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	<title>Genderblog &#187; Gesellschaft</title>
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	<description>Feminismus, Geschlechterpolitik, Frauen- und Geschlechterforschung</description>
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		<title>Wer wo aufs Klo</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Sep 2010 10:48:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rochus Wolff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[toiletten]]></category>

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		<description><![CDATA[
Toiletten und Geschlechter-Piktogramme waren hier schon zuweilen Thema, aber Marissa vom Blog This Is Hysteria! hat sich jetzt besondere Verdienste erworben.
Ihre großartige, riesige Sammlung von Toilettentürschildern ist umfassend (wenn auch sicherlich alles andere als vollständig), umwerfend komisch und unbedingt sehenswert.
(via @moeffju)
(Update: Weitergehende Gedanken zum Thema gab&#8217;s übrigens auch schonmal im Mädchenblog: &#8220;Von den Schwierigkeiten des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://genderblog.de/dateien/2010/09/wo_men_toilet.jpg" alt="" title="wo_men_toilet" width="270" height="420" class="float" /></p>
<p><a href="http://genderblog.de/index.php/2006/10/30/toilettenzuteilung/">Toiletten</a> und <a href="http://genderblog.de/index.php/2007/01/04/gender-mainstreaming-erreicht-die-strase/">Geschlechter-Piktogramme</a> waren hier schon zuweilen Thema, aber Marissa vom Blog <a href="http://hystericalmarissa.blogspot.com/"><em>This Is Hysteria!</em></a> hat sich jetzt besondere Verdienste erworben.</p>
<p>Ihre großartige, riesige <a href="http://hystericalmarissa.blogspot.com/2010/08/go-where-sex-gender-and-toilets.html">Sammlung von Toilettentürschildern</a> ist umfassend (wenn auch sicherlich alles andere als vollständig), umwerfend komisch und unbedingt sehenswert.</p>
<p><br class="clear" />(<a href="http://twitter.com/moeffju/status/23134509393">via @moeffju</a>)</p>
<p>(<strong>Update:</strong> Weitergehende Gedanken zum Thema gab&#8217;s übrigens auch schonmal <a href="http://maedchenblog.blogsport.de/2008/06/26/von-der-schwierigkeiten-des-erleichterns/">im Mädchenblog: &#8220;Von den Schwierigkeiten des Erleichterns&#8221;</a> &#8211; <a href="http://twitter.com/maedchenblog/statuses/23138098805">via</a>)</p><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		<title>&#8220;Selber schuld&#8221;?</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2010/07/06/selber-schuld/</link>
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		<pubDate>Tue, 06 Jul 2010 09:21:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rochus Wolff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>
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		<description><![CDATA[
Daß es bemerkenswerte Unterschiede zwischen den Gehältern von Männern und Frauen auch dann gibt, wenn man ähnliche Ausbildungs- und Lebenssituationen nebeneinander stellt, war hier ja bereits öfter Thema &#8211; zuletzt am Equal Pay Day. Und natürlich gibt es da sehr unterschiedliche Lösungsansätze.
Nun gibt es laut der Süddeutschen Zeitung (und Spiegel Online et al.) zwei neue [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://twitter.com/karatekueken/statuses/17854853448"><img src="http://genderblog.de/dateien/2010/07/100706_einkommen_freud.png" alt="" title="100706_einkommen_freud" /></a></p>
<p>Daß es bemerkenswerte Unterschiede zwischen den Gehältern von Männern und Frauen auch dann gibt, wenn man ähnliche Ausbildungs- und Lebenssituationen nebeneinander stellt, war hier ja bereits öfter Thema &#8211; <a href="http://genderblog.de/index.php/2010/03/26/26-marz-equal-pay-day/">zuletzt am Equal Pay Day</a>. Und natürlich gibt es da sehr unterschiedliche <a href="http://genderblog.de/index.php/2010/03/09/kristina-schroders-gleichstellungskonzept/">Lösungsansätze</a>.</p>
<p>Nun gibt es <a href="http://www.sueddeutsche.de/karriere/ungleiche-bezahlung-frauen-wollen-es-nicht-anders-1.970388">laut der <em>Süddeutschen Zeitung</em></a> (und <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,704847,00.html"><em>Spiegel Online</em></a> et al.) zwei neue Studien des <a href="http://www.diw.de/deutsch">Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung</a> (DIW) (über deren mindestens eine das <em>Mindener Tageblatt</em> <a href="http://www.mt-online.de/lokales/wirtschaft/3548248_Hoehere_Einkommen_fuer_Maenner_gerecht.html">schon im Mai berichtet hatte</a>), die allerdings nicht so aufregend sind, wie in den Meldungen behauptet &#8211; jedenfalls dann nicht, wenn man sich mit diesem Thema schon etwas eingehender beschäftigt hat.</p>
<blockquote><p>Firmen sind am Entstehen niedriger Frauengehälter zwar stark beteiligt, was sich auch in ihrem Zögern zeigt, die Gehaltsunterschiede von sich aus zu verringern oder Führungspositionen mit Frauen zu besetzen. Beteiligt sind freilich auch Frauen, die sich mit weniger zufriedengeben als Männer. Der Eindruck, dass die Arbeit von Frauen weniger wert ist als die von Männern, ist offenbar in der gesamten deutschen Gesellschaft verbreitet: bei Männern und Frauen, bei Angestellten und Chefs.</p></blockquote>
<p>Was sich daran zunächst vor allem zeigt, ist, wie durchdringend Vorstellungen von Ungleichheit zwischen den Geschlechtern &#8211; und sich daraus ergebenden Ungleichbehandlungen &#8211; im &#8220;<a href="http://twitter.com/hanhaiwen/statuses/17853726717">Perpetuum Mobile Patriarchat</a>&#8221; für uns alle sind. Wenn Mädchen allein deshalb schlechter in Mathematik abschneiden, <a href="http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,670460,00.html">weil man ihnen erklärt, daß sie als Mädchen schlechter in Mathematik seien</a>, dann ist es nur konsequent, daß diese zu negative Selbsteinschätzung, gerade im Vergleich zu Männern, auch in anderen Bereichen ihren Widerhall findet.</p>
<p>Desweiteren wird auch deutlich, daß es offenbar in der gesellschaftlichen wie individuellen Wahrnehmung der Gehälter einen &#8220;<a href="http://twitter.com/_tillwe_/statuses/17854047820">Blinden Fleck</a>&#8221; gibt, der uns genau diese Unterschiede in der Bezahlung nicht wahrnehmen läßt. Um das zu vermeiden, wäre es womöglich tatsächlich am sinnvollsten, größtmögliche Transparenz umzusetzen, um so die Unterschiede in den Gehältern von Männern und Frauen sichtbar zu machen &#8211; und damit angreifbar.</p>
<p>Die <em>Mädchenmannschaft</em> stellt zu den Texten übrigens noch eine ganze Menge <a href="http://maedchenmannschaft.net/selber-schuld-frauengehalter-studien/">weiterführender Fragen</a>.</p>
<p>(Oh, und übrigens, <em>sueddeutsche.de</em>: Eure im Artikel verlinkte &#8220;Bildstrecke zum Thema&#8221; <a href="http://www.sueddeutsche.de/karriere/frauen-karrierekiller-geschwaetzige-zicken-1.131993">über &#8220;Frauen-Karrierekiller&#8221;</a> hat mit dem Thema nur indirekt etwas zu tun, ist klischeehaft fotografiert und inhaltlich eher zweitklassig.)</p><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Das Recht, eine Familie zu gründen</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2010/06/29/das-recht-eine-familie-zu-grunden/</link>
		<comments>http://genderblog.de/index.php/2010/06/29/das-recht-eine-familie-zu-grunden/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 29 Jun 2010 08:55:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rochus Wolff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[ehe]]></category>
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		<category><![CDATA[recht]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie queernews.at meldet, hat die ECSOL (European Commission on Sexual Orientation Law), eine Gruppe von Rechtsexpert_innen, die sich mit sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität im Kontext europäischen Rechts beschäftigt, in einem Newsletter auf eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte Bezug genommen.
Ohne daß ich selbst die Entscheidung des EGMR im Einzelnen kommentieren und bewerten könnte (und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie <a href="http://www.queernews.at/archives/1713"><em>queernews.at</em> meldet</a>, hat die <a href="http://www.sexualorientationlaw.eu/"><acronym title="European Commission on Sexual Orientation Law">ECSOL</acronym></a> (European Commission on Sexual Orientation Law), eine Gruppe von Rechtsexpert_innen, die sich mit sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität im Kontext europäischen Rechts beschäftigt, in einem <a href="http://www.sexualorientationlaw.eu/news/2010-06-24%20European%20Court%20of%20Human%20Rights.html">Newsletter</a> auf eine <a href="http://cmiskp.echr.coe.int/tkp197/view.asp?action=html&#038;documentId=870475&#038;portal=hbkm&#038;source=externalbydocnumber&#038;table=F69A27FD8FB86142BF01C1166DEA398649">Entscheidung</a> des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte Bezug genommen.</p>
<p>Ohne daß ich selbst die Entscheidung des <acronym title="Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte">EGMR</acronym> im Einzelnen kommentieren und bewerten könnte (und vor allem ohne daß ich auf den konkret verhandelten Fall eingehen wollte), lassen sich nach <em>queernews.at</em> daraus vor allem folgende Schlüsse ziehen:</p>
<p>Auch wenn derzeit die Mitgliedsstaaten der <acronym title="Europäische Union">EU</acronym> noch nicht daran gehindert werden können, über nationales Recht die Ehe nur heterosexuellen Paaren zu gestatten, so will der Gerichtshof <a href="http://dejure.org/gesetze/MRK/12.html">Artikel 12 der Europäischen Menschenrechtskonvention (<acronym title="Europäische Menschenrechtskonvention">MRK</acronym>)</a> nicht weiterhin so verstanden wissen, daß die Ehe allein heterosexuellen Paaren offenstehen <em>könne</em>.</p>
<p>Entgegen seiner bisherigen Rechtsprechung, daß eine &#8220;Familie&#8221; stets auf der Grundlage einer heterosexuellen Partnerschaft entstehe, hat der <acronym title="Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte">EGMR</acronym> außerdem jetzt entschieden (ich zitiere <em>queernews.at</em>)</p>
<blockquote><p>dass angesichts der raschen Entwicklung der gesellschaftlichen Haltung zu gleichgeschlechtlichen Paaren eine solche künstliche Unterscheidung heute nicht mehr angebracht ist und dass die Beziehung der Antragsteller, eines gleichgeschlechtlichen Paares, das in einer stabilen De-Facto Partnerschaft zusammenlebt, ebenso unter den Begriff &#8220;Familie&#8221; fällt wie ein verschiedengeschlechtliches Paar in der gleichen Situation.</p></blockquote>
<p>Mühsam ernährt sich natürlich das Eichhörnchen, und bis zu einer Gleichstellung ist es noch weit &#8211; von einer Integration radikalerer Konzepte jenseits der dichotomen Geschlechterordnung und der exklusiven Zweierbeziehung einmal ganz abgesehen. Aber langsam tut sich hier was im europäischen Recht.</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/gwi_boell/status/17314904102">via</a>)</p><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Die erste&#8230; Premierministerin in Australien</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2010/06/24/die-erste-premierministerin-in-australien/</link>
		<comments>http://genderblog.de/index.php/2010/06/24/die-erste-premierministerin-in-australien/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 24 Jun 2010 07:52:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rochus Wolff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[australien]]></category>
		<category><![CDATA[erste]]></category>

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		<description><![CDATA[Julia Gillard, bisher stellvertretende australische Regierungschefin, ist gestern wohl etwas überraschend Nachfolgerin von Kevin Rudd geworden, nachdem sie ihn zu einer Kampfabstimmung um den Parteivorsitz herausgefordert hatte.
