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	<title>Genderblog &#187; Politik</title>
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	<description>Feminismus, Geschlechterpolitik, Frauen- und Geschlechterforschung</description>
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		<title>Amber Heard: &#8220;Those who believe &#8230;&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Jan 2011 09:39:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rochus Wolff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Für ihr Projekt I = YOU hat die Künstlerin Tasya Van Ree diesen kurzen Film mit der Schauspielerin Amber Heard aufgenommen, die vor allen Freund_innen des Horrorfilms seit ihren Rollen in All the Boys Love Mandy Lane, The Stepfather, And Soon the Darkness und John Carpenters The Ward ein Begriff ist und die sich im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für ihr Projekt <a href="http://iequalsyou.wordpress.com/">I = YOU</a> hat die Künstlerin <a href="http://tasyavanree.com/about-tasya">Tasya Van Ree</a> diesen kurzen Film mit der Schauspielerin <a href="http://www.imdb.com/name/nm1720028/">Amber Heard</a> aufgenommen, die vor allen Freund_innen des Horrorfilms seit ihren Rollen in <em>All the Boys Love Mandy Lane</em>, <em>The Stepfather</em>, <em>And Soon the Darkness</em> und John Carpenters <em>The Ward</em> ein Begriff ist und die sich im vergangenen Monat <a href="http://www.vip-chicks.de/glaad-schauspielerin-amber-heard-zeigt-sich-mit-partnerin-und-freundin-13571.html">geoutet</a> hatte.</p>
<p><object width="425" height="264"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/ZpR3a9OiDpY?fs=1&amp;hl=de_DE"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/ZpR3a9OiDpY?fs=1&amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="264"></embed></object></p>
<p>(<a href="http://girlsblogtoo.blogspot.com/2011/01/amber-heard-for-equality.html">via</a>)</p><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Beleidigung für Vergewaltigungsopfer</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2010/12/15/beleidigung-fur-vergewaltigungsopfer/</link>
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		<pubDate>Tue, 14 Dec 2010 23:35:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rochus Wolff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[julian assange]]></category>
		<category><![CDATA[vergewaltigung]]></category>
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		<description><![CDATA[Naomi Wolf beschuldigt Schweden und Großbritannien, im Fall der Vergewaltigungsvorwürfe gegen Julian Assange mit doppelten Standards zu hantieren: if you ever want anyone to take sex crime against you seriously, you had better be sure the man you accuse of wrongdoing has also happened to embarrass the most powerful government on earth. Eine furiose Wutschrift, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Naomi Wolf beschuldigt Schweden und Großbritannien, im Fall der Vergewaltigungsvorwürfe gegen Julian Assange mit doppelten Standards zu hantieren:</p>
<blockquote><p>if you ever want anyone to take sex crime against you seriously, you had better be sure the man you accuse of wrongdoing has also happened to embarrass the most powerful government on earth.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.huffingtonpost.com/naomi-wolf/jaccuse-sweden-britain-an_b_795899.html">Eine furiose Wutschrift</a>, die die Lektüre unbedingt wert ist. Hintergründe, von Jessica Valenti zusammengefaßt, zum Beispiel <a href="http://wapo.st/egKWs0">hier</a> und <a href="http://jessicavalenti.com/2010/12/10/aol-news-at-the-center-of-%E2%80%9Csex-by-surprise%E2%80%9D-lie-in-assanges-rape-case/">vor allem hier</a>.</p>
<p>(<a href="https://twitter.com/#!/ennomane/status/14821305073278976">via</a>, <a href="https://twitter.com/#!/marthadear/status/14814718753513472">via</a>, <a href="https://twitter.com/#!/hanhaiwen/status/14810549183320064">via</a>)</p><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Kristina Schröder und die Sache mit dem Feminismus</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Nov 2010 00:11:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rochus Wolff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[spiegel]]></category>

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		<description><![CDATA[Es haben inzwischen schon ganz, ganz viele kluge Menschen sich zu dem furchtbaren Interview geäußert, das Bundesministerin Kristina Schröder dem Spiegel für seine jüngste Ausgabe gegeben hat. Natürlich hat auch Alice Schwarzer sich schon zur Wehr gesetzt, und der Spiegel schlägt auf seiner Website aus der selbst produzierten (und vermutlich bewußt lancierten) Diskussion mit auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es haben inzwischen schon ganz, ganz viele kluge Menschen sich zu dem <a href="http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/gleichstellung,did=164220.html">furchtbaren Interview</a> geäußert, das Bundesministerin Kristina Schröder dem <em>Spiegel</em> für seine jüngste Ausgabe gegeben hat. Natürlich hat auch Alice Schwarzer sich schon <a href="http://www.aliceschwarzer.de/publikationen/blog/?tx_t3blog_pi1[blogList][showUid]=54&#038;tx_t3blog_pi1[blogList][year]=2010&#038;tx_t3blog_pi1[blogList][month]=11&#038;tx_t3blog_pi1[blogList][day]=08&#038;cHash=69bb339dd9">zur Wehr gesetzt</a>, und der <em>Spiegel</em> schlägt auf seiner Website aus der selbst produzierten (und vermutlich bewußt lancierten) Diskussion mit <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,727900,00.html">auch nicht reflektierteren Folgeartikeln</a> und <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,728201,00.html">dann angeblich stattfindendem parteiinternen Getröte</a> noch Kapital. (Und ich verlinke das hier auch noch!)</p>
<p>Bei <em>Neon</em> versucht man sich mittels präzise gesetzter Bohrungen daran, das Niveau der Feminismen-Diskussion <a href="http://www.neon.de/kat/324012.html">auf neue Tiefen zu senken</a>, während die <em>Bild</em>-Zeitung sich nicht zu blöd ist (aber die ist sich ja zu nichts, etc.), die Meinungsverschiedenheiten zwischen Schwarzer und Schröder <a href="http://paper.meedia.de/titelgallery_drupal/?q=gallery/&#038;g2_view=core.DownloadItem&#038;g2_itemId=131546">auf ihrer gestrigen Titelseite</a> als &#8220;Bizarren Sex-Streit&#8221; zu bezeichnen, was auf so vielen Ebenen schon sprachlich falsch ist, daß mir die Magensäfte grummeln.</p>
<p>Aber natürlich ist auch das alles zwingend für einen durch Medien fabrizierten Mediensturm, Rauschen im (nicht nur virtuellen) Blätterwald. Manche Rollen darin sind für mich gar nicht so klar. Zum Beispiel würde mich brennend interessieren, wie das Interview und die Themenwahl präzise zustande gekommen ist. Ich kann mir nicht vorstellen, daß Schröder nicht wußte, zu welchem Thema sie jetzt befragt werden würde &#8211; und auch <a href="http://www.karnele.de/kolumnen-und-texte/feminismus/zwei-gockel-interviewen-eine-ministerin">mit solchen Gockeln</a> als Gesprächspartner wird sie sicher schon öfter zu tun gehabt haben.</p>
<p>Das ist das eine; die furchtbaren Abgründe in dem, was Schröder so von sich gegeben hat &#8211; sowie die impliziten Denkvoraussetzungen, die sich dahinter verstecken -, das andere. Dazu gab es schon viel Kluges zu lesen, zum Beispiel:</p>
<ul>
<li>Svenja (<em>Mädchenblog</em>): <a href="http://maedchenblog.blogsport.de/2010/11/06/frau-schroeder-sie-haben-da-was-falsch-verstanden/haben">Frau Schröder, Sie haben da was falsch verstanden…</a></li>
<li>Anna (<em>Mädchenmannschaft</em>): <a href="http://maedchenmannschaft.net/von-schmetterlingen-und-ponys-kristina-schroeder-spricht-mit-dem-spiegel/">Von Schmetterlingen und Ponys: Kristina Schröder spricht mit dem Spiegel</a></li>
<li>Piratenweib (<em>Missy Magazine</em>): <a href="http://missy-magazine.de/2010/11/09/feministin-rechnet-mit-ministerin-schroder-ab/">Feministin rechnet mit Ministerin Schröder ab</a></li>
<li>Brigitte (<em>Denkwerkstatt</em>): <a href="http://denkwerkstatt.wordpress.com/2010/11/08/jungs-spielen-fusball/">Jungs spielen Fußball</a></li>
<li>Anne (<em>Spreeblick</em>): <a href="http://www.spreeblick.com/2010/11/09/feminismus-ist-kein-ponyhof/">Feminismus ist kein Ponyhof</a></li>
<li>Gurkenkaiser: <a href="http://thegurkenkaiser.blogsport.eu/2010/11/07/rassifizierung-und-individualisierung-von-geschlechterungleichheit-der-fall-kristina-schroder/">Rassifizierung und Individualisierung von Geschlechterungleichheit. Der Fall Kristina Schröder</a>
</li>
</ul>
<p>Ich sage deshalb jetzt auch nichts Originelles, wenn ich meiner Irritation darüber Ausdruck verleihe, daß Schröder zwar Bedarf an Jungenförderung sieht und auch wahrnimmt, daß vor allem &#8220;die Jungs aus bildungsfernen Schichten&#8221; solchen Bedarf hätten &#8211; aber keinen Anlaß dazu sieht, danach zu fragen, ob dabei &#8211; womöglich sogar in bestimmten Gesellschaftsgruppen öfter auftretende &#8211; bestehende Geschlechtermodelle eine wichtige Rolle spielen könnten. Oder daß vielleicht die herrschenden Formen von Unterricht überhaupt für Kinder vielleicht nicht die bestmöglichen sind. Stattdessen will sie, inzwischen viel belächelt, &#8220;Diktate mit Fußballgeschichten&#8221; vorschlagen, die kämen bei Jungs eben besser an als &#8220;Schmetterlinge und Ponys&#8221;.<span id="more-2265"></span></p>
<p>Jetzt mal abgesehen, daß ich mich auch als Kind da womöglich nicht so richtig einsortiert gefühlt hätte, kann ich mich nicht daran erinnern, daß wir seinerzeit enorm viele Diktate über Schmetterlinge und putzige Reittiere zu absolvieren hatten. Oder daß das irgendwas daran geändert hätte, ob wir Lust hatten, das Diktat jetzt gerade zu schreiben.</p>
<p>Aber Frau Schröder, die nicht daran glaubt, daß die Umwelt den Menschen macht &#8211; und deshalb konsequenterweise auch unter &#8220;Konservatismus&#8221; versteht, &#8220;die Realität zu akzeptieren&#8221; zeigt damit vor allem, daß sie nicht weiß, wovon sie redet. Daß jemand mit so unterkomplexem Denken und Argumentieren nicht nur Bundesministerin ist, sondern auch promovierte Soziologin, ist das eigentliche Armutszeugnis für unsere Ausbildungsinstitutionen voller fußballspielender Schmetterlinge. Und offenbar hat Schröder auch kein Interesse daran, ihre Bildungslücken zu stopfen &#8211; denn in den mittlerweile fast zwölf Monaten ihrer Amtszeit hätte sie sich auf ein solches Interview doch ein wenig besser vorbereiten lassen können. Für sowas hat man ja Mitarbeiter_innen.</p>
<p>Stattdessen offenbart die Ministerin ein allenfalls rudimentäres Verständnis davon, daß es womöglich unterschiedliche Vorstellungen zu Geschlechterkonzepten gibt, und eine mehr als lückenhafte, eben: Ahnung von Themen, Strömungen und Geschichte der feministischen Bewegungen (wobei da ihre Interviewer vermutlich nicht klüger sind, denn der <em>Spiegel</em> bezeichnet Alice Schwarzer beharrlich als &#8220;<a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,727900,00.html">die deutsche Ur-Feministin</a>&#8221; (danke, <a href="https://twitter.com/lantzschi/status/1945927879229440">@lantzschi</a>!) oder als &#8220;<a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,728201,00.html">die oberste Verfechterin der Sache der Frau</a>&#8221; &#8211; <em>as if!</em>). So hält sie auch den Begriff des &#8220;konservativen Feminismus&#8221; für eine &#8220;Worthülse&#8221; und sagt so schöne Sachen wie:</p>
