Genderblog

Das Geschlecht, nicht die Religion, ist das Opium des Volkes. (Erving Goffman)

 

Eva Herman bei Kerner

 Rochus Wolff   10. Oktober 2007
 Anti-Feminismus, Medien

Ach, gestern Abend: Selten so gelacht, selten so geweint. Leider habe ich im Moment überhaupt keine Zeit, mich schriftlich über Eva Herman und die gestrige Kerner-Sendung zu ärgern (später vielleicht). Deswegen hier nur kurz einige Links:

Die Sendung als Video in der ZDF-Mediathek (irgendwelche Mediaplayer required) und Medienreaktionen bei Spiegel Online, sueddeutsche.de, Welt Online, FAZ.net – und mehr bei Google News.

Bonustrack: Eva Herman zeigt ihr wahres Gesicht.

Mehr Nachtrag
: Stefan Niggemeier analysiert. (Und die Diskussion wird gruselig.)

Und doch noch eine meine Meinung: Daß Frau Herman gleich zu Beginn bekundete, durch die Berichterstattung über ihre angeblichen/vergeblichen/whatever Äußerungen gelernt zu haben, daß die Medien Realität nicht ohne Verzerrungen abbilden, das ist ein intellektuelles Armutszeugnis für eine Frau, die lange Jahre Moderatorin einer der wichtigsten deutschen Nachrichtensendungen war. Und ein Armutszeugnis für diese Sendung. (Mehr irgendwann.)

 
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8 Kommentare

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  1. Ganz großartig unter den verlinkten Kommentaren der von Henryk M. Broder. Er schafft es als Einziger, die Front der verblödeten Selbstgerechtigkeit, die Frau Herman mittlerweile gegenübersteht (auch außerhalb von Kerners Talkshow), komplett lächerlich zu machen, ohne dadurch die Ex-Tagesschausprecherin ungerechtfertigterweise gut aussehen zu lassen.

  2. @Petra Schmidt

    Dem schließe ich mich vorbehaltlos an.

  3. Hier noch ein wunderbarer Kommentar:
    >>>
    Frau Herman: Verwirrt und sonst nichts
    Woran es scheitert, wenn ein Kommunikationsprofi wie die Autorin es nicht schafft, sich unmissverständlich auszudrücken – Kommentar

    Die ZDF-Talkshow zum Thema “Rollenverteilung von Mann und Frau” mit der umstrittenen Autorin Eva Herman hat gezeigt, dass die Frau nicht so recht weiß, was sie von sich gibt. Und das gibt sie auch zu:

    Auf die Frage, ob sie denn ihre NS-Familien-Aussagen wiederholen würde, meinte sie, dass sie lernen müsse, dass man über den Verlauf der deutschen Geschichte nicht sprechen könne, ohne in Gefahr zu geraten.

    In Gefahr missverstanden zu werden? In Gefahr Blödsinn zu reden? In Gefahr Begriffe und Argumente durcheinander zu bringen? In Gefahr unüberlegt zu plappern?

    Was genau sie gemeint hat, hat sie uns nicht verraten. Ist eigentlich auch egal. Denn wenn ein Kommunikationsprofi wie sie es in einer Stunde nicht schafft, sich unmissverständlich auszudrücken, dann liegt das wohl an Frau Hermans wirren Gedankengängen. Nicht nur beim NS-, sondern auch beim Frauenthema. (gh)

  4. Leider wurde in meinem Posting von 16:38 h die Quelle abgeschnitten: hier ist sie: http://diestandard.at/?url=/?id=3069501

  5. Das Eva Herman so dumm ist, sich mit möchtegern intelektuellen wie Kerner, Senta Berger, Schreinemaker und Co. über ein ernsthaftes Thema zu unterhalten ist eine Sache. Das alleine ist aber noch nicht verwerflich!

  6. Hallo, ich habe alle Komentare gelesen und bin zu demErgebnis gekommen, daß es sehr, sehr schlecht um unser Volk steht. Gelernt hat anscheinend keiner aus dem “1000jährigen Reich” – das Gott sei Dank nicht so lange gedauert hat”! Frau Herman hat einen ganz gewaltigen Fehler gemacht, sie hat einfach alles “richtig” sagen wollen und dabei alles “falsch” gemacht. Sie hat sich auch von Kerner verunsichern lassen. Sie lag ständig auf der Hut und ist doch in die Falle getappt. Und die beiden “Damen” (Bund Schreinemaker)! Berger ist eine _Sozi und so rot wie nur möglich, obwohl sie im “Plüsch” sitzt und alle Vorzüge der “Reichen” genießt und die Schreinemaker hat wohl auch die letzte Substanz Gehirn beim Abspecken verloren. Ach du liebe Zeit, und der sogenannte “Comedien” hat ja überhaupt nicht gewußt, wovon gesprochen wurde. Plamabel die ganze Sendung.

  7. Wo war eigentlich der Zeigefinger all der heroischen AntifaschistInnen im März diesen Jahres, als Alice Schwarzer die Verschwörungsthese von der systematischen islamistischen Unterwanderung unseres Rechtssystems aufgestellt hat?

    Fernab von jeglicher Kenntnis des Falles, unseres Rechtssystemes und des (Neo-)Faschismus – Und von Lernfähigkeit keine Spur

  8. P.S.: Nur zur Klarstellung: Ich würde mich selber als Antifaschist bezeichnen, aber nicht als heroischen Antifaschisten.

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