrer Performance und Sexualität jedoch in den meisten Fällen deutlich besser.</p>
<p>Wenn Judith Butler also Recht hat und „gender parody“[<a href="#footnote-4-1882" id="footnote-link-4-1882" title="See the footnote.">4</a>] das richtige Mittel ist, um die heteronormative Matrix in Frage zu stellen und Linda Hutcheon mit ihrer Definition von Parodie als „repetition with a critical difference“[<a href="#footnote-5-1882" id="footnote-link-5-1882" title="See the footnote.">5</a>] richtig liegt, ist Lady Gaga und ihr Performance-Marathon mit Pulp-Bezug in „Telephone“ ein mehr probates Mittel zur Subversion der Popkultur. Hinzu kommt, dass Gaga den Zuschauern das längst überfällige Happy-End zum Road-Movie <a href="http://www.imdb.com/title/tt0103074/"><em>Thelma &#038; Louise</em></a> nachreicht und damit das seinerzeit anscheinend nötige Eindämmung transgressiver Weiblichkeit einholt.</p>
<p>Dass die Zitate in ihrem Video vor allen Dingen aus subkulturellen Kontexten oder solchen Texten kommen, welche subkulturellen Kultstatus (darunter Bilder und Songs von Lady Gaga selbst[<a href="#footnote-5-1882" id="footnote-link-6-1882" title="See the footnote.">6</a>]) genießen, ist vielleicht nicht mehr als ein in-joke und ein Zugeständnis an Lady Gagas „little monsters“ (wie sie selbst ihre Fans bezeichnet), die zu einem nicht geringen Teil aus der GLBT-community kommen. Aber selbst das wäre in der aktuellen Pop-Landschaft schon fast ein Wagnis. Abgesehen davon vereint „Telephone“ die absurdesten, makabarsten, zitatreichsten und buntesten Momente, die Musiksender und Youtube-Channels seit langem gesehen haben und hat insofern, neben seinem potentiell subversiven Anspruch, auch als Form postmoderner Unterhaltung Aufmerksamkeit verdient.</p>
<div class="autorin"><strong>Katrin Horn</strong> ist Doktorandin am Institut für Amerikanistik an der Universität Erlangen-Nürnberg und Kollegiatin des <a href="http://www.kulturhermeneutik.uni-erlangen.de/">Graduiertenkollegs <em>Kulturhermeneutik im Zeichen von Different und Transdifferenz</em></a>. Nach dem Studium der Theater- und Medienwissenschaft in Erlangen und einem Praktikumsaufenthalt in New York, kehrte sie letztes Jahr an die Universität zurück, um sich mit ihrer Doktorarbeit Ruhm und Ehre zu erschreiben. Die Arbeit trägt den Titel <em>Deconstructing Gender Hegemony, Queering the Cultural Mainstream: Camp as a subversive strategy in the production and reception of contemporary American popular culture</em>.</div>
<div class="footnotes"><strong>Anmerkungen:</strong>
<ol class="footnotes">
<li id="footnote-1-1882">“Disidentification is meant to be descriptive of the survival strategies the minority subject practices in order to negotiate a phobic majoritarian public sphere that continuously elides or punishes the existence of subjects who do not conform to the phantasm of normative citizenship […]  disidentification with damaged stereotypes recycle[s] them as powerful and seductive site of self-creation.” (Muñoz, José Esteban. &#8220;Introduction: Performing Disidentifications.” Disidentifiations: Queers of Color and the Performance of Politics. Minneapolis: Minnesota UP, 1999. 1-34. S. 4) [<a href="#footnote-link-1-1882">zurück</a>]</li>
<li id="footnote-2-1882"><a href="http://latimesblogs.latimes.com/music_blog/2008/11/five-minutes-wi.html">Christina Aguilera gegenüber der <em>L.A. Times</em></a>: „You know, that’s funny that you mention that. This person [Lady Gaga] was just brought to my attention not too long ago. I’m not quite sure who this person is, to be honest. I don’t know if it is a man or a woman. I just wasn’t sure. I really don’t spend any time on the Internet, so I guess I live a little under a rock in that respect.“ [<a href="#footnote-link-2-1882">zurück</a>]</li>
<li id="footnote-3-1882">Interessant ist hier auch <a href="http://www.velvetparkmedia.com/blogs/threeway-prof-gaga-lady%E2%80%A6-last">der Hinweis darauf</a>, dass der potentiell männliche Blick (siehe <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Laura_Mulvey">Laura Mulvey</a>) durch Insert weiblicher Beobachterinnen gestört wird. [<a href="#footnote-link-3-1882">zurück</a>]</li>
<li id="footnote-4-1882">„The notion of gender parody defended here does not assume that there is an original which such parodic identities imitate. Indeed, the parody is /-of-/ the very notion of the original.” (Butler, Judith. <em>Gender Trouble. Feminism and the Subversion of Identity.</em> NY: Routledge , 2008. S. 188) [<a href="#footnote-link-4-1882">zurück</a>]</li>
<li id="footnote-5-1882">Hutcheon, Linda. <em>A Theory of Parody: The teachings of twentieth-century art forms.</em> NY: Methuen, 1987. S. xii. [<a href="#footnote-link-5-1882">zurück</a>]</li>
<li id="footnote-6-1882">Auf dem Gefängnishof ist <a href="http://www.youtube.com/watch?v=m95L-gQVhSk">„Paper Gangsta“</a> zu hören, die angeklebten Nippel aus ihrem Beinahe-Nackt-Auftritt zu Anfang des Videos kennt man bereits aus dem <a href="http://www.youtube.com/watch?v=qrO4YZeyl0I">„Bad Romance“-Video</a>. [<a href="#footnote-link-6-1882">zurück</a>]</li>
</ol>
</div>
<p>Fotos: <a href="http://www.ladygaga.com/photos/default.aspx?fid=16698"><em>ladygaga.com</em></a></p><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Veranstaltungsreihe: Queere Theoriebildung heute</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2010/03/25/veranstaltungsreihe-queere-theoriebildung-heute/</link>
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		<pubDate>Thu, 25 Mar 2010 10:47:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rochus Wolff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frauen- und Geschlechterforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[queer studies]]></category>
		<category><![CDATA[tübingen]]></category>

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		<description><![CDATA[Tübingen, donnerstags 20 Uhr c.t., 15.4.-15.7.2010]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Queere AStA-Hochschulgruppe an der Universität Tübingen (Ansprechpartnerinnen: Franziska Bergmann, M.A. (<a href="mailto:franziska.bergmann@uni-tuebingen.de">franziska.bergmann@uni-tuebingen.de</a>) und Samanta Gorzelniak, M.A. (<a href="mailto:samantagorzelniak@wp.pl">samantagorzelniak@wp.pl</a>) lädt ein zu einer Veranstaltungsreihe zum Thema &#8220;Queere Theoriebildung heute: Grundlagen und aktuelle Forschungsfelder&#8221;, ab 15. April bis 15. Juli jeweils Donnerstag, 20h c.t. im Hörsaal 22, Kupferbau der Uni Tübingen. (<a href="http://www.facebook.com/event.php?eid=102589989778906&#038;ref=nf">Veranstaltungsseite auf Facebook</a>)</p>
