Frauen in der Wissenschaft
Blog widmet sich vier Wochen lang der Situation von Wissenschaftlerinnen
Sehr schön: Das Blog For Women in Science (bei Twitter) will sich in den kommenden Wochen ganz den Fragen nach der Position von Frauen in der Wissenschaftscommunity widmen, wie der Projektbeschreibung zu entnehmen ist:
Weshalb führt die Karriere hochqualifizierter Wissenschaftlerinnen so selten zu einer Professur? Welche Bedingungen müssten erfüllt sein, bevor wir tatsächlich von einer Chancengleichheit reden können? Welche Maßnahmen können helfen, die Vereinbarkeit von wissenschaftlicher Arbeit und Familie zu verbessern? Brauchen wir vielleicht doch eine Quotenregelung bei der Besetzung wissenschaftlicher Spitzenpositionen?
Diesen und anderen Fragen werden wir vier Wochen lang innerhalb des Blogs “For Women in Science” nachgehen. In Essays renommierter Wissenschaftlerinnen, in Erfahrungsberichten, Interviews und vielen weiteren Gastbeiträgen werden verschiedene Aspekte der Thematik beleuchtet.
Den Anfang macht gleich Christine Färber, die die Berufungsverfahren an deutschen Hochschulen untersucht hat und ihre Ergebnisse in zwei Texten darstellt.
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Ich zitiere aus dieser Untersuchung:
http://www.academics.de/wissen.....30737.html
>Gemessen an den Bewerbungen werden leicht überproportional viele Frauen zu Universitäts-Professorinnen berufen. So waren Wissenschaftlerinnen im Berichtsjahr 2005 unter den Bewerbungen mit einem Anteil von 20,5 Prozent vertreten, bei den Listenplätzen und Ruferteilungen mit 22,6 bzw. 23,2 Prozent und bei den Ernennungen mit 25,6 Prozent. Demnach sind auf dieser globalen Ebene keine Benachteiligungen von Frauen auszumachen, vielmehr ist der Schritt zur Bewerbung die entscheidende Hürde. (…)
Auf der Grundlage der vorhandenen Daten können wir also keine systematische Benachteiligung von Wissenschaftlerinnen in den Berufungsverfahren feststellen. Inwieweit sich dieses erfreuliche Ergebnis gleichstellungspolitischer Arbeit verdankt, muss offen bleiben.<
21 % Frauenanteil unter den Bewerberinnen, 26 % unter den Berufenen, also werden eigentlich Männer diskriminiert.
Der Knackpunkt ist wieder einmal, daß sich so wenige Frauen überhaupt bewerben, daß sie, wieder einmal, die mit Karriere verbundenen Anstrengungen und Einschränkungen an Lebensqualität zu scheuen scheinen, weil es für sie bequemere Alternativen gibt.
Eine Bequemlichkeit, die sich lohnt.
Man wird im Schnitt nicht nur 6 Jahre älter, nein, man nenne ihre Folgen Diskriminierung und kann, darauf aufbauend, weitere Frauenförderung einfordern, auf daß es noch bequemer werde….für Frauen.