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	<title>Kommentare zu: Arme Jungs? Ein Kommentar zum Thema &#8220;Jungenförderung&#8221;</title>
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	<description>Feminismus, Geschlechterpolitik, Frauen- und Geschlechterforschung</description>
	<lastBuildDate>Mon, 17 Oct 2011 18:47:36 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: worldhate</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2008/09/14/arme-jungs-ein-kommentar-zum-thema-jungenforderung/#comment-70416</link>
		<dc:creator>worldhate</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Sep 2008 08:14:41 +0000</pubDate>
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		<description>**Sie finden, Jungs werden in der Schule sy-ste-ma-tisch von fiesen Frauenlehrerinnen benachteiligt, überhaupt trippele die (selbstredend schlimm-schlimme) Verweiblichung unaufhaltsam auf [...]**

Übrigens von Alice Schwarzer damals bejubelt, das Experiment einen Jungen zum Mädchen zu machen.

Dieses Genderkonzept endete leider in ner &quot;ich halt mir die Schrottflinte an den Kopf&quot; - Endlösung.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>**Sie finden, Jungs werden in der Schule sy-ste-ma-tisch von fiesen Frauenlehrerinnen benachteiligt, überhaupt trippele die (selbstredend schlimm-schlimme) Verweiblichung unaufhaltsam auf [...]**</p>
<p>Übrigens von Alice Schwarzer damals bejubelt, das Experiment einen Jungen zum Mädchen zu machen.</p>
<p>Dieses Genderkonzept endete leider in ner &#8220;ich halt mir die Schrottflinte an den Kopf&#8221; &#8211; Endlösung.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Maedchenmannschaft &#187; Blog Archive &#187; Heul doch und kauf dir &#8216;nen Dauerlutscher. Oder was soll man sonst zu armen Mann-Opfern sagen?</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2008/09/14/arme-jungs-ein-kommentar-zum-thema-jungenforderung/#comment-70412</link>
		<dc:creator>Maedchenmannschaft &#187; Blog Archive &#187; Heul doch und kauf dir &#8216;nen Dauerlutscher. Oder was soll man sonst zu armen Mann-Opfern sagen?</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Sep 2008 07:54:20 +0000</pubDate>
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		<description>[...] hat. Sie finden, Jungs werden in der Schule sy-ste-ma-tisch von fiesen Frauenlehrerinnen benachteiligt, überhaupt trippele die (selbstredend schlimm-schlimme) Verweiblichung unaufhaltsam auf [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] hat. Sie finden, Jungs werden in der Schule sy-ste-ma-tisch von fiesen Frauenlehrerinnen benachteiligt, überhaupt trippele die (selbstredend schlimm-schlimme) Verweiblichung unaufhaltsam auf [...]</p>
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	<item>
		<title>Von: Roslin</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2008/09/14/arme-jungs-ein-kommentar-zum-thema-jungenforderung/#comment-70409</link>
		<dc:creator>Roslin</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Sep 2008 23:38:17 +0000</pubDate>
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		<description>@Daisy Duck
&gt;Roslin schrieb:
“Damals gingen 56 % der Jungen und 44 % der Mädchen auf’s Gymnasium.
Feministinnen machten der Gesellschaft klar, welch ungeheure Diskriminierung da vorlag.
Heute ist das Verhältnis haargenau umgekehrt.
Nur noch 44 % der Jungen kommen auf’s Gymnasium, aber 56 % der Mädchen.”

In den siebziger Jahren ging annähernd die Hälfte aller Jugendlichen aufs Gymnasium? Über die Hälfte aller Jungen und knapp die Hälfte aller Mädchen? Und heute gehen über die Hälfte aller Mädchen und knapp die Hälfte aller Jungen aufs Gymnasium?&lt;
Daisy Duck, das ist natürlich eine mir in der Eile unterlaufene, schlampige, sachlich falsche Formulierung.
Gemeint war natürlich, dass damals 56 % der Gymanasiaaten/Abiturienten Jungen waren, 44 % Mädchen.
Heute ist es umgekehrt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Daisy Duck<br />
&gt;Roslin schrieb:<br />
“Damals gingen 56 % der Jungen und 44 % der Mädchen auf’s Gymnasium.<br />
Feministinnen machten der Gesellschaft klar, welch ungeheure Diskriminierung da vorlag.<br />
Heute ist das Verhältnis haargenau umgekehrt.<br />
Nur noch 44 % der Jungen kommen auf’s Gymnasium, aber 56 % der Mädchen.”</p>
<p>In den siebziger Jahren ging annähernd die Hälfte aller Jugendlichen aufs Gymnasium? Über die Hälfte aller Jungen und knapp die Hälfte aller Mädchen? Und heute gehen über die Hälfte aller Mädchen und knapp die Hälfte aller Jungen aufs Gymnasium?&lt;<br />
Daisy Duck, das ist natürlich eine mir in der Eile unterlaufene, schlampige, sachlich falsche Formulierung.<br />
Gemeint war natürlich, dass damals 56 % der Gymanasiaaten/Abiturienten Jungen waren, 44 % Mädchen.<br />
Heute ist es umgekehrt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Sven</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2008/09/14/arme-jungs-ein-kommentar-zum-thema-jungenforderung/#comment-70384</link>
		<dc:creator>Sven</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Sep 2008 09:21:58 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;blockquote&gt;Ihre Erfolge sind gewaltig, was man von den geisteswissenschaftlichen Methoden nicht in auch nur annähernd gleichem Maße behaupten kann.&lt;/blockquote&gt;

Unreflektierte &#039;Erfolge&#039; sind keine Erfolge, sondern Rückschritte. Es gab auch einst Physiker, die meinten, dass die Erforschung von Nuklearwaffen ein Fortschritt an sich darstellen würde - eben weil man es machen kann. &#039;Gewaltig&#039; waren die &#039;Erfolge&#039; dann auch, aber anders, als man sich das vorstellen mag. Natürlich ist das eher ein Beleg für eine Blindheit für die ethische Dimension des eigenen wissenschaftlichen Handelns - aber man kann an ihm gut die Folgen einer positvistischen Verengung von Wissenschaft sehen.

&lt;blockquote&gt;Sind geisteswissenschafltiche Theoriebildungen nicht noch sehr viel mehr von kulturellen/ideologischen Vorstellungen “verseucht” als die empirisch nachprüfbaren Ergebnisse der Naturwissenschaften?&lt;/blockquote&gt;

Das mit der &#039;Verseuchung der Daten&#039; ist ein Zitat von Feyerabend. Die Pointe liegt darin, dass es keine unverseuchten Daten gibt und keine Daten mehr oder weniger verseucht sein können - Alle Daten sind gleich weit weg von der Objektivität, wiel diese unüberprüfbar bleibt. Postmodern gesprochen: Man kann keine Wahrheiten &#039;entdecken&#039;, weil diese hinter dem Diskurs verborgen sind. Nach meinem Erleben sind sich die meisten geistes- und kulturwissenschaftlichen Disziplinen (vielleicht bis auf meine eigene) darüber bewusst, keine objektiven Ergebnisse produzieren zu können, während NaturwissenschaftlerInnen und Psychologen meinen, objektive Wahrheiten zu Tage zu fördern. Das ist in den meisten Fällen nicht weiter dramatisch, wenn man über den Menschen redet, zum Beispiel von Geschlechtern, gewinnen die eigenen Aussagen normative Kraft - und auch deshalb haben wir hier mit Rollenvorstellungen zu kämpfen, welche Menschen in ihrem Leben nur einschränken.

Den Rest deines Postings fasse ich mal so zusammen: &quot;Hast du schon mal darüber nachgedacht, was wäre, wenn die schlimmsten biologistischen Szenarien zutreffend wären?&quot;

Die Frage ist unter der Prämisse des Biologismus schon falsch. Zum einen bin ich dank meiner Disziplin ausreichend sensibilisiert, was den freien Willen und die daraus resultierenden Probleme für das menschliche Handeln - dafür brauche ich nicht mal die Biologie, zumal die Sache Determinismus vs. freier Wille eher eine Glaubensfrage ist, das hat schon die mittelalterliche Philosophie gezeigt. Alles, was diese Neurobiologen uns vorsetzen sind ja schöne Ergenisse, aber keine Aussagen über das Bewusstsein (wie will man über etwas, was das eigene Handeln vollständig bedingt, objektive Aussagen treffen? - das wäre ein Selbstwiderspruch).
Über Einschränkungen der Handlungsmöglichkeiten wird nach Judith Butler in der Geschlechterfroschung auch sicherlich genug nachgedacht... ;)

Um es zusammenzufassen: Es kann sein, dass 48% der Menschen ein bestimmtes Körperteil aufzuweisen haben. Es trifft eventuell auch zu, dass x Prozent einen höheren Spiegel des einen Hormons haben und es mag ebennso sein, dass dieses Hormon bestimmte Verhaltensweisen bedingt.  Damit kann man noch lange nicht die Rollen &#039;Mann&#039; und &#039;Frau&#039; und ihre definitorische Macht erklären, der selbst die Biowissenschaften vollkommen unterlegen sind. 
Beispiel: Nehmen wir mal an, ich würde nicht nur der Kategorie &#039;männlich&#039; zugeordnet, sondern man könnte auch noch im Labor nachweisen, dass in meinem Blut ein entsprechender Testosteron-Spiegel vorhanden ist. Und nehmen wir auch mal an (was ich schon für sehr weitgehend halte), dass Testosteron für eine erhöhte Aggressivität verantwortlich sein würde. Könnte man auf dieser Grundlage mir verbieten, Schwäche zu zeigen, weil das nicht meiner &#039;Natur&#039; entspricht? Nur, wenn man die &#039;Natur&#039; (die gar keine ist, sondern nur ein Topos) zum normativen Ideal - aber warum müsste die Natur normativ sein?

