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	<title>Kommentare zu: Durchgegendert oder ganz am Anfang?</title>
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	<description>Feminismus, Geschlechterpolitik, Frauen- und Geschlechterforschung</description>
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		<title>Von: sabbeljan</title>
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		<dc:creator>sabbeljan</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Apr 2008 16:50:11 +0000</pubDate>
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		<description>Danke Helene für den klar stellenden Text!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke Helene für den klar stellenden Text!</p>
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		<title>Von: unkultur</title>
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		<dc:creator>unkultur</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Apr 2008 09:47:34 +0000</pubDate>
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		<description>Symptomatisch fand ich für die re:publica, dass dort Themen einfach wegfielen, die sich jenseits des (in diesem Artikel sehr gut beobachteten und beschriebenen) Konsens bewegten. Außer Vorratsdatenspeicherung, aber das fällt unter den Konsens in diesen Kreisen. Also 1x Veranstaltung zu Gender, 1x zu Wertkritik. Der politische Diskurs wurde weitestgehend ausgespart, obwohl das sicher interessant geworden wäre. Naja. Bitte nächstes Jahr ebenfalls ein Panel zu Feminismus für Jungs organisieren.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Symptomatisch fand ich für die re:publica, dass dort Themen einfach wegfielen, die sich jenseits des (in diesem Artikel sehr gut beobachteten und beschriebenen) Konsens bewegten. Außer Vorratsdatenspeicherung, aber das fällt unter den Konsens in diesen Kreisen. Also 1x Veranstaltung zu Gender, 1x zu Wertkritik. Der politische Diskurs wurde weitestgehend ausgespart, obwohl das sicher interessant geworden wäre. Naja. Bitte nächstes Jahr ebenfalls ein Panel zu Feminismus für Jungs organisieren.</p>
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		<title>Von: rosa</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2008/04/07/durchgegendert-oder-ganz-am-anfang/#comment-57553</link>
		<dc:creator>rosa</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Apr 2008 20:33:15 +0000</pubDate>
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		<description>Ich war zwar nicht auf der Konferenz, aber über die komischen Blogreaktionen zum Workshop bin ich hierher gestolpert.

Die Diskussion über reine Frauenveranstaltungen ist wirklich uralt, und ich denke: Offensichtlich scheint bei manchen Frauen (immer noch) ein Bedarf danach zu bestehen. Woher auch immer dieser Bedarf rührt: Schließlich wird niemand zur Teilnahme verpflichtet, woher rührt dieser Spott und die Wut (und die Angst?) darüber, die bei manchen durchschimmert?