<blockquote><p>Ich glaube, dass zumindest der frühe Feminismus teilweise übersehen hat, dass Partnerschaft und Kinder Glück spenden. Es ist nicht der einzige Weg, aber es ist doch für sehr viele Menschen der wichtigste.</p></blockquote>
<p>Nun tue ich &#8220;dem&#8221; frühen Feminismus sicher nicht unrecht, wenn ich sage, daß auch damals Partnerschaft (die Frau Schröder in diesem Zitat, davon muß man wohl ausgehen, ausschließlich heterosexuell definiert) und womöglich auch Kinder als Glücksspender in Betracht gezogen wurden &#8211; aber gerade im Kontext der Partnerschaft haben sich viele Frauen seinerzeit womöglich gefragt: Mit wem eigentlich? Und warum soll ich mir in der Partnerschaft vom Mann vorschreiben lassen, ob ich arbeiten oder ausgehen darf? Oder sie haben sich womöglich dazu entschlossen, dann doch lieber mit einer Frau zusammenzuleben, weil sie dies mit Männern für schlichtweg unmöglich hielten. (Oder sie liebten schlichtweg eine Frau. Oder&#8230; aber das wird endlos.)</p>
<p>Statt sich mit all diesen Fragen inhaltlich auseinanderzusetzen, sondert Schröder eine Reihe von Halbwahrheiten und Ungenauigkeiten ab und versichert aber schon am Anfang, &#8220;meine beste Freundin&#8221; (erinnert sich noch jemand an den irgendwann gräßlich sinnentleerten Spruch &#8220;Mein Freund ist Ausländer&#8221;?) sei Feministin, wähle auch Grün und so. Vielleicht sollte diese Freundin sich die Ministerin mal zur Brust nehmen &#8211; ganz ernsthaft, in deren eigenem Interesse &#8211; und ihr das mit dem Feminismus und der Frauenbewegung mal etwas auseinanderklambüsern.</p>
<p>Bei der Gelegenheit könnten sie auch einmal darüber diskutieren, wie man verstehen muß, daß Schröder die Einführung von Quoten als &#8220;Kapitulation der Politik&#8221; versteht. Denn Quoten, die Einführung also von bestimmten Mindestanteilen bei der Einstellung von Frauen in bestimmten Bereichen durch eine gesetzliche Regelung &#8211; also per Entscheidung des Gesetzgebers, der gewählten Volksvertreter_innen -, können keine Kapitulation der Politik sein, sind sie doch ein politisches Mittel. Davor mag man noch verhandeln, sich selbst verpflichten und all das &#8211; darauf hat Politik vielleicht Einfluß, mit ihren ureigenen Mitteln aber hantiert sie, wenn sie etwas regelt, das anders nicht zu erledigen ist. Das ist nicht Kapitulation, das ist eine Frage des politischen Gestaltungswillens. Den muß man in diesem Fall nicht haben &#8211; es gibt viele Gründe dafür, Quoten abzulehnen &#8211; aber sich auf &#8220;Sachzwänge&#8221; oder das Schlagwort &#8220;Kapitulation&#8221; zu berufen, ist unpräzise und für eine Person in Schröders Position schlichtweg feige.</p>
<p><strong>Update:</strong></p>
<ul>
<li>Manuela Heim (<em>taz</em>): <a href="http://taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/feminismus-von-vorgestern/">Feminismus von vorgestern &#8211; Wenn Schwarzer und Schröder Feminismus definieren</a></li>
<li>lantzschi (<em>Medienelite</em>): <a href="http://medienelite.de/2010/11/09/kristina-schroder-der-antifeminismus-song/">Kristina Schröder: Der Antifeminismus-Song</a></li>
</ul><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Das Recht, eine Familie zu gründen</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2010/06/29/das-recht-eine-familie-zu-grunden/</link>
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		<pubDate>Tue, 29 Jun 2010 08:55:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rochus Wolff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[ehe]]></category>
		<category><![CDATA[eu]]></category>
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		<category><![CDATA[menschenrechte]]></category>
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		<description><![CDATA[Wie queernews.at meldet, hat die ECSOL (European Commission on Sexual Orientation Law), eine Gruppe von Rechtsexpert_innen, die sich mit sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität im Kontext europäischen Rechts beschäftigt, in einem Newsletter auf eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte Bezug genommen. Ohne daß ich selbst die Entscheidung des EGMR im Einzelnen kommentieren und bewerten könnte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie <a href="http://www.queernews.at/archives/1713"><em>queernews.at</em> meldet</a>, hat die <a href="http://www.sexualorientationlaw.eu/"><acronym title="European Commission on Sexual Orientation Law">ECSOL</acronym></a> (European Commission on Sexual Orientation Law), eine Gruppe von Rechtsexpert_innen, die sich mit sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität im Kontext europäischen Rechts beschäftigt, in einem <a href="http://www.sexualorientationlaw.eu/news/2010-06-24%20European%20Court%20of%20Human%20Rights.html">Newsletter</a> auf eine <a href="http://cmiskp.echr.coe.int/tkp197/view.asp?action=html&#038;documentId=870475&#038;portal=hbkm&#038;source=externalbydocnumber&#038;table=F69A27FD8FB86142BF01C1166DEA398649">Entscheidung</a> des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte Bezug genommen.</p>
<p>Ohne daß ich selbst die Entscheidung des <acronym title="Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte">EGMR</acronym> im Einzelnen kommentieren und bewerten könnte (und vor allem ohne daß ich auf den konkret verhandelten Fall eingehen wollte), lassen sich nach <em>queernews.at</em> daraus vor allem folgende Schlüsse ziehen:</p>
<p>Auch wenn derzeit die Mitgliedsstaaten der <acronym title="Europäische Union">EU</acronym> noch nicht daran gehindert werden können, über nationales Recht die Ehe nur heterosexuellen Paaren zu gestatten, so will der Gerichtshof <a href="http://dejure.org/gesetze/MRK/12.html">Artikel 12 der Europäischen Menschenrechtskonvention (<acronym title="Europäische Menschenrechtskonvention">MRK</acronym>)</a> nicht weiterhin so verstanden wissen, daß die Ehe allein heterosexuellen Paaren offenstehen <em>könne</em>.</p>
<p>Entgegen seiner bisherigen Rechtsprechung, daß eine &#8220;Familie&#8221; stets auf der Grundlage einer heterosexuellen Partnerschaft entstehe, hat der <acronym title="Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte">EGMR</acronym> außerdem jetzt entschieden (ich zitiere <em>queernews.at</em>)</p>
<blockquote><p>dass angesichts der raschen Entwicklung der gesellschaftlichen Haltung zu gleichgeschlechtlichen Paaren eine solche künstliche Unterscheidung heute nicht mehr angebracht ist und dass die Beziehung der Antragsteller, eines gleichgeschlechtlichen Paares, das in einer stabilen De-Facto Partnerschaft zusammenlebt, ebenso unter den Begriff &#8220;Familie&#8221; fällt wie ein verschiedengeschlechtliches Paar in der gleichen Situation.</p></blockquote>
<p>Mühsam ernährt sich natürlich das Eichhörnchen, und bis zu einer Gleichstellung ist es noch weit &#8211; von einer Integration radikalerer Konzepte jenseits der dichotomen Geschlechterordnung und der exklusiven Zweierbeziehung einmal ganz abgesehen. Aber langsam tut sich hier was im europäischen Recht.</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/gwi_boell/status/17314904102">via</a>)</p><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die erste&#8230; Premierministerin in Australien</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2010/06/24/die-erste-premierministerin-in-australien/</link>
		<comments>http://genderblog.de/index.php/2010/06/24/die-erste-premierministerin-in-australien/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 24 Jun 2010 07:52:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rochus Wolff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[australien]]></category>
		<category><![CDATA[erste]]></category>

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		<description><![CDATA[Julia Gillard, bisher stellvertretende australische Regierungschefin, ist gestern wohl etwas überraschend Nachfolgerin von Kevin Rudd geworden, nachdem sie ihn zu einer Kampfabstimmung um den Parteivorsitz herausgefordert hatte. Details hat die Deutsche Welle. (via)Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint: 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Julia Gillard, bisher stellvertretende australische Regierungschefin, ist gestern wohl etwas überraschend Nachfolgerin von Kevin Rudd geworden, nachdem sie ihn zu einer Kampfabstimmung um den Parteivorsitz herausgefordert hatte.</p>
<p><a href="http://www.dw-world.de/dw/article/0,,5725104,00.html">Details hat die Deutsche Welle</a>.</p>
<p>(<a href="http://www.feministe.us/blog/archives/2010/06/23/australias-first-female-prime-minister/">via</a>)</p><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Auch ein schwuler Chor kann irren</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2010/06/22/auch-ein-schwuler-chor-kann-irren/</link>
		<comments>http://genderblog.de/index.php/2010/06/22/auch-ein-schwuler-chor-kann-irren/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 22 Jun 2010 12:07:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sarah Schaschek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[csd]]></category>
		<category><![CDATA[judith-butler]]></category>
		<category><![CDATA[rassismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Anmerkung des Herausgebers: Dieser Beitrag ist ursprünglich für eine andere Publikation entstanden, wurde uns aber freundlicherweise von der Autorin zur Publikation überlassen. Die Vorstellung beginnt draußen vor der Volksbühne und hat eine Menge Schauspieler angelockt. Frauen, die Frauen spielen, und Frauen, die Männer spielen, und Männer, die irgendetwas dazwischen spielen. So richtig weiß man das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="hinweis"><strong>Anmerkung des Herausgebers:</strong> Dieser Beitrag ist ursprünglich für eine andere Publikation entstanden, wurde uns aber freundlicherweise von der Autorin zur Publikation überlassen.</div>
<p>Die Vorstellung beginnt draußen vor der Volksbühne und hat eine Menge Schauspieler angelockt. Frauen, die Frauen spielen, und Frauen, die Männer spielen, und Männer, die irgendetwas dazwischen spielen. So richtig weiß man das nicht genau, und darauf haben es die überwiegend schwul-lesbischen  Versammelten angelegt. Für sie sind Geschlechterrollen nämlich tatsächlich Rollen – einstudierbar, aufführbar, eine große Schau. Und wer in eine Rolle schlüpfen kann, der kann auch in eine andere schlüpfen, glauben sie. Und spielen.</p>
<p>Diejenige, die das mit dem Geschlecht und der Schauspielerei formuliert hat, übernimmt an diesem Abend die Hauptrolle: Judith Butler, amerikanische Philosophin an der Universität Berkeley und Mutter der sogenannten „Queer“-Forschung. Vor 20 Jahren gab sie mit ihrem Buch <em>Das Unbehagen der Geschlechter</em> der schwul-lesbischen Szene ihren theoretischen Unterbau. Seitdem wird sie unter sexuellen Minderheiten als Ikone gefeiert. Auch deshalb will man ihr am Folgetag auf dem Berliner Christopher Street Day (<acronym title="Christopher Street Day">CSD</acronym>) den Zivilcouragepreis verleihen. Sie wird ihn ablehnen. Das Event ist ihr zu „kommerziell“.<span id="more-2136"></span></p>
