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Genderblog

Das Geschlecht, nicht die Religion, ist das Opium des Volkes. (Erving Goffman)

 

Distanzierender Hinweis

 Rochus Wolff   22. Januar 2007
 Anti-Feminismus, Interna

Nur um in dieser Hinsicht Klarheit zu schaffen, obwohl das wahrscheinlich kaum nötig sein dürfte – die seit vorgestern abend im Netz auffindbare weder witzige noch spritzige Graphik, die sich in Symbolik und Farbgebung an Zeichen der NSDAP und des Dritten Reiches anlehnt und in weißen Kästen vor rotem Grund einerseits in schwarzer Frakturschrift die Aufschrift “Feminismus statt Freiheit” und andererseits, ebenfalls in schwarz das hier von uns verwendete Logo verwendet, ist von uns weder autorisiert noch positiv aufgenommen worden. Darüber hinaus ist das alles so strunzdumm, unreflektiert und männlich-weinerlich, daß ich es vorerst nicht mal ignorieren möchte. (Eventuelle rechtliche Schritte wegen Urheberrechtsverletzungen behalte ich mir ausdrücklich vor.)

 
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9 Kommentare

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  1. nicht, dass ich diese grafik, wuerde ich sie kennen (verlinkt wird sie ja hier nicht) toll finden wuerde, aber die zuschreibung von negativ besetzten attributen zu binaeren geschlechterrollen ist nichts weiteres als die fortfuehrung der konstruktion des anderen, von dem es sich abzugrenzen und ueber das es sich zu erheben gilt. und rechtliche schritte, also die durchsetzung von vermeintlicher herrschaftskritik mit herrschaftsfoermigen mitteln, haette ich diesem blog auch nicht zugetraut. gut zu wissen, dass der anspriuch dieses blogs auch nur pseudoemanzipatorisch ist, aber die herrschenden verhaeltnisse nur aendern, nicht aber ueberwinden will.

  2. Vorbehalten heißt ja nicht durchführen – worum es mir geht ist bei den rechtlichen Schritten eher, daß ich nicht möchte, daß andere mit dem von einem Freund als Freundschaftsdienst überarbeiteten Logo andere Geld und Gewinn machen. Ansonsten: sollen sie machen, was sie wollen.

    Das “männlich-weinerliche”, auf das Du wohl anspielst (ganz sicher bin ich mir da nicht) würde ich gern mit einem bösen Schuß Ironie gelesen haben: Eben auf jene Jammerrhetorik bezogen, die man aus Männerbewegungskreisen gerne hört und die den Untergang eben einer Männlichkeit beschwört, von der – so man sie denn als positiv besetzte lesen wollte – ihre eigene Haltung jedenfalls nichts mehr erkennen läßt.

    Aus der Dichotomie-Schraube allerdings kommen wir alle nicht so schnell heraus: sie steckt (oder nicht?) schon im Politischen schlichtweg mittendrin. Wie wollen und sollen wir uns abgrenzen, wenn nicht durch verneinen? Wodurch unterscheiden sich Positionen, wenn nicht durch Abgrenzen?

    (Und außerdem: habe ich mich schlichtweg geärgert. Elende Stinkmorcheln, diese!)

  3. Getroffene Hündinnen bellen. Und natürlich geht’ nur darum, dass niemand mit einem fremden Logo Geld verdient – klar, die werden auch sicher die Aufkleber verkaufen. Es geht um die Möglichkeit zur Unterdrückung von anderen Meinungen per Rechtsweg, so wird ein Schuh draus. Zur angeblich männlichen Weinerlichkeit: Werde ich mir merken, wenn mich irgendwann mal wieder ein Weib – hoffentlich eine Feministin – dumm anmacht oder anrempelt. Dann gibt’s was aufs Maul und ich hoffe, die ist dann nicht so typisch weiblich-weinerlich und trägt es wie eine Frau. Warum ist es weinerlich, wenn Männer Gleichberechtigung einfordern, während es angeblich noch immer notwendig oder gar herorisch ist, wenn Fraun dies tun? Hat man Euch mit dem Hammer gepudert?

    Ironie-Marker bitte selbst setzen.

    MfG

    Daniel

  4. Schön, dass es euch ärgert. Aber der dekonstruktivistische Dreck, den ihr vertretet, fällt natürlich genau so auf euch zurück. Wenn alles konstruiert ist, dann sind es eure Standpunkte erst recht. Eine Wertedebatte, die Werte als Konstrukt bezeichnet, muss eben auch hinnehmen, dass jeder Werte definiert. Aus dieser tautologischen Weltwahrnehmung kommt ihr argumentatorisch nicht hinaus und damit seid ihr aus jeder Richtung angreifbar.

  5. Freut mich ebenso, daß Herr Wolff wirklich wieder zeigt was von andersdenkenden so zu halten ist.
    Stichwort: weinerliche Männlein

    Was ist Gender Mainstreaming überhaupt: GM ist nichts weiter als die konsequente Weiterführung der Frauenpolitik, sozusagen ein zweischneidiges Schwert welches Bundesregierung und Frauenbewegung als notwendig erachteten, da die bisherige Quotenpolitik doch nicht zu dem Ergebnis kam welches man sich erhoffte.

    GM dürfte nichts anderes als die stille Einführung eines Matriarchats sein welches Frauen in die guten , hochbezahlten Jobs katapultiert und Männer in die Schwerarbeit sprich die unbequemen Jobs beförder sollte.

    Weiterhin bleibt anzumerken, daß GM Männern kaum nützen wird,
    wie kann man es sich sonst erklären, daß Frauenthemen den überwiegenden Diskurs bilden. GM zielt auf die Zerstörung männlicher Identitäten hin.

  6. Eine Urheberrechtsverletzung dürfte angesichts der geringen Individualität und des noch geringeren künstlerischen Aufwandts kaum einklagbar sein.

  7. [Kommentar wegen Beschimpfungen und Unflätigkeiten vom Administrator gelöscht.]

  8. oh Arne mein Freund ich wünsche dir alles gute,das mit dem symbol gegen den feminismus finde ich gut alles was gegen feminismus ist ist immer gu,t bernhard makulist

  9. hm… schon diskriminierend son “männlich-weinerliche”

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