Details hat die Deutsche Welle.
(via)Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint: 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Julia Gillard, bisher stellvertretende australische Regierungschefin, ist gestern wohl etwas überraschend Nachfolgerin von Kevin Rudd geworden, nachdem sie ihn zu einer Kampfabstimmung um den Parteivorsitz herausgefordert hatte.</p>
<p><a href="http://www.dw-world.de/dw/article/0,,5725104,00.html">Details hat die Deutsche Welle</a>.</p>
<p>(<a href="http://www.feministe.us/blog/archives/2010/06/23/australias-first-female-prime-minister/">via</a>)</p><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Auch ein schwuler Chor kann irren</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2010/06/22/auch-ein-schwuler-chor-kann-irren/</link>
		<comments>http://genderblog.de/index.php/2010/06/22/auch-ein-schwuler-chor-kann-irren/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 22 Jun 2010 12:07:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sarah Schaschek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[csd]]></category>
		<category><![CDATA[judith-butler]]></category>
		<category><![CDATA[rassismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Anmerkung des Herausgebers: Dieser Beitrag ist ursprünglich für eine andere Publikation entstanden, wurde uns aber freundlicherweise von der Autorin zur Publikation überlassen.
Die Vorstellung beginnt draußen vor der Volksbühne und hat eine Menge Schauspieler angelockt. Frauen, die Frauen spielen, und Frauen, die Männer spielen, und Männer, die irgendetwas dazwischen spielen. So richtig weiß man das nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="hinweis"><strong>Anmerkung des Herausgebers:</strong> Dieser Beitrag ist ursprünglich für eine andere Publikation entstanden, wurde uns aber freundlicherweise von der Autorin zur Publikation überlassen.</div>
<p>Die Vorstellung beginnt draußen vor der Volksbühne und hat eine Menge Schauspieler angelockt. Frauen, die Frauen spielen, und Frauen, die Männer spielen, und Männer, die irgendetwas dazwischen spielen. So richtig weiß man das nicht genau, und darauf haben es die überwiegend schwul-lesbischen  Versammelten angelegt. Für sie sind Geschlechterrollen nämlich tatsächlich Rollen – einstudierbar, aufführbar, eine große Schau. Und wer in eine Rolle schlüpfen kann, der kann auch in eine andere schlüpfen, glauben sie. Und spielen.</p>
<p>Diejenige, die das mit dem Geschlecht und der Schauspielerei formuliert hat, übernimmt an diesem Abend die Hauptrolle: Judith Butler, amerikanische Philosophin an der Universität Berkeley und Mutter der sogenannten „Queer“-Forschung. Vor 20 Jahren gab sie mit ihrem Buch <em>Das Unbehagen der Geschlechter</em> der schwul-lesbischen Szene ihren theoretischen Unterbau. Seitdem wird sie unter sexuellen Minderheiten als Ikone gefeiert. Auch deshalb will man ihr am Folgetag auf dem Berliner Christopher Street Day (<acronym title="Christopher Street Day">CSD</acronym>) den Zivilcouragepreis verleihen. Sie wird ihn ablehnen. Das Event ist ihr zu „kommerziell“.<span id="more-2136"></span></p>
<p>Den eigentlichen Grund kann man schon am Vorabend erahnen. In ihrem Vortrag über „Queere Bündnisse und Antikriegspolitik“ in der Volksbühne ruft Butler Schwule und Lesben dazu auf, gemeinsam mit anderen Minderheiten gegen Gewalt einzutreten anstatt nur für die eigene Sache auf die Straße zu gehen. „Ich weiß nicht, was queer-Sein heißt“, sagt sie. „Aber ich weiß, was es bedeutet, Teil einer Allianz zu sein, die unser Leben lebbarer macht.“ Sie erteilt damit all denen eine Absage, die versuchen, sie für irgendeine Ideologie einzuspannen. Denn auch ein <acronym title="Christopher Street Day">CSD</acronym> vergisst vor lauter Feierei manchmal, dass es Andersdenkende gibt. Für politisch wichtiger hält Butler etwa den „Transgenialen CSD“, der an diesem Wochenende in Kreuzberg stattfindet. Hier geht man gemeinsam mit Migranten auf die Straße, kämpft gegen die Diskriminierung verschiedener Minderheiten. Auf die Frage eines Zuhörers, warum sie einen Preis entgegennehmen würde, der Homosexualität als neue Normalität darstelle, antwortet sie schon am Freitag ausweichend: „Ich fürchte tatsächlich, das meine Theorien an Stärke verlieren, wenn sie institutionalisiert werden. Das mit dem Preis warten wir mal ab.“</p>
<p>Ihr Autritt ist brilliant. Das Publikum, das so sehr an Butlers Schauspiel-Thesen glaubt, folgt verzückt ihren Ausführungen zu Homophobie und dem Recht, seine Liebe offen ausdrücken zu dürfen. „Es ist eine Form von Freiheit, auf der Straße man selbst sein zu können“, sagt sie. Solange es eine „Gender-Polizei“ gebe, die vorschreibe, wer sichtbar sein dürfe und wer nicht, mache sich ein Staat kriminell. „Denn damit erklärt eine Gesellschaft bestimmte Menschen für wertvoll und andere für verzichtbar.“</p>
<p>Das ist klassischer Butler-Stoff. Denn ihre Philosophie erklärt, wie wichtig es ist, sich nicht gegen das Fremde abzuschotten, sondern es als Teil des eigenen Lebens anzuerkennen. „Wir sind aneinander gebunden, von Anfang an.“ Den Satz wiederholt die 54-Jährige immer wieder. Und mit jeder Wiederholung dreht er sich ein bisschen weiter, der Satz, bis er schließlich nicht mehr nur klassisches Geschlechterdenken, sondern auch homosexuellen Hochmut kritisiert – das wohlige „Wir“-Gefühl, das Schwule, Lesben, Trans- und Intersexuelle sich seit ihrem <em>Unbehagen der Geschlechter</em> geschaffen haben. Mit dem Zivilcouragepreis lehnt Butler daher vor allem einen Guru-Status ab. Er ist ihr sichtlich unbehaglich.</p>
<p>Früher am Abend, bevor Butler kam, haben sie in der Volksbühne Rene Pollesch gespielt: „Ein Chor irrt sich gewaltig“. Normalerweise ist man sich unter Schwulen und Lesben einig, dass mit dem „Chor“ eigentlich nur die heterosexuelle Mehrheit gemeint sein kann, die immer noch nicht verstanden hat, dass Frauen und Männer eigentlich nur ziemlich gute Kostüme tragen. Als die Zuhörer gegen Mitternacht den Saal verlassen, hat der Pollesch-Titel einen neuen Beigeschmack. Butler hat ihre Fans heute abend selbst zu Chormitgliedern erklärt. Eine ungewohnte Rolle. Aber was hilft es? Die Bühne, das wissen sie, ist überall.</p>
<p>(Ein anderer Bericht zum Abend in der Volksbühne <a href="http://theater.blogsport.de/2010/06/19/judith-butler-in-der-volksbuehne/">findet sich hier</a>, unten findet sich die Ansprache Butlers auf dem <acronym title="Christopher Street Day">CSD</acronym> als Video [<a href="http://theoriealspraxis.blogsport.de/2010/06/20/abschrift-der-preis-annahme-verweigerungsrede-von-judith-butler-beim-csd-in-berlin/">via</a>]. Weitere Anmerkungen zu Butler zum Beispiel <a href="http://theoriealspraxis.blogsport.de/2010/06/20/eine-radikale-geste-mit-schalem-nebengeschmack/">bei Theorie als Praxis</a> oder <a href="http://antjeschrupp.com/2010/06/22/rassismus-und-homophobie-einige-gedanken-zu-judith-butler-und-dem-csd/">bei Antje Schrupp</a>.)</p>
<p><object width="560" height="340"><param name="movie" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/BV9dd6r361k&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;rel=0&#038;color1=0x5d1719&#038;color2=0xcd311b"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube-nocookie.com/v/BV9dd6r361k&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;rel=0&#038;color1=0x5d1719&#038;color2=0xcd311b" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="560" height="340"></embed></object></p>
<div class="autorin"><strong>Sarah Schaschek</strong> ist Doktorandin am Institut für Amerikanistik an der Universität Bonn und forscht zum Thema <em>Pornografie und Serialität</em>. Nach dem Studium der Kulturwissenschaften in Bonn und einem kleinen Ausreißer nach Potsdam für ein Zeitungs-Volontariat (wo das Thema Feminismus noch praktisch unbekannt war), brach sie letzten Sommer nach Berkeley auf, um sich ganz auf ihre Promotion zu konzentrieren. Aus dem Freidenkerstaat Kalifornien hat sie viele genderpolitische Ideen mitgebracht, die sie nun ungeniert zu verbreiten gedenkt.</div><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Girls suck at video games</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2010/06/18/girls-suck-at-video-games/</link>
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		<pubDate>Fri, 18 Jun 2010 21:24:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rochus Wolff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[kurzfilm]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein kurzer Trickfilm von Stéphanie Mercier (Blog), dessen Titel mir zwar in seiner internen Erzähllogik nicht ganz überzeugend einleuchten will, der aber aus dem Konzept Videospiel eine Allegorie fürs wahre Leben zu machen sucht. Und da leider zu oft ins Schwarze trifft.