Normationen sind immer ein Bereich der Kultur, allein schon, weil der menschliche Geist, der sie erkennt, von seinem kulturellen Kontext bedingt ist...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Ihre Erfolge sind gewaltig, was man von den geisteswissenschaftlichen Methoden nicht in auch nur annähernd gleichem Maße behaupten kann.</p></blockquote>
<p>Unreflektierte &#8216;Erfolge&#8217; sind keine Erfolge, sondern Rückschritte. Es gab auch einst Physiker, die meinten, dass die Erforschung von Nuklearwaffen ein Fortschritt an sich darstellen würde &#8211; eben weil man es machen kann. &#8216;Gewaltig&#8217; waren die &#8216;Erfolge&#8217; dann auch, aber anders, als man sich das vorstellen mag. Natürlich ist das eher ein Beleg für eine Blindheit für die ethische Dimension des eigenen wissenschaftlichen Handelns &#8211; aber man kann an ihm gut die Folgen einer positvistischen Verengung von Wissenschaft sehen.</p>
<blockquote><p>Sind geisteswissenschafltiche Theoriebildungen nicht noch sehr viel mehr von kulturellen/ideologischen Vorstellungen “verseucht” als die empirisch nachprüfbaren Ergebnisse der Naturwissenschaften?</p></blockquote>
<p>Das mit der &#8216;Verseuchung der Daten&#8217; ist ein Zitat von Feyerabend. Die Pointe liegt darin, dass es keine unverseuchten Daten gibt und keine Daten mehr oder weniger verseucht sein können &#8211; Alle Daten sind gleich weit weg von der Objektivität, wiel diese unüberprüfbar bleibt. Postmodern gesprochen: Man kann keine Wahrheiten &#8216;entdecken&#8217;, weil diese hinter dem Diskurs verborgen sind. Nach meinem Erleben sind sich die meisten geistes- und kulturwissenschaftlichen Disziplinen (vielleicht bis auf meine eigene) darüber bewusst, keine objektiven Ergebnisse produzieren zu können, während NaturwissenschaftlerInnen und Psychologen meinen, objektive Wahrheiten zu Tage zu fördern. Das ist in den meisten Fällen nicht weiter dramatisch, wenn man über den Menschen redet, zum Beispiel von Geschlechtern, gewinnen die eigenen Aussagen normative Kraft &#8211; und auch deshalb haben wir hier mit Rollenvorstellungen zu kämpfen, welche Menschen in ihrem Leben nur einschränken.</p>
<p>Den Rest deines Postings fasse ich mal so zusammen: &#8220;Hast du schon mal darüber nachgedacht, was wäre, wenn die schlimmsten biologistischen Szenarien zutreffend wären?&#8221;</p>
<p>Die Frage ist unter der Prämisse des Biologismus schon falsch. Zum einen bin ich dank meiner Disziplin ausreichend sensibilisiert, was den freien Willen und die daraus resultierenden Probleme für das menschliche Handeln &#8211; dafür brauche ich nicht mal die Biologie, zumal die Sache Determinismus vs. freier Wille eher eine Glaubensfrage ist, das hat schon die mittelalterliche Philosophie gezeigt. Alles, was diese Neurobiologen uns vorsetzen sind ja schöne Ergenisse, aber keine Aussagen über das Bewusstsein (wie will man über etwas, was das eigene Handeln vollständig bedingt, objektive Aussagen treffen? &#8211; das wäre ein Selbstwiderspruch).<br />
Über Einschränkungen der Handlungsmöglichkeiten wird nach Judith Butler in der Geschlechterfroschung auch sicherlich genug nachgedacht&#8230; ;)</p>
<p>Um es zusammenzufassen: Es kann sein, dass 48% der Menschen ein bestimmtes Körperteil aufzuweisen haben. Es trifft eventuell auch zu, dass x Prozent einen höheren Spiegel des einen Hormons haben und es mag ebennso sein, dass dieses Hormon bestimmte Verhaltensweisen bedingt.  Damit kann man noch lange nicht die Rollen &#8216;Mann&#8217; und &#8216;Frau&#8217; und ihre definitorische Macht erklären, der selbst die Biowissenschaften vollkommen unterlegen sind.<br />
Beispiel: Nehmen wir mal an, ich würde nicht nur der Kategorie &#8216;männlich&#8217; zugeordnet, sondern man könnte auch noch im Labor nachweisen, dass in meinem Blut ein entsprechender Testosteron-Spiegel vorhanden ist. Und nehmen wir auch mal an (was ich schon für sehr weitgehend halte), dass Testosteron für eine erhöhte Aggressivität verantwortlich sein würde. Könnte man auf dieser Grundlage mir verbieten, Schwäche zu zeigen, weil das nicht meiner &#8216;Natur&#8217; entspricht? Nur, wenn man die &#8216;Natur&#8217; (die gar keine ist, sondern nur ein Topos) zum normativen Ideal &#8211; aber warum müsste die Natur normativ sein?</p>
<p>Normationen sind immer ein Bereich der Kultur, allein schon, weil der menschliche Geist, der sie erkennt, von seinem kulturellen Kontext bedingt ist&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Nick</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2008/09/14/arme-jungs-ein-kommentar-zum-thema-jungenforderung/#comment-70328</link>
		<dc:creator>Nick</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Sep 2008 22:47:07 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://genderblog.de/?p=1385#comment-70328</guid>
		<description>Das Problem muß man wirklich differenzierter betrachten, und es trifft tatsächlich Jungen aus Migranten- und &quot;Bildungsfernen&quot; Familien am härtesten. Man sollte auch nicht vergessen, daß es auch Mädchen aus diesen Familien nicht wirklich besser ergeht: Unser Schulsystem kann eigentlich nur insgesamt als Katastrophe bezeichnet werden. Ich finde es mehr als Zynisch, so zu tun als sei alles in Ordnung - Offenbar weil Mädchen insgesamt ein wenig besser Abschneiden. 

Selbstverständlich sind statistische Ungleichgewichte alleine kein Beleg für Diskriminierung - Das gilt für Frauen in Führungspositionen ebenso wie für Jungen ohne Schulabschluß.

Studien (Bildungsministerium) kommen zu dem Ergebnis, daß Jungen für gleiche Leistungen im Schnitt eine Note schlechter bewertet werden, und schlechtere Empfehlungen für Weiterführende Schulen erhalten. Weiterhin ist nachgewiesen, daß Jungen bei &quot;Jungsthemen&quot; im Diktat besser abschneiden. Fehlende Väter (ein anderes Thema) spielen sicherlich auch eine Rolle. 

Es hat niemand behauptet, daß ein dichtes Netz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten die Jungen unterdrücke und diskriminiere. Im Spiegel-Artikel heißt es:

&lt;blockquote&gt;Wie immer, wenn über weltanschauliche Dinge gestritten wird, gibt es auch in der Bildungsdiskussion handfeste machtpolitische Interessen. In Deutschland existiert ein dichtes Netz von Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten, von Beratungsstellen für Mädchen und Frauen und von Frauengruppen in Gewerkschaften und Institutionen. Sie leben davon, für die Gleichstellung der Frau zu kämpfen. &lt;b&gt;Spezielle Förderprogramme für Jungen würden das eigene Selbstverständnis und die eigene Arbeit in Frage stellen.&lt;/b&gt;&lt;/blockquote&gt;

(Hervorhebung von mir)

&lt;b&gt;Hier&lt;/b&gt; gehen wirklich alle Proportionen verloren. Aber wie gut, daß man hier weiß daß das Thema überall systematisch falsch diskutiert wird..</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das Problem muß man wirklich differenzierter betrachten, und es trifft tatsächlich Jungen aus Migranten- und &#8220;Bildungsfernen&#8221; Familien am härtesten. Man sollte auch nicht vergessen, daß es auch Mädchen aus diesen Familien nicht wirklich besser ergeht: Unser Schulsystem kann eigentlich nur insgesamt als Katastrophe bezeichnet werden. Ich finde es mehr als Zynisch, so zu tun als sei alles in Ordnung &#8211; Offenbar weil Mädchen insgesamt ein wenig besser Abschneiden. </p>
<p>Selbstverständlich sind statistische Ungleichgewichte alleine kein Beleg für Diskriminierung &#8211; Das gilt für Frauen in Führungspositionen ebenso wie für Jungen ohne Schulabschluß.</p>
<p>Studien (Bildungsministerium) kommen zu dem Ergebnis, daß Jungen für gleiche Leistungen im Schnitt eine Note schlechter bewertet werden, und schlechtere Empfehlungen für Weiterführende Schulen erhalten. Weiterhin ist nachgewiesen, daß Jungen bei &#8220;Jungsthemen&#8221; im Diktat besser abschneiden. Fehlende Väter (ein anderes Thema) spielen sicherlich auch eine Rolle. </p>
<p>Es hat niemand behauptet, daß ein dichtes Netz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten die Jungen unterdrücke und diskriminiere. Im Spiegel-Artikel heißt es:</p>
<blockquote><p>Wie immer, wenn über weltanschauliche Dinge gestritten wird, gibt es auch in der Bildungsdiskussion handfeste machtpolitische Interessen. In Deutschland existiert ein dichtes Netz von Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten, von Beratungsstellen für Mädchen und Frauen und von Frauengruppen in Gewerkschaften und Institutionen. Sie leben davon, für die Gleichstellung der Frau zu kämpfen. <b>Spezielle Förderprogramme für Jungen würden das eigene Selbstverständnis und die eigene Arbeit in Frage stellen.</b></p></blockquote>
<p>(Hervorhebung von mir)</p>
<p><b>Hier</b> gehen wirklich alle Proportionen verloren. Aber wie gut, daß man hier weiß daß das Thema überall systematisch falsch diskutiert wird..</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Daisy Duck</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2008/09/14/arme-jungs-ein-kommentar-zum-thema-jungenforderung/#comment-70301</link>
		<dc:creator>Daisy Duck</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Sep 2008 15:33:49 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://genderblog.de/?p=1385#comment-70301</guid>
		<description>Roslin schrieb:
&quot;Damals gingen 56 % der Jungen und 44 % der Mädchen auf’s Gymnasium.
Feministinnen machten der Gesellschaft klar, welch ungeheure Diskriminierung da vorlag.
Heute ist das Verhältnis haargenau umgekehrt.
Nur noch 44 % der Jungen kommen auf’s Gymnasium, aber 56 % der Mädchen.&quot;

In den siebziger Jahren ging annähernd die Hälfte aller Jugendlichen aufs Gymnasium? Über die Hälfte aller Jungen und knapp die Hälfte aller Mädchen? Und heute gehen über die Hälfte aller Mädchen und knapp die Hälfte aller Jungen aufs Gymnasium?

