Talk to your daughter before Unilever does
Die Firma Dove hat für ihre Initiative für wahre Schönheit (hier war der erste Spot) noch ein weiteres Filmchen namens “Onslaught” produziert, das sich kritisch mit Weiblichkeitsbildern in der Werbung auseinandersetzt:
Inzwischen ist allerdings schon mehrfach sehr berechtigte Kritik an der Kampagne laut geworden: Denn Dove gehört zum Unilever-Konzern, der aber eben auch Marken wie Axe in der Welt verbreitet – samt der dazugehörigen Werbung. die sich wesentlich vom Bild stets verfügbarer, williger schöner Frauen nährt.
Insofern war es nur eine Frage der Zeit, bis jemand den “Onslaught” mit Bildern aus Unilever-Werbung bestückt. Voilà:
Und jetzt hätte ich gerne so ein Video auch mit den herrschenden Männerbildern. Oder nur mit Men’s Health-Covern, das würde wahrscheinlich schon reichen.
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Verstehe ich nicht so ganz. Markenführung ist bei einem Riesenkonzern wie Unilever logischerweise nicht zentral koordiniert. Außerdem -
a) Bei Axe sind Männer die Zielgruppe. Ich finde, der zweite Spot ist deswegen ein Stück am Thema vorbei. Bilder und Ton passen jedenfalls nicht zusammen.
b)
Interessant. Ich würde vermuten, daß Unilever Männern vorschlägt, Axe zu verwenden, weil es Abhilfe in einer Situation verspricht, in der Frauen eben nicht “verfügbar” sind. Sonst bräuchte man(n) doch keinen “Axe-Effekt”.
Gibt es irgendwelche Untersuchungen darüber, ob die Darstellung von schönen Frauen in der Werbung, auch in sexualisierten Posen, tatsächlich ein “Bild stets verfügbarer williger Frauen” nährt?
Weil auch Männer auf die “beauty industry” reinfallen?
Die “Initiative für wahre Schönheit” ist reines Marketing nichts weiter. Ich denke Unilever hätte kein Problem damit, die Dove-Kampagne auch ins Gegenteil (Axe) zu ändern, wenn sie an Attraktivität verliert. Einem Unternehmen geht es ja nicht im Gesellschaftskritik sondern um Absatz.
Es mag reines Marketing sein, aber selbst als “Nebeneffekt” ist es doch positiv, dass sie ein gegenteiliges Bild zur Rest der Werbung schaffen. Auch so kann man das (Körper-)Selbstbewusstsein der Frauen stärken. Daher find ich die erste Werbung echt nicht schlecht. Die Message ist auf jeden Fall eine gute, und die Bilder krass genug um es rüber zu bringen. Dass so ein großes Konzern (mindestens) zwei Gesichter hat, ist in dieser kapitalistischen Welt nicht weiter verwunderlich. Ihnen geht es halt um den Umsatz, den Profit, und machen je nach Zielgruppe das, was dafür nötig ist.