(via)Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint: 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein kurzer Trickfilm von Stéphanie Mercier (<a href="http://bizelle.over-blog.com/">Blog</a>), dessen Titel mir zwar in seiner internen Erzähllogik nicht ganz überzeugend einleuchten will, der aber aus dem Konzept Videospiel eine Allegorie fürs wahre Leben zu machen sucht. Und da leider zu oft ins Schwarze trifft.</p>
<p><object width="425" height="239"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="movie" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=12625441&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=ff0179&amp;fullscreen=1" /><embed src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=12625441&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=ff0179&amp;fullscreen=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" width="425" height="239"></embed></object></p>
<p>(<a href="http://twitter.com/maledei/statuses/16497889039">via</a>)</p><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Das Sexvideo von der Ex</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2010/06/10/das-sexvideo-von-der-ex/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Jun 2010 21:36:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rochus Wolff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
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		<category><![CDATA[bravo]]></category>
		<category><![CDATA[liebe]]></category>
		<category><![CDATA[rache]]></category>
		<category><![CDATA[teenager]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie die Redaktion der "Bravo" sich geschlechtsspezifische Rache nach zerbrochenen Partnerschaften vorstellt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.bildblog.de/19495/rache-ist-ein-kinderspiel/">Das <em>Bildblog</em> hat heute dokumentiert</a>, wie die <em>Bravo</em> ihre Leser_innen mit zwei Listen mit Rachevorschlägen an der oder dem Ex zu Straftaten animiert.</p>
<p>Das ist schon für sich sehr lesenswert. Durchaus interessant ist aber auch, sich diese Listen dahingehend anzusehen, welche Geschlechter- und Sexualitätsstereotype darin versteckt sind (stets bedenkend, daß das Beziehungsmodell, welches hier mitgedacht wird, stets brav heterosexuell ist und nur Männlein und Weiblein kennt).</p>
<p><img src="http://genderblog.de/dateien/2010/06/bravo_rache.png" alt="" title="bravo_rache" /></p>
<p>Daraus ließe sich dann etwa Folgendes destillieren:</p>
<p><strong>Einem Mann/Junge</strong> sollte nach Meinung der <em>Bravo</em>-Autor_innen peinlich sein, wenn:</p>
<ol>
<li>er keine Granate im Bett ist,</li>
<li>er homosexuell ist oder als schwul gilt,</li>
<li>er in Briefen (und vermutlich auch anderswo) Gefühle offen zeigt,</li>
<li>seine Freundin (auch) mit anderen Jungs ins Bett geht,</li>
<li>er inkontinent ist oder dies behauptet wird oder</li>
<li>sein Schwanz nicht groß genug ist und er dies kaschieren möchte (weil ja Männer mit großen Penissen diese stets der Öffentlichkeit präsentieren).</li>
</ol>
<p><strong>Einer Frau oder einem Mädchen</strong> ist in dieser Gegenüberstellung eher peinlich oder unangenehm, wenn:</p>
<ol>
<li>sie vergeblich vor ihrem &#8220;Lieblings-Shop&#8221; steht (weil ja, logisch, jede Frau einen solchen hat),</li>
<li>sie über ein Kondom im Briefkasten oder durch ein publiziertes Video beim Sex gezeigt und damit öffentlich entblößt wird bzw. wahlweise</li>
<li>durch Einsatz von Photoshop mit einem &#8220;Nacktmodell&#8221; in Zusammenhang gebracht wird,</li>
<li>sie ihren Freund schlägt,</li>
<li>ihre &#8220;Lieblings-Barbie&#8221; aus Kindertagen zerstört wird (hat jede Frau!) oder</li>
<li>ihre körperlichen Unzulänglichkeiten (Oh mein Gott, <em>Cellulitis</em>!) öffentlich thematisiert werden.</li>
</ol>
<p>Der Witz ist jetzt nicht unbedingt, daß sich diese Formen von (wir weisen gerne noch einmal daraufhin: potentiell strafbarer) &#8220;Rache&#8221; nicht vielleicht aufs jeweils andere Geschlecht anwenden ließe &#8211; Inkontinenz ist ja, ganz unabhängig vom Geschlecht, keine schöne Sache. Interessant ist, welche Formen jeweils als besonders geeignet für welches Geschlecht ausgewählt wurden.</p>
<p>Und da fallen diese Rachephantasien doch größtenteils brav in die Stereotype dessen, was mit &#8220;Männer&#8221; und &#8220;Frauen&#8221; besonders negativ assoziiert wird. <strong>Bei den Männern</strong> sind das neben zu großer Emotionalität und der Unfähigkeit, &#8220;die Frau&#8221; sexuell (und sonstwie) an sich zu binden, vor allem mangelnde sexuelle Performanz und Größe, nebst insgesamt fehlender Kontrolle über die eigenen Körperausscheidungen. <strong>Die Frauen hingegen</strong> lassen sich eher dadurch bestrafen, daß man sie als unweiblich (sie schlägt!) oder körperlich fehlerbehaftet darstellt, in ihrem Einkaufswahn trifft oder aber, <em>der Klassiker</em>, einer freien und zügellosen, gar promisken Sexualität bezichtigt oder mit dieser in Verbindung bringt.</p>
<p>Es ist ziemlich bestürzend, wie wenig in der <em>Bravo</em>-Redaktion zumindest in diesem Fall über die implizit mitgesagten Geschlechterstereotype nachgedacht wird.</p>
<p><em>(Verwendung des Heftscans mit freundlicher Genehmigung von Lukas Heinser vom </em>Bildblog<em>. Danke!)</em></p><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Kot über dem Familienministerium</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 23:26:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rochus Wolff</dc:creator>
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		<category><![CDATA[hartz iv]]></category>
		<category><![CDATA[kristina schröder]]></category>

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		<description><![CDATA[Daß die aktuellen Sparbeschlüsse der Regierungskoalition von vielen, anders als vom Vizekanzler, nicht als &#8220;ausgewogen, fair und gerecht&#8221; beurteilt werden würden, war ja durchaus vorauszusehen &#8211; nicht zuletzt, weil Hartz-IV-Empfänger_innen gleich an mehreren Stellen betroffen sind, während man vermuten darf, daß etwa die geplante Bankenabgabe, die es zur Überraschung aller nicht Beteiligten doch in den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Daß <a href="http://www.tagesschau.de/inland/sparbeschluesse100.html">die aktuellen Sparbeschlüsse der Regierungskoalition</a> von vielen, anders als <a href="http://www.tagesschau.de/inland/sparklausur110.html">vom Vizekanzler</a>, nicht als &#8220;ausgewogen, fair und gerecht&#8221; beurteilt werden würden, war ja durchaus vorauszusehen &#8211; nicht zuletzt, weil Hartz-IV-Empfänger_innen gleich an mehreren Stellen betroffen sind, während man vermuten darf, daß etwa die geplante Bankenabgabe, die es zur Überraschung aller nicht Beteiligten doch in den Entwurf geschafft hat, bis zu ihrer Einführung durch Lobbygruppen noch hinreichend verwässert wird. Hartz-IV-Empfänger_innen haben solche Lobbygruppen nicht.</p>
<p>Aber das ist alles jetzt nicht einmal der entscheidende Grund dafür, daß sich seit einigen Stunden über der Familienministerin etwas zusammenbraut, was man in Internet-Parlance &#8220;shitstorm&#8221; nennt, und was anderso bedeutet: Daß Frau Schröder, geb. Köhler, jetzt erst einmal mit sehr vielen politischen wie persönlichen Attacken rechnen muß.</p>
<p>Der Grund dafür ist <a href="http://twitter.com/kristinakoehler/status/15653250600">dieser Tweet vom Abend des 7. Juni 2010</a>:</p>
<p><a href="http://genderblog.de/dateien/2010/06/kristinakoehler_twitter_elterngeld.jpg"><img src="http://genderblog.de/dateien/2010/06/kristinakoehler_twitter_elterngeld_k.jpg" alt="" title="kristinakoehler_twitter_elterngeld_k" width="425" height="243" /></a></p>
<p>Zunächst einmal muß man dazu feststellen: Das sind arg verkürzte Daten, mit denen die Ministerin hier um sich wirft, aber das ist dem Medium geschuldet, es fehlt der Platz für größere Genauigkeiten und damit für die Berechnungsgrundlagen. Denn &#8220;die&#8221; Familie in Hartz IV gibt es ja nicht &#8211; bei ein paar schnellen Testrechnungen für eine Familie mit zwei kleinen Kindern (und entsprechendem Kindergeld, das vom Anspruch flugs wieder abgezogen wird) kann man, je nach Höhe der Miete und regionalen oder persönlichen Besonderheiten, tatsächlich auf solche Zahlen kommen.</p>
<p>Schröders Tweet bezieht sich darauf, daß in den Sparbeschlüssen auch davon die Rede ist, das Elterngeld für Hartz-IV-Empfänger_innen ganz abzuschaffen &#8211; und er soll diese Streichung rechtfertigen.</p>
<p>Wir erinnern uns: Bisher gibt es einen Mindestanspruch von 300 Euro pro Monat, selbst wenn man vorher nichts verdient hat; wer mehr verdient, bekommt etwa zwei Drittel des vorherigen Gehalts ausgezahlt. (Und wir erinnern uns: Schon die Einführung des Elterngeldes brachte für die Finanzschwächeren gegenüber dem bis dahin geltenden &#8211; einkommensunabhängigen &#8211; Erziehungsgeld eine Verschlechterung. Konnte man vorher ein Jahr lang 450 Euro oder zwei Jahre lang 300 Euro beantragen, waren es nun, beim Elterngeld, bei keinem oder geringen Einkommen maximal 14 Monate lang 300 Euro.)</p>
<p>Was viele (und auch mich &#8211; <a href="http://marx-blog.de/2010/06/familienministerin-gibt-auf-twitter-die-marie-antoinette/">das marx-blog dokumentiert einige Reaktionen auf Twitter</a>) an diesem Tweet aber so wütend macht, ist seine Haltung gegenüber den Betroffenen, die sich als Solidarität mit jenen tarnt, die trotz Arbeit nicht mehr Geld oder gar weniger haben denn Hartz-IV-Empfänger_innen. Schröder bemüht dafür den Begriff der &#8220;Gerechtigkeit&#8221; und schreibt so erst recht großen Quark: Denn ist die Verteilung von Arbeit in unserer Gesellschaft etwa gerecht? Und wie gerecht ist es eigentlich, daß Schicksal der Eltern auf dem Rücken der Kinder (deren Wohl das Elterngeld ja angeblich primär dienen soll) auszutragen und auch noch argumentativ zu verhandeln?</p>
<p>Viel weiter und größer wird dann aber rasch die Frage danach, wie gerecht denn überhaupt hier Arbeit und Geld verteilt sind. Wie steht es etwa um die Menschen, die trotz Arbeit auf Hartz IV angewiesen sind (die berühmt-berüchtigten &#8220;ostdeutschen Friseurinnen&#8221;)? Und sollte Frau Schröder tatsächlich der Meinung sein, eine Familie mit zwei Kindern komme ja auch leicht mit dreihundert Euro weniger aus, also mit nicht ganz 1600 Euro?</p>
<p>Daß viele Familien, in denen ein Elternteil oder beide Eltern arbeiten, auch nicht wesentlich mehr zum Leben haben, ist womöglich sogar richtig, kann aber kein Argument dafür sein, die auf die Unterstützung des Staates angewiesenen Menschen in Armut zu halten &#8211; Frau Schröder wäre besser beraten, sich für bessere Lebensbedingungen für <em>alle</em> Familien einzusetzen, auch und gerade die, die die finanziellen Mittel dafür nicht so sehr haben. Wie wäre es zum Beispiel mit Mindestlöhnen? Mit einer Förderung Alleinerziehender?</p>
<p>Das wäre als Bundesfamilienministerin auch eigentlich ihre Aufgabe &#8211; und nicht, wie sie es im Video-Interview mit <em>sueddeutsche.de</em> macht, den Familien <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/familienministerin-schroeder-im-video-interview-elterngeld-fuer-hartz-iv-empfaenger-war-systemwidrig-1.955098">abstrakt vorzuargumentieren, daß ihr Elterngeld &#8220;systemwidrig&#8221; gewesen sei</a>.</p>
<p>Dieser Augabe will sie aber wohl nicht so recht nachkommen; und so fühlt sich das arrogant und ahnungslos an, wenn eine kinderlose Bundesministerin mit einem <a href="http://www.sueddeutsche.de/app/jobkarriere/gehaltstest/index.html?action=detail&#038;detail=gehalt&#038;id=436&#038;searchAction=abisz&#038;dynt=Verteidigungsminister%2Fin">Einkommen im fünfstelligen Bereich</a> den am Existenzminimum kratzenden Familien erklären will, das sie halt mal die Gürtel enger schnallen lassen müßten. Es sind schließlich, <a href="http://www.tagesschau.de/kommentar/kommentar460.html">wie Stephan Ueberbach auf <em>tagesschau.de</em></a> kommentierte, ja keineswegs die meisten Bürger_innen, die &#8220;über ihre Verhältnisse&#8221; gelebt hätten.</p>
<p>Wenn da jetzt also Exkrement über das Ministerium hereinbricht, hat sich Dr. Kristina Schröder das zumindest mit ihrer Zustimmung zu allerlei Sparbeschlüssen redlich erarbeitet.</p>
<p><strong>Sehr lesenswert</strong> hat übrigens Antje Schrupp die <a href="http://antjeschrupp.com/2010/06/07/der-falsche-systemwechsel-beim-elterngeld/">Abschaffung des Elterngeldes für Hartz-IV-Empfänger_innen in größere politische Linien eingeordnet</a>.</p>
<p><img src="http://genderblog.de/dateien/2010/06/Noetigste.jpg" alt="" title="Noetigste" /><br /><small><em>Bild: Til Mette; Lizenz: <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode">CC-BY-SA</a>; Quelle: <a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Noetigste.jpg&#038;filetimestamp=20050930163040">Wikipedia</a>; <a href="http://twitter.com/Seb1982/statuses/15657567893">via</a></em></small></p><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Helft Hebammen helfen!</title>
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		<pubDate>Fri, 07 May 2010 11:12:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rochus Wolff</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die hier bereits angekündigte e-Petition (was ist das?) zur Protestaktion des Deutschen Hebammenverbandes e.V. ist seit Mittwoch nun online. Bitte unterzeichnet sie auf dem Petitionsserver des Deutschen Bundestages und laßt auch Eure Freundinnen und Freunde von dieser Aktion wissen. 50.000 Unterzeichner_innen sind notwendig, damit sich der Petitionsausschuß mit dem Thema beschäftigen muß, nach kaum zwei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a href="http://genderblog.de/index.php/2010/04/26/zur-situation-der-hebammen-in-deutschland/">hier bereits angekündigte</a> e-Petition (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Online-Petition">was ist das?</a>) zur <a href="http://www.hebammen-protest.de/">Protestaktion</a> des Deutschen Hebammenverbandes e.V. ist seit Mittwoch nun online. Bitte <a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?&#038;action=petition;sa=details;petition=11400">unterzeichnet sie auf dem Petitionsserver des Deutschen Bundestages</a> und laßt auch Eure Freundinnen und Freunde von dieser Aktion wissen. 50.000 Unterzeichner_innen sind notwendig, damit sich der Petitionsausschuß mit dem Thema beschäftigen muß, nach kaum zwei Tagen sind <a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;petition=11400;sa=sign">schon fast 40.000</a> Unterschriften zusammen!</p>
<p>Für E-Mails und Twitter gibt es einen praktischen Kurzlink zur Petition: <a href="http://bit.ly/helft-hebammen-helfen">http://bit.ly/helft-hebammen-helfen</a>.</p><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Zur Situation der Hebammen in Deutschland</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2010/04/26/zur-situation-der-hebammen-in-deutschland/</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 08:48:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rochus Wolff</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Deutsche Hebammenverband ruft zur Teilnahme an einer Online-Petition ab 5. Mai (dem Internationalen Hebammentag) auf sowie generell zum Protest gegen die massiv ansteigenden Haftpflichtprämien, mit denen freiberufliche Hebammen sich ab 1. Juli konfrontiert sähen.