Bei solchen Zahlen, die doch eher von Erfolg sprechen, wundert mich doch ein wenig, dass von Bildungsmisserfolg gesprochen wird. Dort wo ich herkomme, geht vielleicht 1/4 bis 1/3 der Jugendlichen in eine Mittelschule, der Rest wählt eine nicht schulische Berufsausbildung.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Roslin schrieb:<br />
&#8220;Damals gingen 56 % der Jungen und 44 % der Mädchen auf’s Gymnasium.<br />
Feministinnen machten der Gesellschaft klar, welch ungeheure Diskriminierung da vorlag.<br />
Heute ist das Verhältnis haargenau umgekehrt.<br />
Nur noch 44 % der Jungen kommen auf’s Gymnasium, aber 56 % der Mädchen.&#8221;</p>
<p>In den siebziger Jahren ging annähernd die Hälfte aller Jugendlichen aufs Gymnasium? Über die Hälfte aller Jungen und knapp die Hälfte aller Mädchen? Und heute gehen über die Hälfte aller Mädchen und knapp die Hälfte aller Jungen aufs Gymnasium?</p>
<p>Bei solchen Zahlen, die doch eher von Erfolg sprechen, wundert mich doch ein wenig, dass von Bildungsmisserfolg gesprochen wird. Dort wo ich herkomme, geht vielleicht 1/4 bis 1/3 der Jugendlichen in eine Mittelschule, der Rest wählt eine nicht schulische Berufsausbildung.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Tobias</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2008/09/14/arme-jungs-ein-kommentar-zum-thema-jungenforderung/#comment-70300</link>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Sep 2008 15:19:48 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://genderblog.de/?p=1385#comment-70300</guid>
		<description>Angela, Roslin,

&lt;em&gt;&quot;Mir fehlt ein gleichwertiges Bedenken der natürlichen Voraussetzungen menschlichen Verhaltens auf Seiten der Geisteswissenschaften, der hormonellen und anatomischen Unterschiede (Hirnanatomie!) der Geschlechter.
Dort werden mögliche biologische Ursachen für Verhaltensunterschiede einfach geleugnet.&quot;&lt;/em&gt;

Das Problem scheint mir vor allem zu sein, daß der Feminismus/die soziologische Genderforschung axiomatisch unterschiedliche Plausibilitätsmaßstäbe bei der Bewertung von verhaltensbezogenen Aussagen und der Beurteilung von Diskriminierung heranzieht. Aussagen, die die Kernthese von der rein soziologischen Ausprägung geschlechtsbezogenen Verhaltens unterstützen werden a priori für glaubwürdig erklärt, solche, die die Ursache in &quot;essentiellen&quot; biologischen Unterschieden zwischen Geschlechtern und Individuen ausmachen a priori für &quot;biologistisch&quot; (also - die Freiheit des Individuums durch vermeintlich in der Biologie begründete Tatsachen einschränkend) erklärt oder zumindest einer methodischen Fundamentalkritik unterzogen, für die allerdings zumeist die Fachkenntnis fehlt. Die fehlende ernsthafte Einbeziehung von Biologie in die Genderforschung ist deren größter fachlicher Schwachpunkt.
Aber eine solche disziplinäre Verschmelzung wird natürlich von den Vertretern/innen der soziologischen, normativen Genderforschung als problematisch empfunden.

&lt;em&gt;&quot;Um eine tatsächliche Diskriminierung nachzuweisen, müssten alle Komponenten geklärt werden.&quot;&lt;/em&gt;

Auch hier gilt die Sache mit den doppelten Maßstäben. Die Diskriminierung von Frauen wurde/wird ausgehend von der standpunktepistemologischen Aussage von Frauen akzeptiert (&quot;Wenn Frauen sagen, sie werden diskriminiert, dann wird das schon so sein...&quot;), in anderen Fällen müssen &quot;alle Komponenten&quot; geklärt werden, um eine tatsächliche Diskriminierung festzustellen. Interessant sind in diesem Zusammenhang oft auch die gewählten Begrifflichkeiten: Sind Frauen in bestimmten Zusammenhängen ganz klar die Profiteure des vom Feminismus beklagten Systems, daß per definitionem Männer privilegiert, dann handelt es sich nicht um weibliche Privilegien, sondern um &quot;benvolenten Sexismus.&quot;

Wer in solchen Theoriekonstruktionen kein Problem sieht, kann aus meiner Sicht an ernsthafter Geschlechtergerechtigkeit nicht interessiert sein.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Angela, Roslin,</p>
<p><em>&#8220;Mir fehlt ein gleichwertiges Bedenken der natürlichen Voraussetzungen menschlichen Verhaltens auf Seiten der Geisteswissenschaften, der hormonellen und anatomischen Unterschiede (Hirnanatomie!) der Geschlechter.<br />
Dort werden mögliche biologische Ursachen für Verhaltensunterschiede einfach geleugnet.&#8221;</em></p>
<p>Das Problem scheint mir vor allem zu sein, daß der Feminismus/die soziologische Genderforschung axiomatisch unterschiedliche Plausibilitätsmaßstäbe bei der Bewertung von verhaltensbezogenen Aussagen und der Beurteilung von Diskriminierung heranzieht. Aussagen, die die Kernthese von der rein soziologischen Ausprägung geschlechtsbezogenen Verhaltens unterstützen werden a priori für glaubwürdig erklärt, solche, die die Ursache in &#8220;essentiellen&#8221; biologischen Unterschieden zwischen Geschlechtern und Individuen ausmachen a priori für &#8220;biologistisch&#8221; (also &#8211; die Freiheit des Individuums durch vermeintlich in der Biologie begründete Tatsachen einschränkend) erklärt oder zumindest einer methodischen Fundamentalkritik unterzogen, für die allerdings zumeist die Fachkenntnis fehlt. Die fehlende ernsthafte Einbeziehung von Biologie in die Genderforschung ist deren größter fachlicher Schwachpunkt.<br />
Aber eine solche disziplinäre Verschmelzung wird natürlich von den Vertretern/innen der soziologischen, normativen Genderforschung als problematisch empfunden.</p>
<p><em>&#8220;Um eine tatsächliche Diskriminierung nachzuweisen, müssten alle Komponenten geklärt werden.&#8221;</em></p>
<p>Auch hier gilt die Sache mit den doppelten Maßstäben. Die Diskriminierung von Frauen wurde/wird ausgehend von der standpunktepistemologischen Aussage von Frauen akzeptiert (&#8220;Wenn Frauen sagen, sie werden diskriminiert, dann wird das schon so sein&#8230;&#8221;), in anderen Fällen müssen &#8220;alle Komponenten&#8221; geklärt werden, um eine tatsächliche Diskriminierung festzustellen. Interessant sind in diesem Zusammenhang oft auch die gewählten Begrifflichkeiten: Sind Frauen in bestimmten Zusammenhängen ganz klar die Profiteure des vom Feminismus beklagten Systems, daß per definitionem Männer privilegiert, dann handelt es sich nicht um weibliche Privilegien, sondern um &#8220;benvolenten Sexismus.&#8221;</p>
<p>Wer in solchen Theoriekonstruktionen kein Problem sieht, kann aus meiner Sicht an ernsthafter Geschlechtergerechtigkeit nicht interessiert sein.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Roslin</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2008/09/14/arme-jungs-ein-kommentar-zum-thema-jungenforderung/#comment-70299</link>
		<dc:creator>Roslin</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Sep 2008 14:45:20 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://genderblog.de/?p=1385#comment-70299</guid>
		<description>@Angela
&gt;die Diskussion ist mir zu undifferenziert.Einmal muss die Frage beantwortet werden, wieviel von den 2/3 männlichen Schulversagern Migranten sind. In Ballungsräumen stellen sie die Spitze der Schulversager, die aber keineswegs feministischen Ursprungss sind, sondern ganz andere Ursachen haben.&lt;
Angela, wann wird denn die Diskussion einen Differenzierungsgrad erreicht haben, der Dir angemessen erscheint?
Wenn der Jungenanteil unter den Gymnasiasten bei 40 % liegt oder der Frauenanteil an Vorstandsposten bei 50 %?
Es ist JETZT erkennbar, daß Jungen in DIESEM Bildungssystem wesentlich schlechter abschneiden als Mädchen, Migrantenjungen wesentlich schlechter als Migrantenmädchen,z.B.
Das kann ich doch nicht den Jungen anlasten, die unmündige Kinder sind und dies zum Anlaß nehmen, die Entwicklung weiter so kaltschnäuzig hinzunehmen, wie das bisher ja noch geschieht. 
Dafür muss ein Erziehungssystem die Verantwortung übernehmen, daß seit 15 Jahren der steten Verschlechterung der Jungenbildung ungerührt zusieht und statt dessen weiter permanent entweder von Mädchenförderung redet, weil ja so wenige Frauen Professuren und Aufsichtsratsposten erreichen - wobei es dann schon gar keine Rolle mehr spielt, ob das vielleicht ganz einfach daran liegt, daß viel weniger Frauen als Männer überhaupt dorthin wollen, wohin sie nach feministischer Vorstellung sollen. 
Es handelt sich dabei in jedem Falle um ERWACHSENE Frauen, die sich gegen etwaige Diskriminierungen ganz anders zur Wehr setzen könnten als diese Kinder, über deren Scheitern auch nur zu diskutieren schon als unangenehme Ablenkung von der ach so notwendigen Mädchen - und Frauenförderung empfunden wird.
Nichts anderes legt doch der Beitrag von Ulrike Spohn nahe.
Es ist dieser zu einem puren Frauenförderegoismus verkommene Feminismus, der glaubt, nur weibliche Wesen hätten mit ihren Problemen politische Beachtung, soziale Förderung verdient und der alle männlichen Problemgruppen in seinem Opfernarzissmus ausblendet, als nachrangig behandelt usw., es vielmehr am liebsten sähe, wenn nur über Mädchen/Frauen als Leidtragende berichtet würde, damit nur ja niemand auf die Idee komme, auch andere Gruppen bräuchten vielleicht gelegentlich Aufmerksamkeit und Hilfe.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Angela<br />
&gt;die Diskussion ist mir zu undifferenziert.Einmal muss die Frage beantwortet werden, wieviel von den 2/3 männlichen Schulversagern Migranten sind. In Ballungsräumen stellen sie die Spitze der Schulversager, die aber keineswegs feministischen Ursprungss sind, sondern ganz andere Ursachen haben.&lt;<br />
Angela, wann wird denn die Diskussion einen Differenzierungsgrad erreicht haben, der Dir angemessen erscheint?<br />
Wenn der Jungenanteil unter den Gymnasiasten bei 40 % liegt oder der Frauenanteil an Vorstandsposten bei 50 %?<br />
Es ist JETZT erkennbar, daß Jungen in DIESEM Bildungssystem wesentlich schlechter abschneiden als Mädchen, Migrantenjungen wesentlich schlechter als Migrantenmädchen,z.B.<br />
Das kann ich doch nicht den Jungen anlasten, die unmündige Kinder sind und dies zum Anlaß nehmen, die Entwicklung weiter so kaltschnäuzig hinzunehmen, wie das bisher ja noch geschieht.<br />
Dafür muss ein Erziehungssystem die Verantwortung übernehmen, daß seit 15 Jahren der steten Verschlechterung der Jungenbildung ungerührt zusieht und statt dessen weiter permanent entweder von Mädchenförderung redet, weil ja so wenige Frauen Professuren und Aufsichtsratsposten erreichen &#8211; wobei es dann schon gar keine Rolle mehr spielt, ob das vielleicht ganz einfach daran liegt, daß viel weniger Frauen als Männer überhaupt dorthin wollen, wohin sie nach feministischer Vorstellung sollen.<br />
Es handelt sich dabei in jedem Falle um ERWACHSENE Frauen, die sich gegen etwaige Diskriminierungen ganz anders zur Wehr setzen könnten als diese Kinder, über deren Scheitern auch nur zu diskutieren schon als unangenehme Ablenkung von der ach so notwendigen Mädchen &#8211; und Frauenförderung empfunden wird.<br />
Nichts anderes legt doch der Beitrag von Ulrike Spohn nahe.<br />
Es ist dieser zu einem puren Frauenförderegoismus verkommene Feminismus, der glaubt, nur weibliche Wesen hätten mit ihren Problemen politische Beachtung, soziale Förderung verdient und der alle männlichen Problemgruppen in seinem Opfernarzissmus ausblendet, als nachrangig behandelt usw., es vielmehr am liebsten sähe, wenn nur über Mädchen/Frauen als Leidtragende berichtet würde, damit nur ja niemand auf die Idee komme, auch andere Gruppen bräuchten vielleicht gelegentlich Aufmerksamkeit und Hilfe.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Angela</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2008/09/14/arme-jungs-ein-kommentar-zum-thema-jungenforderung/#comment-70297</link>
		<dc:creator>Angela</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Sep 2008 14:00:53 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://genderblog.de/?p=1385#comment-70297</guid>
		<description>@ Roslin,