<p>Hier ist die Ankündigung mit den Namen der Vortragenden und den einzelnen Vortragstiteln:<span id="more-1877"></span></p>
<blockquote><p>Die für das Sommersemester 2010 geplante und von der queeren Hochschulgruppe organisierte Reihe im Rahmen des Studium Generale soll die bislang an der Universität Tübingen nur marginal beleuchtete Disziplin der Queer Studies einem breiteren interessierten Publikum näher bringen und grundlegende Konzepte, die sich stellenweise als äußerst komplexes Theoriegebäude erweisen, darstellen.</p>
<p>Die Queer Studies konnten sich in den 1990er Jahren insbesondere durch Judith Butlers einflussreiche philosophisch ausgerichtete Abhandlung Das Unbehagen der Geschlechter als wichtige Denk- und Forschungsrichtung innerhalb der Gender Studies (dt. Geschlechterforschung) etablieren und stellen in dekonstruktivistischer Manier die als natürlich betrachteten Kategorien Frau und Mann vehement in Frage. Dabei wird davon ausgegangen, dass geschlechtliche Identität – wie auch Identität im Allgemeinen – nicht angeboren ist, sondern erlernt wird und im Alltag beständig hergestellt wird. Da die Queer Studies auf interdisziplinärer Ebene angesiedelt sind, soll die Reihe queere Denkansätze aus Perspektive verschiedener Fächer beleuchten.</p>
<p>15.04.2010 Dr. Antke Engel, Berlin/Hamburg<br />
Die 3. Seite des Spiegels. Queere Theorie zwischen Heteronormativitätskritik und Begehren als offener Zukünftigkeit</p>
<p>22.04.2010 Prof. Dr. Ingrid Hotz-Davies, Universität Tübingen<br />
Thinking Queer: Zum Werk von Eve Kosofsky Sedgwick</p>
<p>29.04.2010 Dr. des. Heinz-Jürgen Voß, Hannover<br />
Kein Geschlecht oder viele: Warum es biologisch &#8220;Frau&#8221; und &#8220;Mann&#8221; nicht gibt</p>
<p>06.05.2010 Kathrin Tordasi, M.A., Universität Tübingen<br />
Bewegungen im Zwischen-Raum. Gender, Körper und Begehren am Liminalen Strand</p>
<p>20.05.2010 Prof. Dr. Schamma Schahadat, Universität Tübingen<br />
Queere Texte aus dem Osten</p>
<p>10.06.2010 Nora Filipp, M.A., Universität Tübingen<br />
Queer durchs Universum. Geschlechtertransgressionen in der Science Fiction</p>
<p>17.06.2010 Prof. Dr. Frauke Berndt, Universität Tübingen<br />
Grimmelshausen – queer</p>
<p>24.06.2010 Prof. Dr. Dorothee Kimmich, Universität Tübingen<br />
Michel Foucault: die Anfänge</p>
<p>01.07.2010 Dr. Kathy-Ann Tan, Universität Tübingen<br />
Queer Sexual Citizenship in Caribbean-Canadian Literature (Vortrag in englischer Sprache)</p>
<p>08.07.2010 Eduard Voll und Samanta Gorzelniak, M.A., Universität Tübingen<br />
Queer im Zeichen des Postkommunismus</p>
<p>15.07.2010 Dr. des. Irmtraud Hnilica, FernUniversität Hagen<br />
&#8220;Don&#8217;t call me father.&#8221; Prekäre Elternschaft in M. Night Shyamalans <em>Signs</em></p></blockquote><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Der schwule Mann kämpft nicht gern?</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2010/03/19/der-schwule-mann-kampft-nicht-gern/</link>
		<comments>http://genderblog.de/index.php/2010/03/19/der-schwule-mann-kampft-nicht-gern/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 10:39:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rochus Wolff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[homophobie]]></category>
		<category><![CDATA[krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[vorurteile]]></category>

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		<description><![CDATA[Man muß schon ein paar argumentative Pirouetten drehen, um das im Hirn wirklich zusammenzubringen: Nach Ansicht des früheren amerikanischen Generals und Nato-Kommandeurs John Sheehan ist die Anwesenheit homosexueller Soldaten unter den niederländischen Friedenstruppen ein Grund dafür, daß diese das Massaker von Srebrenica 1995 nicht verhindert hatten. Der Focus berichtet mit dpa und AFP: Sheehan hatte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man muß schon ein paar argumentative Pirouetten drehen, um das im Hirn wirklich zusammenzubringen: Nach Ansicht des früheren amerikanischen Generals und Nato-Kommandeurs John Sheehan ist die Anwesenheit homosexueller Soldaten unter den niederländischen Friedenstruppen ein Grund dafür, daß diese das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_von_Srebrenica">Massaker von Srebrenica</a> 1995 nicht verhindert hatten.</p>
<p>Der <a href="http://www.focus.de/politik/ausland/us-general-schwule-mitschuld-an-srebrenica-massaker_aid_491076.html"><em>Focus</em> berichtet</a> mit dpa und AFP:</p>
<blockquote><p>Sheehan hatte [...] bei einer Senatsanhörung in den <acronym title="United States of America">USA</acronym> dargelegt, die Kampfmoral der niederländischen Truppe sei wegen der Anwesenheit schwuler Soldaten zu gering für eine Verteidigung von Srebrenica gewesen. Der 1997 pensionierte General wurde zu Fragen über eine mögliche Zulassung von Homosexuellen zum Dienst in den US-Streitkräften angehört. [...]</p>
<p>Bei der Senatsanhörung erklärte Sheehan vor laufenden Kameras, der damalige niederländische Stabschef Henk van den Breemen habe ihm gesagt, Schwule in seiner Armee seien in Srebrenica „Teil des Problems“ gewesen.</p></blockquote>
<p>Das niederländische Verteidigungsministerium hat dem widersprochen, mit zum Teil <a href="http://www.theaustralian.com.au/news/world/retired-us-general-john-sheehan-links-srebrenica-genocide-to-gays-in-dutch-un-troops/story-e6frg6so-1225842693265">deutlichen Worten</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;It is astonishing that a man of his stature can utter such complete nonsense,&#8221; defence ministry spokesman Roger van de Wetering told AFP.</p></blockquote>
<p>Nun ist natürlich klar, daß das Vorurteil von den friedliebenden und kampfesunwilligen (weil: unmännlichen) Schwulen weit verbreitet ist (es gibt einen sehr lesenswerten <a href="http://www.amazon.de/gp/product/342310841X?ie=UTF8&#038;tag=genderblog-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=342310841X">Roman</a>, der einigermaßen bizarr um dieses Vorurteil Funken schlägt), aber zum einen sollte ein Nato-Kommandeur doch vielleicht so reflektiert und weltgewandt sein, daß er solchen Schmarrn wenigstens hinterfragt (oder ihn wenigstens nicht in laufende Kameras wiederholt). Und zum anderen sollte er den ganz offensichtlichen Widerspruch doch sehen, daß diese Männer ja immerhin wohl Berufssoldaten geworden sind, wozu m.W. auch in den Niederlanden niemand gezwungen wird.</p>
