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Genderblog

Das Geschlecht, nicht die Religion, ist das Opium des Volkes. (Erving Goffman)

 

Schluss mit dem Unsinn

 Danilo Vetter   12. März 2008
 Allgemeines, Film, Frauenförderung, Geschlechterpolitik, Politik

Mit dem Kinospot “Schluss mit dem Unsinn” möchte das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen “das Problem der Gehaltsdifferenz zwischen Frauen und Männern bekannt zu machen, die Öffentlichkeit und Verantwortliche zu sensibilisieren und positive Maßnahme-Beispiele zu verbreiten.”

Aber seht selbst: Kampagne Schluss mit dem Unsinn

 
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8 Kommentare

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  1. Dieser Filmbeitrag zeigt sehr schön, wie leicht Firmen doch in dieser Republik ihren Profit durch Einsparung von bis zu 23% Gehaltskosten steigern können.
    Sie müssen einfach alle Männer rauswerfen und nur noch Frauen einsstellen.
    Aber warum tuen sie es dann nicht?
    Frauen erbringen die gleiche Leistung für wesentlich weniger Geld.
    So jedenfalls werden die Statistiken gerne interpretiert. Sollte daran vielleicht etwas nicht stimmen?

  2. @ Michael
    Wenn Frauen und Männer in einem Unternehmen zwar die gleichen Arbeiten verrichten, aber unterschiedlich bezahlt werden, kann man nur noch von Gehaltsdiskriminierung reden. Deine angedeutete Frage, ob Frauen nicht wirklich weniger leisten und dieser Gehaltsunterschied damit gerechtfertigt sei, ist kaum erwiesen. Falls du auf die Tatsache ansprichst, dass Frauen häufiger Teilzeit arbeiten (was bewiesenermaßen nicht heisst, nur die Hälfte der Arbeit zu erledigen!), ist dies zwar richtig. Aber Gehaltsunterschiede existieren auch bei gleicher Ausbildung, gleichen Arbeitsstunden und gleichen Arbeitsbedingungen von Mann und Frau. Hier ein Artikel dazu aus der Zeit

    Ansonsten würde mich interessieren, wie du Leistung definierst

  3. @ Magda
    Das beantwortet nicht meine Frage. Warum stellen Firmen dann nicht bevorzugt Frauen ein? Warum gibt es nicht überhaupt Firmen mit überwiegend weiblicher Belegschaft, die, da sie ja Frauen angeblich geringer bezahlen können als Männer, alle anderen vom Markt konkurrieren?
    Solange es solche Firmen nicht gibt, glaube ich der Interpretation dieser Statistiken nicht. Die Praxis widerlegt die Ideologie.

  4. Weniger populistisch wird von “gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit gesprochen. Direkte Lohndiskriminierung (ungleicher Lohn für gleiche Arbeit) gibt es nach seriösen Studien (EU Gleichstellungsbericht, Statistisches Bundesamt, Arbeitargentur) so gut wie gar nicht mehr.

    Die Studie der Hans-Böckler-Stiftung, auf die sich der ZEIT Artikel bezieht, beruht auf einer Online-Umfrage und ist nicht repräsentativ.

  5. @Michael:
    Komplett einverstanden. Richte Deine Frage doch mal an das Ministerium. Die Antwort würde mich interessieren.

  6. Na, das ist doch DIE Option für Alphamädchen, 23% Kostenvorteil, weil die Konkurrenz sexistische Vorurteile hat. Überholen, und nicht einholen, Mädels!

  7. @ Michael
    Unternehmen sind meist nicht so effizient, wie es die ökonomische Theorie (die Du ja anwendest) vorhersagt, und das nicht nur in der Frage nach der Vergabe von Arbeitsplätzen. Das liegt oft daran, dass sie unter Unsicherheit agieren (nicht alle Informationen haben). Dies kann man zur Zeit daran beobachten, dass viele Unternehmen ihre ausgelagerten Arbeitsplätze wieder nach Deutschland holen, weil sie im Ausland mit vielen unvorhersehbaren Problemen konfrontiert wurden.
    Bzgl. des Lohnunterschiedes: Viele Unternehmen (bzw. ihre Personalverantwortlichen) haben überhaupt keinen Überblick darüber, ob Frauen und Männer unterschiedlich bezahlt werden, oder glauben das mit der Lohndifferenz nicht. Oder aber sie denken, dass Frauen trotzdem ein Nachteil sind (Schwangerschaft, kranke Kinder, die die Frauen vom Arbeiten abhalten, sonstige Vorurteile etc.).

    Es gibt übrigens auch Studien, die besagen, dass Frauen erst in eine Branche “hereingelassen” werden, wenn die Gehälter sinken und diese Berufe für Männer nicht mehr attraktiv sind.

  8. Schade eigentlich, daß niemand die Lohndiskriminierung von Männern auf Teilzeitstellen thematisiert. Dort verdienen nämlich lt. Genderdatenreport der Bundesregierung Männer im Durchschnitt 18% weniger als Frauen.

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