Bücher, fröhlich anderswo gelesen
In der Kritischen Ausgabe bespricht Jan von Postel das Buch Runzel-Ich von Susanne Fröhlich und Constanze Kleis, das offensichtlich eine Rundreise durch den tendenziell alternden Frauenkörper betreibt:
Frech und schrill schreiben sich Fröhlich und Kleis durch die Abgründe weiblicher Äußerlichkeiten. Der eigene Körper wird zum Metaphernsammelsurium.
Zu befürchten ist allerdings, daß die Rezension, die Überlegungen vom Wesen der Schönheit in der Gegenwart (Schönheitssünden sind heute das, was man am eigenen Körper unterlässt oder übertreibt.
) bis hin zur auch hier erwähnten Dove-Kampagne anstellt, deutlich vergnüglicher zu lesen ist als das Buch.
Andrea Diener macht ein ganz anderes Faß auf und schreibt für das Literaturwelt-Blog Überlegungen zu ihrem Verhältnis zur “Chick Lit” auf:
Mein ersten Frauenromane für Erwachsene waren Eva Hellers Beim nächsten Mann wird alles anders, an das ich mich nicht wirklich erinnere (kann also so schlimm nicht gewesen sein) und, mir bis heute unvergeßlich in seiner Dämlichkeit: Regina auf den Stufen der von meiner Mutter verehrten Autorin Utta Danella. Beide habe ich, das muß ich zu meiner Verteidigung anführen, in akuten Verzeiflungslagen gelesen: Im Familienurlaub. Meine mitgebrachten Bücher hatte ich durch, also griff ich zu dem, was meine Mutter eingepackt hatte, und das waren eben die erwähnten Machwerke.
In ihrer Leidensgeschichte taucht wenig überraschend auch wieder Susanne Fröhlich auf, die ja viel in diesem Segment wilderte; Hoffnung für das Genre schöpft sie im anglo-amerikanischen Roman und bittet um Tips für Chick Lit, die man im Kopf aushält
in den Kommentaren. Ich persönlich fand ja Run Catch Kiss ganz amüsant.

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