Ein wenig Plauderei aus meinem persönlichen Nähkästchen: Ich bewege mich (vermutlich anders als viele Bloggerinnen) in einem sehr stark männerdominierten Umfeld. Ich beneide jede Frau (ehrlich!), die, sei es, weil sie da weniger sensibel ist, sei es, weil sie einfach mehr Glück hat, noch nie unter einer Spezialbehandlung aufgrund ihres Geschlechtes leiden musste. So mag ich gelegentlich reine Frauenveranstaltungen total gerne. Das entspannt mich sehr, mich mal eine zeitlang nicht für mein Geschlecht rechtfertigen zu müssen, bzw. ständig aggressiv meine Kompetenz beweisen zu müssen, um so der - erstmal, aufgrund meines Geschlechts - angenommenen Inkompetenz entgegenzutreten.
Einmal war ich bei einem als reine Frauenveranstaltung angekündigten Treffen auf einem Kongress mit extrem großem Männerüberhang. Ich kam 5 Minuten zu spät, überraschend saßen neben den 40 Damen auch 3 Herren im Saal. Die in den ersten zwanzig Minuten ca. 90% der Redezeit bestritten. Bis meine mit mir zu spät gekommene Begleiterin mal anfragte, wieso sich die Herren im Saal befanden. Die waren halt so da, und nach kurzer Diskussion wurden sie per Konsens rausgeworfen. Sicher nicht repräsentativ, aber ich bin seitdem echt weniger aufgeschlossen, (unbekannte) Männer mitdiskutieren zu lassen, wenn es um sensible Genderproblematiken inklusive Frauenbenachteiligung geht. Zumal bei Kongressen die Zeit ja knapp und das Programm voll ist.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich war zwar nicht auf der Konferenz, aber über die komischen Blogreaktionen zum Workshop bin ich hierher gestolpert.</p>
<p>Die Diskussion über reine Frauenveranstaltungen ist wirklich uralt, und ich denke: Offensichtlich scheint bei manchen Frauen (immer noch) ein Bedarf danach zu bestehen. Woher auch immer dieser Bedarf rührt: Schließlich wird niemand zur Teilnahme verpflichtet, woher rührt dieser Spott und die Wut (und die Angst?) darüber, die bei manchen durchschimmert?</p>
<p>Ein wenig Plauderei aus meinem persönlichen Nähkästchen: Ich bewege mich (vermutlich anders als viele Bloggerinnen) in einem sehr stark männerdominierten Umfeld. Ich beneide jede Frau (ehrlich!), die, sei es, weil sie da weniger sensibel ist, sei es, weil sie einfach mehr Glück hat, noch nie unter einer Spezialbehandlung aufgrund ihres Geschlechtes leiden musste. So mag ich gelegentlich reine Frauenveranstaltungen total gerne. Das entspannt mich sehr, mich mal eine zeitlang nicht für mein Geschlecht rechtfertigen zu müssen, bzw. ständig aggressiv meine Kompetenz beweisen zu müssen, um so der &#8211; erstmal, aufgrund meines Geschlechts &#8211; angenommenen Inkompetenz entgegenzutreten.<br />
Einmal war ich bei einem als reine Frauenveranstaltung angekündigten Treffen auf einem Kongress mit extrem großem Männerüberhang. Ich kam 5 Minuten zu spät, überraschend saßen neben den 40 Damen auch 3 Herren im Saal. Die in den ersten zwanzig Minuten ca. 90% der Redezeit bestritten. Bis meine mit mir zu spät gekommene Begleiterin mal anfragte, wieso sich die Herren im Saal befanden. Die waren halt so da, und nach kurzer Diskussion wurden sie per Konsens rausgeworfen. Sicher nicht repräsentativ, aber ich bin seitdem echt weniger aufgeschlossen, (unbekannte) Männer mitdiskutieren zu lassen, wenn es um sensible Genderproblematiken inklusive Frauenbenachteiligung geht. Zumal bei Kongressen die Zeit ja knapp und das Programm voll ist.</p>
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	<item>
		<title>Von: Helene</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2008/04/07/durchgegendert-oder-ganz-am-anfang/#comment-57052</link>
		<dc:creator>Helene</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Apr 2008 09:46:54 +0000</pubDate>
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		<description>@Magda
Naja, wie sensibilisiert die Re.Publica-Umgebung ist, kannst du bei Sensibelchen wie Herrn Basic grade nachlesen. Ein bisschen Polarisierung scheint zu reichen, um eine Menge Verachtung zutage zu fördern. Und wenn du die Argumentation konsequent fortführst, dürften wir irgendwann auch nicht mehr allein aufs Mädchenklo (Just kidding).
Ein paar interessierte anwesende Männer hätte vielleicht nicht gestört, aber Raum eingenommen. Sie hatten doch die ganze restliche Konferenz beinahe ausschließlich für sich und keiner kam auf die Idee, Genderthemen da reinzutragen. In jeden Schützenverein ist es übrigens weniger problematisch, mal ein Damenkränzchen abzuhalten. 