<p>Und wären, müßte man die absurden Denkmuster eigentlich noch weiterschieben, dann übrigens die ja so &#8220;männlichen&#8221; Lesben &#8211; der Begriff &#8220;Kampflesbe&#8221; spitzt das ja schon zu &#8211; nicht die besseren Soldatinnen?</p>
<p>Sheehans Äußerungen stehen im Zusammenhang mit der Neubewertung der bisherigen <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Don%27t_ask,_don%27t_tell">&#8216;Don&#8217;t Ask, Don&#8217;t Tell&#8217;-Politik</a> des amerikanischen Militärs, die derzeit im Senat diskutiert wird. Der Militärberater von Barack Obama etwa <a href="http://www.msnbc.msn.com/id/35197645/">spricht sich dafür aus</a>, Homosexuelle ohne Wenn und Aber im Militär zuzulassen. <a href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=11915"><em>queer.de</em> hat dazu ein paar Hintergründe zusammengestellt.</a></p><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Analyse gesucht: Lady Gaga &#8211; Telephone</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2010/03/12/analyse-gesucht-lady-gaga-telephone/</link>
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		<pubDate>Fri, 12 Mar 2010 09:29:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rochus Wolff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pop]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[lady gaga]]></category>
		<category><![CDATA[musik]]></category>
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		<description><![CDATA[Update: Ein paar Leute haben mir inzwischen Links zu Texten anderer Leute geschickt, die seien kurz verlinkt: In der Spex kann man leben, &#8220;was man über Lady GaGas Video wissen muss&#8221;, und hier gibt es weitere Beobachtungen. &#60;/Update&#62; Das hier ist, erstens, ein kleiner musikalischer Schubser für den Vormittag. Und, zweitens, eine Aufforderung. Lady Gaga [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Update:</strong> Ein paar Leute haben mir inzwischen Links zu Texten anderer Leute geschickt, die seien kurz verlinkt: <a href="http://www.spex.de/2010/03/15/was-man-ueber-lady-gagas-video-zu-telephone-wissen-muss/">In der <em>Spex</em></a> kann man leben, &#8220;was man über Lady GaGas Video wissen muss&#8221;, und <a href="http://onlywordstoplaywith.blogspot.com/2010/03/lady-gagas-telephone-observations-and.html">hier</a> gibt es weitere Beobachtungen. &lt;/Update&gt;</p>
<p>Das hier ist, erstens, ein kleiner musikalischer Schubser für den Vormittag. Und, zweitens, eine Aufforderung.</p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lady_Gaga">Lady Gaga</a> wird in den nächsten Jahren vermutlich reichlich Seminar- und Magistra-Arbeiten in den Kulturwissenschaften befruchten, und allein <a href="http://de.sevenload.com/musictv/videos/NXLqb4D-Lady-Gaga-feat-Beyonce-Telephone">dieses Video zu <em>Telephone</em></a> reicht sicher schon allein für eine eigene Abschlußarbeit.</p>
<p>Ich würde aber gerne jetzt schon gerne eine artikellange Analyse oder kritische Auseinandersetzung lesen, die gender- wie sexismussensibel ist, ein wenig medien- und filmhistorisches Wissen zeigt und all das in einen lesbaren Text zusammenbringt. Schafft das jemand? Es muß nicht viel sein, eine gut gefüllte Seite würde mir reichen.</p>
<p>Und als kleinen Anreiz lobe ich für den schönsten Text, der bei mir eingeht (<a href="mailto:admin@genderblog.de">admin@genderblog.de</a>) einen kleinen Preis mit Lady-Gaga-Bezug aus. <em>(Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, bei hinreichend vielen guten Texten wird die Entscheidung über die/den Gewinner_in der geneigten Leser_innenschaft überantwortet.)</em></p>
<p>Hier ist das Video:<span id="more-1811"></span></p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="580" height="364" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="data" value="http://de.sevenload.com/pl/NXLqb4D/580x364/swf,play" /><param name="allowFullscreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://de.sevenload.com/pl/NXLqb4D/580x364/swf,play" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="580" height="364" src="http://de.sevenload.com/pl/NXLqb4D/580x364/swf,play" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" data="http://de.sevenload.com/pl/NXLqb4D/580x364/swf,play"></embed></object></p>
<p><strong>Update:</strong> In manchen Ländern funktioniert vielleicht auch der Youtube-Player:</p>
<p><object width="640" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/GQ95z6ywcBY&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;rel=0&#038;color1=0xcc2550&#038;color2=0xe87a9f&#038;hd=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube-nocookie.com/v/GQ95z6ywcBY&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;rel=0&#038;color1=0xcc2550&#038;color2=0xe87a9f&#038;hd=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="640" height="385"></embed></object></p>
<p>(<a href="http://emilieetlavieparisienne.blogspot.com/2010/03/videoclip-lady-gaga-feat-beyonce.html">via</a>; <a href="http://blog.gilly.ws/2010/03/12/lady-gaga-vs-beyonce-telephone-das-komplette-video">via</a>)</p>
<p>Und sonst gibt&#8217;s das Video auch noch <a href="http://gawker.com/5491576/">bei Gawker</a>. (<a href="http://twitter.com/renemartens/statuses/10365184423">via</a>)</p><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Queerfeministischer Kalender 2010</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2009/12/05/queerfeministischer-kalender-2010/</link>
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		<pubDate>Sat, 05 Dec 2009 11:22:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rochus Wolff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ankündigungen]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[kalender]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe den Kalender schon eine Weile hier liegen, aber bevor das neue Jahr losgeht, sei doch noch schnell darauf verwiesen &#8211; auf den Queerfeministischen Taschenkalender 2010 der Riot Skirts. Zu bekommen direkt dort oder beim Unrast-Verlag für wohlfeile sieben Euro &#8220;inklusive Versand, Bart und gutem Karma&#8221; sowie allerlei Texten, Ideen, Adressen und dergleichen mehr.Vielen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe den Kalender schon eine Weile hier liegen, aber bevor das neue Jahr losgeht, sei doch noch schnell darauf verwiesen &#8211; auf den <a href="http://riot-skirts.de/riotskirts_kalender.html"><em>Queerfeministischen Taschenkalender 2010</em></a> der <a href="http://riot-skirts.de/">Riot Skirts</a>.</p>