Der Bund freiberuflicher Hebammen Deutschlands e.V. hat zu diesem Thema auch einen Protestbrief für Hebammen vorbereitet, und die etwas seltsam benamste [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der <em>Deutsche Hebammenverband</em> ruft zur <a href="http://www.hebammenverband.de/index.php?id=1340">Teilnahme an einer Online-Petition</a> ab 5. Mai (dem <a href="http://www.hebammenverband.de/index.php?id=764&#038;tx_ttnews[tt_news]=35&#038;tx_ttnews[backPid]=766&#038;cHash=87ce3f586a">Internationalen Hebammentag</a>) auf sowie generell zum Protest gegen die massiv ansteigenden Haftpflichtprämien, mit denen freiberufliche Hebammen sich ab 1. Juli konfrontiert sähen.</p>
<p>Der <em>Bund freiberuflicher Hebammen Deutschlands e.V.</em> hat zu diesem Thema auch <a href="http://www.bfhd-online.de/index.php?option=com_content&#038;view=article&#038;id=114:protestbrief-zum-welthebammentag-zusatz&#038;catid=26:aktuelles&#038;Itemid=14">einen Protestbrief für Hebammen</a> vorbereitet, und die etwas seltsam benamste <a href="http://www.hebammenfuerdeutschland.de/">Initiative &#8220;Hebammen für Deutschland&#8221;</a> hat eine <a href="http://www.facebook.com/group.php?gid=112636328759820">Facebook-Gruppe</a> ins Leben gerufen.</p>
<p>Hier ist der <a href="http://www.hebammenverband.de/index.php?id=1341">Text der Petition</a>:<span id="more-2002"></span></p>
<blockquote><p>Der Bundestag möge Sofortmaßnahmen beschließen, um eine wohnortnahe Versorgung von Frauen mit Hebammenhilfe und die freie Wahl des Geburtsortes auch nach dem 1. 7. 2010 sicher zu stellen. Gefordert wird auch die Aufnahme eines Sicherstellungsauftrages für Hebammenhilfe analog § 72 SGB V. Des Weiteren möge der Bundestag eine Datenerhebung zum Bedarf an Hebammenhilfe und deren Deckung beschließen.</p>
<p><strong>Begründung:</strong></p>
<p>Steigende Haftpflichtprämien u. unzureichende Vergütung zwingen Hebammen zum Aufgeben der Geburtshilfe. Dadurch kann die flächendeckende Versorgung nicht mehr sichergestellt werden.</p>
<p>Nach der Einführung u.a. des § 116 SGB X sind die Krankenkassen dazu übergegangen Regressabtei-lungen zu beschäftigen. Sie sollen bei teuren Behandlungsfällen gezielt dafür sorgen, die zu erwar-tenden Kosten der Sozialversicherungsträger gegen zu finanzieren.</p>
<p>1992 waren freiberufliche Hebammen zu einer Jahresprämie von umgerechnet 179 €, incl. Geburtshilfe, versichert. Durch Verzehnfachung der Prämie (2370 €) bis 2009 sank der Anteil der Hebammen, die neben Schwangerenvorsorge u. der Betreuung im Wochenbett auch Geburtshilfe anbieten, auf 23%. Mit der Steigerung der Haftpflichtprämie für das Berufsrisiko Geburtshilfe auf 3689 € ab 1.7.2010 ist absehbar, dass sich die verbleibenden Hebammen aus dem Kernbereich ihres Berufes zurückziehen.</p>
<p>Das Problem betrifft freiberufliche u. angestellte Hebammen. Auch Angestellte müssen aus ihrem Gehalt eine eigene Haftpflichtversicherung abschließen, weil Klinikträger zu niedrige Deckungssummen versichern. Durch Personalabbau steigt das Haftungsrisiko, weil Hebammen mehrere Geburten gleichzeitig betreuen müssen.</p>
<p>Die Entlassung der Hebammen in die eigenverantwortliche Vergütungsverhandlung mit den Kranken-kassen in 2006 erfolgte mit einem Rückstand in der Anpassung der Honorare. Die gleichzeitige Vorgabe aus § 71 SGB V (Beitragsstabilitätsgesetz), vergrößert diesen Rückstand.</p>
<p>Die Ausnahmeregelungen nach § 71 SGB V (Abs. 1-2) greifen nicht, da keine Daten vorliegen u. kein Sicherstellungsauftrag zur Durchsetzung des Rechtes auf Hebammenhilfe nach § 196 RVO besteht. Durchschnittlich erzielt eine freiberufliche Hebamme 23,300 € Umsatz im Jahr. Das real zu versteuernde Einkommen liegt im Schnitt bei 14,150 € im Jahr, bzw. 7,50 € Netto pro Stunde. Für die Durchführung einer Geburt erhält die Hebamme ein Bruttohonorar von:</p>
<ul>
<li>224,40 € für die Beleggeburt</li>
<li>367,20 € für die Geburt im Geburtshaus</li>
<li>448,80 € für die Hausgeburt</li>
</ul>
<p>Als Ausgleich für gestiegene Haftpflichtprämien wurden von den Kassen 4,39 € für Beleggeburten u. 14,19 € für außerklinische Geburten geboten. Die Gesamtsumme der Gebühren für Geburtshilfe wird ab dem 1.7.2010 ausschließlich die Haftpflichtprämien decken &#8211; ohne dass ein Verdienst für die Hebamme übrig bleibt!</p>
<p>Die Zentralisierung der Geburtshilfe in perinatologischen Zentren benötigt ein Gegengewicht von wohnortnaher Versorgung für gesunde Schwangere u. eine intensive Weiterbetreuung nach der heute üblichen Frühentlassung. Doch immer mehr kleinere Krankenhäuser sind gezwungen ihre ge-burtshilflichen Abteilungen zu schließen, weil weder Beleghebammen noch &#8211; Ärzte ihre Prämien zahlen können.</p>
<p>Die Politik wird deshalb aufgefordert Abhilfe zu schaffen. Wenn die Bundesregierung ihrer Verpflichtung nachkommen will eine flächendeckende Versorgung zu garantieren, sind Sofortmaßnahmen zu ergreifen.</p></blockquote><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Abgeschworen: Beschneidung in Gambia</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Mar 2010 09:29:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rochus Wolff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[afrika]]></category>
		<category><![CDATA[fgm]]></category>
		<category><![CDATA[gambia]]></category>
		<category><![CDATA[genitalverstümmelung]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Kampf gegen die Gentialverstümmelung von Frauen (Female Genital Mutilation [FGM], zuweilen beschnönigend &#8220;Beschneidung&#8221; genannt; ein paar Infos hier) ist ein kleinschrittiger. Der liebe M. hat mich jetzt darauf hingewiesen (Danke!), daß in Gambia ein solcher kleiner Schritt gemacht worden ist: Sechzig Beschneiderinnen haben in einem Eid geschworen, keine Genitalverstümmelungen mehr durchzuführen.