@MediaStar
Sicherlich eine Frage des eigenen Anspruchs. Und beim Durchsetzen geht es vielleicht auch darum, wieviel Energie dazu nötig ist unter den traditionellen Bedingungen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Magda<br />
Naja, wie sensibilisiert die Re.Publica-Umgebung ist, kannst du bei Sensibelchen wie Herrn Basic grade nachlesen. Ein bisschen Polarisierung scheint zu reichen, um eine Menge Verachtung zutage zu fördern. Und wenn du die Argumentation konsequent fortführst, dürften wir irgendwann auch nicht mehr allein aufs Mädchenklo (Just kidding).<br />
Ein paar interessierte anwesende Männer hätte vielleicht nicht gestört, aber Raum eingenommen. Sie hatten doch die ganze restliche Konferenz beinahe ausschließlich für sich und keiner kam auf die Idee, Genderthemen da reinzutragen. In jeden Schützenverein ist es übrigens weniger problematisch, mal ein Damenkränzchen abzuhalten. </p>
<p>@MediaStar<br />
Sicherlich eine Frage des eigenen Anspruchs. Und beim Durchsetzen geht es vielleicht auch darum, wieviel Energie dazu nötig ist unter den traditionellen Bedingungen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Magda</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2008/04/07/durchgegendert-oder-ganz-am-anfang/#comment-56716</link>
		<dc:creator>Magda</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Apr 2008 18:08:04 +0000</pubDate>
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		<description>Danke für diesen informativen Beitrag zur Veranstaltung!

Ich bin trotzdem immer noch kritisch, wenn es um den Ausschluss von Männern bei dieser Art von Veranstaltungen geht. So lange das biologische Geschlecht ausschlaggebend für Exklusion/Inklusion ist, ist dies für mich immer kritisch zu betrachten. Ich nehme an, dass jede/r, der/die diese Veranstaltung besuchen wollte, zu diesem Thema sensibilisiert ist. Ich finde es wichtiger, dass Männer genauso zu &quot;Frauen&quot;-Themen geladen werden und mitdiskutieren, damit diese ein Bewusstsein für dieses Thema gelangen. Ich habe leider das Gefühl, dass Frauenveranstaltungen mehr zu Trotzreaktionen und Unverständnis führen - und dies ja wie beschrieben nicht nur bei Männern. Ich verstehe, dass Frauen auch einfach mal unter sich sein möchten und ihre Erfahrungen als Bloggerinnen teilen möchten. Ich glaube halt einfach nicht, dass ein paar interessierte anwesende Männer dies gestört hätte. Wer nichts von Feminismus hält, wäre wahrscheinlich eh nicht gekommen. 

Gruß, Magda</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke für diesen informativen Beitrag zur Veranstaltung!</p>
<p>Ich bin trotzdem immer noch kritisch, wenn es um den Ausschluss von Männern bei dieser Art von Veranstaltungen geht. So lange das biologische Geschlecht ausschlaggebend für Exklusion/Inklusion ist, ist dies für mich immer kritisch zu betrachten. Ich nehme an, dass jede/r, der/die diese Veranstaltung besuchen wollte, zu diesem Thema sensibilisiert ist. Ich finde es wichtiger, dass Männer genauso zu &#8220;Frauen&#8221;-Themen geladen werden und mitdiskutieren, damit diese ein Bewusstsein für dieses Thema gelangen. Ich habe leider das Gefühl, dass Frauenveranstaltungen mehr zu Trotzreaktionen und Unverständnis führen &#8211; und dies ja wie beschrieben nicht nur bei Männern. Ich verstehe, dass Frauen auch einfach mal unter sich sein möchten und ihre Erfahrungen als Bloggerinnen teilen möchten. Ich glaube halt einfach nicht, dass ein paar interessierte anwesende Männer dies gestört hätte. Wer nichts von Feminismus hält, wäre wahrscheinlich eh nicht gekommen. </p>
<p>Gruß, Magda</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: MediaStar</title>
		<link>http://genderblog.de/index.php/2008/04/07/durchgegendert-oder-ganz-am-anfang/#comment-56643</link>
		<dc:creator>MediaStar</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Apr 2008 14:44:10 +0000</pubDate>
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		<description>Für mich war die Veranstaltung zunächst vom Titel her interessant, obwohl ich nicht genau wusste, was da auf mich zukommt. Den Begriff &quot;Strickblogs&quot; hatte ich zuvor auch noch nie gehört. Sehr wohl ist mir aber zum Beispiel der Begriff des &quot;Fashion Blogs&quot; sehr bekannt. In einer populären Frauenzeitung, der Jolie, ist in der aktuellen Aprilausgabe ein Artikel über &quot;Die coolsten Fashion Blogger&quot;, allesamt Frauen. Auch hat mir der Vortrag von Anita Pavić Pintarić (Zadar, Kroatien): &quot;Phraseologie in kroatischen und deutschen Modeblogs&quot; auf der Tagung &quot;Deutsche Sprachwissenschaft in Italien&quot; im Februar diesen Jahres sehr gut gefallen. Und mit diesen Vorbildern im Kopf bin ich in den Vortrag von Frau Hecke hinein gestolpert, der mich dann doch wieder ein wenig desillusioniert hat.

