Stückware Frau
Durch die FHM zieht sich ein fragwürdiges Menschenbild, dass vor allem Frauen augenzwinkernd zum Objekt degradiert. Das ist eben ein Männermagazin, du moralinsaurer Spießer, könnte man mir entgegnen. Klar, an den alltäglichen Sexismus kann man sich gewöhnen, kann das ganz abgeklärt nicht so schlimm finden. Muss man aber nicht.
Ole Reißmann dokumentiert im medienlese-Blog eine Pressemeldung des FHM-Magazins: Ekliger Sexismus gekürt.

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Es ist traurig, dass immer noch so wenige Männer Frauen zu Subjekten machen ;)
P.S.: “das kleine sexy Hogwarts-Stück” ist allerdings ein starkes Stück, das die (zumindest meine) Ekelgrenze überschreitet. Getoppt von der “unzensierten Version”.
Es ist nur schwierig, diese Grenze zu ziehen, wenn sowas mit jedem Quadratzentimeter gezeigter Haut in den Topf “Sexismus” zusammengeworfen wird. Da habe ich ehrlich gesagt den Eindruck, es ginge gar nicht darum Jugendliche zu Schützen, oder müssen Frauen wie Jugendliche geschützt werden?
Es geht bei Sexismus-Kritik IMHO nicht primär darum, Jugendliche zu schützen (vor was? Und vor was müßten hier Frauen geschützt werden? Das wird mir aus Deinem Kommentar nicht ganz klar).
Und von ein paar Quadratzentimetern Haut kann man bei der FHM und ihren Geistesgeschwistern sicher auch nicht reden. Die hantieren mit ganz anderen Größenordnungen.
Ich finde, Jugendliche sollten davor geschützt werden, öffentlich – mal platt formuliert – als Wichsvorlage dargestellt zu werden. Eine noch nicht gefestigte Persönlichkeit könnte damit ganz erhebliche Probleme haben. Erwachsene haben andere Möglichkeiten sich zu wehren.
Es macht für mich Sinn, hier eine Grenze zu ziehen. Man muss sich ja nicht gleich US-Amerikanische Verhältnisse herbeiwünschen, ein moralischer Konsens reicht eigentlich.
Es ist sehr schwierig, überhaupt irgendeinen Konsens über Grenzen herzustellen bzw. aufrecht zu halten, wenn z.B. “das 17-Jährige sexy Stück” mit der gleichen Argumentation verurteilt wird wie Grace Jones auf dem Titelblatt des Stern damals 1977.
Wenn Helmut Newton (der seine halbe Familie durch den Faschismus verloren hat) als Faschist bezeichnet wird und seine Bilder mit Auschwitz verglichen werden, dann wird der Begriff “Sexismus” nicht mehr nur unglaubwürdig.
Wenn sowas bzw. Alice Schwarzer nicht “der Feminismus” sein soll – Wo waren dann die “Feminist Sex Wars” in Deutschland?
Wenn keine Demagogie übel genug ist, um sich davon zu distanzieren, wenn der Zweck jedes Mittel heiligt und z.B. als “politische Zahl” jedes vierte Mädchen als Opfer von sexuellen Missbrauch (natürlich nur durch den Vater, nur Männer sind so) behauptet wird – Dann ist die völlige Unglaubwürdigkeit eben der Preis, den man für die durch Polarisierung und Diffamierung gewonnene Popularität bezahlen muss. Da geht das Lamentieren über den ach so geschickten Antifeminismus ziemlich am Thema vorbei, bitte an die eigene Nase fassen und sich bei Dworkin, Schwarzer etc.beschweren.
Aus der Ecke kommt jedenfalls die Prägung des Begriffs “Sexismus”, und es hängt deren Weltbild daran.
Die Frauen, die sich bei FHM etc.ablichten lassen wissen worauf sie sich einlassen und haben eine Entscheidung getroffen. Sie als Opfer darzustellen hieße, sie wie unmündige (Jugendliche) zu behandeln.
Über das Menschen- und Frauenbild bei FHM etc.kann man ja diskutieren. Dann aber bitte etwas konkreter als mit reichlich verbrauchten Totschlagbegriffen, die nur den Zweck verfolgen, durch stereotype moralische Stigmatisierungen ein Weltbild aufzunötigen.
Misogyn würde ich ja vielleicht gelten lassen, ich habe aber keinen eigenen Eindruck von dem Blatt.
Das Abbilden von un- oder wenig bekleideten Frauen sagt jedenfalls in meinen Augen per se gar nichts aus.
Wie werden denn Männer in feministischen (und mittlerweile auch in Mainstream-) Medien dargestellt? Die eine oder der andere sollte vielleicht lieber mal vor der eigenen Haustür kehren, bevor sich über Zuschreibungen qua Geschlecht empört wird.
Oooch, ist ja langweilig hier. Wie wär´s mit einem kleinen feministischen Ratespiel?
Welche Feministin ist das:
Googeln gültet nich!