SZ-Magazinin
Nein, das ist kein Tippfehler in der Überschrift: Die Süddeutsche Zeitung macht heute, haha, aus ihrem Magazin eine Magazinin: “Das Frauenheft”. Das ist, ich befürchte ja gerne und wiederholt das Schlimmste, gar nicht so furchtbar wie gedacht.
Lustig ist etwa Okka Rohds Rant über die Unfähigkeit von ProduktdesignerInnen, sich für Frauen etwas anderes als rosa Fimschigkeiten mit Strassausschlag
einfallen zu lassen. Thomas Röbke zeigt uns, welche Frauenzeitschriften wirklich hohe Auflagen haben – und mit welchen Themen. Aua!
Susanne Schneider erklärt ausführlich und gründlich, warum von Gleichberechtigung in Deutschland keine Rede sein könne, und Tobias Kniebe widmet sich diese Woche dem “Prinzip Achselhaare”, natürlich ein bißchen am Beispiel von Charlotte Roche et al., und macht dabei auf einen durchaus interessanten Effekt aufmerksam:
Das bewusst getragene weibliche Achselhaar dagegen bedeutet das genaue Gegenteil, nämlich eine besonders intensive, ja obsessive Beschäftigung mit Sex und Lust. [...] Vordergründig positioniert [sich Charlotte Roche] mit ihrem Roman Feuchtgebiete als feministische Kriegerin für eine wiedergefundene Natürlichkeit – die Haare sollen sprießen, wo sie wollen, alles darf schleimen und stinken, wie die Natur es vorgesehen hat. In Wahrheit aber propagiert sie das exakte Gegenteil, nämlich immer komplexere und anstrengendere Sextechniken, die sich weiter und weiter von der Natur entfernen.
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ABER: wer das heft in die hand nimmt, erkennt, dass die praxis immer ihren eigensinn gegenüber den normen und stereotypen behält: da schimmert nämlich der neue alfa romeo-super-sport-wagen mit seiner muskulösen schnauze und den listigen augen durch das rosa bild. genial! für mich als auto-freak eine delikatesse von titelblatt…
paula