<p>Den eigentlichen Grund kann man schon am Vorabend erahnen. In ihrem Vortrag über „Queere Bündnisse und Antikriegspolitik“ in der Volksbühne ruft Butler Schwule und Lesben dazu auf, gemeinsam mit anderen Minderheiten gegen Gewalt einzutreten anstatt nur für die eigene Sache auf die Straße zu gehen. „Ich weiß nicht, was queer-Sein heißt“, sagt sie. „Aber ich weiß, was es bedeutet, Teil einer Allianz zu sein, die unser Leben lebbarer macht.“ Sie erteilt damit all denen eine Absage, die versuchen, sie für irgendeine Ideologie einzuspannen. Denn auch ein <acronym title="Christopher Street Day">CSD</acronym> vergisst vor lauter Feierei manchmal, dass es Andersdenkende gibt. Für politisch wichtiger hält Butler etwa den „Transgenialen CSD“, der an diesem Wochenende in Kreuzberg stattfindet. Hier geht man gemeinsam mit Migranten auf die Straße, kämpft gegen die Diskriminierung verschiedener Minderheiten. Auf die Frage eines Zuhörers, warum sie einen Preis entgegennehmen würde, der Homosexualität als neue Normalität darstelle, antwortet sie schon am Freitag ausweichend: „Ich fürchte tatsächlich, das meine Theorien an Stärke verlieren, wenn sie institutionalisiert werden. Das mit dem Preis warten wir mal ab.“</p>
<p>Ihr Autritt ist brilliant. Das Publikum, das so sehr an Butlers Schauspiel-Thesen glaubt, folgt verzückt ihren Ausführungen zu Homophobie und dem Recht, seine Liebe offen ausdrücken zu dürfen. „Es ist eine Form von Freiheit, auf der Straße man selbst sein zu können“, sagt sie. Solange es eine „Gender-Polizei“ gebe, die vorschreibe, wer sichtbar sein dürfe und wer nicht, mache sich ein Staat kriminell. „Denn damit erklärt eine Gesellschaft bestimmte Menschen für wertvoll und andere für verzichtbar.“</p>
<p>Das ist klassischer Butler-Stoff. Denn ihre Philosophie erklärt, wie wichtig es ist, sich nicht gegen das Fremde abzuschotten, sondern es als Teil des eigenen Lebens anzuerkennen. „Wir sind aneinander gebunden, von Anfang an.“ Den Satz wiederholt die 54-Jährige immer wieder. Und mit jeder Wiederholung dreht er sich ein bisschen weiter, der Satz, bis er schließlich nicht mehr nur klassisches Geschlechterdenken, sondern auch homosexuellen Hochmut kritisiert – das wohlige „Wir“-Gefühl, das Schwule, Lesben, Trans- und Intersexuelle sich seit ihrem <em>Unbehagen der Geschlechter</em> geschaffen haben. Mit dem Zivilcouragepreis lehnt Butler daher vor allem einen Guru-Status ab. Er ist ihr sichtlich unbehaglich.</p>
<p>Früher am Abend, bevor Butler kam, haben sie in der Volksbühne Rene Pollesch gespielt: „Ein Chor irrt sich gewaltig“. Normalerweise ist man sich unter Schwulen und Lesben einig, dass mit dem „Chor“ eigentlich nur die heterosexuelle Mehrheit gemeint sein kann, die immer noch nicht verstanden hat, dass Frauen und Männer eigentlich nur ziemlich gute Kostüme tragen. Als die Zuhörer gegen Mitternacht den Saal verlassen, hat der Pollesch-Titel einen neuen Beigeschmack. Butler hat ihre Fans heute abend selbst zu Chormitgliedern erklärt. Eine ungewohnte Rolle. Aber was hilft es? Die Bühne, das wissen sie, ist überall.</p>
<p>(Ein anderer Bericht zum Abend in der Volksbühne <a href="http://theater.blogsport.de/2010/06/19/judith-butler-in-der-volksbuehne/">findet sich hier</a>, unten findet sich die Ansprache Butlers auf dem <acronym title="Christopher Street Day">CSD</acronym> als Video [<a href="http://theoriealspraxis.blogsport.de/2010/06/20/abschrift-der-preis-annahme-verweigerungsrede-von-judith-butler-beim-csd-in-berlin/">via</a>]. Weitere Anmerkungen zu Butler zum Beispiel <a href="http://theoriealspraxis.blogsport.de/2010/06/20/eine-radikale-geste-mit-schalem-nebengeschmack/">bei Theorie als Praxis</a> oder <a href="http://antjeschrupp.com/2010/06/22/rassismus-und-homophobie-einige-gedanken-zu-judith-butler-und-dem-csd/">bei Antje Schrupp</a>.)</p>
<p><object width="560" height="340"><param name="movie" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/BV9dd6r361k&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;rel=0&#038;color1=0x5d1719&#038;color2=0xcd311b"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube-nocookie.com/v/BV9dd6r361k&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;rel=0&#038;color1=0x5d1719&#038;color2=0xcd311b" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="560" height="340"></embed></object></p>
<div class="autorin"><strong>Sarah Schaschek</strong> ist Doktorandin am Institut für Amerikanistik an der Universität Bonn und forscht zum Thema <em>Pornografie und Serialität</em>. Nach dem Studium der Kulturwissenschaften in Bonn und einem kleinen Ausreißer nach Potsdam für ein Zeitungs-Volontariat (wo das Thema Feminismus noch praktisch unbekannt war), brach sie letzten Sommer nach Berkeley auf, um sich ganz auf ihre Promotion zu konzentrieren. Aus dem Freidenkerstaat Kalifornien hat sie viele genderpolitische Ideen mitgebracht, die sie nun ungeniert zu verbreiten gedenkt.</div><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Kot über dem Familienministerium</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 23:26:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rochus Wolff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Elternschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[hartz iv]]></category>
		<category><![CDATA[kristina schröder]]></category>

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		<description><![CDATA[Daß die aktuellen Sparbeschlüsse der Regierungskoalition von vielen, anders als vom Vizekanzler, nicht als &#8220;ausgewogen, fair und gerecht&#8221; beurteilt werden würden, war ja durchaus vorauszusehen &#8211; nicht zuletzt, weil Hartz-IV-Empfänger_innen gleich an mehreren Stellen betroffen sind, während man vermuten darf, daß etwa die geplante Bankenabgabe, die es zur Überraschung aller nicht Beteiligten doch in den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Daß <a href="http://www.tagesschau.de/inland/sparbeschluesse100.html">die aktuellen Sparbeschlüsse der Regierungskoalition</a> von vielen, anders als <a href="http://www.tagesschau.de/inland/sparklausur110.html">vom Vizekanzler</a>, nicht als &#8220;ausgewogen, fair und gerecht&#8221; beurteilt werden würden, war ja durchaus vorauszusehen &#8211; nicht zuletzt, weil Hartz-IV-Empfänger_innen gleich an mehreren Stellen betroffen sind, während man vermuten darf, daß etwa die geplante Bankenabgabe, die es zur Überraschung aller nicht Beteiligten doch in den Entwurf geschafft hat, bis zu ihrer Einführung durch Lobbygruppen noch hinreichend verwässert wird. Hartz-IV-Empfänger_innen haben solche Lobbygruppen nicht.</p>
<p>Aber das ist alles jetzt nicht einmal der entscheidende Grund dafür, daß sich seit einigen Stunden über der Familienministerin etwas zusammenbraut, was man in Internet-Parlance &#8220;shitstorm&#8221; nennt, und was anderso bedeutet: Daß Frau Schröder, geb. Köhler, jetzt erst einmal mit sehr vielen politischen wie persönlichen Attacken rechnen muß.</p>
<p>Der Grund dafür ist <a href="http://twitter.com/kristinakoehler/status/15653250600">dieser Tweet vom Abend des 7. Juni 2010</a>:</p>
<p><a href="http://genderblog.de/dateien/2010/06/kristinakoehler_twitter_elterngeld.jpg"><img src="http://genderblog.de/dateien/2010/06/kristinakoehler_twitter_elterngeld_k.jpg" alt="" title="kristinakoehler_twitter_elterngeld_k" width="425" height="243" /></a></p>
<p>Zunächst einmal muß man dazu feststellen: Das sind arg verkürzte Daten, mit denen die Ministerin hier um sich wirft, aber das ist dem Medium geschuldet, es fehlt der Platz für größere Genauigkeiten und damit für die Berechnungsgrundlagen. Denn &#8220;die&#8221; Familie in Hartz IV gibt es ja nicht &#8211; bei ein paar schnellen Testrechnungen für eine Familie mit zwei kleinen Kindern (und entsprechendem Kindergeld, das vom Anspruch flugs wieder abgezogen wird) kann man, je nach Höhe der Miete und regionalen oder persönlichen Besonderheiten, tatsächlich auf solche Zahlen kommen.</p>
<p>Schröders Tweet bezieht sich darauf, daß in den Sparbeschlüssen auch davon die Rede ist, das Elterngeld für Hartz-IV-Empfänger_innen ganz abzuschaffen &#8211; und er soll diese Streichung rechtfertigen.</p>
<p>Wir erinnern uns: Bisher gibt es einen Mindestanspruch von 300 Euro pro Monat, selbst wenn man vorher nichts verdient hat; wer mehr verdient, bekommt etwa zwei Drittel des vorherigen Gehalts ausgezahlt. (Und wir erinnern uns: Schon die Einführung des Elterngeldes brachte für die Finanzschwächeren gegenüber dem bis dahin geltenden &#8211; einkommensunabhängigen &#8211; Erziehungsgeld eine Verschlechterung. Konnte man vorher ein Jahr lang 450 Euro oder zwei Jahre lang 300 Euro beantragen, waren es nun, beim Elterngeld, bei keinem oder geringen Einkommen maximal 14 Monate lang 300 Euro.)</p>
<p>Was viele (und auch mich &#8211; <a href="http://marx-blog.de/2010/06/familienministerin-gibt-auf-twitter-die-marie-antoinette/">das marx-blog dokumentiert einige Reaktionen auf Twitter</a>) an diesem Tweet aber so wütend macht, ist seine Haltung gegenüber den Betroffenen, die sich als Solidarität mit jenen tarnt, die trotz Arbeit nicht mehr Geld oder gar weniger haben denn Hartz-IV-Empfänger_innen. Schröder bemüht dafür den Begriff der &#8220;Gerechtigkeit&#8221; und schreibt so erst recht großen Quark: Denn ist die Verteilung von Arbeit in unserer Gesellschaft etwa gerecht? Und wie gerecht ist es eigentlich, daß Schicksal der Eltern auf dem Rücken der Kinder (deren Wohl das Elterngeld ja angeblich primär dienen soll) auszutragen und auch noch argumentativ zu verhandeln?</p>
<p>Viel weiter und größer wird dann aber rasch die Frage danach, wie gerecht denn überhaupt hier Arbeit und Geld verteilt sind. Wie steht es etwa um die Menschen, die trotz Arbeit auf Hartz IV angewiesen sind (die berühmt-berüchtigten &#8220;ostdeutschen Friseurinnen&#8221;)? Und sollte Frau Schröder tatsächlich der Meinung sein, eine Familie mit zwei Kindern komme ja auch leicht mit dreihundert Euro weniger aus, also mit nicht ganz 1600 Euro?</p>
<p>Daß viele Familien, in denen ein Elternteil oder beide Eltern arbeiten, auch nicht wesentlich mehr zum Leben haben, ist womöglich sogar richtig, kann aber kein Argument dafür sein, die auf die Unterstützung des Staates angewiesenen Menschen in Armut zu halten &#8211; Frau Schröder wäre besser beraten, sich für bessere Lebensbedingungen für <em>alle</em> Familien einzusetzen, auch und gerade die, die die finanziellen Mittel dafür nicht so sehr haben. Wie wäre es zum Beispiel mit Mindestlöhnen? Mit einer Förderung Alleinerziehender?</p>
<p>Das wäre als Bundesfamilienministerin auch eigentlich ihre Aufgabe &#8211; und nicht, wie sie es im Video-Interview mit <em>sueddeutsche.de</em> macht, den Familien <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/familienministerin-schroeder-im-video-interview-elterngeld-fuer-hartz-iv-empfaenger-war-systemwidrig-1.955098">abstrakt vorzuargumentieren, daß ihr Elterngeld &#8220;systemwidrig&#8221; gewesen sei</a>.</p>