Der Autor des Textes, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Kampf gegen die Gentialverstümmelung von Frauen (Female Genital Mutilation [FGM], zuweilen beschnönigend &#8220;Beschneidung&#8221; genannt; ein paar <a href="http://genderblog.de/index.php/2007/02/07/sperriger-titel-gute-sache/">Infos hier</a>) ist ein kleinschrittiger. <a href="http://marceldiel.de/">Der liebe M.</a> hat mich jetzt darauf hingewiesen (Danke!), daß in Gambia ein solcher kleiner Schritt gemacht worden ist: Sechzig Beschneiderinnen haben <a href="http://www.inwent.org/ez/articles/167266/index.de.shtml">in einem Eid geschworen</a>, keine Genitalverstümmelungen mehr durchzuführen.</p>
<p>Der Autor des Textes, Nfamara Jawneh, Redakteur der Zeitung <a href="http://thepoint.gm/"><em>The Point</em></a> in Gambia (<a href="http://thepoint.gm/africa/gambia/article/highlights-of-the-2nd-public-deceleration-on-fgm">hier</a> sein Artikel für <em>The Point</em>) verweist zudem deutlich darauf, welche Wurzeln die Tradition hat:</p>
<blockquote><p>Diese Tradition hat tiefe historische Wurzeln, ist aber nicht – wie viele Menschen glauben – religiös motiviert. In Gambia, einem muslimischen Land, wären viele Menschen bereit zu sterben, wenn ihre Religion es verlangt. Deshalb ist es wichtig zu betonen, dass weder der Koran noch die Heiligen Schriften anderer großer Religionen die Beschneidung von Frauen verlangen. Tatsächlich ist dieser Brauch in muslimischen Ländern wie Indonesien oder Bangladesch unbekannt.</p></blockquote><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>26. März &#8211; Equal Pay Day</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2010/03/26/26-marz-equal-pay-day/</link>
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		<pubDate>Fri, 26 Mar 2010 10:35:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rochus Wolff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frauenförderung]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>
		<category><![CDATA[arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[beruf]]></category>
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		<category><![CDATA[gehaltsunterschiede]]></category>
		<category><![CDATA[gender-gap]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://genderblog.de/?p=1910</guid>
		<description><![CDATA[Heute ist Equal Pay Day &#8211; Frauen in Deutschland haben im statistischen Durchschnitt die ersten 23% dieses Jahres (die jetzt vorbei sind) für umme gearbeitet, denn nach wie vor verdienen sie, wie das Statistische Bundesamt zuletzt für 2008 festgestellt hat, durchschnittlich 23% weniger als Männer (das ist der Gender Pay Gap, auch Gender Wage Gap [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute ist <a href="http://www.equalpayday.de/"><em>Equal Pay Day</em></a> &#8211; Frauen in Deutschland haben im statistischen Durchschnitt die ersten 23% dieses Jahres (die jetzt vorbei sind) für umme gearbeitet, denn nach wie vor verdienen sie, <a href="http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2009/11/PD09__428__621,templateId=renderPrint.psml">wie das Statistische Bundesamt zuletzt für 2008 festgestellt hat</a>, durchschnittlich 23% weniger als Männer (das ist der Gender Pay Gap, auch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gender_Wage_Gap">Gender Wage Gap</a> genannt). Diese Zahlen lassen freilich keine Schlüsse darüber zu, ob Männer und Frauen in gleicher Position und bei gleicher Ausbildung gleich bezahlt werden oder nicht, wie das Bundesamt warnt:</p>
<blockquote><p>Bei der Interpretation der Werte sollte berücksichtigt werden, dass es sich um den unbereinigten Gender Pay Gap handelt. Aussagen zum Unterschied in den Verdiensten von weiblichen und männlichen Beschäftigten mit gleichem Beruf, vergleichbarer Tätigkeit und so weiter sind damit nicht möglich.</p></blockquote>
<p><img src="http://genderblog.de/dateien/2010/03/EPD-Logo.jpg" alt="EPD-Logo" title="EPD-Logo" width="250" class="float" />Selbst mit diesem unbereinigten Gender Pay Gap stehen Frauen in Deutschland schon schlechter da als <a href="http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2010/03/PD10__079__621,templateId=renderPrint.psml">im europäischen Vergleich</a> oder <a href="https://community.oecd.org/community/factblog/blog/2010/03/08/women-still-earn-less-than-men">im Durchschnitt der <acronym title="Organisation for Economic Co-operation and Development">OECD</acronym>-Staaten</a>.</p>
<p>Der <em>Frauenbund</em> <a href="http://www.frauenbund.de/index.php?id=455">gibt für den bereinigten Gender Pay Gap</a> einen Wert von 12% an, ohne allerdings auf dessen Bestimmung näher einzugehen. Das Statistische Bundesamt <a href="http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Navigation/Publikationen/STATmagazin/2008/Verdienste2008__8,templateId=renderPrint.psml__nnn=true">gibt einige Hintergrundinformationen</a> zum genauen Zustandekommen der Gender Pay Gap, und in der <em>Zeit</em> hat Tina Groll im vergangenen Oktober <a href="http://www.zeit.de/karriere/beruf/2009-10/lohnungleichheit-in-bildern?page=all">sich genauer angesehen</a>, welche Zahlen das <a href="http://www.boeckler.de/8.html">Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI)</a> der Hans-Böckler-Stiftung dazu herausgefunden hat.</p>
<p>In einer Untersuchung auf Basis eines selbst erhobenen Lohnspiegels hat das WSI unter anderem festgestellt, daß <a href="http://www.boeckler.de/320_97029.html">schon Berufsanfängerinnen weniger als ihre männlichen Kollegen verdienen</a>. (Weitere Infos in Kurzform <a href="http://www.boeckler.de/pdf/pm_ta_text_2009_10_01.pdf">in diesem <acronym title="Portable Document Format">PDF</acronym></a>.)</p>
<blockquote><p>Die Einkommensrückstände von Frauen lassen sich nur zum Teil durch unterschiedliche berufliche Präferenzen, Unterschiede in der Ausbildung sowie berufliche Unterbrechungen auf Grund von Kindererziehung erklären. Mangelnde Aufstiegsmöglichkeiten spielen auch eine Rolle. All dies sind jedoch nur Teilerklärungen.</p></blockquote>
<p>Mit ihrer <a href="http://www.boeckler.de/pdf/p_ta_lohnspiegel_berufsanfaengerinnen.pdf">Studie</a> (<acronym title="Portable Document Format">PDF</acronym>) kommen die Autor_innen schließlich zu dem Ergebnis:</p>
<blockquote><p>Insgesamt bestätigt unsere Studie, dass Frauen bereits in den ersten Berufsjahren finanziell gegenüber Männern benachteiligt werden. Dieser geschlechtsspezifische Einkommensrückstand lässt sich vollständig weder durch unterschiedliche Bildungsvoraussetzungen noch durch eine spezifische Berufswahl erklären. Die Ergebnisse verweisen vielmehr auf das Fortbestehen geschlechtsspezifischer Lohndiskriminierung.</p></blockquote>
<p>Selbst bei unterschiedlichen &#8220;Präferenzen&#8221; in Ausbildung und Berufswahl sowie durchschnittlich kürzerer Arbeitszeiten &#8211; alles Phänomene, die keineswegs unabhängig von geschlechterpolitischen Fragen zu sehen sind &#8211; besteht also doch immer noch eine Form von Ungleichbehandlung, bei der Frauen trotz gleichwertiger Qualifikationen und gleichwertiger Arbeitskraft weniger verdienen.</p>
<p>Darauf geht auch <a href="http://www.stmas.bayern.de/frauen/erwerbsleben/lohngerecht/index.htm">dieser hübsche Spot</a> ein (<a href="http://www.facebook.com/profile.php?id=1221162012">via</a>):<span id="more-1910"></span></p>
<p><object width="640" height="505"><param name="movie" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/CQ1GhByBbQw&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;rel=0&#038;color1=0x5d1719&#038;color2=0xcd311b"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube-nocookie.com/v/CQ1GhByBbQw&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;rel=0&#038;color1=0x5d1719&#038;color2=0xcd311b" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="640" height="505"></embed></object></p>
<p><img src="http://genderblog.de/dateien/2010/03/cheap_women_255.jpg" alt="cheap_women_255" title="cheap_women_255" width="255" class="float" />Das von anti-feministischen Kommentatoren gerne gebrachte Argument, daß der Gender Pay Gap in seiner bereinigten Form nicht existieren könne, weil ansonsten ja Firmen nur noch Frauen anstellen würden (die ja, der Spot spielt damit, billiger zu haben seien), ist natürlich nicht stichhaltig, sondern entsteht aus einem neoliberal-marktpuristischen Mißverständnis: Es sind eben nicht nur rein rationale Überlegungen zur Wirtschaftlichkeit, die Personalentscheidungen etc. entstehen lassen; die Strukturen der Geschlechterordnung greifen wesentlich tiefer in unser Handeln und Entscheiden ein, als uns immer bewußt ist.</p>
<p>Und das betrifft ebenso die Entscheidungen von Männern wie Frauen in Sachen Ausbildung, Berufswahl und Reproduktionsarbeit wie eben auch die Entscheidungen jener Menschen, die in Unternehmen für die Personalbetreuung, -auswahl und -beförderung zuständig sind.</p>
<p>Genau deshalb ist eine Frauenquote, <a href="http://genderblog.de/index.php/2010/03/15/telekom-mit-frauenquote/">wie jetzt von der Telekom eingeführt</a>, eine sinnvolle Sache (wenn auch nicht der Weisheit letzter Schluß), weil sie diese nicht-bewußten, zum Teil auch nicht-gewollten Mechanismen und Prozesse unterläuft oder idealerweise sogar bewußt macht und ändert. Das liegt durchaus auch <a href="http://genderblog.de/index.php/2010/03/16/futter-furs-hirn-nochmal-quote/">im Interesse der Unternehmen</a>, und zwar nicht, weil sie den Frauen weniger zahlen müßten (das kann nicht das Ziel einer Quote sein), sondern weil sie sich für Kräfte und Ideen öffnen, die ihnen sonst fehlten.</p>
<p style="clear:left;"><em>Logo: <a href="http://www.bpw-germany.de/">BPW Germany e.V.</a>; Plakat via <a href="http://www.essentialestrogen.com/2008/09/iowa-women-money-conference.html">Essential Estrogen</a></em></p><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Kristina Schröders Gleichstellungskonzept</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2010/03/09/kristina-schroders-gleichstellungskonzept/</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 10:46:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rochus Wolff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frauenförderung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[familienpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[kristina schröder]]></category>
		<category><![CDATA[quote]]></category>

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		<description><![CDATA[Natürlich ist die Rede, die Kristina Schröder vergangene Woche anläßlich des gestrigen Weltfrauentages im Bundestag gehalten hat, primär politische Rhetorik. Das heißt, sie dient ein wenig der Positionsbestimmung, der Abgrenzung vom politischen Gegenüber und der Selbstspreizung. Irritierend ist aber doch, wie sehr sich gelegentlich die Ministerin in ihrer argumentativen Struktur an Guido Westerwelles jüngste Hartz-IV-Schoten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Natürlich ist die <a href="http://www.kristinaschroeder.de/bundestag/reden/2010/rede-im-plenum-23/">Rede, die Kristina Schröder vergangene Woche anläßlich des gestrigen Weltfrauentages im Bundestag gehalten hat</a>, primär politische Rhetorik. Das heißt, sie dient ein wenig der Positionsbestimmung, der Abgrenzung vom politischen Gegenüber und der Selbstspreizung. Irritierend ist aber doch, wie sehr sich gelegentlich die Ministerin in ihrer argumentativen Struktur an Guido Westerwelles jüngste Hartz-IV-Schoten anschmiegt, indem sie nämlich längst Bestehendes fordert und schon lange Diskutiertes als neue, gar eigene Position präsentiert.</p>