Es geht nicht darum, dass manche Begriffe &quot;allergieauslösend&quot; auf mich wirken, auch wenn ich mich seit neun Semestern mit Gender Studies auseinandersetze. Mir ist klar, dass Frauen viel weniger bei gleicher Qualifikation verdienen als Männer (siehe Maisschberger, Sendung vom 01. April). Mir ist klar, dass viele Frauen mit der Doppelbelastung (Kind und Karriere) kämpfen. Mir ist klar, dass in unserer Gesellschaft die Gleichstellung von Mann und Frau noch lange nicht erreicht ist. 

Aber ein &quot;Frauenquatschclub&quot; ist für mich keine Lösung... Vielleicht gehöre ich zu den &quot;Einzelkämpferinnen&quot;, die glauben, wenn sie einen Mann gefunden haben, der den Haushalt als gemeinsame Pflicht erachtet und bereit ist, auch die Elternzeit zu nehmen, sei die Welt schon in Ordnung. Und wenn sie es dann noch schaffen, sich in der (von Männer dominierten) Medienwelt (lautet der aktuelle Titel des Medienmagazins journalist nicht: &quot;Journalismus wird weiblich&quot;?) durchzusetzen, sei die Welt perfekt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Für mich war die Veranstaltung zunächst vom Titel her interessant, obwohl ich nicht genau wusste, was da auf mich zukommt. Den Begriff &#8220;Strickblogs&#8221; hatte ich zuvor auch noch nie gehört. Sehr wohl ist mir aber zum Beispiel der Begriff des &#8220;Fashion Blogs&#8221; sehr bekannt. In einer populären Frauenzeitung, der Jolie, ist in der aktuellen Aprilausgabe ein Artikel über &#8220;Die coolsten Fashion Blogger&#8221;, allesamt Frauen. Auch hat mir der Vortrag von Anita Pavić Pintarić (Zadar, Kroatien): &#8220;Phraseologie in kroatischen und deutschen Modeblogs&#8221; auf der Tagung &#8220;Deutsche Sprachwissenschaft in Italien&#8221; im Februar diesen Jahres sehr gut gefallen. Und mit diesen Vorbildern im Kopf bin ich in den Vortrag von Frau Hecke hinein gestolpert, der mich dann doch wieder ein wenig desillusioniert hat.</p>
<p>Es geht nicht darum, dass manche Begriffe &#8220;allergieauslösend&#8221; auf mich wirken, auch wenn ich mich seit neun Semestern mit Gender Studies auseinandersetze. Mir ist klar, dass Frauen viel weniger bei gleicher Qualifikation verdienen als Männer (siehe Maisschberger, Sendung vom 01. April). Mir ist klar, dass viele Frauen mit der Doppelbelastung (Kind und Karriere) kämpfen. Mir ist klar, dass in unserer Gesellschaft die Gleichstellung von Mann und Frau noch lange nicht erreicht ist. </p>
<p>Aber ein &#8220;Frauenquatschclub&#8221; ist für mich keine Lösung&#8230; Vielleicht gehöre ich zu den &#8220;Einzelkämpferinnen&#8221;, die glauben, wenn sie einen Mann gefunden haben, der den Haushalt als gemeinsame Pflicht erachtet und bereit ist, auch die Elternzeit zu nehmen, sei die Welt schon in Ordnung. Und wenn sie es dann noch schaffen, sich in der (von Männer dominierten) Medienwelt (lautet der aktuelle Titel des Medienmagazins journalist nicht: &#8220;Journalismus wird weiblich&#8221;?) durchzusetzen, sei die Welt perfekt.</p>
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