die Diskussion ist mir zu undifferenziert.Einmal muss die Frage beantwortet werden, wieviel von den 2/3 männlichen Schulversagern Migranten sind. In Ballungsräumen stellen sie die Spitze der Schulversager, die aber keineswegs feministischen Ursprungss sind, sondern ganz andere Ursachen haben.

Wie viele kommen aus bildungsfernen Haushalten, oder sind nicht in der Lage, Fortbildungen zu belegen, weil das Geld fehlt?

Warum gibt es so wenige männliche Erzieher und Grundschullehrer? In den Gymnasien gibt es einen klaren Männerüberschuss bei den Lehrkräften. Des Rätsels Lösung ist die Besoldung, bzw. Bezahlung bei nicht Verbeamteten Kräften.

Um eine tatsächliche Diskriminierung nachzuweisen, müssten alle Komponenten geklärt werden.
Und noch als letztes: Als ich in die Schule kam, erzog man Mädchen noch für den Haushalt. Mir hat man immer erklärt, Mädchen heiraten und brauchen nicht lernen. Daraus resultieren die Zahlen der Jungen/Mädchen auf den Gymnasien zu dieser Zeit.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Roslin,</p>
<p>die Diskussion ist mir zu undifferenziert.Einmal muss die Frage beantwortet werden, wieviel von den 2/3 männlichen Schulversagern Migranten sind. In Ballungsräumen stellen sie die Spitze der Schulversager, die aber keineswegs feministischen Ursprungss sind, sondern ganz andere Ursachen haben.</p>
<p>Wie viele kommen aus bildungsfernen Haushalten, oder sind nicht in der Lage, Fortbildungen zu belegen, weil das Geld fehlt?</p>
<p>Warum gibt es so wenige männliche Erzieher und Grundschullehrer? In den Gymnasien gibt es einen klaren Männerüberschuss bei den Lehrkräften. Des Rätsels Lösung ist die Besoldung, bzw. Bezahlung bei nicht Verbeamteten Kräften.</p>
<p>Um eine tatsächliche Diskriminierung nachzuweisen, müssten alle Komponenten geklärt werden.<br />
Und noch als letztes: Als ich in die Schule kam, erzog man Mädchen noch für den Haushalt. Mir hat man immer erklärt, Mädchen heiraten und brauchen nicht lernen. Daraus resultieren die Zahlen der Jungen/Mädchen auf den Gymnasien zu dieser Zeit.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Nick</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2008/09/14/arme-jungs-ein-kommentar-zum-thema-jungenforderung/#comment-70287</link>
		<dc:creator>Nick</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Sep 2008 11:46:14 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://genderblog.de/?p=1385#comment-70287</guid>
		<description>Es spielt keine Geige, ob und nun Feminismus einen Einfluß auf das Schulwesen hat oder nicht. (Wobei es mit Verlaub gesagt einer mehr als reduzierten Betrachtungsweise geschuldet wäre anzunehmen, daß eine Mainstreambewegung die es geschafft hat ihr Anliegen zum Staatsziel zu machen, dort keinen Einfluß hätte)

Wer - kulturalistisch verbrämt - biologische Merkmale derer, die in unserer Gesellschaft die Interessen der ShareholderInnen überwiegend repräsentieren, zum Maßstab dafür macht wie Kinder unterschiedlich in der Förderwürdigkeit zu beurteilen sind, bewegt sich ethisch auf unterirdischem Niveau - Und sollte das Wort &quot;Gerechtigkeit&quot; lieber gar nicht erst in den Mund nehmen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es spielt keine Geige, ob und nun Feminismus einen Einfluß auf das Schulwesen hat oder nicht. (Wobei es mit Verlaub gesagt einer mehr als reduzierten Betrachtungsweise geschuldet wäre anzunehmen, daß eine Mainstreambewegung die es geschafft hat ihr Anliegen zum Staatsziel zu machen, dort keinen Einfluß hätte)</p>
<p>Wer &#8211; kulturalistisch verbrämt &#8211; biologische Merkmale derer, die in unserer Gesellschaft die Interessen der ShareholderInnen überwiegend repräsentieren, zum Maßstab dafür macht wie Kinder unterschiedlich in der Förderwürdigkeit zu beurteilen sind, bewegt sich ethisch auf unterirdischem Niveau &#8211; Und sollte das Wort &#8220;Gerechtigkeit&#8221; lieber gar nicht erst in den Mund nehmen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Roslin</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2008/09/14/arme-jungs-ein-kommentar-zum-thema-jungenforderung/#comment-70196</link>
		<dc:creator>Roslin</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Sep 2008 23:57:12 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://genderblog.de/?p=1385#comment-70196</guid>
		<description>@Angela
&gt;die Kommentare sprechen für mich Bände! Einige Autoren sind mir aus den Foren schon bekannt. Und alle vergessen hier eines, nämlich dass Kinder nicht vom Feminismus unterrichtet werden, sondern von Lehrern und den von den Kultusministerien festgelegten Lehrplänen.&lt;
Richtig, Angela.
Und was sind das für Lehrer?
Der Anteil der Kindergärtner tendiert stramm gegen 5 %, der Anteil der Grundschullehrer gegen 15 %.
Die Erziehungswissenschaften sind gegenüber dem Feminismus als ideologisch nahestehend zu werten.
Das Erziehungssystem in den ersten Jahren eines Kindes ist fest in weiblicher Hand.
Nicht zu reden von den vielen Kindern, die bei alleinerziehenden Müttern groß werden.
Als Du 1970 zur Schule gingst, war das Erziehungssystem noch sehr viel männlicher geprägt als heute.
Damals gingen 56 % der Jungen und 44 % der Mädchen auf&#039;s Gymnasium.
Feministinnen machten der Gesellschaft klar, welch ungeheure Diskriminierung da vorlag.
Heute ist das Verhältnis haargenau umgekehrt.
Nur noch 44 % der Jungen kommen auf&#039;s Gymnasium, aber 56 % der Mädchen.
Dafür stellen Jungen 2/3 der Schulversager.
Und Feministinnen fordern uns auf, wir sollten uns gefälligst über die Bildungserfolge der vielen Mädchen freuen und von dem Scheitern der vielen Jungen möglichst schweigen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Angela<br />
&gt;die Kommentare sprechen für mich Bände! Einige Autoren sind mir aus den Foren schon bekannt. Und alle vergessen hier eines, nämlich dass Kinder nicht vom Feminismus unterrichtet werden, sondern von Lehrern und den von den Kultusministerien festgelegten Lehrplänen.&lt;<br />
Richtig, Angela.<br />
Und was sind das für Lehrer?<br />
Der Anteil der Kindergärtner tendiert stramm gegen 5 %, der Anteil der Grundschullehrer gegen 15 %.<br />
Die Erziehungswissenschaften sind gegenüber dem Feminismus als ideologisch nahestehend zu werten.<br />
Das Erziehungssystem in den ersten Jahren eines Kindes ist fest in weiblicher Hand.<br />
Nicht zu reden von den vielen Kindern, die bei alleinerziehenden Müttern groß werden.<br />
Als Du 1970 zur Schule gingst, war das Erziehungssystem noch sehr viel männlicher geprägt als heute.<br />
Damals gingen 56 % der Jungen und 44 % der Mädchen auf&#8217;s Gymnasium.<br />
Feministinnen machten der Gesellschaft klar, welch ungeheure Diskriminierung da vorlag.<br />
Heute ist das Verhältnis haargenau umgekehrt.<br />
Nur noch 44 % der Jungen kommen auf&#8217;s Gymnasium, aber 56 % der Mädchen.<br />
Dafür stellen Jungen 2/3 der Schulversager.<br />
Und Feministinnen fordern uns auf, wir sollten uns gefälligst über die Bildungserfolge der vielen Mädchen freuen und von dem Scheitern der vielen Jungen möglichst schweigen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Angela</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2008/09/14/arme-jungs-ein-kommentar-zum-thema-jungenforderung/#comment-70169</link>
		<dc:creator>Angela</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Sep 2008 22:26:02 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://genderblog.de/?p=1385#comment-70169</guid>
		<description>Lieber Rochus, liebe Ulrike Spohn