<p>Und nicht weniger irritierend ist, daß ich bei Westerwelle geneigt bin, solches Gehabe für Provokation, Randale und womöglich gar Strategie zu halten, bei Schröder aber (und ich bin wohl nicht der einzige) dazu neige, solche rhetorischen Strukturen eher einer vermuteten Ahnungslosigkeit zuzuschlagen. Das hat womöglich mit ihrem Alter zu tun und dem Umstand, daß sie in den Bereichen Familie, Gleichstellung &#038; Cie. bisher nicht besonders aufgefallen war. Aber das wäre Stoff für einen anderen Blogeintrag.</p>
<p>Am Anfang ihrer Rede fragt Schröder:</p>
<blockquote><p>Wir kritisieren zu Recht, dass Frauen immer noch deutlich weniger verdienen als Männer. Wir kritisieren zu Recht, dass auf höheren Hierarchieebenen, in Führungspositionen, insbesondere in Vorständen und Aufsichtsräten sehr wenige Frauen vertreten sind. Aber warum reden wir so wenig über die kulturellen und strukturellen Ursachen in der Arbeitswelt, die diesen Beobachtungen zugrunde liegen?</p></blockquote>
<p>Ja, warum? Bzw.: Warum nimmt Frau Schröder nicht zur Kenntnis, was seit nicht nur gefühlten Jahrzehnten dazu gesprochen, geschrieben, diskutiert wird? Leider ist der Blick der Ministerin auf &#8220;kulturelle und strukturelle Ursachen&#8221; allerdings ein recht eingeschränkter. Denn in ihren kulturellen und strukturellen Kontexten ist offenbar nicht vorgesehen, daß das Konzept der freien Willensentscheidung für eine bestimmte Lebensweise zumindest problematisch ist.</p>
<blockquote><p>Berufstätige Männer nehmen oft zwei, drei Karrierestufen auf einmal, während berufstätige Frauen meist zwei, drei Jobs auf einmal machen, nämlich Beruf, Kindererziehung und Haushalt.</p>
<p>Das hat wenig mit individuellen Denk- und Verhaltensmustern zu tun. Wenn Paare sich freiwillig für dieses Modell entscheiden, dann ist das ihre Privatsache. Aber in vielen Fällen ist es nicht so. Viele Paare heute wünschen sich eine gleichberechtigte Partnerschaft.</p></blockquote>
<p>Es ist eine beliebte rhetorische Figur konservativer (Familien-)Politiker, auf diese Form der &#8220;freien Willensentscheidung&#8221; zu verweisen. Danach <em>entscheiden</em> sich die Frauen eben für ein Leben, das sich primär an den Kindern (und am Haushalt, etc.) ausrichtet, sie <em>wollen</em> gar keine Karriere machen, sondern lieber halbtags arbeiten, während die Männer eben <em>nicht</em> zu Hause bleiben wollen oder in extremeren Wahrnehmungen (Eva Herman et al.) Kindererziehung und Haushalt gar nicht können. Die Wahrheit hinter diesem Willen ist natürlich etwas komplexer, und Jana Hensel hat das vor einigen Wochen <a href="http://www.zeit.de/2010/01/Vaeter-01?page=all">im <em>Zeit-Magazin</em></a> anhand von <a href="http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/Service/Publikationen/publikationen,did=129496.html">Zahlen &#8211; ausgerechnet! &#8211; des Bundesfamilienministeriums</a> aufgezeigt:</p>
<blockquote><p>Eine bereits im August im Auftrag des Familienministeriums erschienene Evaluationsstudie über die Auswirkungen des Elterngeldes auf die Erwerbstätigkeit und die »Vereinbarkeitsplanung« [...] belegt: Fast 90 Prozent aller Väter nehmen die alte Arbeit uneingeschränkt wieder auf. Damit wird die männliche Beschäftigungsquote vor der Geburt auch hinterher wieder erreicht.</p>
<p>Das Leben der Mütter unterdessen wurde binnen eines Jahres auf den Kopf gestellt. Während 55 Prozent von ihnen vor dem ersten Kind in Vollzeit beschäftigt waren, rutscht die Quote danach in den Keller. Nur 14 Prozent kehren in die Vollbeschäftigung zurück; nach zwei Kindern sind es nur noch 6 Prozent.</p>
<p>[...] Wobei wahrscheinlich jeder dieser Väter seinen Schritt mit persönlichen Gründen belegen kann. Wobei wahrscheinlich jede Mutter glaubt, sich ganz individuell für das Kind und gegen die Karriere entschieden zu haben. Alle werden bestreiten, nach traditionellen Mustern gehandelt zu haben, obwohl die Zahlen nichts anderes als deren Fortwirken belegen.</p></blockquote>
<p>Mit anderen Worten: Eine strukturelle Veränderung ist hier nicht auffindbar. Wenn nach der Geburt eines Kindes die bisher vollbeschäftigten Männer dies weiterhin bleiben, von den Frauen aber wenig mehr als ein Zehntel, dann ist das nicht zwar vielleicht subjektiv freier Wille, dahinter stehen aber strukturelle, wirtschaftliche und kulturelle Faktoren, die jede freie Willensentscheidung mindestens durchdringen und beeinflußen.</p>
<p>Natürlich hat Schröder recht, daß diese Benachteiligung mindestens auch etwas damit zu tun hat, wer sich um &#8220;Fürsorgeaufgaben&#8221; (man nennt es auch Reproduktionsarbeit) kümmert:</p>
<blockquote><p>Meine These ist, dass Strukturen und Kulturen in der Arbeitswelt nicht nur Frauen benachteiligen, sondern zu einer Benachteiligung von Menschen, von Männern und Frauen, führen, wenn sie Fürsorgeaufgaben in der Familie übernehmen.</p></blockquote>
<p>Und natürlich muß man ihr zustimmen, daß hier die staatliche Förderung auch mehr auf jene Rücksicht nehmen sollte, die alte Menschen pflegen &#8211; auch das sind meist die Frauen. Aber all das ist nicht erst seit gestern so, diese Erkenntnisse sind nicht neu, und ob Schröder das ändern will, ist ungewiß; man müßte mal ein tiefergehendes Interview zu ihrem Geschlechterverständnis mit ihr lesen (oder führen), um ihre Äußerung &#8220;Männer und Frauen haben im Schnitt unterschiedliche Vorlieben und Fähigkeiten&#8221; im <a href="http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/Presse/interviews,did=134042.html">Interview mit der <em><acronym title="Frankfurter Allgemeine Zeitung">FAZ</acronym></em></a> richtig zu deuten und vor allem auf ihre politische Bedeutung abklopfen zu können.</p>
<p>So steht in der Rede letztlich nichts von wirklichem Belang &#8211; sie will sich eben doch, &#8220;Grundsatzrede&#8221; hin oder her, noch nicht richtig festlegen; &#8220;Quotenregelungen&#8221; seien falsch, eine &#8220;Mindestanteilsregelung&#8221; könne sie sich hingegen feststellen. Wo auch immer da nun der Unterschied sein mag.</p>
<p>Interessant bleiben aber doch die Leerstellen im Text &#8211; Schröder glaubt nicht an &#8220;schenkelklopfende Diskriminierung&#8221; und hat doch außer dem Verweis auf einen Artikel in der <em>Wirtschaftswoche</em> kein rechtes Konzept, wie es denn dann zu den strukturellen De-Facto-Unterschieden kommt, die sie selbst ja beschreibt. Und irgendwann wird sie sich einmal darüber klar werden müssen, wie das eigentlich funktioniert mit den nach Geschlechtern gar nicht so hübsch geordneten Entscheidungsmöglichkeiten für einen bestimmten Lebensentwurf.</p>
<p>(Weitere Kommentare dazu <a href="http://taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/quoten-sind-wie-cortison/">in der <em>taz</em></a> und <a href="http://maedchenblog.blogsport.de/2010/03/05/deutschlands-frauenpolitik-ist-tod/">im <em>Mädchenblog</em></a>.)</p><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Hilferuf &#8211; Wohnung für Mädchennotdienst in Berlin gesucht</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2009/03/18/hilferuf-wohnung-fur-madchennotdienst-in-berlin-gesucht/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 Mar 2009 20:21:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Danilo Vetter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Wildwasser]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnungssuche]]></category>

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		<description><![CDATA[Sehr gern leite ich den folgenden Hilferuf der Mitarbeiter_innen des Mädchennotdienstes Wildwasser weiter.
"Liebe FreundInnen und KollegInnen,
das ist ein ziemlich verzweifelter Hilferuf.

Wie Viele von Euch wissen, muss die Krisenwohnung vom Mädchennotdienst bis spätestens am 01.05. aus der jetzigen Wohnung in der Obentrautstr. ausgezogen sein. Wir hatten verschiedene Klagen wegen Ruhestörung, die zu einer fristlosen Kündgung geführt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr gern leite ich den folgenden Hilferuf der Mitarbeiter_innen des Mädchennotdienstes <a title="Wildwasser Berlin" href="http://www.wildwasser-berlin.de/seiten/FRAMES_HAUPTS.HTM" target="_blank">Wildwasser</a> weiter.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><tt><span style="color: #000000;">"Liebe FreundInnen und KollegInnen,</p>
<p>das ist ein ziemlich verzweifelter Hilferuf.</span></tt></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><tt><span style="color: #000000;"><br />
Wie Viele von Euch wissen, muss die Krisenwohnung vom Mädchennotdienst bis spätestens am 01.05. aus der jetzigen Wohnung in der Obentrautstr. ausgezogen sein. Wir hatten verschiedene Klagen wegen Ruhestörung, die zu einer fristlosen Kündgung geführt haben.<br />
Wir haben viele Anstrengungen unternommen, Kontakte angezapft, Bürgermeister und Frauenbeauftragte von Kreuzberg involviert. Aber es sieht schlecht aus. Eventuell könnten wir eine Wohnung im Wedding bekommen, was aus zwei Gründen ungünstig wäre. Die Belegung durch unsere Hauptjugendämter Neukölln, Schöneberg und Kreuzberg könnte einbrechen, aber vor allem wären dann zu viele Wildwassereinrichtungen in einem Bezirk, was die regionale Arbeit erschwert.</p>
<p>Also, wir suchen:<br />
Eine 9 -12 Zimmer Wohnung (oder zusammenhängende Wohnungen) vorrangig in den Bezirken Neukölln, Schöneberg und Kreuzberg, sind in dieser Hinsicht aber natürlich flexibel geworden. Mehr als 2500 Euro warm können wir nicht zahlen.</span></tt></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><tt><span style="color: #000000;"><br />
Wir sind für jeden Hinweis dankbar!</p>
<p>Herzliche Grüße<br />
Dorothe; Kontakt: dorothea_zimmermann(AT)web.de"</span></tt></p><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Call for Papers des AK i. G. Gender Mainstreaming</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2009/02/10/call-for-papers-des-ak-i-g-gender-mainstreaming/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Feb 2009 12:45:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc Jelitto</dc:creator>
				<category><![CDATA[Calls for Papers]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Evaluation]]></category>
		<category><![CDATA[gender]]></category>
		<category><![CDATA[Tag hinzufügen]]></category>
		<category><![CDATA[tagung]]></category>
		<category><![CDATA[wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Evaluation und Gesellschaft
12. Jahrestagung der DeGEval, 7. bis 9. Oktober 2009 in Münster
Im Rahmen der Tagung zum Thema „Evaluation und Gesellschaft“ möchte sich der Arbeitskreis „Gender Mainstreaming“ mit dem Stellenwert und der Wirkung von genderspezifischen Analysen und GM-Evaluierungen auseinandersetzen.