<p>Dieser Augabe will sie aber wohl nicht so recht nachkommen; und so fühlt sich das arrogant und ahnungslos an, wenn eine kinderlose Bundesministerin mit einem <a href="http://www.sueddeutsche.de/app/jobkarriere/gehaltstest/index.html?action=detail&#038;detail=gehalt&#038;id=436&#038;searchAction=abisz&#038;dynt=Verteidigungsminister%2Fin">Einkommen im fünfstelligen Bereich</a> den am Existenzminimum kratzenden Familien erklären will, das sie halt mal die Gürtel enger schnallen lassen müßten. Es sind schließlich, <a href="http://www.tagesschau.de/kommentar/kommentar460.html">wie Stephan Ueberbach auf <em>tagesschau.de</em></a> kommentierte, ja keineswegs die meisten Bürger_innen, die &#8220;über ihre Verhältnisse&#8221; gelebt hätten.</p>
<p>Wenn da jetzt also Exkrement über das Ministerium hereinbricht, hat sich Dr. Kristina Schröder das zumindest mit ihrer Zustimmung zu allerlei Sparbeschlüssen redlich erarbeitet.</p>
<p><strong>Sehr lesenswert</strong> hat übrigens Antje Schrupp die <a href="http://antjeschrupp.com/2010/06/07/der-falsche-systemwechsel-beim-elterngeld/">Abschaffung des Elterngeldes für Hartz-IV-Empfänger_innen in größere politische Linien eingeordnet</a>.</p>
<p><img src="http://genderblog.de/dateien/2010/06/Noetigste.jpg" alt="" title="Noetigste" /><br /><small><em>Bild: Til Mette; Lizenz: <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode">CC-BY-SA</a>; Quelle: <a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Noetigste.jpg&#038;filetimestamp=20050930163040">Wikipedia</a>; <a href="http://twitter.com/Seb1982/statuses/15657567893">via</a></em></small></p><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Helft Hebammen helfen!</title>
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		<pubDate>Fri, 07 May 2010 11:12:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rochus Wolff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Elternschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Die hier bereits angekündigte e-Petition (was ist das?) zur Protestaktion des Deutschen Hebammenverbandes e.V. ist seit Mittwoch nun online. Bitte unterzeichnet sie auf dem Petitionsserver des Deutschen Bundestages und laßt auch Eure Freundinnen und Freunde von dieser Aktion wissen. 50.000 Unterzeichner_innen sind notwendig, damit sich der Petitionsausschuß mit dem Thema beschäftigen muß, nach kaum zwei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a href="http://genderblog.de/index.php/2010/04/26/zur-situation-der-hebammen-in-deutschland/">hier bereits angekündigte</a> e-Petition (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Online-Petition">was ist das?</a>) zur <a href="http://www.hebammen-protest.de/">Protestaktion</a> des Deutschen Hebammenverbandes e.V. ist seit Mittwoch nun online. Bitte <a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?&#038;action=petition;sa=details;petition=11400">unterzeichnet sie auf dem Petitionsserver des Deutschen Bundestages</a> und laßt auch Eure Freundinnen und Freunde von dieser Aktion wissen. 50.000 Unterzeichner_innen sind notwendig, damit sich der Petitionsausschuß mit dem Thema beschäftigen muß, nach kaum zwei Tagen sind <a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;petition=11400;sa=sign">schon fast 40.000</a> Unterschriften zusammen!</p>
<p>Für E-Mails und Twitter gibt es einen praktischen Kurzlink zur Petition: <a href="http://bit.ly/helft-hebammen-helfen">http://bit.ly/helft-hebammen-helfen</a>.</p><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		<title>European Pro Choice Network</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Apr 2010 14:06:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rochus Wolff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[abtreibung]]></category>
		<category><![CDATA[europa]]></category>

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		<description><![CDATA[Sarah Diehl hat uns gebeten, den folgenden Aufruf zu veröffentlichen, bei dem es um ein Blog geht, das sich mit dem Abtreibungsrecht im Europäischen Kontext beschäftigen wird (der Text ist deshalb auf Englisch). Das Blog soll eine mögliche Schnittstelle für ein europaweites Bündnis von Aktivist_innen sein, die sich für das Recht auf legalen Zugang zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sarah_Diehl">Sarah Diehl</a> hat uns gebeten, den folgenden Aufruf zu veröffentlichen, bei dem es um ein Blog geht, das sich mit dem Abtreibungsrecht im Europäischen Kontext beschäftigen wird (der Text ist deshalb auf Englisch). Das Blog soll eine mögliche Schnittstelle für ein europaweites Bündnis von Aktivist_innen sein, die sich für das Recht auf legalen Zugang zu Abtreibungsmöglichkeiten einsetzen. Aber gerne doch:<span id="more-2009"></span></p>
<blockquote><p>Dear Colleagues and Friends,</p>
<p>We are very concerned by the criminalisation of abortion in some member states of the European Union, with the increasing activities of anti-choice groups and politicians within the <acronym title="Europäische Union">EU</acronym>, as well as the problems of access to abortion in countries where abortion is legal.</p>
<p>For these reasons, we think it is very necessary to join together and share our knowledge and experiences and establish a pro-choice network using the blog <a href="http://www.europeanprochoicenetwork.wordpress.com/">www.europeanprochoicenetwork.wordpress.com</a></p>
<p>This blog will be used for:</p>
<ol>
<li>Exchanging information on
<ul>
<li>the activities of anti-choice groups and politicians in our countries;</li>
<li>problems regarding abortion access also in countries where abortion is legal;</li>
<li>experiences in opposing anti-choice activities in legal ways as well as campaigning, demonstrating and using internet platforms.</li>
</ul>
</li>
<li>Establishing a pro-choice solidarity network
<ul>
<li>for exploring possibilities to support each other in researching and campaigning in our individual countries or within the <acronym title="Europäische Union">EU</acronym>;</li>
<li>exploring the possibility for public hearings in the <acronym title="Europäische Union">EU</acronym> Parliament;</li>
<li>organising further meetings and conferences.</li>
</ul>
</li>
</ol>
<p>Please check the blog for further information.</p>
<p>We are asking you to please spread the word widely about the blog so that people from all <acronym title="Europäische Union">EU</acronym> countries can follow the blogs activities. You are welcome to post any information concerning the issue of abortion and reproductive rights on this blog.</p>
<p>The focus on the <acronym title="Europäische Union">EU</acronym> is not to impose any exclusions, so any information from other countries is welcome as well and we are aware of the necessity to cooperate and exchange worldwide.</p>
<p>The focus on <acronym title="Europäische Union">EU</acronym> countries nevertheless is to explore possibilities to use <acronym title="Europäische Union">EU</acronym> institutions for our purpose.</p>
<p>Postings in any language are welcome, but we appreciate a summary in English. (You can use translation websites like  http://translate.google.com or http://babelfish.yahoo.com)</p>
<p>If you like, we can sign you up with your own account as an author. Otherwise you can send information to this email adress <a href="mailto:prochoicenet@yahoo.com">prochoicenet@yahoo.com</a> and we will post your info. Nevertheless if you want to contribute frequently, we would ask you to sign up as a contributor.</p>
<p>Please consider that this blog is brandnew so keep checking within the next months how it will develop.</p>
<p>If you have any questions about how to use this blog or any other comments please ask us for advice at: <a href="mailto:prochoicenet@yahoo.com">prochoicenet@yahoo.com</a></p>
<p>We hope for a fruitful and vivid exchange.<br />
All the best from Sarah, Agata and Stephanie</p></blockquote><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Zur Situation der Hebammen in Deutschland</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2010/04/26/zur-situation-der-hebammen-in-deutschland/</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 08:48:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rochus Wolff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Elternschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[geburtshilfe]]></category>
		<category><![CDATA[hebammen]]></category>
		<category><![CDATA[Petition]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Deutsche Hebammenverband ruft zur Teilnahme an einer Online-Petition ab 5. Mai (dem Internationalen Hebammentag) auf sowie generell zum Protest gegen die massiv ansteigenden Haftpflichtprämien, mit denen freiberufliche Hebammen sich ab 1. Juli konfrontiert sähen. Der Bund freiberuflicher Hebammen Deutschlands e.V. hat zu diesem Thema auch einen Protestbrief für Hebammen vorbereitet, und die etwas seltsam [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der <em>Deutsche Hebammenverband</em> ruft zur <a href="http://www.hebammenverband.de/index.php?id=1340">Teilnahme an einer Online-Petition</a> ab 5. Mai (dem <a href="http://www.hebammenverband.de/index.php?id=764&#038;tx_ttnews[tt_news]=35&#038;tx_ttnews[backPid]=766&#038;cHash=87ce3f586a">Internationalen Hebammentag</a>) auf sowie generell zum Protest gegen die massiv ansteigenden Haftpflichtprämien, mit denen freiberufliche Hebammen sich ab 1. Juli konfrontiert sähen.</p>
<p>Der <em>Bund freiberuflicher Hebammen Deutschlands e.V.</em> hat zu diesem Thema auch <a href="http://www.bfhd-online.de/index.php?option=com_content&#038;view=article&#038;id=114:protestbrief-zum-welthebammentag-zusatz&#038;catid=26:aktuelles&#038;Itemid=14">einen Protestbrief für Hebammen</a> vorbereitet, und die etwas seltsam benamste <a href="http://www.hebammenfuerdeutschland.de/">Initiative &#8220;Hebammen für Deutschland&#8221;</a> hat eine <a href="http://www.facebook.com/group.php?gid=112636328759820">Facebook-Gruppe</a> ins Leben gerufen.</p>
<p>Hier ist der <a href="http://www.hebammenverband.de/index.php?id=1341">Text der Petition</a>:<span id="more-2002"></span></p>
<blockquote><p>Der Bundestag möge Sofortmaßnahmen beschließen, um eine wohnortnahe Versorgung von Frauen mit Hebammenhilfe und die freie Wahl des Geburtsortes auch nach dem 1. 7. 2010 sicher zu stellen. Gefordert wird auch die Aufnahme eines Sicherstellungsauftrages für Hebammenhilfe analog § 72 SGB V. Des Weiteren möge der Bundestag eine Datenerhebung zum Bedarf an Hebammenhilfe und deren Deckung beschließen.</p>
<p><strong>Begründung:</strong></p>
<p>Steigende Haftpflichtprämien u. unzureichende Vergütung zwingen Hebammen zum Aufgeben der Geburtshilfe. Dadurch kann die flächendeckende Versorgung nicht mehr sichergestellt werden.</p>
<p>Nach der Einführung u.a. des § 116 SGB X sind die Krankenkassen dazu übergegangen Regressabtei-lungen zu beschäftigen. Sie sollen bei teuren Behandlungsfällen gezielt dafür sorgen, die zu erwar-tenden Kosten der Sozialversicherungsträger gegen zu finanzieren.</p>
<p>1992 waren freiberufliche Hebammen zu einer Jahresprämie von umgerechnet 179 €, incl. Geburtshilfe, versichert. Durch Verzehnfachung der Prämie (2370 €) bis 2009 sank der Anteil der Hebammen, die neben Schwangerenvorsorge u. der Betreuung im Wochenbett auch Geburtshilfe anbieten, auf 23%. Mit der Steigerung der Haftpflichtprämie für das Berufsrisiko Geburtshilfe auf 3689 € ab 1.7.2010 ist absehbar, dass sich die verbleibenden Hebammen aus dem Kernbereich ihres Berufes zurückziehen.</p>