die Kommentare sprechen für mich Bände! Einige Autoren sind mir aus den Foren schon bekannt. Und alle vergessen hier eines, nämlich dass Kinder nicht vom Feminismus unterrichtet werden, sondern von Lehrern und den von den Kultusministerien festgelegten Lehrplänen.
Ganz besonders lustig finde ich immer solche Argumente wie den, dass mit Blumen verzierte Hausaufgaben besser benotet werden, oder dass es unmännlich ist, ein Lineal zu benutzen. So, als sei Disziplin neu und würde Jungen in ihrem Bewegungsdrang hindern.

Als ich zur Schule kam schrieb man noch nicht einmal das Jahr 1970. Da war Disziplin an der Tagesordnung. Da konnte dem Lehrer auch gut noch &quot;die Hand ausrutschen&quot;. Und ganz sicher hat auch damals kein Lehrer mit den Jungen gespielt und spezielle Unterrichte abgehalten.

Und auch damals gab es Schulversager. Nur ist dies damals niemanden aufgefallen. Weil man auch ohne jeden Schulabschluss noch einen Job bekam, sogar ohne Befristung und mit einem Lohn, der reichte eine Familie zu ernähren. Heute ist das anders und heute fällt es auf. Das aber liegt am neoliberalem Wirtschaftsmodell in dem wir leben. Die Mädchen wurden immer und werden noch heute auf Anpassung gedrillt. Sich den schulischen Hierarchien anzupassen fällt ihnen leichter. Hat aber meiner Meinung nach zur Folge, dass sie später mit ihrer tollen Bildung nicht viel weiter kommen.
Denn wenn etwas an der Kritik stimmt, dann, dass Schule nicht zum kritischen Denken und zur Kreativität erzieht. Auch nicht zum sich Durchsetzen. Alles Eigenschaften, die aber später im Beruf gebraucht werden. Vor allem dann, wenn man Karriere machen will. Da liegt meiner Meinung nach die &quot;gläserne Decke&quot; für Frauen eher begründet als in echter negativer Diskriminierung.