Wir freuen uns über Beiträge zu folgenden Fragestellungen:
- Inwieweit erhöhen Gender-Analysen und GM-Evaluierungen die Transparenz von Entscheidungsprozessen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Evaluation und Gesellschaft<br />
12. Jahrestagung der DeGEval, 7. bis 9. Oktober 2009 in Münster</p>
<p>Im Rahmen der Tagung zum Thema „Evaluation und Gesellschaft“ möchte sich der Arbeitskreis „Gender Mainstreaming“ mit dem <strong>Stellenwert und der Wirkung von genderspezifischen Analysen und GM-Evaluierungen</strong> auseinandersetzen.<br />
Wir freuen uns über Beiträge zu folgenden Fragestellungen:<br />
- Inwieweit erhöhen Gender-Analysen und GM-Evaluierungen die Transparenz von Entscheidungsprozessen in Organisationen und/oder auf politischer Ebene?<br />
- Führen derartige Ergebnisse tatsächlich zu einer Veränderung traditioneller Entscheidungsprozesse?<br />
- Welche Wirkungen können Gender-Analysen und GM-Evaluationen (überhaupt) auslösen?<br />
Besonderes Interesse besteht an <strong>Erfahrungsberichten mit Gender-Analysen und GM-Evaluationen</strong> aus unterschiedlichen (Politik)Bereichen. Es können sowohl „good practice“-Beispiele und die damit verbunden Wirkungen vorgestellt wie auch „bad practices“ kritisch reflektiert werden. Zum Erfahrungstausch eingeladen sind EvaluatorInnen wie AuftraggeberInnen.<br />
Bitte senden Sie ein kurzes Abstract zum geplanten Vortrag (inkl. Nennung der AutorInnen und Kontaktdaten) von max. 250 Wörtern an die Geschäftsstelle der DeGEval (<a class="moz-txt-link-abbreviated" href="mailto:info@degeval.de">info@degeval.de</a>) und/oder die SprecherInnen des Arbeitskreises (Angela Wroblewski, <a class="moz-txt-link-abbreviated" href="mailto:wroblews@ihs.ac.at">wroblews@ihs.ac.at</a> und Marc Jelitto, <a class="moz-txt-link-abbreviated" href="mailto:marc.jelitto@evaluieren.de">marc.jelitto@evaluieren.de</a>).</p>
<p><strong>Einsendeschluss ist der 30. März 2009! </strong><br />
Sie werden bis zum 31. Mai 2009 über die Beitragsannahme informiert.</p><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Erste transgender Bürgermeisterin in Silverton, Oregon (USA)</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2008/11/12/erste-transgender-burgermeisterin-in-silverton-oregon-usa/</link>
		<comments>http://genderblog.de/index.php/2008/11/12/erste-transgender-burgermeisterin-in-silverton-oregon-usa/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 12 Nov 2008 07:56:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Magda Albrecht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[erste transgender Bürgermeisterin in den USA]]></category>
		<category><![CDATA[Oregon]]></category>

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		<description><![CDATA[Die BürgerInnen der Kleinstadt Silverton in Marion County, Oregon (Nordwesten der USA), haben vor ein paar Tagen ihre erste transgender Bürgermeisterin gewählt]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="justify;">Da ich gerade selbst in Portland, Oregon verweile, bin ich soeben <a href="http://www.feministing.com/" target="_blank">via feministing</a> auf einen sehr <a href="http://blogout.justout.com/?p=3094" target="_blank">interessanten Bericht</a> aufmerksam geworden:</p>
<p style="justify;">Die BürgerInnen der Kleinstadt Silverton in Marion County, Oregon (Nordwesten der <acronym title="United States of America">USA</acronym>), haben vor ein paar Tagen ihre erste transgender Bürgermeisterin gewählt &#8211; ein absolutes Novum. Daher auch der Titel: &#8220;<em>And Another Barrier is Broken: Meet Silverton, Oregon’s Gender-Fluid, Trans-Identified Mayor-Elect, Stu Rasmussen&#8221;</em> (zu deutsch: &#8220;Und noch eine Barriere wurde durchbrochen&#8221; &#8211; übrigens eine Anspielung auf die Tatsache, das Obama bei der Präsidentschaftswahl die so genannte &#8220;Rassen&#8221;-Barriere durchbrochen hatte):</p>
<blockquote><p>In Silverton, the sleepy Salem, Oregon suburb 40 minutes outside of Portland best known for its lush Oregon Garden and quaint antique shops, the small town’s new mayor-elect is poised to get some major attention in the days and weeks ahead as people come around to realize we’ve got another Oregon first on our hands: <strong>the recently elected Rasmussen is the first openly gender fluid, transgender-identified mayor of any American city.</strong></p></blockquote>
<p style="justify;">In dem Bericht gibt es auch ein kurzes Interview mit Rasmussen, in dem er u.a. betont, dass in keinster Weise sein Privatleben sondern seine Politik im Vordergrund stehen soll.</p>
<blockquote><p><strong>SMB:</strong> And to those who have trouble seeing past your gender identity, you say what?<br />
<strong>SR:</strong> [laughs] Get over it. What I really believe is even though you don’t agree with my lifestyle, we want to make Silverton the best that we can. And that’s my mission.</p></blockquote><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Happily Never After</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2008/11/08/happily-never-after/</link>
		<comments>http://genderblog.de/index.php/2008/11/08/happily-never-after/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 08 Nov 2008 21:26:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rochus Wolff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[homo-ehe]]></category>
		<category><![CDATA[homosexualitaet]]></category>
		<category><![CDATA[usa]]></category>
		<category><![CDATA[wahl]]></category>

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		<description><![CDATA[Lesenswert: die sehr schätzens- und lesenswerte i heart digital life über das am vergangenen (Wahl-)Dienstag in einigen US-Bundesstaaten per Abstimmung beschlossene Verbot nicht-heterosexueller Ehen.Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint: 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lesenswert: die sehr schätzens- und lesenswerte <a href="http://www.iheartdigitallife.de/not-so-happily-ever-after-reaktionen-auf-das-verbot-der-ehe-fur-homosexuelle-in-drei-weiteren-us-bundesstaaten/"><em>i heart digital life</em> über das am vergangenen (Wahl-)Dienstag in einigen US-Bundesstaaten per Abstimmung beschlossene Verbot nicht-heterosexueller Ehen</a>.</p><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Frauen in der Wissenschaft</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Sep 2008 13:48:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rochus Wolff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frauenförderung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Netz]]></category>
		<category><![CDATA[beruf]]></category>
		<category><![CDATA[karriere]]></category>
		<category><![CDATA[weblog]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Blog widmet sich vier Wochen lang der Situation von Wissenschaftlerinnen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr schön: Das Blog <a href="http://www.scienceblogs.de/for-women-in-science/"><em>For Women in Science</em></a> (<a href="http://twitter.com/WomenInScience">bei Twitter</a>) will sich in den kommenden Wochen ganz den Fragen nach der Position von Frauen in der Wissenschaftscommunity widmen, wie der <a href="http://www.scienceblogs.de/for-women-in-science/about.php">Projektbeschreibung</a> zu entnehmen ist:</p>
<blockquote><p>Weshalb führt die Karriere hochqualifizierter Wissenschaftlerinnen so selten zu einer Professur? Welche Bedingungen müssten erfüllt sein, bevor wir tatsächlich von einer Chancengleichheit reden können? Welche Maßnahmen können helfen, die Vereinbarkeit von wissenschaftlicher Arbeit und Familie zu verbessern? Brauchen wir vielleicht doch eine Quotenregelung bei der Besetzung wissenschaftlicher Spitzenpositionen?</p>
<p>Diesen und anderen Fragen werden wir vier Wochen lang innerhalb des Blogs &#8220;For Women in Science&#8221; nachgehen. In Essays renommierter Wissenschaftlerinnen, in Erfahrungsberichten, Interviews und vielen weiteren Gastbeiträgen werden verschiedene Aspekte der Thematik beleuchtet.</p></blockquote>
<p>Den Anfang macht gleich <a href="http://competence-consulting.de/?id=7">Christine Färber</a>, die die Berufungsverfahren an deutschen Hochschulen untersucht hat und ihre Ergebnisse in <a href="http://www.scienceblogs.de/for-women-in-science/2008/09/berufungsverfahren-fur-professorinnen-1-viele-fuhlen-sich-unangemessen-behandelt.php">zwei</a> <a href="http://www.scienceblogs.de/for-women-in-science/2008/09/massnahmen-zur-erhohung-der-chancengleichheit-berufungsverfahren-an-deutschen-hochschulen-ii.php">Texten</a> darstellt.</p><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Von einer zeitgemäßen Suche nach Utopien</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2008/08/13/von-einer-zeitgemasen-suche-nach-utopien/</link>
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		<pubDate>Wed, 13 Aug 2008 09:41:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ilka Borchardt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchrezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[dystopie]]></category>
		<category><![CDATA[kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[science-fiction]]></category>
		<category><![CDATA[utopie]]></category>

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		<description><![CDATA[Rezension von María do Mar Castro Varela: Unzeitgemäße Utopien. Migrantinnen zwischen Selbsterfindung und Gelehrter Hoffnung. Bielefeld 2007.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="hinweis">María do Mar Castro Varela: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3899424964?ie=UTF8&amp;tag=genderblog-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3899424964">Unzeitgemäße Utopien. Migrantinnen zwischen Selbsterfindung und Gelehrter Hoffnung</a>. Transcript-Verlag: Bielefeld 2007. 29,80 Euro. ISBN 3-89942-496-4</div>
<p>Die Suche nach Utopien scheint sich im Gegensatz zu anderslautenden Behauptungen mit dem Zusammenbruch der sozialistischen Staaten nicht erledigt zu haben. Nach wie vor besteht Bedarf an der Auseinandersetzung mit Zukunftsvisionen. Darauf deutet u.a. die letzte <a href="http://diegesellschafter.de/projekt/plakatespots/detail.php?gid=13">Plakat</a>- und <a href="http://diegesellschafter.de/projekt/plakatespots/detail.php?gid=14">Fernseh</a>kampagne des Projekts <a href="http://diegesellschafter.de/">&#8220;die Gesellschafter&#8221;</a> hin. Die Frage &#8220;In was für einer Gesellschaft wollen wir leben?&#8221; fordert dazu auf, sich an Diskussionen, Vernetzung und mit zivilgesellschaftlichem Engagement zu beteiligen. (Interessant ist dabei, dass diese neue Kampagne im Layout an Werbung eines gewissen Medienmarktes angelehnt ist und in meinen Augen damit eine Art Ausverkauf ihrer Ideen und Hintergründe betreibt.) Das Projekt selbst soll einen &#8220;tiefen Blick in das Reservoir utopischen Denkens in unserer Gesellschaft&#8221; bieten und in &#8220;die Bereitschaft, sich für eine bessere Welt auch zu engagieren&#8221;. In diesem medial aufbereiteten Alltagswissen sind utopisches Denken und zivilgesellschaftliches Engagement so eng miteinander verbunden, dass zu ihrer Beschreibung die Schlagworte &#8220;Nachdenken, Diskutieren, Handeln&#8221; zu genügen scheinen.</p>
<p>Dies steht in gewissem Widerspruch zu einer anderen alltagssprachlichen Bedeutung: &#8220;das ist doch utopisch&#8221; meint auch, etwas sei unrealistisch, und der Gedanke an jenes Utopische solle besser (aus Gründen der Nicht-Realisierbarkeit) aufgegeben werden. Und doch ist Utopien eine Faszination, eine Anziehungskraft eigen, deren Elemente auch in Science-Fiction-Produktionen wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Star_Trek"><em>Star Trek</em></a> (v.a. in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Star_Trek#Raumschiff_Enterprise:_Das_n.C3.A4chste_Jahrhundert_.28Star_Trek:_The_Next_Generation_.2F_TNG.29"><em>The Next Generation</em></a>), den Werken von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stanis%C5%82aw_Lem">Stanisław Lem</a>, einigen Filmen von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Andrei_Arsenjewitsch_Tarkowski">Andrej Tarkowskij</a> oder auch in feministischen Romanen wie <a href="http://www.amazon.de/gp/product/388104163X?ie=UTF8&amp;tag=genderblog-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=388104163X"><em>Die Töchter Egalias</em></a> von Gert Brantenberg zu finden sind. Im Gegensatz zur alltagssprachlichen Ablehnung des Utopisch-Unrealistischen scheint die gesellschaftspolitische Anziehungskraft in der Qualität als Vision, als Entwurf einer wünschenswerten Zukunft zu liegen, die das heutige Handeln nicht nur bestimmt, sondern auch inspirieren und zu Kreativität anregen sollen.<span id="more-1361"></span></p>
