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Genderblog

Das Geschlecht, nicht die Religion, ist das Opium des Volkes. (Erving Goffman)

 

Sie dürfen Ihre Braut jetzt … kaufen

 Rochus Wolff   11. Januar 2008
 Gesellschaft

Wie der Guardian berichtet, hat ein Gericht im US-Staat Mississippi für den Verlust seiner Frau an einen anderen Mann eine Entschädigung in Höhe von umgerechnet ca. einer Million Euro zugesprochen geworden. Tatbestand: “spousal theft”.

Ist das so eine Art Ablösesumme, wie beim Fußball? Anscheinend gibt es Entschädigung für damages for “loss of society, companionship, love and affection”, as well as “the loss of sexual relations”. Was die Frau dann zu einer geldwerten Dienstleisterin machen würde, deren Verlust zu entschädigen ist. Au weia.

Mehr beim f-word und beim Guardian.

 
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Ein Kommentar

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  1. Und auch bei uns erhält der Ehemann eine Entschädigung, wenn seine Frau z.B. durch einen Unfall ums Leben kommt! Die Begründung dafür dürfte, wenn keine Kinder da sind, ähnlich ausfallen.

    Der Skandal ist nicht etwa, dass der Frau die Verantwortung und damit die Entscheidungshoheit für ihre Belange abgesprochen wurde. Frauen Verantwortung absprechen – Das tut ja auch der Feminismus bisweilen sehr gerne.

    Nein, der Skandal ist, dass dem Zustand “keine Frau mehr haben” ein Entschädigungsbetrag beigemessen wird. Wenn anstatt der Entschädigungszahlung eine Gefängnisstrafe für denjenigen Fällig wäre, der sich der qua Geschlecht willenlosen Ehefrau eines anderen bemächtigt – dann wäre ja alles gut. Endlich würde den Frauen nicht mehr die Verantwortung für Ehebrüche angelastet!

    Einmal mehr den prostituierenden Gehalt der kulturellen Hervorbringungen des Mannes entlarvt!

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