<p>Das Problem betrifft freiberufliche u. angestellte Hebammen. Auch Angestellte müssen aus ihrem Gehalt eine eigene Haftpflichtversicherung abschließen, weil Klinikträger zu niedrige Deckungssummen versichern. Durch Personalabbau steigt das Haftungsrisiko, weil Hebammen mehrere Geburten gleichzeitig betreuen müssen.</p>
<p>Die Entlassung der Hebammen in die eigenverantwortliche Vergütungsverhandlung mit den Kranken-kassen in 2006 erfolgte mit einem Rückstand in der Anpassung der Honorare. Die gleichzeitige Vorgabe aus § 71 SGB V (Beitragsstabilitätsgesetz), vergrößert diesen Rückstand.</p>
<p>Die Ausnahmeregelungen nach § 71 SGB V (Abs. 1-2) greifen nicht, da keine Daten vorliegen u. kein Sicherstellungsauftrag zur Durchsetzung des Rechtes auf Hebammenhilfe nach § 196 RVO besteht. Durchschnittlich erzielt eine freiberufliche Hebamme 23,300 € Umsatz im Jahr. Das real zu versteuernde Einkommen liegt im Schnitt bei 14,150 € im Jahr, bzw. 7,50 € Netto pro Stunde. Für die Durchführung einer Geburt erhält die Hebamme ein Bruttohonorar von:</p>
<ul>
<li>224,40 € für die Beleggeburt</li>
<li>367,20 € für die Geburt im Geburtshaus</li>
<li>448,80 € für die Hausgeburt</li>
</ul>
<p>Als Ausgleich für gestiegene Haftpflichtprämien wurden von den Kassen 4,39 € für Beleggeburten u. 14,19 € für außerklinische Geburten geboten. Die Gesamtsumme der Gebühren für Geburtshilfe wird ab dem 1.7.2010 ausschließlich die Haftpflichtprämien decken &#8211; ohne dass ein Verdienst für die Hebamme übrig bleibt!</p>
<p>Die Zentralisierung der Geburtshilfe in perinatologischen Zentren benötigt ein Gegengewicht von wohnortnaher Versorgung für gesunde Schwangere u. eine intensive Weiterbetreuung nach der heute üblichen Frühentlassung. Doch immer mehr kleinere Krankenhäuser sind gezwungen ihre ge-burtshilflichen Abteilungen zu schließen, weil weder Beleghebammen noch &#8211; Ärzte ihre Prämien zahlen können.</p>
<p>Die Politik wird deshalb aufgefordert Abhilfe zu schaffen. Wenn die Bundesregierung ihrer Verpflichtung nachkommen will eine flächendeckende Versorgung zu garantieren, sind Sofortmaßnahmen zu ergreifen.</p></blockquote><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Der schwule Mann kämpft nicht gern?</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 10:39:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rochus Wolff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[homophobie]]></category>
		<category><![CDATA[krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[vorurteile]]></category>

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		<description><![CDATA[Man muß schon ein paar argumentative Pirouetten drehen, um das im Hirn wirklich zusammenzubringen: Nach Ansicht des früheren amerikanischen Generals und Nato-Kommandeurs John Sheehan ist die Anwesenheit homosexueller Soldaten unter den niederländischen Friedenstruppen ein Grund dafür, daß diese das Massaker von Srebrenica 1995 nicht verhindert hatten. Der Focus berichtet mit dpa und AFP: Sheehan hatte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man muß schon ein paar argumentative Pirouetten drehen, um das im Hirn wirklich zusammenzubringen: Nach Ansicht des früheren amerikanischen Generals und Nato-Kommandeurs John Sheehan ist die Anwesenheit homosexueller Soldaten unter den niederländischen Friedenstruppen ein Grund dafür, daß diese das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_von_Srebrenica">Massaker von Srebrenica</a> 1995 nicht verhindert hatten.</p>
<p>Der <a href="http://www.focus.de/politik/ausland/us-general-schwule-mitschuld-an-srebrenica-massaker_aid_491076.html"><em>Focus</em> berichtet</a> mit dpa und AFP:</p>
<blockquote><p>Sheehan hatte [...] bei einer Senatsanhörung in den <acronym title="United States of America">USA</acronym> dargelegt, die Kampfmoral der niederländischen Truppe sei wegen der Anwesenheit schwuler Soldaten zu gering für eine Verteidigung von Srebrenica gewesen. Der 1997 pensionierte General wurde zu Fragen über eine mögliche Zulassung von Homosexuellen zum Dienst in den US-Streitkräften angehört. [...]</p>
<p>Bei der Senatsanhörung erklärte Sheehan vor laufenden Kameras, der damalige niederländische Stabschef Henk van den Breemen habe ihm gesagt, Schwule in seiner Armee seien in Srebrenica „Teil des Problems“ gewesen.</p></blockquote>
<p>Das niederländische Verteidigungsministerium hat dem widersprochen, mit zum Teil <a href="http://www.theaustralian.com.au/news/world/retired-us-general-john-sheehan-links-srebrenica-genocide-to-gays-in-dutch-un-troops/story-e6frg6so-1225842693265">deutlichen Worten</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;It is astonishing that a man of his stature can utter such complete nonsense,&#8221; defence ministry spokesman Roger van de Wetering told AFP.</p></blockquote>
<p>Nun ist natürlich klar, daß das Vorurteil von den friedliebenden und kampfesunwilligen (weil: unmännlichen) Schwulen weit verbreitet ist (es gibt einen sehr lesenswerten <a href="http://www.amazon.de/gp/product/342310841X?ie=UTF8&#038;tag=genderblog-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=342310841X">Roman</a>, der einigermaßen bizarr um dieses Vorurteil Funken schlägt), aber zum einen sollte ein Nato-Kommandeur doch vielleicht so reflektiert und weltgewandt sein, daß er solchen Schmarrn wenigstens hinterfragt (oder ihn wenigstens nicht in laufende Kameras wiederholt). Und zum anderen sollte er den ganz offensichtlichen Widerspruch doch sehen, daß diese Männer ja immerhin wohl Berufssoldaten geworden sind, wozu m.W. auch in den Niederlanden niemand gezwungen wird.</p>
<p>Und wären, müßte man die absurden Denkmuster eigentlich noch weiterschieben, dann übrigens die ja so &#8220;männlichen&#8221; Lesben &#8211; der Begriff &#8220;Kampflesbe&#8221; spitzt das ja schon zu &#8211; nicht die besseren Soldatinnen?</p>
<p>Sheehans Äußerungen stehen im Zusammenhang mit der Neubewertung der bisherigen <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Don%27t_ask,_don%27t_tell">&#8216;Don&#8217;t Ask, Don&#8217;t Tell&#8217;-Politik</a> des amerikanischen Militärs, die derzeit im Senat diskutiert wird. Der Militärberater von Barack Obama etwa <a href="http://www.msnbc.msn.com/id/35197645/">spricht sich dafür aus</a>, Homosexuelle ohne Wenn und Aber im Militär zuzulassen. <a href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=11915"><em>queer.de</em> hat dazu ein paar Hintergründe zusammengestellt.</a></p><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Kristina Schröders Gleichstellungskonzept</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2010/03/09/kristina-schroders-gleichstellungskonzept/</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 10:46:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rochus Wolff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frauenförderung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[familienpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[kristina schröder]]></category>
		<category><![CDATA[quote]]></category>

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		<description><![CDATA[Natürlich ist die Rede, die Kristina Schröder vergangene Woche anläßlich des gestrigen Weltfrauentages im Bundestag gehalten hat, primär politische Rhetorik. Das heißt, sie dient ein wenig der Positionsbestimmung, der Abgrenzung vom politischen Gegenüber und der Selbstspreizung. Irritierend ist aber doch, wie sehr sich gelegentlich die Ministerin in ihrer argumentativen Struktur an Guido Westerwelles jüngste Hartz-IV-Schoten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Natürlich ist die <a href="http://www.kristinaschroeder.de/bundestag/reden/2010/rede-im-plenum-23/">Rede, die Kristina Schröder vergangene Woche anläßlich des gestrigen Weltfrauentages im Bundestag gehalten hat</a>, primär politische Rhetorik. Das heißt, sie dient ein wenig der Positionsbestimmung, der Abgrenzung vom politischen Gegenüber und der Selbstspreizung. Irritierend ist aber doch, wie sehr sich gelegentlich die Ministerin in ihrer argumentativen Struktur an Guido Westerwelles jüngste Hartz-IV-Schoten anschmiegt, indem sie nämlich längst Bestehendes fordert und schon lange Diskutiertes als neue, gar eigene Position präsentiert.</p>
<p>Und nicht weniger irritierend ist, daß ich bei Westerwelle geneigt bin, solches Gehabe für Provokation, Randale und womöglich gar Strategie zu halten, bei Schröder aber (und ich bin wohl nicht der einzige) dazu neige, solche rhetorischen Strukturen eher einer vermuteten Ahnungslosigkeit zuzuschlagen. Das hat womöglich mit ihrem Alter zu tun und dem Umstand, daß sie in den Bereichen Familie, Gleichstellung &#038; Cie. bisher nicht besonders aufgefallen war. Aber das wäre Stoff für einen anderen Blogeintrag.</p>
<p>Am Anfang ihrer Rede fragt Schröder:</p>
<blockquote><p>Wir kritisieren zu Recht, dass Frauen immer noch deutlich weniger verdienen als Männer. Wir kritisieren zu Recht, dass auf höheren Hierarchieebenen, in Führungspositionen, insbesondere in Vorständen und Aufsichtsräten sehr wenige Frauen vertreten sind. Aber warum reden wir so wenig über die kulturellen und strukturellen Ursachen in der Arbeitswelt, die diesen Beobachtungen zugrunde liegen?</p></blockquote>
<p>Ja, warum? Bzw.: Warum nimmt Frau Schröder nicht zur Kenntnis, was seit nicht nur gefühlten Jahrzehnten dazu gesprochen, geschrieben, diskutiert wird? Leider ist der Blick der Ministerin auf &#8220;kulturelle und strukturelle Ursachen&#8221; allerdings ein recht eingeschränkter. Denn in ihren kulturellen und strukturellen Kontexten ist offenbar nicht vorgesehen, daß das Konzept der freien Willensentscheidung für eine bestimmte Lebensweise zumindest problematisch ist.</p>
<blockquote><p>Berufstätige Männer nehmen oft zwei, drei Karrierestufen auf einmal, während berufstätige Frauen meist zwei, drei Jobs auf einmal machen, nämlich Beruf, Kindererziehung und Haushalt.</p>
<p>Das hat wenig mit individuellen Denk- und Verhaltensmustern zu tun. Wenn Paare sich freiwillig für dieses Modell entscheiden, dann ist das ihre Privatsache. Aber in vielen Fällen ist es nicht so. Viele Paare heute wünschen sich eine gleichberechtigte Partnerschaft.</p></blockquote>
<p>Es ist eine beliebte rhetorische Figur konservativer (Familien-)Politiker, auf diese Form der &#8220;freien Willensentscheidung&#8221; zu verweisen. Danach <em>entscheiden</em> sich die Frauen eben für ein Leben, das sich primär an den Kindern (und am Haushalt, etc.) ausrichtet, sie <em>wollen</em> gar keine Karriere machen, sondern lieber halbtags arbeiten, während die Männer eben <em>nicht</em> zu Hause bleiben wollen oder in extremeren Wahrnehmungen (Eva Herman et al.) Kindererziehung und Haushalt gar nicht können. Die Wahrheit hinter diesem Willen ist natürlich etwas komplexer, und Jana Hensel hat das vor einigen Wochen <a href="http://www.zeit.de/2010/01/Vaeter-01?page=all">im <em>Zeit-Magazin</em></a> anhand von <a href="http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/Service/Publikationen/publikationen,did=129496.html">Zahlen &#8211; ausgerechnet! &#8211; des Bundesfamilienministeriums</a> aufgezeigt:</p>
<blockquote><p>Eine bereits im August im Auftrag des Familienministeriums erschienene Evaluationsstudie über die Auswirkungen des Elterngeldes auf die Erwerbstätigkeit und die »Vereinbarkeitsplanung« [...] belegt: Fast 90 Prozent aller Väter nehmen die alte Arbeit uneingeschränkt wieder auf. Damit wird die männliche Beschäftigungsquote vor der Geburt auch hinterher wieder erreicht.</p>