<h3>Antworten aus der Wissenschaft?</h3>
<p>Die aktivierende und mobilisierende Kraft, die Diskussionen über Utopien freizusetzen vermögen, konnte María do Mar Castro Varela in ihrer eigenen politischen Tätigkeit feststellen. Konsequenterweise liegt sie auch ihrem Forschungsinteresse an &#8220;Unzeitgemäßen Utopien&#8221; zugrunde. In ihrer gleichnamigen Promotionsschrift geht sie davon aus, dass es eine Verbindung zwischen Denken und engagiertem Handeln gebe und stellt implizit die Frage, ob beide einander nicht sogar gegenseitig bedingen.</p>
<p>Trotz des zugegebenermaßen etwas trockenen Titels kann ich diese Arbeit nur ausdrücklich all jenen ans Herz legen, die auch nur ein wenig an Fragen nach dem Leben, unseren verschiedenen Universen und dem ganzen Rest interessiert sind. Auch wenn hier sicher keine Antwort auf oder Lösung für die mehrfach konstatierte Politikmüdigkeit in der Bundesrepublik gegeben wird, eröffnet do Mars Suche nach zukunftsfähigen gesellschaftskritischen Potentialen unerwartete Räume für produktive Imaginationen und nicht nur für eine erneute kritische Auseinandersetzung mit Selbst- und Fremdwahrnehmungen. Ihre Überlegungen und mehrfache Aha-Erlebnisse haben mich soweit überzeugt, dass selbst eine so pingelige Leserin wie ich über formale Unannehmlichkeiten wie Tippfehler, eine unvollständige Literaturliste und eine falsche Literaturangabe (in einer Fußnote wird fälschlich Orwell statt Huxley als Autor von <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0099477467?ie=UTF8&amp;tag=genderblog-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=0099477467"><em>Brave New World</em></a> genannt) hinweg getröstet wird.</p>
<p>Um es vorwegzunehmen – das kritische Potential von Utopien besteht für do Mar u.a. darin, dass sie &#8220;über das zugeschriebene Fremdbild hinausweisen und die Veränderung auch der sozialen Position und Perspektive fordern&#8221; können (S. 13). Es geht mitnichten nur um den widerständigen Alltag, um Bewältigungsstrategien für die Effekte von Diskriminierung oder um den Kampf gegen soziale Ungleichheiten. Gerade do Mars Forschungssubjekte – Migrantinnen (verschiedener Generationen und geographischer Hintergründe) – sind oft genug Gegenstand von (&#8220;klassischen Migrations-&#8221;) Forschungen zu &#8220;kultureller Differenz&#8221;, jenem Phänomen, mit dem in der politischen Arena gern auch &#8220;Probleme bei der Integration&#8221; begründet werden.</p>
<h3>Fragen der Wissenschaft</h3>
<p>Demgegenüber ist es erklärtes Ziel der <em>Unzeitgemäßen Utopien</em>, über den widerständigen Alltag hinausgehend &#8220;die Frage nach der kritischen Gegenmacht&#8221; zu stellen und in migrantischen Utopien die Möglichkeiten für eine andere gesellschaftliche Ordnung zu untersuchen (S. 14). Dabei geht die Autorin nicht nur von der Handlungsmacht migrantischer Subjekte aus und siedelt ihre Visionen nicht nur zwischen individuellen &#8220;Selbsterfindungen&#8221; und &#8220;Gelehrten Hoffnungen&#8221; an, sondern untersucht gerade auch ihr kreatives und gesellschaftskritisches Potential.</p>
<p>María do Mar setzt sich dazu mit aktuellen theoretischen Standpunkten auseinander, die zunächst einmal grob in utopiefeindliche und utopiefreundliche unterschieden werden können. Doch hält diese Einteilung wirklich nur dem ersten Blick stand, insbesondere wenn UtopiegegnerInnen vor allem unter postmodernen DenkerInnen gesucht und gefunden werden. Do Mar hingegen illustriert mit einer Art &#8220;Gegen den Strich lesen&#8221; an ausgewählten Beispielen, &#8220;dass unter der Oberfläche poststrukturalistischer Theoriegebäude sich utopisches Denken und ein Glauben an eine noch zu kommende Gerechtigkeit befinden, die, würde sie erst einmal transparent, die unüberwindbaren Gräben zwischen Poststrukturalismus und kritischer Theorie überbrücken helfen würden.&#8221; (S. 19)</p>
<p>Zu diesem Zweck liest die Autorin zwei selten gemeinsam rezipierte Autoren (Ernst Bloch und Michel Foucault) kritisch miteinander. Auf dieser Grundlage entwickelt sie am Datenmaterial ein Verständnis von Utopie, das o.g. Forschungsziel zu realisieren hilft, ohne dabei die paradoxen, naiven und gleichzeitig politisch radikalen und strategisch durchdachten Entwürfe der interviewten Individuen und Gruppen zu verklären, beschönigen oder Migrantinnen als Opfer festzuschreiben.</p>
<p>Do Mar hat für diese Arbeit &#8220;nur&#8221; vier Frauengruppen interviewt, die auch noch verschieden stark politisch aktiv oder interessiert sind. Damit können natürlich lange keine repräsentativen Aussagen über &#8220;<em>das</em> utopische Potential&#8221; von MigrantInnen getroffen werden. Doch eröffnen gerade die Fokussierung auf, die Irritation durch die individuellen widersprüchlichen Aussagen und ihre Kontextualisierung in wirtschaftliche und gesellschaftspolitische Entwicklungen neue Perspektiven für die Utopieforschung. Die Arbeit beweist, dass offensichtlich noch lange nicht alles zu Begriff, Phänomen, Konzept, Funktionen, Problemen und Hoffnung &#8220;Utopie&#8221; gesagt und geschrieben worden ist, auch wenn seit dem 16. Jahrhundert, seit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Utopia_(Roman)">Thomas Morus&#8217; <em>Utopia</em></a>, viel Zeit dafür war.</p>
<h3>Antworten in der Gesellschaft?</h3>
<p>Der enge zeitliche Zusammenhang zwischen der Entstehung von do Mars Promotionsschrift und die Etablierung des Projektes &#8220;die Gesellschafter&#8221; ist auffallend. Oder in do Mars Worten: &#8220;Es stellt sich hier die Frage, ob nicht die Desillusionierung, die Teil der Milleniumshysterie war, als Verlust von Gewissheiten und Selbstverständlichkeiten gedacht, geradezu in die Lage versetzte, utopische Visionen auszulösen. Tatsächlich deutet einiges darauf hin, dass utopisches Denken wieder zunimmt.&#8221; (S. 20) Insofern sind Utopien eigentlich zwangsläufig zeitgemäß; jede Zeit hat ihre Utopien, die meist auf aktuelle Missstände zu antworten versuchen oder in denen zumindest letztere beseitigt sind.</p>
<p>Es gibt sicher nicht nur eine Lesart des Interviewmaterials von do Mar, ebenso wie es nicht nur eine Lesart ihrer Interpretation von Bloch und Foucault gibt. Manchmal scheint es, als stelle do Mar mehr neue Fragen, als sie zu beantworten versucht – ein vielleicht nicht ganz unerwünschter Vorwurf für eine engagierte Wissenschaft, die sich auch politisch positioniert. Und das tun die &#8220;Unzeitgemäße(n) Utopien&#8221; zwangsläufig. Eine Frage, die ich bei María do Mar als neu gestellt herauslese, ist die nach dem Wesen und Ansehen von Politik: Muss politisches Engagement unbedingt institutionell, und sei es auch noch so informell, angebunden sein? Oder anders gefragt: ist nur in irgendeiner Weise institutionalisiertes Engagement politisch? Welche Rolle erhoffen wir dann nicht zuletzt auch von unserem Blog?</p><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Das Ende der heteronormativen Ehe?</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2008/07/24/das-ende-der-heteronormativen-ehe/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Jul 2008 00:46:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rochus Wolff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[homophobie]]></category>
		<category><![CDATA[recht]]></category>
		<category><![CDATA[rechtsprechung]]></category>
		<category><![CDATA[transphobie]]></category>

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		<description><![CDATA[BVerfG entscheidet: Transsexuelle dürfen verheiratet bleiben - das könnte Folgen haben]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die gestern veröffentlichte <a href="http://www.bverfg.de/pressemitteilungen/bvg08-077.html">Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts</a> zur Frage, ob sich einE verheirateteR TranssexuelleR vor seiner bzw. ihrer Geschlechtsanpassung scheiden lassen muß, könnte &#8211; in kleinen Schritten &#8211; weitreichende Folgen haben.</p>
<p>Zunächst betrifft die Entscheidung konkret <a href="http://www.bundesrecht.juris.de/tsg/__8.html">§ 8 Abs. 1 Nr. 2 des Transsexuellengesetzes</a> &#8211; der Abschnitt wurde vom <acronym title="Bundesverfassungsgericht">BVerfG</acronym> als verfassungswidrig eingestuft und ist damit nichtig. Verheiratete Transsexuelle müssen sich vor ihrer Geschlechtsanpassung also nicht scheiden lassen.</p>
<blockquote><p>Es ist einem verheirateten Transsexuellen nicht zumutbar, dass seine rechtliche Anerkennung im neuen Geschlecht voraussetzt, dass er sich von seinem Ehegatten, mit dem er rechtlich verbunden ist und zusammenbleiben will, scheiden lässt, ohne dass ihm ermöglicht wird, seine ehelich begründete Lebensgemeinschaft in anderer, aber gleich gesicherter Form fortzusetzen.</p></blockquote>
<p>Der Gesetzgeber muß stattdessen einen Rahmen finden, der dem Ehepaar die Fortführung ihrer Ehe ermöglicht &#8211; sei es in Form einer gleichgeschlechtlichen Ehe oder etwa in Form einer rechtlich gleichgestellten Eingetragenen Partnerschaft.</p>
<blockquote><p>So kann [der Gesetzgeber] [die bestehende Ehe] in eine Eingetragene Lebenspartnerschaft oder eine rechtlich abgesicherte Lebensgemeinschaft sui generis überführen, muss dabei aber dafür Sorge tragen, dass die erworbenen Rechte und auferlegten Pflichten aus der Ehe dem Paar ungeschmälert erhalten bleiben.</p>
<p>Angesichts der geringen Zahl der betroffenen verheirateten Transsexuellen kann der Gesetzgeber sich aber auch dafür entscheiden, ihnen die Möglichkeit der rechtlichen Anerkennung ihres geänderten Geschlechts bei Fortführung ihrer Ehe zu eröffnen und dafür § 8 Abs. 1 Nr. 2 <acronym title="Transsexuellengesetz">TSG</acronym> zu streichen.</p></blockquote>
<p>Zwar verweist die zitierte Pressemitteilung immer wieder explizit auf die geringe Zahl der Betroffenen, die es erlaube, in diesen besonderen Fällen auf die Norm der rein als heterosexuell gedachten Ehe zu verzichten &#8211; zugleich öffnet sich damit aber doch eine Tür für entweder die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare oder die vollständige Gleichstellung der Eingetragenen Lebenspartnerschaft mit der Ehe.</p>
<p>Denn auch wenn sich das Urteil zunächst nur an Transsexuelle richtet, so werden sich vielleicht (oder: hoffentlich) jene rechtlichen wie ethischen Verrenkungen kaum auf Dauer durchhalten lassen, die nötig sein werden, um trotz dieses Urteils Nicht-Transsexuellen die Möglichkeit zu verweigern, homosexuelle Ehen zu führen bzw. die Eingetragene Lebenspartnerschaft in <q>erworbenen Rechten und auferlegten Pflichten</q> der Ehe gleichzustellen (was, sieht man vom Namen ab, fast aufs Gleiche hinauskommt).</p>
<p>(Vgl. zum Thema auch die <a href="http://typo3.lsvd.de/336.0.html?&#038;cHash=a1112bb910&#038;tx_ttnews[tt_news]=7296">Pressemitteilung des <acronym title="Lesben- und Schwulenverband in Deutschland e.V.">LSVD</acronym></a> und die Berichterstattung beim <a href="http://diestandard.at/text/?id=1216325449998">österreichischen <em>Standard</em></a>, in der <a href="http://www.faz.net/s/RubCD175863466D41BB9A6A93D460B81174/Doc~E1E7A3820364F4402A22CC4AFBFC6091C~ATpl~Ecommon~Scontent.html"><em><acronym title="Frankfurter Allgemeine Zeitung">FAZ</acronym></em></a> und bei der <a href="http://www.zeit.de/news/artikel/2008/07/23/2578096.xml"><em>Zeit</em></a>. Die <a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/ehe-wird-auch-transsexuell/">taz</a> beschreibt den Kläger irritierenderweise konsequent in Anführungszeichen als &#8216; &#8220;Mann&#8221;&nbsp;&#8217; &#8211; in letzter Zeit wurde der Zeitung <a href="http://genderbefreit.blogspot.com/2008/07/beschwerde-beim-presserat-einreichen.html">Transphobie vorgeworfen</a>, zuletzt im Zusammenhang mit der Berichterstattung und Kommentierung zur Schwangerschaft von <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/americas/7488894.stm">Thomas Beatie</a>.)</p><hr /><small>Vielen Dank fürs Abonnieren dieses Feeds. (Digital Fingerprint:<br /> 6c5dd3259b09a7b4afc46d2ed1f826bb)</small>]]></content:encoded>
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