<p><img src="http://genderblog.de/dateien/2009/09/kalender_cover.png" alt="kalender_cover" title="kalender_cover" width="400" height="583" class="alignnone size-full wp-image-1648" /></p>
<p>Zu bekommen direkt <a href="http://riot-skirts.de/riotskirts_kalender.html">dort</a> oder beim <a href="http://www.unrast-verlag.de/unrast,2,320,9.html">Unrast-Verlag</a> für wohlfeile sieben Euro &#8220;inklusive Versand, Bart und gutem Karma&#8221; sowie allerlei Texten, Ideen, Adressen und dergleichen mehr.</p><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		<title>We have nothing to fear</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2009/12/04/we-have-nothing-to-fear/</link>
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		<pubDate>Fri, 04 Dec 2009 21:14:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rochus Wolff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[homo-ehe]]></category>
		<category><![CDATA[homophobie]]></category>
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		<description><![CDATA[Sorry, daß ich das Thema gerade sehr strapaziere bei meinen gelegentlichen Wortmeldungen hier, aber diese Rede zur Begründung, warum die staatliche Institution der Ehe auch für gleichgeschlechtliche Partnerschaften geöffnet werden muß (und warum die religiöse Institution darob nichts zu befürchten hat) ist in der Tat ein bemerkenswertes und ergreifendes Dokument. Auch wenn den Argumenten von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sorry, daß ich das Thema gerade sehr strapaziere bei meinen gelegentlichen Wortmeldungen hier, aber diese Rede zur Begründung, warum die staatliche Institution der Ehe auch für gleichgeschlechtliche Partnerschaften geöffnet werden muß (und warum die religiöse Institution darob nichts zu befürchten hat) ist in der Tat ein bemerkenswertes und ergreifendes Dokument. Auch wenn den Argumenten von <a href="http://www.nysenate.gov/senator/diane-j-savino">Senatorin Diane Savino</a> <a href="http://blogs.discovermagazine.com/badastronomy/2009/12/03/ny-state-senate-votes-against-equality/">leider keine Mehrheit im New Yorker Senat zu folgen bereit war</a>.</p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/dCFFxidhcy0&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;rel=0&#038;color1=0x402061&#038;color2=0x9461ca"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube-nocookie.com/v/dCFFxidhcy0&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;rel=0&#038;color1=0x402061&#038;color2=0x9461ca" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
<p>(Danke, <a href="http://twitter.com/abundant">M.</a>!)</p><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		<title>&#8220;What do you think I fought for in Omaha Beach?&#8221;</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2009/10/21/what-do-you-think-i-fought-for-in-omaha-beach/</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Oct 2009 13:15:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rochus Wolff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[homo-ehe]]></category>
		<category><![CDATA[homosexualitaet]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[usa]]></category>

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		<description><![CDATA[Testimony given for and against Maine&#8217;s marriage equality bill on April 22, 2009. Nearly 4,000 people attended the hearing, with marriage equality supporters out-numbering the opposition 4 to 1. (Direktvideo; via)Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint: 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/GrEbJBFWIPk&#038;color1=0xb1b1b1&#038;color2=0xcfcfcf&#038;hl=en&#038;feature=player_embedded&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowScriptAccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/GrEbJBFWIPk&#038;color1=0xb1b1b1&#038;color2=0xcfcfcf&#038;hl=en&#038;feature=player_embedded&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowScriptAccess="always" width="425" height="344"></embed></object></p>
<blockquote><p>Testimony given for and against Maine&#8217;s marriage equality bill on April 22, 2009. Nearly 4,000 people attended the hearing, with marriage equality supporters out-numbering the opposition 4 to 1.</p></blockquote>
<p>(<a href="http://www.youtube.com/watch?v=GrEbJBFWIPk">Direktvideo</a>; <a href="http://sixtus.cc/fur-phillipp-gut-und-konsorten-what-do-you-th">via</a>)</p><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Verschonen Sie mich mit Ihren sexuellen Details&#8221;</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2009/10/18/verschonen-sie-mich-mit-ihren-sexuellen-details/</link>
		<comments>http://genderblog.de/index.php/2009/10/18/verschonen-sie-mich-mit-ihren-sexuellen-details/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 18 Oct 2009 22:06:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rochus Wolff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[csd]]></category>
		<category><![CDATA[die-welt]]></category>
		<category><![CDATA[homophobie]]></category>
		<category><![CDATA[homosexualitaet]]></category>
		<category><![CDATA[ihdl]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich wollte ich unbedingt und sehr gerne hier ein paar Worte verlieren über das unsägliche Geschreibsel eines Herrn Gut, der doch tatsächlich für die Schweizer Weltwoche als sowas wie Ressortchef fungiert und dort wie in der Welt vom just vergangenen Samstag sich über die, doch doch, &#8220;Penetrierung des öffentlichen Lebens mit der Homosexualität&#8221; echauffiert. Aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich wollte ich unbedingt und sehr gerne hier ein paar Worte verlieren über das unsägliche Geschreibsel eines Herrn Gut, der doch tatsächlich für die Schweizer <em>Weltwoche</em> als sowas wie Ressortchef fungiert und dort wie in der <em>Welt</em> vom just vergangenen Samstag sich über die, doch doch, &#8220;Penetrierung des öffentlichen Lebens mit der Homosexualität&#8221; echauffiert.</p>
<p>Aber was soll ich sagen: <a href="http://www.iheartdigitallife.de/">Kathrin</a> hat den Text mal etwas gekürzt und an die Realität angepaßt: <a href="http://ihdl.soup.io/post/31790088/ESSAY">Der Kult um die Heteros</a>.</p>
<p>Und für die, die&#8217;s lieber argumentativ aufgedröselt und auseinandergenommen haben möchten, hat Stefan Niggemeier das in aller gebotenen Ausführlichkeit, Sachlichkeit und Ironie getan: <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/die-schwulen-sollen-wieder-verschwinden/">Die Schwulen sollen wieder verschwinden</a>.</p>
