Rassismus und Homophobie
Veranstaltungen in Köln
Die Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln und der LSVD veranstalten in den kommenden Monaten zwei Gesprächsrunden zum Themenbereich Rassismus und Homophobie.
Die erste Diskussion findet am 18. März ab 19 Uhr in der Kölner Antoniterkirche unter dem Titel „Wer und Wie?“ statt; GesprächspartnerInnen sind Banu Bambal, AntiDiskriminierungsBüro Köln, Klaus Jetz, LSVD und Hans-Peter Killguss, Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus. Erika Schulze moderiert.
Grundfragen dieses Gesprächs sind:
- Wer ist betroffen?
- Wie erkennt man Homophobie, Rassismus, Antisemitismus oder eine andere Form von Ausgrenzung?
- In welchem Kontext entstehen diese?
- Welche Erfahrungen haben die Teilnehmenden?
In einer zweiten Veranstaltung am 20. Mai (gleiche Zeit, gleicher Ort) geht es hauptsächlich um die Frage nach dem Was und dem Wie:
- Was kann man tun?
- Was sind geeignete Handlungsstrategien?
- Wie kann man gegen Diskriminierung vorgehen?
DiskussionsteilnehmerInnen sind diesmal Almut Dietrich, Landeskoordination der Anti-Gewalt-Arbeit für Schwule und Lesben in NRW, Filiz Arslan, DPWV NRW – Fachberatung MigrantInnenselbsthilfe (angefragt) und Dogan Akhanli, Kölner Appell gegen Rassismus.
Weitere Infos aus der Ankündigung:
Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz will Diskriminierung aus Gründen der ethnischen Herkunft, der Religion oder der sexuellen Identität verhindern. Im Alltag zeigt sich jedoch, dass verschiedene Formen von Diskriminierung gleichzeitig wirken und ineinander eingeschrieben sein können. Bei der sozialen und der Bildungsarbeit im Bereich von “Homosexualität und Migration” werden immer wieder Fragen nach Rassismus und Homophobie laut. In der psychosozialen Arbeit mit homosexuellen MigrantInnen als Opfern von Rassismus und Homophobie sind dies schon lange Schwerpunkte der Beratungs-, aber auch der politischen Arbeit.
Gleichzeitig jedoch können auch Schwule und Lesben rassistische Ausgrenzung fordern und MigrantInnen sich homophob äußern. Diese Erkenntnis ist weder neu noch überraschend. Sensibilisierung für die eine bei gleichzeitiger Blindheit gegenüber anderen Formen von diskriminierenden Einstellungen fördert die Ausgrenzung von immer wieder neuen Gruppen. Ungeklärt ist jedoch weiterhin die Frage, welche Schlüsse daraus zu ziehen sind. Was sind geeignete Ansätze gegen verschiedene Formen der Ausgrenzung? Wie müssen diese in einem gemeinsamen Kontext gedacht werden?
Diesen und anderen Fragen will die gemeinsame Veranstaltungsreihe der Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus (ibs) und dem LSVD (Projekt Migrationsfamilien und Beratungsstelle für LGBT-MigrantInnen) nachgehen. Kulturelle Vielfalt und eine Kultur des Respekts erfordern die gemeinsame Diskussion, aber auch das gemeinsame Handeln von allen, die sich gegen Diskriminierung engagieren.
Und hier gibt es noch einen Flyer zum Download (PDF).
(Full disclosure: Ich bin ehemaliger Mitarbeiter des LSVD für Öffentlichkeitsarbeit.)

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