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Genderblog

Das Geschlecht, nicht die Religion, ist das Opium des Volkes. (Erving Goffman)

 

Kinderfragen im Fernsehen – und ein bißchen Mord

 Rochus Wolff   28. Februar 2007
 Ankündigungen, Elternschaft

In den dritten Programmen werden heute die Gebärmaschinen wieder ausgepackt – im SWR erledigt das Quergefragt um 20.15 Uhr mit dem Thema “Glaubenskrieg um die Familie. Macht Vater Staat Frauen zu “Gebärmaschinen”?” Zugleich fragt Frank Plasberg in Hart aber fair: “Von Gebärmaschinen und Rabenmüttern – wer rettet das Familienglück?”

Gäste sind Katherina Reiche, Jürgen Borchert, Bruder Paulus und Gerlinde Unverzagt beim SWR bzw. Eva Herman, Herta Däubler-Gmelin, Norbert Geis, Silke Bürger-Kühn und Iris Radisch beim WDR.

Und wo wir schon beim Fernsehen sind – ganz off topic: Wer danach seine Aggressionen gerne auf dem Bildschirm ausgelebt sehen möchte, kann dies im zugegeben eher bizarren Horrorfilm Office Killer der großen Photographin (und nicht so großen Regisseurin) Cindy Sherman tun. Ab 3.50 Uhr auf VOX.

 
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Ein Kommentar

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  1. Hab mir vorhin “Hart aber fair” angeschaut. Hatte gehofft, dass bei dieser Diskussion mal neue Argumente und Ansichten dazu kommen. Leider war nichts Neues dabei.

    Was mich aber die ganze Zeit schon wundert bei der ganzen Gebärmaschinen-Rabenmutter-Karrierefrauen-Debatte: Warum hört man die ganze Zeit nur Meinungen von PolitikerInnen die 40, 50, 60 Jahre alt sind und “alles schon hinter sich haben”? Das soll jetzt nicht gemein klingen. Es geht mir einfach darum, dass das eine ganz andere Generation ist. Es ist schließlich entscheidend, was die Generation der jetzt 20-30-Jährigen will. Nur dass ich von den 20-30-Jährigen noch nicht viel gehört habe (was sicherlich auch daran liegt, dass diese Altersgruppe unter Politikern stark unterrepräsentiert ist). Und ich wage die These, dass 20-30-Jährige völlig andere Ansichten zu Themen wie Familie, Kinder, Gleichstellung, Arbeitsteilung, Karriere usw. haben als eben die 50-60-Jährigen.

    Noch eine weitere Bemerkung: Ich finde es sehr traurig, dass es bei dieser Sendung kein ausgewogenes Geschlechterverhältnis bei den Diskussionsteilnehmern gab. Gerade bei so einer Thematik sollte man doch erwarten, dass Frauen UND Männer beteiligt werden. Noch trauriger finde ich, dass ausgerechnet Norbert Geis als “Repräsentant der Männer” gewählt wurde.

    Also insgesamt, definitiv falsche Wahl der Diskussionsteilnehmer. Wo waren die jungen Frauen? Und wo – vor allem – waren die jungen Männer?

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