Man hat übrigens festgestellt, dass die Jungen, deren Väter sich stark für die schulischen Belange interessieren besser in der Schule abschneiden, als andere Jungen, bei denen das nicht so ist. Und da heute auch viele Kinder und Jugendliche sich selbst überlassen sind, mag das eine große Rolle mitspielen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Rochus, liebe Ulrike Spohn</p>
<p>die Kommentare sprechen für mich Bände! Einige Autoren sind mir aus den Foren schon bekannt. Und alle vergessen hier eines, nämlich dass Kinder nicht vom Feminismus unterrichtet werden, sondern von Lehrern und den von den Kultusministerien festgelegten Lehrplänen.<br />
Ganz besonders lustig finde ich immer solche Argumente wie den, dass mit Blumen verzierte Hausaufgaben besser benotet werden, oder dass es unmännlich ist, ein Lineal zu benutzen. So, als sei Disziplin neu und würde Jungen in ihrem Bewegungsdrang hindern.</p>
<p>Als ich zur Schule kam schrieb man noch nicht einmal das Jahr 1970. Da war Disziplin an der Tagesordnung. Da konnte dem Lehrer auch gut noch &#8220;die Hand ausrutschen&#8221;. Und ganz sicher hat auch damals kein Lehrer mit den Jungen gespielt und spezielle Unterrichte abgehalten.</p>
<p>Und auch damals gab es Schulversager. Nur ist dies damals niemanden aufgefallen. Weil man auch ohne jeden Schulabschluss noch einen Job bekam, sogar ohne Befristung und mit einem Lohn, der reichte eine Familie zu ernähren. Heute ist das anders und heute fällt es auf. Das aber liegt am neoliberalem Wirtschaftsmodell in dem wir leben. Die Mädchen wurden immer und werden noch heute auf Anpassung gedrillt. Sich den schulischen Hierarchien anzupassen fällt ihnen leichter. Hat aber meiner Meinung nach zur Folge, dass sie später mit ihrer tollen Bildung nicht viel weiter kommen.<br />
Denn wenn etwas an der Kritik stimmt, dann, dass Schule nicht zum kritischen Denken und zur Kreativität erzieht. Auch nicht zum sich Durchsetzen. Alles Eigenschaften, die aber später im Beruf gebraucht werden. Vor allem dann, wenn man Karriere machen will. Da liegt meiner Meinung nach die &#8220;gläserne Decke&#8221; für Frauen eher begründet als in echter negativer Diskriminierung.</p>
<p>Man hat übrigens festgestellt, dass die Jungen, deren Väter sich stark für die schulischen Belange interessieren besser in der Schule abschneiden, als andere Jungen, bei denen das nicht so ist. Und da heute auch viele Kinder und Jugendliche sich selbst überlassen sind, mag das eine große Rolle mitspielen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Petra Schmidt</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2008/09/14/arme-jungs-ein-kommentar-zum-thema-jungenforderung/#comment-70157</link>
		<dc:creator>Petra Schmidt</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Sep 2008 19:22:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://genderblog.de/?p=1385#comment-70157</guid>
		<description>Dieses &quot;gleichwertige Bedenken der natürlichen Voraussetzungen menschlichen Verhaltens auf Seiten der Geisteswissenschaften&quot;, Roslin, existiert ganz sicher in herausragenden geisteswissenschaftlichen Kreisen. Wobei ich aber kein Beispiel aus dem Bereich Frauen- und Geschlechterforschung kenne, wo das in entsprechend anspruchsvoll-abwägender Weise geschieht. Das mag aber daran liegen, dass ich mich zu wenig in der Frauen- und Geschlechterforschung auskenne. Vielleicht kann da jemand aushelfen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Dieses &#8220;gleichwertige Bedenken der natürlichen Voraussetzungen menschlichen Verhaltens auf Seiten der Geisteswissenschaften&#8221;, Roslin, existiert ganz sicher in herausragenden geisteswissenschaftlichen Kreisen. Wobei ich aber kein Beispiel aus dem Bereich Frauen- und Geschlechterforschung kenne, wo das in entsprechend anspruchsvoll-abwägender Weise geschieht. Das mag aber daran liegen, dass ich mich zu wenig in der Frauen- und Geschlechterforschung auskenne. Vielleicht kann da jemand aushelfen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Roslin</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2008/09/14/arme-jungs-ein-kommentar-zum-thema-jungenforderung/#comment-70154</link>
		<dc:creator>Roslin</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Sep 2008 18:03:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://genderblog.de/?p=1385#comment-70154</guid>
		<description>Ich bin Mediziner, Sven und ich vertraue der empirischen Vorgehensweise der Naturwissenschaften mehr als jeder anderen Methode.
Ihre Erfolge sind gewaltig, was man von den geisteswissenschaftlichen Methoden nicht in auch nur annähernd gleichem Maße behaupten kann.
Sind geisteswissenschafltiche Theoriebildungen nicht noch sehr viel mehr von kulturellen/ideologischen Vorstellungen &quot;verseucht&quot; als die empirisch nachprüfbaren Ergebnisse der Naturwissenschaften?
Wieviel unhinterfragtes, empirisch nicht abgestütztes &quot;Wissen&quot; beinhaltet denn der Feminismus in seinen unterschiedlichen Spielarten?
Weiß der Feminismus z.B., wie frei der Mensch überhaupt ist, zu wollen, was er will?
Was bedeutet es für eine Gesellschaft, wenn ein Geschlecht aufgrund seiner biologischen Grundausstattung das aktivere, aggressivere, innovativere sein könnte, auf dem der inhärente Druck lastet, sich stärker beweisen zu müssen, nicht allein aufgrund von Erziehung, sondern aufgrund von Testosteron, weil Jahrzehntausende lang Frauen &quot;potente&quot; Männer bevorzugten und Männer &quot;fruchtbare&quot; Frauen, deren Fruchtbarkeit ablesbar war/ist an körperlichen Merkmalen, an ihrem jugendlichen Aussehen usw.?
Was, wenn all das zu Instinkthandeln abgesunken ist, eingesintert in die menschliche Natur?
Was, wenn die rigiden kulturellen Normen, die Emanzipationsbewegungen, Gott sei Dank, aufgelöst haben, nicht willkürlich sind, sondern nur die illegitimen Verfestigungen der mehrheitlichen Bestrebungen im jeweiligen Geschlecht repräsntierten?
Was bedeutet es für die Motivation eines jungen Mannes, der vielleicht instinktiv weiß, daß er, um für Frauen attraktiv zu sein, seine &quot;Potenz&quot;, seine Versorgerqualitäten, unter Beweis stellen muss?
Er wird sich sehr viel &quot;triebhafter&quot; seiner Karriere, seinem beruflchen Fortkommen widmen als eine Frau, die ebenso instinktiv weiß, daß ihre Attraktivität für Männer nicht sonderlich abhängig ist von beruflichem Erfolg und &quot;Potenz&quot;, weil für Männer Schönheit und Jugendlichkeit viel wichtiger sind als Attraktivitätsmerkmale von Frauen.
Ich suche in den Naturwissenschaften nicht nach Rechtfertigungen für Rollenzuschreibungen, aber nach Begründungen dafür, warum sich Gesellschaften so ausgeformt haben, wie sie es taten.
Begründungen, die über das unterstellende Konstrukt der patriarchalen Unterdrückungsabsicht hinausgehen.
Denn auch ununterdrückt, rechtlich gleichberechtigt, verhalten sich Frauen deutlich anders als Männer, wohlgemerkt, betrachtet man die große Zahl.
Die Muster werden undeutlicher, verschwinden aber nicht.
Aussagen über das konkrete Individuum, gar Rollenfestlegungen im Vorhinein, geben biowissenschaftliche Ergebnisse nicht her. Sie könnnen nur helfen, zu erklären, warum sich Muster so ausbilden, wie sie es getan haben/tun, im Nachhinein.
Warum Männer sich mehrheitlich anders verhalten als Frauen, warum z.B. Frauen sich auf Berufe konzentrieren, die kommuninkativer, menschenbezogener sind, warum Männer sich auf technisch-naturwissenschaftliche Fächer konzentrieren.
Warum Männer so sehr viel mehr nach Erfolg, Karriere, Potenznachweisen gieren, warum Frauen sehr viel mehr nach Jugendlichkeit und Schönheit streben usw.
Hier geben evoltutionsbiologische Ansätze Antworten, die schlüssiger erscheinen als die geisteswissenschaftlichen Konstrukte, die noch gängig sind.
Kein ernstzunehmender Biowissenschaftler wird den Einfluß der Soziokultur auf menschliches Verhalten leugnen. Man hat sich mehrheitlich auf einen 50/50 Einfluß von Biologie/Umwelt geeinigt, ein etwas hilfloses Ergebnis, der Tatsache Rechnung tragend, daß bei der Ausformung des menschlichen Individuums natürliche und Umweltfaktoren unablösbar in-und miteinander verwoben sind.
Mir fehlt ein gleichwertiges Bedenken der natürlichen Voraussetzungen menschlichen Verhaltens auf Seiten der Geisteswissenschaften, der hormonellen und anatomischen Unterschiede (Hirnanatomie!) der Geschlechter.
Dort werden mögliche biologische Ursachen für Verhaltensunterschiede einfach geleugnet.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin Mediziner, Sven und ich vertraue der empirischen Vorgehensweise der Naturwissenschaften mehr als jeder anderen Methode.<br />
Ihre Erfolge sind gewaltig, was man von den geisteswissenschaftlichen Methoden nicht in auch nur annähernd gleichem Maße behaupten kann.<br />
Sind geisteswissenschafltiche Theoriebildungen nicht noch sehr viel mehr von kulturellen/ideologischen Vorstellungen &#8220;verseucht&#8221; als die empirisch nachprüfbaren Ergebnisse der Naturwissenschaften?<br />
Wieviel unhinterfragtes, empirisch nicht abgestütztes &#8220;Wissen&#8221; beinhaltet denn der Feminismus in seinen unterschiedlichen Spielarten?<br />
Weiß der Feminismus z.B., wie frei der Mensch überhaupt ist, zu wollen, was er will?<br />
Was bedeutet es für eine Gesellschaft, wenn ein Geschlecht aufgrund seiner biologischen Grundausstattung das aktivere, aggressivere, innovativere sein könnte, auf dem der inhärente Druck lastet, sich stärker beweisen zu müssen, nicht allein aufgrund von Erziehung, sondern aufgrund von Testosteron, weil Jahrzehntausende lang Frauen &#8220;potente&#8221; Männer bevorzugten und Männer &#8220;fruchtbare&#8221; Frauen, deren Fruchtbarkeit ablesbar war/ist an körperlichen Merkmalen, an ihrem jugendlichen Aussehen usw.?<br />
Was, wenn all das zu Instinkthandeln abgesunken ist, eingesintert in die menschliche Natur?<br />
Was, wenn die rigiden kulturellen Normen, die Emanzipationsbewegungen, Gott sei Dank, aufgelöst haben, nicht willkürlich sind, sondern nur die illegitimen Verfestigungen der mehrheitlichen Bestrebungen im jeweiligen Geschlecht repräsntierten?<br />
Was bedeutet es für die Motivation eines jungen Mannes, der vielleicht instinktiv weiß, daß er, um für Frauen attraktiv zu sein, seine &#8220;Potenz&#8221;, seine Versorgerqualitäten, unter Beweis stellen muss?<br />
Er wird sich sehr viel &#8220;triebhafter&#8221; seiner Karriere, seinem beruflchen Fortkommen widmen als eine Frau, die ebenso instinktiv weiß, daß ihre Attraktivität für Männer nicht sonderlich abhängig ist von beruflichem Erfolg und &#8220;Potenz&#8221;, weil für Männer Schönheit und Jugendlichkeit viel wichtiger sind als Attraktivitätsmerkmale von Frauen.<br />
Ich suche in den Naturwissenschaften nicht nach Rechtfertigungen für Rollenzuschreibungen, aber nach Begründungen dafür, warum sich Gesellschaften so ausgeformt haben, wie sie es taten.<br />
Begründungen, die über das unterstellende Konstrukt der patriarchalen Unterdrückungsabsicht hinausgehen.<br />
Denn auch ununterdrückt, rechtlich gleichberechtigt, verhalten sich Frauen deutlich anders als Männer, wohlgemerkt, betrachtet man die große Zahl.<br />
Die Muster werden undeutlicher, verschwinden aber nicht.<br />
Aussagen über das konkrete Individuum, gar Rollenfestlegungen im Vorhinein, geben biowissenschaftliche Ergebnisse nicht her. Sie könnnen nur helfen, zu erklären, warum sich Muster so ausbilden, wie sie es getan haben/tun, im Nachhinein.<br />
Warum Männer sich mehrheitlich anders verhalten als Frauen, warum z.B. Frauen sich auf Berufe konzentrieren, die kommuninkativer, menschenbezogener sind, warum Männer sich auf technisch-naturwissenschaftliche Fächer konzentrieren.<br />
Warum Männer so sehr viel mehr nach Erfolg, Karriere, Potenznachweisen gieren, warum Frauen sehr viel mehr nach Jugendlichkeit und Schönheit streben usw.<br />
Hier geben evoltutionsbiologische Ansätze Antworten, die schlüssiger erscheinen als die geisteswissenschaftlichen Konstrukte, die noch gängig sind.<br />
Kein ernstzunehmender Biowissenschaftler wird den Einfluß der Soziokultur auf menschliches Verhalten leugnen. Man hat sich mehrheitlich auf einen 50/50 Einfluß von Biologie/Umwelt geeinigt, ein etwas hilfloses Ergebnis, der Tatsache Rechnung tragend, daß bei der Ausformung des menschlichen Individuums natürliche und Umweltfaktoren unablösbar in-und miteinander verwoben sind.<br />
Mir fehlt ein gleichwertiges Bedenken der natürlichen Voraussetzungen menschlichen Verhaltens auf Seiten der Geisteswissenschaften, der hormonellen und anatomischen Unterschiede (Hirnanatomie!) der Geschlechter.<br />
Dort werden mögliche biologische Ursachen für Verhaltensunterschiede einfach geleugnet.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Sven</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2008/09/14/arme-jungs-ein-kommentar-zum-thema-jungenforderung/#comment-70124</link>
		<dc:creator>Sven</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Sep 2008 13:55:16 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://genderblog.de/?p=1385#comment-70124</guid>
		<description>Tobias:

Ich kann nur über die Formen des Feminismus sprechen, die ich erlebt habe. Ich denke, dass selbst zu den Hochzeiten der zweiten Welle nur eine Miderheit S.C.U.M. und ähnlichem Blödsinn angehangen haben. Dass es so was gegeben hat und auch heute noch gern neo-essentialistische Auswüchse gibt, würde ich eher als eine bestehende Aufgabe ansehen. Mein erster Beitrag zielte lediglich gegen die Verleumdung einer ganzen Bewegung aufgrund von Zitaten, die größtenteils aus ihrem Kontext gerissen werden. Dann wird auch immer noch angenommen, dass es sich bei dem Feminismus gefälligst um eine homogene Bewegung zu handeln hat, mit einer einheitlichen Meinung und dezidierten Köpfen ... und weil jetzt keine medientauglichen Köpfe mehr nachkommen wollen oder weil die existierenden Köpfe für den seichten medialen Mainstream zu komplexe Gedankengebäude errichten, kann man den Backlash einleiten unter dem Verweis, es sei doch nur um Einzelinteressen gegangen...
Fakt ist: Gegen eine ernsthafte Aufarbeitung der dunklen Stellen ist nichts zu sagen. Auch, wenn ich es nicht weiß, gehe ich davon aus, dass sich durchaus FeministInnen schon damit beschäftigt haben. Ich verbitte mir aber, diese &#039;Aufarbeitung&#039; von verwirrten Leuten wie genderwars durchführen zu lassen, die mit reaktionären Reflexen hier auf den Feminismus einprügeln wollen...

