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Genderblog

Das Geschlecht, nicht die Religion, ist das Opium des Volkes. (Erving Goffman)

 

Das ist symbolisch gemeint, und mit Sex hat es nichts zu tun
Die Junge Union Wittmund findet Frauen halt toll

 Rochus Wolff   18. April 2007
 Politik, Sexismus, Werbung

Wir gehen tiefer - Kampagnenmotiv

Diese äußerst subtil gestaltete Anzeige der Jungen Union Wittmund findet von Seiten der dafür Verantwortlichen folgende Erläuterung:

Der Körper stellt das Problem dar, während die lösende, äh, während die Hand, die eine Lösung verdeutlicht oder symbolisiert. … Die faßt sich nicht selbst in die Hose, das soll eigentlich eine Männerhand darstellen, das ist in der Darstellung nicht ganz geglückt, das ist richtig.

Der Körper also stellt das Problem dar, das die Junge Union Wittmund lösen will? Durch starke, tiefer gehende Männerhand? Nein, nein, das hat nichts mit Sex zu tun, wirklich nicht, wie sie gegenüber Extra3 betont haben:

(Direktblamage; gefunden bei netzpolitik.org)

Und natürlich könnte man seine Vorurteile pflegen, daß Männer, die in der JU aktiv sind, gar nichts dagegen haben, Frauenkörper halbnackt für ihre politischen Zwecke zu instrumentalisieren, weil sie ja eh’ Frauen vor allem als Sexualobjekte sehen. Das muß man aber gar nicht, weil im angeschlossenen T-Shirt-Shop ausreichend Indizien für diese These zugunsten der JU Wittmund verscherbelt werden. Das soll vermutlich witzig sein, kommt aber eben über die anzügliche Schlüpfrigkeit pubertär-verunsicherter Machos nicht hinaus.

Immerhin ist beruhigend, daß es anscheinend mit verschiedenen Kampagnen dieser Gruppierung nicht so recht voran geht, wenn ich diesen heute gefertigten Screenshot von schwarz-macht-scharf.de richtig deute:

Schwarz-macht-scharf.de

(Mit Dank an Olaf für den ursprünglich hier eingetroffenen Hinweis.)

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Ein Kommentar

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  1. Auch nett und gar nicht diskriminierend oder so gemeint: Die Aussage, dass – oh gott, nein! – die Dame es sich durchaus nicht selber….hmmm…löst, das Problem, sondern dass da nur eine echt starke, männliche Hand (mit perfekt manikürten Fingernägeln übrigens) ran darf. Danke, junge Union, setzen, sex. Äh – sechs.

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