<p>Dem habe ich nichts hinzuzufügen. Außer vielleicht, daß ich Herrn Gut wirklich dankbar dafür wäre, von seinen sexuellen Details nicht weiter in Kenntnis gesetzt zu werden.</p>
<p>Update: Und <a href="http://www.spreeblick.com/2009/10/18/jeder-hat-das-recht-zu-nerven/">Spreeblick fragt</a> u.a. danach, wen die <em>Welt</em> eigentlich mit ihren &#8220;Debatten&#8221; erreichen will und was sie damit bezweckt.</p><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>fiber 16 &#8211; CFP &#8220;Dazwischen&#8221;</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2009/09/13/fiber-16-cfp-dazwischen/</link>
		<comments>http://genderblog.de/index.php/2009/09/13/fiber-16-cfp-dazwischen/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 13 Sep 2009 11:57:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rochus Wolff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ankündigungen]]></category>
		<category><![CDATA[Calls for Papers]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[call]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Pop]]></category>
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		<description><![CDATA[Die fiber. werkstoff für feminismus und popkultur sucht Beiträge für die Ausgabe Nr. 16 mit dem Oberthema &#8220;Dazwischen&#8221;. Hier gibt es den Call for Papers: MAKE A NEW FIBER In der letzten fiber gab es klar benennbare Fronten, die stets einem binären Schema folgten: Frauen*, Männer*, links, rechts, usw. Die &#8220;Realität&#8221; hatte uns eingeholt, der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die <em>fiber. werkstoff für feminismus und popkultur</em> sucht Beiträge für die Ausgabe Nr. 16 mit dem Oberthema &#8220;Dazwischen&#8221;. Hier gibt es den Call for Papers:<span id="more-1623"></span></p>
<blockquote><p>MAKE A NEW FIBER</p>
<p>In der letzten fiber gab es klar benennbare Fronten, die stets einem binären Schema folgten: Frauen*, Männer*, links, rechts, usw. Die &#8220;Realität&#8221; hatte uns eingeholt, der Wut über hegemoniale und heteronormative Machtstrukturen und deren Verschärfungen wollte Raum  gegeben werden. In der kommenden fiber wollen wir uns diesen  Sicherheiten entziehen und uns das anschauen, was sich jenseits von  klaren Benennbarkeiten vollzieht und doch nicht ohne Benennungen  auskommt. In der Diskussion zur neuen Ausgabe kamen wir immer wieder  auf eines zurück: DAZWISCHEN &#8211; als ein Zustand, als ein Raum, als eine  Praxis.</p>
<p>WAS WIR SUCHEN</p>
<p>Die Beiträge für die neue fiber setzen sich dieses Mal aus zwei  Bereichen zusammen:</p>
<p>* <a href="http://www.fibrig.net/?page_id=122">RAMPENFIBER</a>-DOKUMENTATION: Hier suchen wir Beiträge, die sich in  Form von Interviews mit Künstler_innen und Artikeln zu den  Paneldiskussionen und dessen thematischen Schwerpunkten &#8220;queering the  stage&#8221; und &#8220;claim the feminist space&#8221; mit dem <a href="http://www.fibrig.net/?page_id=122">Festival</a>  auseinandersetzen. Außerdem suchen wir TAGEBUCHSCHREIBER_INNEN, die  Lust haben, die vier Tage Festival ganz subjektiv festzuhalten. Die Festivalpässe für diese drei gibt&#8217;s natürlich von uns.<br />
<strong>FRIST für Interessensbekundung/Zusagen: 15.09.2009</strong> per Mail an  <a href="mailto:katrin@fibrig.net">katrin@fibrig.net</a></p>
<p>* OFFENER TEIL &#8220;DAZWISCHEN&#8221;: Wie bei jeder fiber suchen wir wieder  vielfältigste Text- und Bildbeiträge, die sich, unabhängig vom  Festival selbst, mit dem Themenschwerpunkt auseinandersetzen.<br />
<strong>FRIST für Abstracts/Bildbeispiele: 28.09.2009</strong> an <a href="mailto:katrin@fibrig.net">katrin@fibrig.net</a></p>
<p>WORUM ES UNS GEHT</p>
<p>Insbesondere für den offenen Schwerpunktteil freuen wir uns besonders  über Text- und Bildbeiträge, die sich abseits der bereits  ausgetretenen Wege dem Thema nähern. Die folgenden  Themen/Fragestellungen spiegeln unsere Überlegungen wider und sollen  als Anregung für dich dienen.</p>
<p>* BEGRIFFE, REPRÄSENTATIONEN, ZUSCHREIBUNGEN: Wie kann über trans,  queer, uneindeutig, etc. gesprochen und geschrieben werden, ohne damit  gleich wieder festzuschreiben? Wie können derlei Körper, Räume,  Identitäten repräsentiert werden, ohne deren Offenheit zu verschließen?</p>
<p>* IDENTITÄTEN, KÖRPER: Wie kann Differenz und Uneindeutigkeit  konstruiert und repräsentiert werden, ohne eine (neue) Kategorie  herzustellen? Welche Strategien gibt es, um dem Paradox zu entkommen,  dass Selbstermächtigung immer auch Selbstunterwerfung bedeuten kann?  Wie können Körper und Identitäten, die sich klaren Zuordnungen und dem  Bekennen zu dem einen oder anderen Pol entziehen (wollen), gesellschaftlich anerkannt werden, ohne &#8220;normal&#8221; zu werden? Und was  ist schon &#8220;normal&#8221;?</p>
<p>* RÄUME: Welche Räumen stellen ein Dazwischen dar und was passiert mit  Personen, die sich in diesen Räumen aufhalten? Was passiert, wenn  Personen (nationale) Grenzen übertreten und sich weder dem &#8220;da&#8221; noch  dem &#8220;dort&#8221; eindeutig zuordnen (lassen) können? Was passiert, wenn  (ehemals) geschlechtlich klar zugeordnete Orte, wie z.B. Toiletten,  &#8220;unisex&#8221; werden? Und wie können solche Räume geschaffen werden?</p>
<p>* (POP)KULTUR: Was passiert z.B., wenn man_frau sich all diese Fragen  in einem popkulturellen Feld stellt? Einem Feld, das im Gegensatz zu  anderen, doch mit dem Anspruch der Demokratie angetreten ist, in dem irgendwie und eigentlich jede_r willkommen ist/sein sollte? Und das  doch, ebenso wie andere gesellschaftliche Bereiche, immer wieder  Unterscheidungen trifft, die zu Bekenntnissen zwingen (z.B. Genrezuordnungen) und keine uneindeutigen Positionierungen erlauben?</p>
<p>Das OFFENE REDAKTIONSTREFFEN findet dieses Mal am SONNTAG, 04.10.2009,  ab 18:00 Uhr im Frauencafé (8., Lange Gasse 11) statt. Wir freuen uns  auf dein Kommen!</p>
<p>fiber. werkstoff für feminismus und popkultur<br />
Kirchengasse 10<br />
Mailbox No. 234<br />
A-1070 Wien</p>
<p><a href="mailto:kontakt@fibrig.net">kontakt@fibrig.net</a><br />
<a href="http://www.fibrig.net/">www.fibrig.net</a><br />
<a href="http://www.myspace.com/fibrig">www.myspace.com/fibrig</a></p></blockquote><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Spendenaufruf für die Publikation : Femme! radikal – queer – feminin</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2009/07/25/spendenaufruf-fur-die-publikation-femme-radikal-%e2%80%93-queer-%e2%80%93-feminin/</link>