Rosslin:
Mir mit dem Biowissenschaften und ihren &#039;Belegen&#039; für gesellschaftlich etablierte Rollenbilder kommen ist echt ganz schön billig. Lass uns vorher eines klären: Wie weit glaubst du, mit deinen Biologismen zu kommen? Bis zum Sozialverhalten? Dann frage ich mich ernsthaft, was du in einem genderblog machst, wenn du nicht einmal den zentralen Thesen rund um den Begriff &#039;gender&#039; der Geschlechterforschung zustimmen magst. Wenn das der Fall wäre, brauchen wir nicht zu diskutieren, brauchen wir hier eigentlich nicht zu diskutieren - nicht, weil unsere Ansichten inkommensurabel wären, sondern weil ich schlichtweg nicht wüsste, mit welchem Ziel eine solche Debatte ablaufen sollte.

Im anderen Fall, wenn du nur meinst, dass deine Biologismen nur für das &#039;sex&#039;zutreffen sollen und du die gender/sex-Unterscheidung für plausibel hälst, kann ich dir gerne meine Sicht der Dinge mitteilen und wir können darüber diskutieren - aber einen großen Unterschied bezüglich des Themas macht das nicht, denn hier geht es um Erziehung und die ist gemäß jeder Definition ein Produkt des Menschen und veränderbar...

Bist du selbst BiologIn? Wenn ja, hättest du vielleicht einen Wissensvorsprung. Wenn nein (was ich eher vermute) und du nur das allgemein etablierte blinde Vertrauen in die Naturwissenschaften reproduzierst, lasse dir folgendes gesagt sein: Eine Wissenschaft, die sich ihrem äußeren Erscheinungsbild nach kaum mit den Grundsätzen von Wissenschaftstheorie und deren Entwicklungen beschäftigt und blind dem Empirismus vom Anfang des 20. Jahrhunderts folgt, ist kein geeignetes Mittel, um strak reflektierte Theorien einfach zu delegitimieren.

Genau das meinte ich mit Theorie. Reflektierte Theorie. Nicht irgendwelche Ergebnisse aus Laboren, deren erkenntnistheoretische Prämissen schon äußerst zweifelhaft sind. BTW: Immerhin hast du auf die &#039;Biowissenschaften&#039; verwiesen, nicht auf die angebliche &#039;Natur des Menschen&#039;... Wissenschaften sind immer eine Schäpfung der menschlichen Kultur und müssen mit den Beschränkungen von Kultur leben: Dazu gehört, keine objektiven Ergebnisse produzieren zu können und die &#039;Verseuchung&#039; der Daten durch subjektive Vorstellungen (wozu auch kulturelle Muster gehören).

In diesem Fall liegt das Theoriedefizit eher bei Feyerabend und co...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Tobias:</p>
<p>Ich kann nur über die Formen des Feminismus sprechen, die ich erlebt habe. Ich denke, dass selbst zu den Hochzeiten der zweiten Welle nur eine Miderheit S.C.U.M. und ähnlichem Blödsinn angehangen haben. Dass es so was gegeben hat und auch heute noch gern neo-essentialistische Auswüchse gibt, würde ich eher als eine bestehende Aufgabe ansehen. Mein erster Beitrag zielte lediglich gegen die Verleumdung einer ganzen Bewegung aufgrund von Zitaten, die größtenteils aus ihrem Kontext gerissen werden. Dann wird auch immer noch angenommen, dass es sich bei dem Feminismus gefälligst um eine homogene Bewegung zu handeln hat, mit einer einheitlichen Meinung und dezidierten Köpfen &#8230; und weil jetzt keine medientauglichen Köpfe mehr nachkommen wollen oder weil die existierenden Köpfe für den seichten medialen Mainstream zu komplexe Gedankengebäude errichten, kann man den Backlash einleiten unter dem Verweis, es sei doch nur um Einzelinteressen gegangen&#8230;<br />
Fakt ist: Gegen eine ernsthafte Aufarbeitung der dunklen Stellen ist nichts zu sagen. Auch, wenn ich es nicht weiß, gehe ich davon aus, dass sich durchaus FeministInnen schon damit beschäftigt haben. Ich verbitte mir aber, diese &#8216;Aufarbeitung&#8217; von verwirrten Leuten wie genderwars durchführen zu lassen, die mit reaktionären Reflexen hier auf den Feminismus einprügeln wollen&#8230;</p>
<p>Rosslin:<br />
Mir mit dem Biowissenschaften und ihren &#8216;Belegen&#8217; für gesellschaftlich etablierte Rollenbilder kommen ist echt ganz schön billig. Lass uns vorher eines klären: Wie weit glaubst du, mit deinen Biologismen zu kommen? Bis zum Sozialverhalten? Dann frage ich mich ernsthaft, was du in einem genderblog machst, wenn du nicht einmal den zentralen Thesen rund um den Begriff &#8216;gender&#8217; der Geschlechterforschung zustimmen magst. Wenn das der Fall wäre, brauchen wir nicht zu diskutieren, brauchen wir hier eigentlich nicht zu diskutieren &#8211; nicht, weil unsere Ansichten inkommensurabel wären, sondern weil ich schlichtweg nicht wüsste, mit welchem Ziel eine solche Debatte ablaufen sollte.</p>
<p>Im anderen Fall, wenn du nur meinst, dass deine Biologismen nur für das &#8216;sex&#8217;zutreffen sollen und du die gender/sex-Unterscheidung für plausibel hälst, kann ich dir gerne meine Sicht der Dinge mitteilen und wir können darüber diskutieren &#8211; aber einen großen Unterschied bezüglich des Themas macht das nicht, denn hier geht es um Erziehung und die ist gemäß jeder Definition ein Produkt des Menschen und veränderbar&#8230;</p>
<p>Bist du selbst BiologIn? Wenn ja, hättest du vielleicht einen Wissensvorsprung. Wenn nein (was ich eher vermute) und du nur das allgemein etablierte blinde Vertrauen in die Naturwissenschaften reproduzierst, lasse dir folgendes gesagt sein: Eine Wissenschaft, die sich ihrem äußeren Erscheinungsbild nach kaum mit den Grundsätzen von Wissenschaftstheorie und deren Entwicklungen beschäftigt und blind dem Empirismus vom Anfang des 20. Jahrhunderts folgt, ist kein geeignetes Mittel, um strak reflektierte Theorien einfach zu delegitimieren.</p>
<p>Genau das meinte ich mit Theorie. Reflektierte Theorie. Nicht irgendwelche Ergebnisse aus Laboren, deren erkenntnistheoretische Prämissen schon äußerst zweifelhaft sind. BTW: Immerhin hast du auf die &#8216;Biowissenschaften&#8217; verwiesen, nicht auf die angebliche &#8216;Natur des Menschen&#8217;&#8230; Wissenschaften sind immer eine Schäpfung der menschlichen Kultur und müssen mit den Beschränkungen von Kultur leben: Dazu gehört, keine objektiven Ergebnisse produzieren zu können und die &#8216;Verseuchung&#8217; der Daten durch subjektive Vorstellungen (wozu auch kulturelle Muster gehören).</p>
<p>In diesem Fall liegt das Theoriedefizit eher bei Feyerabend und co&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: genderwars</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2008/09/14/arme-jungs-ein-kommentar-zum-thema-jungenforderung/#comment-70122</link>
		<dc:creator>genderwars</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Sep 2008 13:01:30 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://genderblog.de/?p=1385#comment-70122</guid>
		<description>&quot;P.S.: Sorry. Wer es partout nicht wahrhaben will: Das gezielte Nichtfördern von Kindern ist Gewalt.&quot;

Übrigens, in der aktuellen Defizit bzw. Verweiblichungspädagogik an Jungen sehen Experten eine Form des Mißbrauchs. Für FeministInnen natürlich undenkbar, mißbrauch hat immer etwas mit männlicher körperlicher Gewalt zu tun.

Genauso wenn ältere europäische Damen in Afrika die Armut der männlichen Schwarzen ausnutzen und diese zu Leibeigene erklären, dann istdas nicht Prostitution sondern sinnliche Völkerverständigung.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;P.S.: Sorry. Wer es partout nicht wahrhaben will: Das gezielte Nichtfördern von Kindern ist Gewalt.&#8221;</p>
<p>Übrigens, in der aktuellen Defizit bzw. Verweiblichungspädagogik an Jungen sehen Experten eine Form des Mißbrauchs. Für FeministInnen natürlich undenkbar, mißbrauch hat immer etwas mit männlicher körperlicher Gewalt zu tun.</p>
<p>Genauso wenn ältere europäische Damen in Afrika die Armut der männlichen Schwarzen ausnutzen und diese zu Leibeigene erklären, dann istdas nicht Prostitution sondern sinnliche Völkerverständigung.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Von: genderwars</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2008/09/14/arme-jungs-ein-kommentar-zum-thema-jungenforderung/#comment-70121</link>
		<dc:creator>genderwars</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Sep 2008 12:48:19 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://genderblog.de/?p=1385#comment-70121</guid>
		<description>&quot;Mich ärgern Ausfälle, wie genderwars sie hier vollführt auch deshalb, weil sie es auf feministischer Seite leicht machen, die haßgeladenen Abschnitte feministischer Geschichte zu verdrängen, zu verleugnen, zu rechtfertigen.&quot;

Wenn Sie Sendungen / Talkshows mit dem Schwerpunkt Thema Feminismus, dann müßten sie gemerkt haben, daß diese &quot;Du Britta, wir sollten uns mal kritisch mit den Vergasungsplänen von Frau Solanas sowie aktuelle Aussagen:
- Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männliche überwinden. -

- Alle Männer sind &#039;potentielle Vergewaltiger. -

kritisch außeinandersetzen, du.&quot; 


Dieses Pudel-blabla zeigt überhaupt keine Wirkung. Wirkung zeigt dagegen nur knallharte Konfrontation mit der Geschichte feministischer Volksverhetzung und den Lebenslügen der GutmenschInnen.

