weiblich, männlich, nachhaltig
Am 15. Oktober findet zum ersten Mal der Blog Action Day statt. Jeder, der in seinem Blog an diesem Tag über Umweltthemen schreibt, kann mitmachen. Ich glaube, der Genderblog ist nicht registriert – egal, auf jeden Fall ist dies ein guter Anlass um im Genderblog kurz darüber zu berichten, wie Gender- und Umweltaspekte miteinander verknüpft sind. Stichwort Klimaschutz – denn Klima ist gerade ein Top-Thema und Al Gore und der IPCC, der UN-Klimarat, haben den Friedensnobelpreis erhalten: Der Klimawandel ist bedrohlich – für Frauen und Männer jedoch unterschiedlich stark. Im Vergleich zu Männern fühlen sich Frauen weniger informiert über Umweltprobleme und –zusammenhänge, sehen aber stärker die Dringlichkeit von Verhaltensänderungen, wie zum Beispiel beim Energieverbrauch oder bei der Wahl des Verkehrsmittels. Dies hat die Studie „Umweltbewusstsein in Deutschland 2002“ vom Umweltbundesamt gezeigt. Weiterhin machte die Studie deutlich, dass Frauen und Männer Risiken wie den Klimawandel unterschiedlich wahrnehmen. Frauen weisen eine höhere Risikosensibilität auf – daraus folgt auch, dass sie die Erfolge der Klimapolitik weniger positiv bewerten als Männer und andere Schritte bevorzugen, um die Auswirkungen des Klimawandels zu begrenzen. Das Wissen um diese Unterschiede muss in die Politik einfließen. Wir müssen also etwa berücksichtigen, dass Frauen immer noch weitgehend für die Versorgung gegenwärtiger und zukünftiger Generationen zuständig sind. Die Bedürfnisse und Interessen von Frauen werden jedoch in der Umwelt- und Nachhaltigkeitspolitik selten gehört. Die Wirtschaft – deren Entscheider in der Regel männlich sind – gibt auch hier den Ton an.
Wer mehr über die Zusammenhänge von Gender- und Umweltaspekten erfahren möchte, dem sei die Website von genanet – Leitstelle Gender, Umwelt, Nachhaltigkeit empfohlen. Dort kann auch die Broschüre „weiblich, männlich, nachhaltig. Aufbruch in eine geschlechtergerechte Zukunft“ bestellt werden, die sich gut als Einstieg in das Themenfeld eignet.
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