<p>Das Leben der Mütter unterdessen wurde binnen eines Jahres auf den Kopf gestellt. Während 55 Prozent von ihnen vor dem ersten Kind in Vollzeit beschäftigt waren, rutscht die Quote danach in den Keller. Nur 14 Prozent kehren in die Vollbeschäftigung zurück; nach zwei Kindern sind es nur noch 6 Prozent.</p>
<p>[...] Wobei wahrscheinlich jeder dieser Väter seinen Schritt mit persönlichen Gründen belegen kann. Wobei wahrscheinlich jede Mutter glaubt, sich ganz individuell für das Kind und gegen die Karriere entschieden zu haben. Alle werden bestreiten, nach traditionellen Mustern gehandelt zu haben, obwohl die Zahlen nichts anderes als deren Fortwirken belegen.</p></blockquote>
<p>Mit anderen Worten: Eine strukturelle Veränderung ist hier nicht auffindbar. Wenn nach der Geburt eines Kindes die bisher vollbeschäftigten Männer dies weiterhin bleiben, von den Frauen aber wenig mehr als ein Zehntel, dann ist das nicht zwar vielleicht subjektiv freier Wille, dahinter stehen aber strukturelle, wirtschaftliche und kulturelle Faktoren, die jede freie Willensentscheidung mindestens durchdringen und beeinflußen.</p>
<p>Natürlich hat Schröder recht, daß diese Benachteiligung mindestens auch etwas damit zu tun hat, wer sich um &#8220;Fürsorgeaufgaben&#8221; (man nennt es auch Reproduktionsarbeit) kümmert:</p>
<blockquote><p>Meine These ist, dass Strukturen und Kulturen in der Arbeitswelt nicht nur Frauen benachteiligen, sondern zu einer Benachteiligung von Menschen, von Männern und Frauen, führen, wenn sie Fürsorgeaufgaben in der Familie übernehmen.</p></blockquote>
<p>Und natürlich muß man ihr zustimmen, daß hier die staatliche Förderung auch mehr auf jene Rücksicht nehmen sollte, die alte Menschen pflegen &#8211; auch das sind meist die Frauen. Aber all das ist nicht erst seit gestern so, diese Erkenntnisse sind nicht neu, und ob Schröder das ändern will, ist ungewiß; man müßte mal ein tiefergehendes Interview zu ihrem Geschlechterverständnis mit ihr lesen (oder führen), um ihre Äußerung &#8220;Männer und Frauen haben im Schnitt unterschiedliche Vorlieben und Fähigkeiten&#8221; im <a href="http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/Presse/interviews,did=134042.html">Interview mit der <em><acronym title="Frankfurter Allgemeine Zeitung">FAZ</acronym></em></a> richtig zu deuten und vor allem auf ihre politische Bedeutung abklopfen zu können.</p>
<p>So steht in der Rede letztlich nichts von wirklichem Belang &#8211; sie will sich eben doch, &#8220;Grundsatzrede&#8221; hin oder her, noch nicht richtig festlegen; &#8220;Quotenregelungen&#8221; seien falsch, eine &#8220;Mindestanteilsregelung&#8221; könne sie sich hingegen feststellen. Wo auch immer da nun der Unterschied sein mag.</p>
<p>Interessant bleiben aber doch die Leerstellen im Text &#8211; Schröder glaubt nicht an &#8220;schenkelklopfende Diskriminierung&#8221; und hat doch außer dem Verweis auf einen Artikel in der <em>Wirtschaftswoche</em> kein rechtes Konzept, wie es denn dann zu den strukturellen De-Facto-Unterschieden kommt, die sie selbst ja beschreibt. Und irgendwann wird sie sich einmal darüber klar werden müssen, wie das eigentlich funktioniert mit den nach Geschlechtern gar nicht so hübsch geordneten Entscheidungsmöglichkeiten für einen bestimmten Lebensentwurf.</p>
<p>(Weitere Kommentare dazu <a href="http://taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/quoten-sind-wie-cortison/">in der <em>taz</em></a> und <a href="http://maedchenblog.blogsport.de/2010/03/05/deutschlands-frauenpolitik-ist-tod/">im <em>Mädchenblog</em></a>.)</p><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		<title>FachGesellschaft GeschlechterStudien gegründet</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2010/01/31/fachgesellschaft-geschlechterstudien-gegrundet/</link>
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		<pubDate>Sun, 31 Jan 2010 06:15:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Danilo Vetter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frauen- und Geschlechterforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Fachgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[gender-studies]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterstudien]]></category>
		<category><![CDATA[wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 29.01.2009 gründeten ca. 150 TeilnehmerInnen der Gründungsveranstaltung die Fachgesellschaft Geschlechterstudien / Gender Studies Association. Der Verein wurde gegründet, zur Förderung von Wissenschaft und Forschung sowie die Förderung der Gleichberechtigung aller Geschlechter, insbesondere der Etablierung und Weiterentwicklung der Geschlechterstudien im deutschsprachigen Raum, aber auch im internationalen Austausch, die Verständigung über den Forschungsstand und die inter- [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 29.01.2009 gründeten ca. 150 TeilnehmerInnen der Gründungsveranstaltung die Fachgesellschaft Geschlechterstudien / Gender Studies Association. Der Verein wurde gegründet, zur</p>
<blockquote><p>Förderung von Wissenschaft und Forschung sowie die Förderung der Gleichberechtigung aller Geschlechter, insbesondere der Etablierung und Weiterentwicklung der Geschlechterstudien im deutschsprachigen Raum, aber auch im internationalen Austausch, die Verständigung über den Forschungsstand und die inter- und transdisziplinäre Kooperation in den Geschlechterstudien und die Verankerung von Fragestellungen zu Gender in der Forschung und Lehre. (aus der Satzung § 2)</p></blockquote>
<p>Das Genderblog gratuliert <a title="Sabine Hark" href="http://www.zifg.tu-berlin.de/menue/mitarbeiterinnen/prof_dr_sabine_hark/" target="_blank">Sabine Hark</a>, <a title="Paula Irene Villa" href="http://www.gender.soziologie.uni-muenchen.de/personen/professoren/villa_paula/index.html" target="_blank">Paula-Irene Villa</a>, <a title="Susanne Baer" href="http://baer.rewi.hu-berlin.de/" target="_blank">Susanne Baer</a>, <a title="Sigrid Schmitz" href="http://www.zfg.uni-oldenburg.de/26706.html" target="_blank">Sigrid Schmitz</a>, <a title="Aline Oloff" href="http://www2.hu-berlin.de/gkgeschlecht/stip.php#Aline" target="_blank">Aline Oloff</a>, <a title="Antke Engel" href="http://www.antkeengel.de/" target="_blank">Antke Engel</a> und <a title="Regina Frey" href="http://www.gender.de/" target="_blank">Regina Frey</a> für ihre Wahl in den Vorstand. Die Arbeit in der Gesellschaft wird über thematische Arbeitsgruppen organisiert werden. Vorschläge für Arbeitsgruppen müssen an den Vorstand gerichtet werden.</p>
<p>Für alle, die nicht an der Gründungsveranstaltung teilnehmen konnten und in der Gesellschaft mitwirken wollen, findet sich sicherlich in den nächsten Tagen die Satzung und ein Beitragsformular auf der Seite <a title="fachgesellschaft geschlechterstudien" href="http://fg-gender.de/" target="_blank">http://fg-gender.de/</a>.</p><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>We have nothing to fear</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2009/12/04/we-have-nothing-to-fear/</link>
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		<pubDate>Fri, 04 Dec 2009 21:14:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rochus Wolff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[homo-ehe]]></category>
		<category><![CDATA[homophobie]]></category>
		<category><![CDATA[homosexualitaet]]></category>
		<category><![CDATA[usa]]></category>

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		<description><![CDATA[Sorry, daß ich das Thema gerade sehr strapaziere bei meinen gelegentlichen Wortmeldungen hier, aber diese Rede zur Begründung, warum die staatliche Institution der Ehe auch für gleichgeschlechtliche Partnerschaften geöffnet werden muß (und warum die religiöse Institution darob nichts zu befürchten hat) ist in der Tat ein bemerkenswertes und ergreifendes Dokument. Auch wenn den Argumenten von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sorry, daß ich das Thema gerade sehr strapaziere bei meinen gelegentlichen Wortmeldungen hier, aber diese Rede zur Begründung, warum die staatliche Institution der Ehe auch für gleichgeschlechtliche Partnerschaften geöffnet werden muß (und warum die religiöse Institution darob nichts zu befürchten hat) ist in der Tat ein bemerkenswertes und ergreifendes Dokument. Auch wenn den Argumenten von <a href="http://www.nysenate.gov/senator/diane-j-savino">Senatorin Diane Savino</a> <a href="http://blogs.discovermagazine.com/badastronomy/2009/12/03/ny-state-senate-votes-against-equality/">leider keine Mehrheit im New Yorker Senat zu folgen bereit war</a>.</p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/dCFFxidhcy0&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;rel=0&#038;color1=0x402061&#038;color2=0x9461ca"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube-nocookie.com/v/dCFFxidhcy0&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;rel=0&#038;color1=0x402061&#038;color2=0x9461ca" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
<p>(Danke, <a href="http://twitter.com/abundant">M.</a>!)</p><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Noch einmal Pirat_innen</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2009/09/14/noch-einmal-pirat_innen/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 Sep 2009 21:54:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rochus Wolff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Netz]]></category>
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		<category><![CDATA[wahl2009]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit meinem Blogeintrag zur Piratenpartei hat sich die Diskussion zum Thema an anderen Stellen rasant entwickelt, woran ich allerdings wenig Anteil hatte, zumal mein Beitrag wenig mehr wahr als das Bestärken bereits anderswo bereits und bereits besser geäußerter Positionen. Ich habe immerhin zwar natürlich keine Kommentare bekommen (die sind und bleiben vorerst noch geschlossen), aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit meinem <a href="http://genderblog.de/index.php/2009/09/02/pirat_innen/">Blogeintrag zur Piratenpartei</a> hat sich die Diskussion zum Thema <a href="http://www.iheartdigitallife.de/links-for-2009-09-05/">an anderen Stellen</a> rasant entwickelt, woran ich allerdings wenig Anteil hatte, zumal mein Beitrag wenig mehr wa<del datetime="2009-09-15T08:46:37+00:00">h</del>r als das Bestärken bereits anderswo bereits und bereits besser geäußerter Positionen.</p>
<p>Ich habe immerhin zwar natürlich keine Kommentare bekommen (die sind und bleiben vorerst noch geschlossen), aber doch eine Handvoll Rückmeldungen per Mail, allesamt ziemlich höflich im Ton und ernsthaft im Inhalt. Da ist es in den Diskussionen bei <a href="http://danilola.wordpress.com/2009/09/01/warum-ich-keine-piratenpartei-wahlen-werde-aber-im-herzen-ein_e-pirat_in-bin/">Danilo</a>, bei <a href="http://antjeschrupp.com/2009/09/03/kann-eine-feministin-piraten-wahlen">Antje Schrupp</a> und <a href="http://julia-seeliger.de/boll-wahlblog-piratenpartei-wtf/">Julia Seeliger</a> sowie im <a href="http://maedchenblog.blogsport.de/2009/09/10/piratenpartei-frauenpolitik-egal/">Mädchenblog</a> bisweilen ganz anders zugegangen.</p>
