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Genderblog

Das Geschlecht, nicht die Religion, ist das Opium des Volkes. (Erving Goffman)

 

Der Welt (Online) mit anderen Augen sehen

 Rochus Wolff   28. Februar 2007
 Medien, Netz

Umfrage bei Welt OnlineEs ist schon ein bißchen seltsam, was gerade bei Welt Online zu beobachten ist. Ein Artikel über Walter “Gebärmaschinen” Mixa ist mit einer Abstimmung garniert, die vier verschiedene Antworten ermöglicht. Jetzt einmal ganz davon abgesehen, daß die Antworten nicht eben ein differenziertes Abstimmen ermöglichen – das ist bei Multiple-Choice-Fragen ja meist der Fall -, ist es doch befremdlich, daß abgegebene Stimmen im Nirgendwo zu verschwinden scheinen.

Auf diesen Stimmenschwund hat Stefan Niggemeier schon am Sonntag hingewiesen, er hat das Stimmen-Auf-Und-Ab schön dokumentiert, und seitdem ist es nicht eben besser geworden. Natürlich ist das insbesondere auch deswegen nicht unproblematisch, weil die Prozentverhältnisse sich doch deutlich verschoben haben. Das Bild links habe ich gerade eben vor wenigen Minuten aufgenommen, und die Ergebnisse 55% / 41% / 2% / 2% sind doch etwas anders – sagen wir vorsichtig: eindeutiger – als 44% / 31% / 12% / 5%.

Nun ist die LeserInnenschaft der Welt sicher nicht eben als progressiv zu verstehen – aber komplett Mixahörig? Das mag ich doch nicht glauben.

Vielleicht möchten ja ein paar geneigte LeserInnen von hier diesem Link folgen und ihre Stimmabgabe hier dokumentieren? Es wäre doch interessant zu sehen, wie sich die Stimmenzahlen und Prozentanteile verändern. Falls überhaupt.

 
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4 Kommentare

(RSS-Feed für Kommentare zu diesem Artikel)

  1. Hi Rochus!
    Ich habe gerade natürlich für die letzte Antwort gestimmt.;)
    Zumindest die Ergebnisse der ersten beiden Antworten wundern mich nicht: Springer-Presse eben, in über 60 Jahren keine einzige Chefredakteur_in_…Und schau mal auf die Mediadaten der Seite (http://www.mediapilot.de/cda/i.....&nt=3),
    das ist auch sehr aufschlußreich.

  2. Eben, welche Frau liest denn DIE WELT? Schließlich hat der Markt weit besseres zu bieten: woman, elle, bild der frau, brigitte, freundin, tina, amica, lisa, emma, maxi, petra, tina, echo der frau, für sie, bella…

  3. Ich bin völlig schockiert über die “Umfrage”. Ich bezweifle auch, dass diese “Umfrage” ihre Richtigkeit hat. Selbst Bischof Mixa hat doch mittlerweile eingesehen, dass ein Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen den Familien mehr Wahlmöglichkeiten einräumt (das war Sonntag bei Christiansen).

    Außerdem sollte mittlerweile jeder mitgekriegt haben, dass Frau von der Leyen (leider) nur eine Betreuung für ca. 35% der Kleinkinder anstrebt. Demnach müssten 2/3 der Mütter oder Väter weiterhin alleine für ihre Kinder sorgen. Da werden sicher auch ein paar dabei sein, die das so wollen. Die Mehrheit wird allerdings immer noch für die ersten Lebensjahre ihres Kindes auf Erwerbsarbeit verzichten oder sich andere Betreuuungsmöglichkeiten suchen müssen. Also, meiner Meinung nach müsste die aktuelle Diskussion genau anders rum laufen. Von der “Zerstörung der traditionellen Familie” und dem Hindern der Frauen “ihre Mutterrolle auszuleben” kann nicht die Rede sein.

  4. Mir fällt gerade auf, ich habe den Kommentar von Peter Schink (25. Februar 2007, 17:45 Uhr; anscheinend von welt.de) überlesen, in dem dieser das “Statistik-Plugin unseres CMS” als Fehlerquelle ausmacht.

    Möglich, aber die Umfrageergebnisse sehen doch trotzdem eher seltsam aus. Vielleicht sollte man ja auch Umfragen, die vom Plugin zerschossen wurden, einfach offline nehmen?

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