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		<pubDate>Sat, 25 Jul 2009 07:37:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Danilo Vetter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ankündigungen]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[Publikation]]></category>
		<category><![CDATA[Spenden]]></category>

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		<description><![CDATA[Hier der Hinweis auf einen aktuellen Spendenaufruf für folgendes Buchprojekt (gefunden in Konnys Lesbenseiten): Femme! radikal – queer – feminin - Sabine Fuchs (Hrsg.). Die erste deutschsprachige Anthologie zu Femmes und queerer Femininität erscheint im September 2009 beim Querverlag Berlin! Femmebuch Spendenaktion: Das Femmebuch braucht Eure Unterstützung! Leider ist es noch nicht gelungen, alle Kosten der Übersetzungen für „Femme! radikal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier der Hinweis auf einen aktuellen Spendenaufruf für folgendes Buchprojekt (gefunden in <a title="Konnys Lesebnseiten: Spendenaufruf" href="http://www.lesben.org/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=6542:spenden-gesucht-fuer-buch-femme-radikal--queer--feminin&amp;catid=367:buecher&amp;Itemid=95" target="_blank">Konnys Lesbenseiten</a>):</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3896561707?ie=UTF8&amp;tag=konnyslesbens-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3896561707" target="_blank">Femme! radikal – queer – feminin</a> - Sabine Fuchs (Hrsg.). Die erste deutschsprachige Anthologie zu Femmes und queerer Femininität erscheint im September 2009 beim Querverlag Berlin! Femmebuch Spendenaktion: Das Femmebuch braucht Eure Unterstützung! Leider ist es noch nicht gelungen, alle Kosten der Übersetzungen für „Femme! radikal – queer – feminin“ abzudecken. Unkonventionelle Wege zu gehen, bedeutet ohne finanzielle Förderung von Institutionen und Stiftungen auskommen zu müssen. Aber ich glaube daran, dass die Community sich selbst hilft!</p>
<p style="text-align: left;">Daher bitte ich Euch darum, das Femme-Buch-Projekt mit einer kleinen oder großen Spende zu unterstützen. Damit kein allzu großes finanzielles Loch offenbleibt, bin ich dringend darauf angewiesen.</p>
<p style="text-align: left;">Eure Spenden sind in jeglicher Höhe hilfreich! – Ganz herzlichen Dank für die Unterstützung!</p>
<p style="text-align: left;">Spendenkonto</p>
<p style="text-align: left;">Sabine Fuchs; Kennwort „Spende Femmebuch“; ING-DiBa, BLZ 50010517, Kto-Nr. 5508796134</p>
<p style="text-align: left;">Und bitte leitet diesen Aufruf an Interessierte weiter – vielen Dank!</p>
<p style="text-align: left;">Sabine Fuchs, Herausgeberin von „Femme! radikal – queer – feminin“</p>
</blockquote>
<blockquote><p><a href="mailto:  &lt;script language='JavaScript' type='text/javascript'&gt;  &lt;!--  var prefix = 'ma' + 'il' + 'to';  var path = 'hr' + 'ef' + '=';  var addy73641 = 'sabine-fuchs' + '@';  addy73641 = addy73641 + 'gmx' + '.' + 'net';  document.write( '&lt;a ' + path + '\'' + prefix + ':' + addy73641 + '\'&gt;' );  document.write( addy73641 );  document.write( '&lt;\/a&gt;' );  //--&gt;\n &lt;/script&gt; &lt;script language='JavaScript' type='text/javascript'&gt;  &lt;!--  document.write( '&lt;span style=\'display: none;\'&gt;' );  //--&gt;  &lt;/script&gt;Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.  &lt;script language='JavaScript' type='text/javascript'&gt;  &lt;!--  document.write( '&lt;/' );  document.write( 'span&gt;' );  //--&gt;  &lt;/script&gt;"> <script type="text/javascript">
 &lt;!--
 var prefix = '&amp;#109;a' + 'i&amp;#108;' + '&amp;#116;o';
 var path = 'hr' + 'ef' + '=';
 var addy99855 = 's&amp;#97;b&amp;#105;n&amp;#101;-f&amp;#117;chs' + '&amp;#64;';
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 document.write( '&lt;a ' + path + '\'' + prefix + ':' + addy99855 + '\'&gt;' );
 document.write( addy99855 );
 document.write( '&lt;\/a&gt;' );
 //--&gt;\n </script></a><a href="mailto:sabine-fuchs@gmx.net">sabine-fuchs(AT)gmx.net</a></p></blockquote><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>I’m so glad I kissed a girl</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2009/03/23/im-so-glad-i-kissed-a-girl/</link>
		<comments>http://genderblog.de/index.php/2009/03/23/im-so-glad-i-kissed-a-girl/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 23 Mar 2009 14:49:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ilka Borchardt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[kritik]]></category>
		<category><![CDATA[rezension]]></category>

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		<description><![CDATA[Del LaGrace Volcano, Ulrika Dahl (eds.): Femmes of Power: Exploding Queer Femininities: Exploding Queer Feminities. Serpent’s Tail Press: London. 19,99 £, ISBN 978-1846686641 Selten genug höre ich inzwischen Musik. Und in einer sonntäglichen Mittagspause vom Schreiben an der Promotion gelangte erst mit mittlerer Verzögerung in mein Bewusstsein, dass was ich gerade hörte, irgendeinen Bezug zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="hinweis">Del LaGrace Volcano, Ulrika Dahl (eds.): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/1846686644?ie=UTF8&#038;tag=genderblog-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=1846686644">Femmes of Power: Exploding Queer Femininities: Exploding Queer Feminities</a>. Serpent’s Tail Press: London. 19,99 £, ISBN 978-1846686641</div>
<p>Selten genug höre ich inzwischen Musik. Und in einer sonntäglichen Mittagspause vom Schreiben an der Promotion gelangte erst mit mittlerer Verzögerung in mein Bewusstsein, dass was ich gerade hörte, irgendeinen Bezug zu dem zu haben schien, was ich las: Ich las das Vorwort zu <em>Femmes of Power</em>, und ich hörte Jill Sobules &#8220;I kissed a girl&#8221; – ein Lied, das mir nach wie vor Gänsehaut verursacht und bei dem ich normalerweise die Lautstärke aufdrehe. Wo war denn nur der Bezug zwischen beidem?</p>
<h3>Privates?</h3>
<p>Das eine ein Buch mit vielen bunten Fotos über <em>queer femme-ininity</em>/Weiblichkeit/<em>femme</em>-ininität, das andere ein Lied, nicht mehr ganz neu und mit der identitätspolitisch unkorrekten Zeile &#8220;I kissed a girl, won&#8217;t change the world, but I&#8217;m so glad I kissed a girl&#8221;. Liegt die Verbindung zwischen Buch und Lied in dem Begehren, das sich im Kuss ausdrückt und <em>femmes</em> unterstellt wird? Oder in der Frage, was denn an einer privaten Wahl (von Geliebter_m, Modestil, Kleidung, Geschlechterrolle usw.) heute noch politisch sein kann? Was macht nach diesem Kuss so froh, er ändert doch nicht mal die Welt? Und was macht &#8220;<em>femme</em>-ininität&#8221; queer, es sind doch bloß feminine Lesben?<span id="more-1592"></span></p>