<p>Die unterirdischen Kommentare, die sich dort zum Teil finden, &#8211; es gibt ja in der Tat auch viele konstruktive und interessante &#8211; sind natürlich nicht repräsentativ für Mitglieder und Sympathisant_innen der Piratenpartei, aber es nützt auch wenig, sie als einfache Trolle abzutun. Es sind Trolle mit politischen Zielen, und ein wesentliches davon ist es, feministische Positionen zu diskreditieren, Feminist_innen zu beschimpfen und antifeministische Positionen salonfähig zu machen. Sie sind im Netz in zwar nicht unbedingt großer Zahl, aber mit hoher Aggressivität und wenig moralischer Zurückhaltung vertreten.</p>
<p>Es sollte die Piratenpartei doch stutzig machen, das sie, ohne bisher selbst eine klare politische Position im Feld Geschlechterpolitik formuliert zu haben, für ebensolche Positionen in Anspruch genommen wird. Und noch irritierender sollte sein, daß diese Positionen mit denen konservativer bis rechtsextremer Parteien starke Übereinstimmungen haben.</p>
<p>Daß mit Vereinnahmungsversuche gerade von rechten Parteien und Gruppen zu rechnen wäre, muß mit etwas Erfahrung und Belesenheit in politischen Dingen sofort einleuchten. Daß nun der stellvertretende Bundesvorsitzende der Piraten, Andreas Popp, der Zeitung <em>Junge Freiheit</em> <a href="http://endstation-rechts.de/index.php?option=com_k2&#038;view=item&#038;id=3740:die-%E2%80%9Ejunge-freiheit%E2%80%9C-und-die-zensur-im-netz&#038;Itemid=361">ein Interview gibt</a>, für deren Themenschwerpunkt zu Zensur etc., und sich nachher damit entschuldigt, <a href="http://andipopp.wordpress.com/2009/09/14/zum-interview-mit-der-jungen-freiheit/">er habe die Zeitung nicht einmal gekannt</a>, zeigt nur, wie naiv die Piratenpartei politisch ist. Das ist gefährlich; nicht weil es die Partei automatisch nach rechts rücken läßt, sondern weil sie den Angriffen rechter Denkweisen als Organisation bislang offenbar hilflos gegenübersteht.</p>
<p>Es reicht auch nicht, die Existenz eines inhaltlichen Mangels anzuerkennen. Der per Mail mir von verschiedenen Leuten zugeschickte Hinweis &#8211; danke! &#8211; auf die <a href="http://wiki.piratenpartei.de/AG_Queeraten">AG Queeraten</a> genügt mir nicht, um die Partei irgendwo einordnen zu können oder zu wollen. Alle großen Parteien (bis auf die FDP, aber das ist womöglich eine andere Geschichte) haben <a href="http://lsvd.de/990.0.html">entsprechende Unterorganisationen und Arbeitsgruppen</a>, von der AG Queer der Linkspartei über die AGs Lesben- und Schwulenpolitik bei den Grünen hin zu den Schwusos und der LSU. Sie alle machen unterschiedlich erfolgreiche Arbeit, was aber meist nicht an ihnen liegt, sondern am Widerstand innerhalb ihrer Parteien &#8211; mit anderen Worten: die Existenz und Aktivität einer AG Queer sagt null und nüscht über die Haltung der Partei aus.</p>
<p>Genau deswegen erwarte ich, wie ich es bereits geschrieben hatte, von der Piratenpartei, damit sie für mich auch nur potentiell wählbar wäre (das wäre dann zu entscheiden), daß sie sich in entscheidenden politischen Fragen positioniert, daß sie ihre Naivität ablegt, daß sie nicht so tut, als könne sie sich auf einer politischen <em>tabula rasa</em> neu ausbreiten.</p>
<p>Und das gilt eben <em>für mich</em> besonders auf dem Gebiet der Geschlechterpolitik, das zum Beispiel Antidiskriminierungsfragen, Transsexuellenrechtsprechung und Familienpolitik miteinander verbindet. Ich möchte hier sachkundige und auf die politische Realität auch außerhalb des Internets bezogene Äußerungen und Zielsetzungen lesen. Dafür muß die Piratenpartei aber auch in diesen Bereichen politisch denken und argumentieren &#8211; und sich positionieren.</p>
<p>Benni hat <a href="http://www.keimform.de/2009/09/04/gender-trouble-bei-den-piraten/">auf keimform.de</a> die persönlichen Motive weiblicher Piraten gewürdigt, die sie in die Diskussion eingebracht haben, fragt aber auch:</p>
<blockquote><p>Das ist eine wie ich finde völlig nachvollziehbare Einstellung. Wer einmal gelernt hat, nicht mehr Opfer zu sein, will sich diese Rolle auch nicht mehr aufdrängen lassen. Doch taugt es auch als politische Maxime?</p></blockquote>
<p>Ich habe, das betone ich gerne noch einmal, zu keinem Zeitpunkt geschrieben, die Mitglieder der Piratenpartei seien sexistisch, ich glaube auch sehr gerne, daß Frauen sich im Kontext dieser Partei sehr wohl fühlen und dort für voll genommen werden. Ich finde nicht einmal den niedrigen Frauenanteil per se problematisch &#8211; obwohl ich es wichtig fände, wenn sich die Partei gedanken machen würde, welche Ursachen das hat und welche Schlußfolgerungen man für die Mitgliederwerbung aber auch für die eigene Politik ziehen möchte.</p>
<p>So zu tun aber, als verließe man mit dem Eintritt in die Partei die reale Welt, das Real Life, als habe man, weil man ja vor allem übers Internet zusammenkommt, keine geschlechtliche Identität mehr bzw. diese spiele keine Rolle mehr &#8211; wer mit dieser Utopie, die schon Mitte der 90er Jahre allenfalls noch in bekannt ahnungslosen <em>Spiegel</em>-Titelgeschichten ernsthaft propagiert und behauptet werden konnte, reale Politik machen will, hat im Bundestag nichts verloren.</p>
<p>Und in Sachen Geschlechterpolitik möchte ich wirklich nicht mehr hören, man habe jetzt genug von dem ganzen &#8220;Genderkram&#8221; und wolle jetzt endlich &#8220;echte Gleichberechtigung&#8221;, auch Quoten seien deswegen abzulehnen.</p>
<p>Wer so argumentiert, spricht so ahnungslos über Geschlechterfragen, Möglichkeiten und Bedingungen von Gleichstellung, wie Ursula von der Leyen über Netzsperren spricht. Und mehr noch: er/sie spricht so, wie konservative bis rechtsausliegende Politiker_innen argumentieren.</p>
<p>&#8220;Feminismus&#8221; (der richtigere Plural Feminismen wird meist nicht einmal zur Kenntnis genommen) wird da gerne als Ideologie ohne Bezug zur Realität gesehen, und eine solche Position findet man auch in der Diskussion zur Piratenpartei nun immer wieder &#8211; gelegentlich etwa mit dem Hinweis versehen, man müsse im Einzelfall objektiv, auf der Basis wissenschaftlich strukturierten Denkens, entscheiden.</p>
<p><a href="http://fxneumann.de/2009/09/08/piraten-gender-und-pragmatik/">Felix Neumann hat sehr präzise darauf hingewiesen</a> (<a href="http://www.iheartdigitallife.de/szientismus-oder-politik/">via</a>), daß sich hinter einer solchen Auffassung weniger eine politische Position verbirgt, als eine Fehlwahrnehmung der Bedingungen von Politik &#8211; die allerdings selbst immer schon politisch bedeutsam und wirkmächtig wird.</p>
<blockquote><p>Für die Gender-Debatte heißt das, daß sich die unter den Piraten, die eine Beschäftigung mit Genderthemen und Feminismus rundweg ablehnen, sich bewußt machen sollten, daß ihre Position, ein sehr operationaler und erstmal konsistenter Begriff von Gleichberechtigung – »alle dürfen sich beteiligen, jede kann kommen und mitmachen, Geschlecht ist bei uns irrelevant, es zählt Kompetenz« – auch nicht wertfrei ist. »Piratig« wäre wohl, sich zunächst darum zu bemühen, zu verstehen, warum die Feministen so eine unterschiedliche Sicht haben, und wie sich ihre Positionen soziologisch hinterfragen lassen.</p></blockquote>
<p>Über Geschlecht, so die landläufige Meinung, können wir alle sach- und fachgerecht sprechen, schließlich haben wir das ja auch alle irgendwie wenigstens mal gehabt. Einer Partei mit so vielen intelligenten Mitgliedern und Sympathisant_innen wie die Piratenpartei sollte aber doch daran gelegen sein, komplexe Zusammenhänge sowohl in Individuen als auch in gesellschaftlichen Prozessen nicht einzudampfen und unterzubuttern, sondern zu durchdringen und in all ihrer Komplexität in ihre Vorstellungen zu integrieren. Die Umsetzung in mühsamer politischer Arbeit ist dann schließlich noch mangelbehaftet genug.</p><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Pirat_innen</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Sep 2009 14:04:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rochus Wolff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[bundestagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
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		<category><![CDATA[gleichstellungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[piratenpartei]]></category>
		<category><![CDATA[wahl]]></category>
		<category><![CDATA[wahl2009]]></category>

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		<description><![CDATA[Danilo hat in einem sehr lesenswerten Artikel begründet, warum er, trotz in vielerlei Hinsicht verwandter Auffassungen, die Piratenpartei (derzeit) nicht wählen könne. Ich kann seine Argumentation in allen wesentlichen Punkten so unterschreiben; ich (auch dem Schwerpunkt dieses Blogs gemäß) würde aber stärker noch stärker danach fragen wollen, welche Positionen die Partei in Antidiskriminierungsarbeit und Gleichstellungsfragen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Danilo hat <a href="http://danilola.wordpress.com/2009/09/01/warum-ich-keine-piratenpartei-wahlen-werde-aber-im-herzen-ein_e-pirat_in-bin/">in einem sehr lesenswerten Artikel</a> begründet, warum er, trotz in vielerlei Hinsicht verwandter Auffassungen, die <a href="http://www.piratenpartei.de/">Piratenpartei</a> (derzeit) nicht wählen könne.</p>
<p>Ich kann seine Argumentation in allen wesentlichen Punkten so unterschreiben; ich (auch dem Schwerpunkt dieses Blogs gemäß) würde aber stärker noch stärker danach fragen wollen, welche Positionen die Partei in Antidiskriminierungsarbeit und Gleichstellungsfragen vertritt bzw. vertreten wird. Dabei geht es mir nicht ausschließlich um Geschlechterfragen, aber eben auch besonders:</p>
<p>Wie steht es um die Gleichberechtigung Homosexueller, homosexueller Lebensgemeinschaften? Wie etwa sähen die Antworten der Piratenpartei auf die <a href="http://lsvd.de/fileadmin/pics/Dokumente/Verbandstage/09-02-26_Wahlpruefsteine_2009.pdf">Wahlprüfsteine</a> (<acronym title="Portable Document Format">PDF</acronym>) des <acronym title="Lesben- und Schwulenverband in Deutschland e.V.">LSVD</acronym> aus? (<em>Full disclosure</em>: Ich bin Mitglied im <acronym title="Lesben- und Schwulenverband in Deutschland e.V.">LSVD</acronym> und ehemaliger Mitarbeiter für Öffentlichkeitsarbeit.) Wie steht die Piratenpartei zu den Forderungen von Trans- und Intersexuellenverbänden?</p>
<p>Oder, um näher im Herkunftsbereich der Partei zu bleiben: Wie steht es um Frauen in der IT? Frauenförderung in technischen Berufen (und, ja doch, Männerförderung in pflegerischen)?</p>
<p>Und wie stellt sich die Piratenpartei dazu, daß sie offenbar (wenn man sich die furchtbaren Kommentare zu Danilos Text ansieht) über breite Unterstützung in der sich gerne mal libertär gebenden antifeministischen Männerbewegung verfügt?</p>
<p>Und das sind nur ein paar offensichtliche Fragen. Für mich ist, wie für Danilo auch, die Piratenpartei derzeit nicht wählbar. Und auch für mich eben nicht, weil ich ihre grundlegenden Ziele nicht teilen würde, sondern weil ich Antworten auf diese Fragen für unabdingbar halte, bevor ich eine Partei in den Bundestag oder irgendeine andere Vertretung wählen würde.</p>
