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Genderblog

Das Geschlecht, nicht die Religion, ist das Opium des Volkes. (Erving Goffman)

 

Ist manchmal eine Banane doch nicht nur eine Banane?

 Rochus Wolff   17. April 2008
 Gesellschaft, Humor, Literatur, Medien, Sexualität

Es ist schon relativ klar, daß die Journalistinnen und Journalisten der Welt nicht unbedingt immer ganz nah am Zeitgeist entlang surfen – das müssen sie ja auch nicht. Insofern ist es tatsächlich nicht verwunderlich, daß man in der Axel-Springer-Straße erst darauf aufmerksam wurde, daß manche Frauen selbstbewußt mit ihrer Sexualität umgehen (gar Pornographie mögen! Überraschung!), als eine weithin sichtbare Person (also: aus dem Leitmedium Fernsehen stammend) ein Buch veröffentlichte, dessen Rezeption so ubiquitär war, daß man es selbst bei Springers nicht ignorieren konnte.

Und dann machte die Welt also gleich einen Trend daraus. Sollen sie, so blöd es auch ist, von einer neuen Ehrlichkeit beim Sex zu quasseln, so alter Käse Youporn und Sexshops für Frauen auch sind: jetzt wissen auch diese LeserInnen endlich einmal wenigstens Halbbescheid: Auch Frauen befriedigen sich selbst!

Aber, wie Nils zurecht bemerkt:

Warum man dann aber folgendes Foto mit dem Begriff Masturbation umschreiben muss, das erschließt sich wahrscheinlich nur den Männern beim Axel-Springer-Verlag:

masturbation.jpg
Screenshot: welt.de

Herr Niggemeier, übernehmen Sie!

 
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