Anzeige

Anzeige

Genderblog

Das Geschlecht, nicht die Religion, ist das Opium des Volkes. (Erving Goffman)

 

Mindestlohn würde Frauen helfen

 Rochus Wolff   12. Februar 2007
 Kapitalismus

Das Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg Essen schließt sich den Forderungen nach einem gesetzlichen Mindestlohn an. Sie verstehen diese Forderung, wenn ich den Tenor der Pressemeldung richtig bewerte, als Beitrag zur Gleichstellung von Frauen und insbesondere als wichtigen Beitrag dazu, Frauen die Möglichkeit zu geben, ihre Existenz selbständig zu sichern.

Fast jede dritte vollzeitbeschäftigte Frau in Deutschland arbeitet zu Niedriglöhnen, während der Niedriglohnanteil bei den Männern mit 10 Prozent weitaus niedriger liegt.

Claudia Weinkopf, Leiterin der IAQ-Forschungsabteilung “Flexibilität und Sicherheit”, wird mit den Worten zitiert, bei Frauen kämen häufig niedrige Stundenlöhne und kurze Arbeitszeiten zusammen, was dazu führt, dass sie ganz besonders geringe Chancen auf eine eigenständige Existenzsicherung haben. Ein Mindestlohn könne diese Situation verbessern, wenn er auch insbesondere für in Teilzeit Beschäftigte wohl noch nicht ausreichen würde.

Unstrittig ist, dass gesetzliche Mindestlöhne alleine nicht automatisch zu einer eigenständigen Existenzsicherung von Frauen führen würden, denn selbst 7,50 Euro pro Stunde reichen bei Teilzeitarbeit dafür i.d.R. nicht aus.

(via)

(Addendum: Die ver.di-Frauen wollen den diesjährigen Internationalen Frauentag in den Kontext der Mindestlohn-Kampgane stellen.)

 
Teilen 
 
-->

Keine Kommentare

(RSS-Feed für Kommentare zu diesem Artikel)

Noch keine Kommentare

Entschuldige, das Kommentarformular ist zurzeit geschlossen.



WordPress · Login für AutorInnen · Impressum

URL dieser Seite: http://genderblog.de/index.php/2007/02/12/mindestlohn-wurde-frauen-helfen/
blogoscoop