<p>Wer <em>Femmes of Power</em> zum ersten Mal in der Hand hält (und vermutlich bei jedem weiteren Blättern oder Lesen), wird ihren und seinen Blick vermutlich zuallererst auf die groß- und kleinflächigen, schrillen und schön und manchmal verwirrend komponierten Fotografien richten. Sie zeigen <em>femmes</em> aller möglicher Größen, Hautfarben, Geschlechter, in den verschiedensten Posen und Gruppierungen, in Tüll, Schottenrock, Anzug oder mit Küchenschürze, mit Gitarre oder Fahrrad, auf Billard- oder Schreibtisch, auf einem Spielplatz oder im Bett, vor der Schwangeren Auster in Berlin, auf der Straße oder der Bühne usw.</p>
<p>Es ist unklar, ob dies ein Fotoband, ein Gesamtkunstwerk, ein Katalog über gelebte Performances von <em>femmes</em>, Kurzbiographien Einzelner, ein Lexikon über die Vielfalt von <em>femme</em>-ininität (ohne jeglichen Anspruch auf Vollständigkeit), Liebeserklärungen der Herausgeberinnen an die Dargestellten und der Dargestellten an Fotografin und Autorin der Texte, Plädoyers für das weitere Queeren der Gender Studies oder für die Bedeutung von gelebter nicht-(hetero-)normativer Theorie einerseits und Kunst in der Wissenschaft andererseits ist. Im Zweifel kann dieses Buch alle diese Erwartungen erfüllen und geht doch darüber hinaus.</p>
<p>Die Herausgeberinnen nennen es &#8220;ein Zeugnis für eine bestimmten queeren Weg von Verwandtschaft&#8221; (23), bestehend aus Portraits, Interviews und Notizen in der Form von Liebesbriefen, geschrieben zwischen und in zwei gleichermaßen fremden und Muttersprachen, ein fragmentarisches Fotoalbum von Wahlverwandtschaften zweier &#8220;Euro <em>queers</em>&#8220;, die verschiedenen Generationen von US-amerikanischen <em>queers</em> angehören, ohne die <acronym title="United States of America">USA</acronym> und amerikanische queere Politiken in den Mittelpunkt des Buches zu stellen. Die Fotos sind mit den Dargestellten entstanden, die Interaktion zwischen der Person hinter der Kamera und vor der Kamera wird nicht erst beim Lesen der Texte augenscheinlich.</p>
<h3>Wissenschaft?</h3>
<p>Wie könnte so etwas nun in eine Buchbesprechung gepresst werden? Selten war ich so in Versuchung, in Schachtelsätzen mit nicht enden wollenden Aufzählungen zu schreiben, wie die letzten Sätze belegen. Und doch bleibt mit jedem weiteren hinzugefügten Schächtelchen das Gefühl, dem Buch nicht nur nicht gerecht zu werden, sondern sogar den Herausgeber_innen, Künstler_innen, Dargestellten durch die gewählten Worte Gewalt anzutun.</p>
<p>Vielleicht aber liegt eine Lösung dieses Problems darin, nicht Angst eben davor zu haben, sondern für die beim Lesen und Anschauen ausgelösten Irritationen und durch die Unmöglichkeit des &#8220;richtigen&#8221; Wiedergebens, Einordnens und Verstehens sensibler für die Beschränkungen des eigenen Denkens zu werden und die Lust am Entdecken, am Experimentieren und Irritiertwerden (wieder) zu entdecken: </p>
<p>So kann die Kurzbeschreibung der Herausgeber_innen (als Gendertheoretiker_in und als <em>femme</em>-inistische Ethnolog_in) z.B. die Erwartung wecken, es handle sich um ein wissenschaftliches Buch: Ich neige beim Blick auf die Titelseite immer noch dazu, den Untertitel &#8220;Exploding Queer Femininities&#8221; als &#8220;Exploring Queer Femininities&#8221; zu lesen. Ein Hinweis für die Grenzen meiner sprachlichen Fähigkeiten, auf mein Selbstverständnis als Forscherin oder von den Herausgeber_innen intendierte Lautmalerei, Spiel mit Worten und Buchstaben?</p>
<p>Ebenso erschließen sich einige Bilder erst durch das Lesen des nicht immer dazugehörig erscheinenden Portraits: eine Dame in rosa Bluse und hell-weinroter Strickjacke mit graumeliertem Vollbart vor dem Hintergrund des Schwedischen Parlaments, eine Drag Queen in pinkfarbenen Leggins mit Tigermusterküchenschürzen und blonder Perücke grimassenschneidend vor grüner Wand auf einer stilisierten Werkbank hingefläzt, ein_e Künstler_in auf der Bühne, gekleidet in eine überdimensionale Vagina, die beim ersten Blick vage an Hot Dog Werbe-Kostüme erinnert könnte, eine stillende Frau in Jogginghose auf einem Bett sitzend und von Zeitungen umgeben, eine Frau in rotem Sari vor einer roten Wand, mit Handbewegungen und einem Gesichtsausdruck wie ein Gangsterrapper, &#8220;Berlin&#8217;s Feminist Sexpert&#8221; Laura Méritt vor einer heimischen Bücherecke in Anzug und nachlässig geschnürtem Korsett – und diese Aufzählung ließe sich problemlos fortsetzen – was haben sie mit &#8220;<em>femme</em>&#8221; zu tun?</p>
<h3>Politisches?</h3>
<p>Und was zum Geier ist &#8220;<em>femme</em>&#8221; überhaupt? Wie können <em>femmes </em>erkannt werden &#8211; nur mit <em>butches </em>zusammen? Oder machen <em>femmes </em><em>butches </em>sichtbar, wie ein Gedicht im Buch (29) nahe zu legen scheint? Oder sind <em>femmes </em>nur mit <em>butches </em>zusammen queer und sonst &#8220;einfach nur&#8221; feminine Frauen? Was ist der Reiz des <em>femme</em>-&#8221;Seins&#8221;? Wo liegt die <em>femme</em>-Frequenz, wie ist die Wellenlänge von <em>femmes</em>, auf die du dich einstellen kannst? Nur wenige Fragen hilft dieses Buch beantworten.</p>
<p>Vielmehr wirft es äußerst eindrücklich Fragen wieder auf und zeigt gleichzeitig, was die Provokationen so reizvoll und die Performances lebendig macht: Wozu überhaupt die Einteilung in <em>femmes </em>und <em>butches</em>? Warum wird <em>femme</em>-ininität als etwas Geringerwertiges und Entmächtigendes wahrgenommen (43)? Wo ist queeres Begehren mit rassisierten und heterosexistischen Ideen von Gender verbunden (30)?</p>
<p>Es geht also auch in diesem Buch mal wieder darum, Macht sichtbar zu machen, Machtverhältnisse offen zu legen und zu dekonstruieren, es geht um Selbstermächtigung. Spannender- und beeindruckender Weise aber scheint in allen Portraits durch, dass Provokation und Kampf gegen Stereotypisierungen und Kategorisierungen Spaß machen können und dürfen. Bei aller Reflektiertheit kommen Lust, Begehren, Stolz und Lebensfreude nicht zu kurz – im Gegenteil: Sie machen das Theoretisieren lebendig und tragen zur lebensnahen Verantwortung von Wissenschaft bei.</p>
<p>Vielleicht werden Theorie und Wissenschaft, Performances und gelebte <em>femme</em>-ininität nicht die Welt verändern, ebenso wenig wie ein von einer Frauenstimme besungener Kuss mit einer Frau. Dieses Buch jedoch ist ein wunderbares Plädoyer für jeden weiteren Versuch, das Private politisch zu halten, für lebbare Dekonstruktion und lustvolle Wissenschaft.</p><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Rassismus und Homophobie</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2009/03/13/rassismus-und-homophobie/</link>