Das Misandrie in kleinen Damenkreisen gefeiert wird ist mir schnuppe, nur wenn diese ein Abrichtungsprogramm für eine Gesellschaft begründet (viele der FemifaschistInnen sitzen heute im Erziehungswesen, Genderforschung etc.) dann wird´s brenzlig.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Mich ärgern Ausfälle, wie genderwars sie hier vollführt auch deshalb, weil sie es auf feministischer Seite leicht machen, die haßgeladenen Abschnitte feministischer Geschichte zu verdrängen, zu verleugnen, zu rechtfertigen.&#8221;</p>
<p>Wenn Sie Sendungen / Talkshows mit dem Schwerpunkt Thema Feminismus, dann müßten sie gemerkt haben, daß diese &#8220;Du Britta, wir sollten uns mal kritisch mit den Vergasungsplänen von Frau Solanas sowie aktuelle Aussagen:<br />
- Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männliche überwinden. -</p>
<p>- Alle Männer sind &#8216;potentielle Vergewaltiger. -</p>
<p>kritisch außeinandersetzen, du.&#8221; </p>
<p>Dieses Pudel-blabla zeigt überhaupt keine Wirkung. Wirkung zeigt dagegen nur knallharte Konfrontation mit der Geschichte feministischer Volksverhetzung und den Lebenslügen der GutmenschInnen.</p>
<p>Das Misandrie in kleinen Damenkreisen gefeiert wird ist mir schnuppe, nur wenn diese ein Abrichtungsprogramm für eine Gesellschaft begründet (viele der FemifaschistInnen sitzen heute im Erziehungswesen, Genderforschung etc.) dann wird´s brenzlig.</p>
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		<title>Von: Nick</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2008/09/14/arme-jungs-ein-kommentar-zum-thema-jungenforderung/#comment-70009</link>
		<dc:creator>Nick</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Sep 2008 22:23:14 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://genderblog.de/?p=1385#comment-70009</guid>
		<description>P.S.: Sorry. Wer es partout nicht wahrhaben will: Das gezielte Nichtfördern von Kindern ist Gewalt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>P.S.: Sorry. Wer es partout nicht wahrhaben will: Das gezielte Nichtfördern von Kindern ist Gewalt.</p>
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		<title>Von: Nick</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2008/09/14/arme-jungs-ein-kommentar-zum-thema-jungenforderung/#comment-69887</link>
		<dc:creator>Nick</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Sep 2008 20:38:53 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;blockquote&gt;Man sollte aber bei all dem auch nicht vergessen, dass Mädchen trotz höheren Bildungs- und Qualifikationsniveaus den Sprung in die Führungsetagen später nicht schaffen – im Gegensatz zu ihren oft schlechter qualifizierten Kollegen. Man sollte also wirklich genau darüber nachdenken, wo Förderprogramme tatsächlich benötigt werden.&lt;/blockquote&gt;

Ich kann hier nichts anderes erkennen als die Idee, Jungen in der Form in Kollektivhaftung zu nehmen daß sie in der Entfaltung ihrer Potentiale gehindert werden sollen: Die Mädchen hätten es später schwerer, also müssen wir es den Jungs heute schwerer machen. 

Insofern finde ich die EMMA-Zitate gar nicht weit hergeholt. Vom Duktus erinnert mich der Artikel sehr an Chantal Louis´ &quot;Prügelknaben oder prügelnde Knaben&quot;

Bei den den Bildungsverlierern handelt es sich überwiegend um Jungen aus unterprivilegierten Familien. Das Abdriften eines Teils der Bevölkerung ist keine Wahnphantasie, sondern gesellschaftliche Realität. Eine Realität, an der es offenbar nichts auszusetzen gibt solange die Verlierer Schwanzträger sind. 

Das zeigt eben wieder das Gewaltpotential von manchen Ausprägungen des Feminismus, und wir täten tatsächlich gut daran solche mit Nachdruck auf den Müllhaufen der Geschichte zu befördern.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Man sollte aber bei all dem auch nicht vergessen, dass Mädchen trotz höheren Bildungs- und Qualifikationsniveaus den Sprung in die Führungsetagen später nicht schaffen – im Gegensatz zu ihren oft schlechter qualifizierten Kollegen. Man sollte also wirklich genau darüber nachdenken, wo Förderprogramme tatsächlich benötigt werden.</p></blockquote>
<p>Ich kann hier nichts anderes erkennen als die Idee, Jungen in der Form in Kollektivhaftung zu nehmen daß sie in der Entfaltung ihrer Potentiale gehindert werden sollen: Die Mädchen hätten es später schwerer, also müssen wir es den Jungs heute schwerer machen. </p>
<p>Insofern finde ich die EMMA-Zitate gar nicht weit hergeholt. Vom Duktus erinnert mich der Artikel sehr an Chantal Louis´ &#8220;Prügelknaben oder prügelnde Knaben&#8221;</p>
<p>Bei den den Bildungsverlierern handelt es sich überwiegend um Jungen aus unterprivilegierten Familien. Das Abdriften eines Teils der Bevölkerung ist keine Wahnphantasie, sondern gesellschaftliche Realität. Eine Realität, an der es offenbar nichts auszusetzen gibt solange die Verlierer Schwanzträger sind. </p>
<p>Das zeigt eben wieder das Gewaltpotential von manchen Ausprägungen des Feminismus, und wir täten tatsächlich gut daran solche mit Nachdruck auf den Müllhaufen der Geschichte zu befördern.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Von: Roslin</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2008/09/14/arme-jungs-ein-kommentar-zum-thema-jungenforderung/#comment-69868</link>
		<dc:creator>Roslin</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Sep 2008 18:23:30 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://genderblog.de/?p=1385#comment-69868</guid>
		<description>@Tobias
&gt;Klar, ich finde auch, der Feminismus muß selbstkritisch(er) werden. Aber ich glaube ehrlich gesagt nicht, daß derbe Beschimpfungen dazu beitragen werden, daß sich eine solche Entwicklung einstellt.&lt;
Da gebe ich Dir völlig Recht.
Mich ärgern Ausfälle, wie genderwars sie hier vollführt auch deshalb, weil sie es auf feministischer Seite leicht machen, die haßgeladenen Abschnitte feministischer Geschichte zu verdrängen, zu verleugnen, zu rechtfertigen.
Einiges davon habe ich persönlich mit-und abbekommen in den späten 70&#039;er Jahren, als 18-19jähriger Freund einer Gleichaltrigen, die sich zunehmend dem radikalen Feminismus verschrieb wie einer Sekte.
Manches von dem Erlebten wird ahnbar in diesem Artikel von Astrid von Friesen, die diese Zeit als Feministin erlebte und offensichtlich keine schönfärberische &quot;Veteraninnenkultur&quot; beim Erinnern pflegt:
http://www.zeitpunkt.ch/news/artikel-einzelansicht/artikel/was-haben-wir-nur-angerichtet.html
Ich kann mir sehr gut vorstellen, daß bei vielen Männern Verwundungen zurückblieben, die sich u.U. in solchen Ausbrüchen wie oben nachzulesen, äußern.
Es kam zu emotionalen Verwüstungen in einem besonders sensiblen Bereich.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Tobias<br />
&gt;Klar, ich finde auch, der Feminismus muß selbstkritisch(er) werden. Aber ich glaube ehrlich gesagt nicht, daß derbe Beschimpfungen dazu beitragen werden, daß sich eine solche Entwicklung einstellt.&lt;<br />
Da gebe ich Dir völlig Recht.<br />
Mich ärgern Ausfälle, wie genderwars sie hier vollführt auch deshalb, weil sie es auf feministischer Seite leicht machen, die haßgeladenen Abschnitte feministischer Geschichte zu verdrängen, zu verleugnen, zu rechtfertigen.<br />
Einiges davon habe ich persönlich mit-und abbekommen in den späten 70&#8242;er Jahren, als 18-19jähriger Freund einer Gleichaltrigen, die sich zunehmend dem radikalen Feminismus verschrieb wie einer Sekte.<br />
Manches von dem Erlebten wird ahnbar in diesem Artikel von Astrid von Friesen, die diese Zeit als Feministin erlebte und offensichtlich keine schönfärberische &#8220;Veteraninnenkultur&#8221; beim Erinnern pflegt:<br />
<a href="http://www.zeitpunkt.ch/news/artikel-einzelansicht/artikel/was-haben-wir-nur-angerichtet.html" rel="nofollow">http://www.zeitpunkt.ch/news/a.....chtet.html</a><br />
Ich kann mir sehr gut vorstellen, daß bei vielen Männern Verwundungen zurückblieben, die sich u.U. in solchen Ausbrüchen wie oben nachzulesen, äußern.<br />
Es kam zu emotionalen Verwüstungen in einem besonders sensiblen Bereich.</p>
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