<p>So wichtig die Forderungen der Piratenpartei auch sind, sich mit meiner eigenen Haltung überschneidende Positionen in Fragen Netzpolitik, Zensur etc. garantieren mir ja keineswegs, daß deshalb auch unsere Positionen in Geschlechterfragen sich ähneln. Und diese Fragen sind für mich zu fundamental, als daß ich da auf politische Konzepte verzichten wollte.</p><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Feministisches Archiv in Marburg wird 20</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2009/06/27/feministisches-archiv-in-marburg-wird-20/</link>
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		<pubDate>Sat, 27 Jun 2009 15:31:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Danilo Vetter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ankündigungen]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[geburtstag]]></category>
		<category><![CDATA[Marburg]]></category>
		<category><![CDATA[tagung]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 09. und 10. Juli feiert das Feministische Archiv in Marburg das 20-jährige Bestehen mit der Tagung &#8220;aufbrüche &#8211; feministische aktionen&#8221;. Ziel der Tagung soll sein, aufzuzeigen, wo heute etwas passiert, wo (junge) feministische Frauen* aktiv sind, welche neuen Aktions- und Organisationsformen es gibt und welche Rolle Medien für Organisation und Wahrnehmung einnehmen. Wo und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.fem-archiv-marburg.de/"><img class="aligncenter" title="banner_aufbrueche" src="http://www.fem-archiv-marburg.de/sharedpix/banner_aufbrueche.png" alt="" width="350" height="127" /></a></p>
<p>Am 09. und 10. Juli feiert das <a title="Feministisches Archiv Marburg" href="http://www.fem-archiv-marburg.de/" target="_blank">Feministische Archiv</a> in Marburg das 20-jährige Bestehen mit der Tagung &#8220;aufbrüche &#8211; feministische aktionen&#8221;.</p>
<blockquote><p>Ziel der Tagung soll sein, aufzuzeigen, wo heute etwas passiert, wo (junge) feministische Frauen* aktiv sind, welche neuen Aktions- und Organisationsformen es gibt und welche Rolle Medien für Organisation und Wahrnehmung einnehmen. Wo und mit welchen Ansprüchen positionieren sich heute Feminist_innen? Welche Formen des Aktionismus gibt es und wollen gelebt werden?</p>
<p>Wie gehen wir mit den neuen Ansätzen und Meinungen um? Was stellt Feminismus inhaltlich dar, was ist längst überholt? Wo verlaufen Abgrenzungen und Konfliktlinien innerhalb der Bewegung? Gibt es eine Bewegung? Wie sehr ist Feminismus/die feministische Bewegung noch in der Gesellschaft verankert? Was ist Fortschritt, was Rückschritt? (<a title="feministische aufbrüche - die idee" href="http://feministischeaufbrueche.blogsport.de/die-idee/" target="_blank">Die Idee</a>)</p></blockquote>
<p>Das Programm und eine Übersicht zu den Referent_innen bietet: <a title="feministische aufbrüche" href="http://feministischeaufbrueche.blogsport.de" target="_blank">http://feministischeaufbrueche.blogsport.de</a></p><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Hilferuf &#8211; Wohnung für Mädchennotdienst in Berlin gesucht</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2009/03/18/hilferuf-wohnung-fur-madchennotdienst-in-berlin-gesucht/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 Mar 2009 20:21:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Danilo Vetter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Wildwasser]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnungssuche]]></category>

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		<description><![CDATA[Sehr gern leite ich den folgenden Hilferuf der Mitarbeiter_innen des Mädchennotdienstes Wildwasser weiter. "Liebe FreundInnen und KollegInnen, das ist ein ziemlich verzweifelter Hilferuf. Wie Viele von Euch wissen, muss die Krisenwohnung vom Mädchennotdienst bis spätestens am 01.05. aus der jetzigen Wohnung in der Obentrautstr. ausgezogen sein. Wir hatten verschiedene Klagen wegen Ruhestörung, die zu einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr gern leite ich den folgenden Hilferuf der Mitarbeiter_innen des Mädchennotdienstes <a title="Wildwasser Berlin" href="http://www.wildwasser-berlin.de/seiten/FRAMES_HAUPTS.HTM" target="_blank">Wildwasser</a> weiter.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><tt><span style="color: #000000;">"Liebe FreundInnen und KollegInnen,</p>
<p>das ist ein ziemlich verzweifelter Hilferuf.</span></tt></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><tt><span style="color: #000000;"><br />
Wie Viele von Euch wissen, muss die Krisenwohnung vom Mädchennotdienst bis spätestens am 01.05. aus der jetzigen Wohnung in der Obentrautstr. ausgezogen sein. Wir hatten verschiedene Klagen wegen Ruhestörung, die zu einer fristlosen Kündgung geführt haben.<br />
Wir haben viele Anstrengungen unternommen, Kontakte angezapft, Bürgermeister und Frauenbeauftragte von Kreuzberg involviert. Aber es sieht schlecht aus. Eventuell könnten wir eine Wohnung im Wedding bekommen, was aus zwei Gründen ungünstig wäre. Die Belegung durch unsere Hauptjugendämter Neukölln, Schöneberg und Kreuzberg könnte einbrechen, aber vor allem wären dann zu viele Wildwassereinrichtungen in einem Bezirk, was die regionale Arbeit erschwert.</p>
<p>Also, wir suchen:<br />
Eine 9 -12 Zimmer Wohnung (oder zusammenhängende Wohnungen) vorrangig in den Bezirken Neukölln, Schöneberg und Kreuzberg, sind in dieser Hinsicht aber natürlich flexibel geworden. Mehr als 2500 Euro warm können wir nicht zahlen.</span></tt></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><tt><span style="color: #000000;"><br />
Wir sind für jeden Hinweis dankbar!</p>
<p>Herzliche Grüße<br />
Dorothe; Kontakt: dorothea_zimmermann(AT)web.de"</span></tt></p><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Antisexistische Praxen III sucht Mitorganisator_innen</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2009/01/08/antisexistische-praxen-iii-sucht-mitorganisator_innen/</link>
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		<pubDate>Thu, 08 Jan 2009 11:23:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Danilo Vetter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ankündigungen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Sexismus]]></category>
		<category><![CDATA[antisexismus]]></category>
		<category><![CDATA[berlin]]></category>
		<category><![CDATA[termin]]></category>
		<category><![CDATA[Unterstützung]]></category>

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		<description><![CDATA[Hier eine Weiterleitung des Orgateams der Konferenz &#8220;Antisexistische Praxen III&#8221;: Hallo liebe Antisexist_in, dieses Jahr im Juli fand die Konferenz &#8220;Antisexistische Praxen II&#8221; statt. Im nächsten Jahr wollen wir &#8220;Antisexistische Praxen III&#8221; organisieren, wieder Ende Juni, Anfang Juli im Mehringhof in Berlin. Wieder sind &#8220;allgender&#8221;, alle antisexistisch interessierten Menschen eingeladen. Dazu gibt das 2. offene [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier eine Weiterleitung des Orgateams der Konferenz &#8220;Antisexistische Praxen III&#8221;:</p>
<p>Hallo liebe Antisexist_in,</p>
<p>dieses Jahr im Juli fand die Konferenz &#8220;Antisexistische Praxen II&#8221; statt. Im nächsten Jahr wollen wir &#8220;Antisexistische Praxen III&#8221; organisieren, wieder Ende Juni, Anfang Juli im Mehringhof in Berlin. Wieder sind &#8220;allgender&#8221;, alle antisexistisch interessierten Menschen eingeladen.</p>
<p>Dazu gibt das 2. offene Vorbereitungstreffen in Berlin: Donnerstag 15.1. um 19 Uhr im New Yorck im Bethanien</p>
<p>Dieses Mal möchten wir keine so starke Fluktuation in der Gruppe wie letztes Jahr, daher nur zwei offene Treffen. Wir wünschen uns eine feste Gruppe, in der es aber auch Raum für Menschen mit unterschiedlichsten Kapazitäten geben soll. Wenn ihr an beiden Terminen nicht könnt, aber gerne mitorganisieren möchtet, schreibt uns eine mail an antisexistische-praxen(AT)riseup.net.</p>
<p>Die Konferenz ist wieder bundesweit angelegt, das heisst, Menschen aus anderen Städten sind in der Vorbereitung willkommen. Auch im letzten Jahr gab es welche, die sich primär über mail an der Vorbereitung beteiligt haben, aber vielleicht gibt es ja auch in anderen Städten Treffen im Vorfeld.</p>
<p>Der Schwerpunkt der Konferenz soll wie im letzten Jahr auf dem Umgang mit und dem Kampf gegen Sexismus und sexualisierte Gewalt liegen. Das beinhaltet Alltagssexismus und strukturellen Sexismus,<br />
ebenso werden Aneignungspraxen wie Definitionsmacht und Parteilichkeit wieder eine Rolle spielen. Ansonsten ist der genaue Ablauf und die Struktur der Konferenz offen für Ideen und Wünsche.</p>
<p>Wenn du dich nicht an der Vorbereitung beteiligen möchtest, aber Ideen für Workshops hast, schicke sie bitte auch an antisexistische-praxen(AT)riseup.net.</p>
<p>Wir freuen uns auf rege Beteiligung.</p>
<p>- die (kleine) Vorbereitungsgruppe -</p><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>111. Kongress: Gender-neutrale Sprache im amerikanischen Repräsentantenhaus</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Jan 2009 02:52:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Magda Albrecht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschlechterpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[111. Kongress]]></category>
		<category><![CDATA[genderneutrale Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Repräsentantenhaus]]></category>
		<category><![CDATA[usa]]></category>

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		<description><![CDATA[Das amerikanische Repräsentantenhaus hat eine Resolution (pdf) erlassen, die die offizielle Sprache gender-neutral macht. Chairman (Vorsitzender) ist nun nur noch Chair. Von Mann zu Möbel quasi. Wenn vorher von him oder his (z.B.: his vote = sein Votum) die Rede war, wird das von nun an durch such (= solche) oder durch gender-neutrale Bezeichnungen ersetzt. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="justify;">Das amerikanische Repräsentantenhaus hat eine <a href="http://www.rules.house.gov/111/LegText/111_hres_ruleschnge.pdf" target="_blank">Resolution</a> (pdf) erlassen, die die offizielle Sprache gender-neutral macht. <em>Chairman</em> (Vorsitzender) ist nun nur noch <em>Chair</em>. Von Mann zu Möbel quasi. Wenn vorher von <em>him </em>oder<em> his</em> (z.B.: <em>his vote</em> = sein Votum) die Rede war, wird das von nun an durch <em>such</em> (= solche) oder durch gender-neutrale Bezeichnungen ersetzt. Selbst wenn schon von beiden Geschlechtern die Rede ist, wird <em>he and she</em> durch <em>such individual</em> ersetzt. Kleiner Ausschnitt:</p>
<p style="justify;"><img class="aligncenter size-medium wp-image-924" src="http://magdamuh.wordpress.com/files/2009/01/genderneu.gif?w=300" alt="genderneu" width="300" height="233" /></p>
<p style="justify;">Nicht schlecht für den Anfang!</p>
<p style="justify;">Via <a href="http://www.feministing.com/archives/013010.html" target="_blank">feministing</a>.</p><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://genderblog.de/index.php/2009/01/08/111-kongress-gender-neutrale-sprache-im-amerikanischen-reprasentantenhaus/feed/</wfw:commentRss>
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	</channel>
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