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		<pubDate>Thu, 12 Mar 2009 23:10:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rochus Wolff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ankündigungen]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[lsvd]]></category>

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		<description><![CDATA[Köln, 18. März 2009 und 20. Mai 2009, jeweils 19 Uhr]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a href="http://www.museenkoeln.de/ns%2Ddok/default.asp?s=1147&#038;tid=379&#038;kontrast=&#038;schrift=">Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus</a> im <a href="http://www.museenkoeln.de/ns-dok/">NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln</a> und der <a href="http://lsvd.de/"><acronym title="Lesben- und Schwulenverband in Deutschland e.V.">LSVD</acronym></a> veranstalten in den kommenden Monaten zwei Gesprächsrunden zum Themenbereich Rassismus und Homophobie.<span id="more-1575"></span></p>
<p>Die <strong>erste Diskussion</strong> findet am <strong>18. März</strong> ab 19 Uhr in der Kölner Antoniterkirche unter dem Titel „Wer und Wie?“ statt; GesprächspartnerInnen sind Banu Bambal, AntiDiskriminierungsBüro Köln, Klaus Jetz, <acronym title="Lesben- und Schwulenverband in Deutschland e.V.">LSVD</acronym> und Hans-Peter Killguss, Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus. Erika Schulze moderiert.</p>
<p>Grundfragen dieses Gesprächs sind:</p>
<ul>
<li>Wer ist betroffen?</li>
<li>Wie erkennt man Homophobie, Rassismus, Antisemitismus oder eine andere Form von Ausgrenzung?</li>
<li>In welchem Kontext entstehen diese?</li>
<li>Welche Erfahrungen haben die Teilnehmenden?</li>
</ul>
<p>In einer <strong>zweiten Veranstaltung am 20. Mai</strong> (gleiche Zeit, gleicher Ort) geht es hauptsächlich um die Frage nach dem Was und dem Wie:</p>
<ul>
<li>Was kann man tun?</li>
<li>Was sind geeignete Handlungsstrategien?</li>
<li>Wie kann man gegen Diskriminierung vorgehen?</li>
</ul>
<p>DiskussionsteilnehmerInnen sind diesmal Almut Dietrich, Landeskoordination der Anti-Gewalt-Arbeit für Schwule und Lesben in NRW, Filiz Arslan, DPWV NRW – Fachberatung MigrantInnenselbsthilfe (angefragt) und Dogan Akhanli, Kölner Appell gegen Rassismus.</p>
<p>Weitere Infos aus der <a href="http://www.museenkoeln.de/ns-dok/default.asp?s=849&#038;kontrast=print">Ankündigung</a>:</p>
<blockquote><p>Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz will Diskriminierung aus Gründen der ethnischen Herkunft, der Religion oder der sexuellen Identität verhindern. Im Alltag zeigt sich jedoch, dass verschiedene Formen von Diskriminierung gleichzeitig wirken und ineinander eingeschrieben sein können. Bei der sozialen und der Bildungsarbeit im Bereich von &#8220;Homosexualität und Migration&#8221; werden immer wieder Fragen nach Rassismus und Homophobie laut. In der psychosozialen Arbeit mit homosexuellen MigrantInnen als Opfern von Rassismus und Homophobie sind dies schon lange Schwerpunkte der Beratungs-, aber auch der politischen Arbeit.</p>
<p>Gleichzeitig jedoch können auch Schwule und Lesben rassistische Ausgrenzung fordern und MigrantInnen sich homophob äußern. Diese Erkenntnis ist weder neu noch überraschend. Sensibilisierung für die eine bei gleichzeitiger Blindheit gegenüber anderen Formen von diskriminierenden Einstellungen fördert die Ausgrenzung von immer wieder neuen Gruppen. Ungeklärt ist jedoch weiterhin die Frage, welche Schlüsse daraus zu ziehen sind. Was sind geeignete Ansätze gegen verschiedene Formen der Ausgrenzung? Wie müssen diese in einem gemeinsamen Kontext gedacht werden?</p>
<p>Diesen und anderen Fragen will die gemeinsame Veranstaltungsreihe der Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus (ibs) und dem <acronym title="Lesben- und Schwulenverband in Deutschland e.V.">LSVD</acronym> (Projekt Migrationsfamilien und Beratungsstelle für LGBT-MigrantInnen) nachgehen. Kulturelle Vielfalt und eine Kultur des Respekts erfordern die gemeinsame Diskussion, aber auch das gemeinsame Handeln von allen, die sich gegen Diskriminierung engagieren. </p></blockquote>
<p>Und hier gibt es noch einen <a href="http://genderblog.de/dateien/2009/03/flyer-rass-homoph-1.pdf">Flyer zum Download</a> (<acronym title="Portable Document Format">PDF</acronym>).</p>
<p><em>(Full disclosure: Ich bin ehemaliger Mitarbeiter des <acronym title="Lesben- und Schwulenverband in Deutschland e.V.">LSVD</acronym> für Öffentlichkeitsarbeit.)</em></p><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Diskussion: Queer Theory und Kapitalismus</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2009/01/12/diskussion-queer-theory-und-kapitalismus/</link>
		<comments>http://genderblog.de/index.php/2009/01/12/diskussion-queer-theory-und-kapitalismus/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 12 Jan 2009 22:02:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rochus Wolff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ankündigungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[berlin]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://genderblog.de/?p=1553</guid>
		<description><![CDATA[Berlin, 15. Januar 2009, 16-18 Uhr]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus der Ankündigung:</p>
<blockquote><p>Queer Theory und Kapitalismus. Wie passt dieses Begriffspaar zusammen? Sind die beiden Begriffe grundsätzlich verschieden oder prima vereinbar? Ist queer/ queer theory nur fürs &#8216;Kulturelle&#8217; zuständig? Fungiert quasi als Schittstelle zwischen Lifestyle und neoliberalem Selbstmanagement? Oder birgt queer gesellschaftskritisches Potential?</p>
<p>Diese Frage ist eigentlich  nicht wirklich neu. Ein paar Antworten wurden bereits gefunden und andere stehen noch aus.</p></blockquote>
<p>Diskussion im Rahmen der Ringvorlesung des AStA <acronym title="Freie Universität">FU</acronym> mit Katharina Pühl am Donnerstag, 15. Januar 2009, 16-18 Uhr im Seminarzentrum der <acronym title="Freie Universität">FU</acronym>-Berlin, Raum L116.</p><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://genderblog.de/index.php/2009/01/12/diskussion-queer-theory-und-kapitalismus/feed/</wfw:commentRss>
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	</channel>
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