Zeit für ein neues Telefon?
Schon im Dezember (da fand ich nur keine Zeit, darüber zu schreiben) fand ich diesen Beitrag von Jeff bei Feminist Allies bemerkenswert, in dem er sich Gedanken über die kleinen Dinge macht, mit denen feministische Ziele im Alltag verankert und vorangetrieben werden können – “Small Daily Acts of Feminism”.
Jeffs konkretes Beispiel ist sein hübsches, pinkfarbenes Handy, das zumindest gelegentlich zu interessanten Gesprächen über Geschlechterstereotype Anlaß gebe – und von Melissa McEwan bekam er dafür den Shakesville Silver Teaspoon for Random Acts of Feminism verliehen.
Welche kleinen feministischen Alltagsschritte macht Ihr so? Welche könntet Ihr Euch vorstellen?
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Tolle Seite! Interessant auch die Männersicht auf Feminismus zu haben.
Mein Alltagsschritt besteht meist darin, den Stereotyp zu widersprechen und das zu betonen: nein, ich habe keinen Schuhtick, nein, ich hab nicht zehntausend Taschen und ja, ich kann sehr wohl rechts von links unterscheiden UND gut einparken. Die Klischees stimmen einfach nicht – das lernen wir sogar in unserem Studium (Psychologie).
Außerdem poste ich auf meinem Blog über feministische Themen und versuche auch solche Gespräche in meinem Freundeskreis zu fördern, nicht nur um Meinungen auszutauschen, sondern auch um meinen Freundinnen klar zu machen: das sind feministische Themen. Ihr mögt euch vielleicht nicht so nennen, aber ihr habt auch eine Meinung dazu und es betrifft uns alle.
Mein nächster Genderpolitischer Schritt wird vermutlich sein, mich bei der attac Europäischen Sommeruniversität in Saarbrücken dem Thema “Gender und der Vertrag von Lissabon” zu widmen, weil die neue Grundlage der künftigen EU natürlich auch für die künfitigen Genderfragen prägend sein wird.
Alltagsschritte sind natürlich auch das Durchbrechen von Stereotypen und die Kommunikation im Alltag unter besonderer Berücksichtigung von Luise F. Pusch. Und starke Frauen heranziehen, zwei davon (selbst gemacht).
Wenn ich mutig genug bin, dann ist diese Kleinigkeit mein Ozeanauslöffelding:
Aufs Herrenklo gehe ich, wenn ich eine Hose anhabe, aufs Damenklo mit Rock. Und richte mich nach den tatsächlichen Bildern und nicht nach dem, was vorrausgesetzt wird.
Und ich will mehr von nachahmenswerten “small daily acts of feminism” hören!
Oh, sehr spannend!
Die Idee, den Pictogrammen zu folgen find ich super! Die Sache mit dem pinken Telefon sowieso.
Die oben angesprochenen Stereotypen erfülle ich teilweise, kämpfe aber dafür, dass das keine typisch weiblichen Dinge sind! Auch Männer mögen Schuhe und können nicht alle super-toll einparken.
Ich spiegele das Verhalten anderer oft “Das ist ja dann aber wie, wenn ich nur heiraten würde, wenn er meinen Namen annimmt” etc.und habe aufgehört jemals etwas zu Thema nicht zu sagen.
@lülü: du freust dich sicher schon ob des feministischen Aktes, wenn Männer in Röcken das Damenklo aufsuchen.
@Peter
Joa, fände ich schon cool. Schon, weil es es Männer in Röcken vorraussetzt. :)
Ich trage manchmal Röcke :) Die lustigsten Reaktionen gibt es aber immer unter meinen (männlichen) Kollegen, wenn ich eindeutig weiblich geschnittene TShirts trage oder anderes körperbetontes… manchmal kommen die Stereotype bei denen dann so richtig schön hoch.
Nett finde ich auch immer wieder die ‘sowas sollen Männer nicht lesen’ Reaktion in Bezug auf die Lektüre der Feuchtgebiete.