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Genderblog

Das Geschlecht, nicht die Religion, ist das Opium des Volkes. (Erving Goffman)

 

Feminismus ist, wenn die Einbauküchen billiger werden

 Rochus Wolff   11. Januar 2007
 Feminismus, Kapitalismus, Werbung

Was sollte ein Möbelhaus schon großartig feministisches machen, schließlich sind sie nicht unbedingt als sexistisch bekannt

fragte sich Riot Grrrl vom Weblog Cold Clocks heute morgen, nachdem eine Radiowerbung “Feminismuswochen” im Möbelhaus “Trends” (das zur Firma Ostermann gehört) angekündigt hatte.

Das könnte sich jetzt ändern: Feministisch fühlt sich das Möbelhaus, wenn es Küchen billiger macht, und hat sich sogar die Domain feminismus-wochen.de dazu reservieren lassen. So kann man sich aber allenfalls als sexistisch bekanntmachen, oder wenigstens als ahnungslos.

Feminismuswochen bei Trends

Hier kann man Ostermann die Meinung sagen. (via)

 
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7 Kommentare

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  1. Sagen wir mal so… es ist ein heutzutage eher ungewöhnlicher Gebrauch des Begriffs. Andererseits ist er ja auch nicht besonders klar definierbar – und irgendwie finde ich die Chuzpe der Marketer des Möbelhauses, Feminismus und Küchen in Zusammenhang mit einer zehnprozentigen positiven “sexistischen” Diskriminierung für weibliche Kunden zusammen zu bringen, schon recht mutig. Das geht doch gegen jedes etablierte Interpretationsschema und erzeugt so – nicht zuletzt hier – Aufmerksamkeit, Diskussions- und Definitionsbedarf. Also ich habe schon weitaus schlechtere Werbung gesehen.

    “The term ‘feminism’ has many different uses and its meanings are often contested. … In the mid-1800s the term ‘feminism’ was used to refer to “the qualities of females”, and it was not until after the First International Women’s Conference in Paris in 1892 that the term, following the French term féministe, was used regularly in English for a belief in and advocacy of equal rights for women based on the idea of the equality of the sexes.”

    http://plato.stanford.edu/entr.....cs/#WhaFem

  2. Es ist wohl in letzter Zeit in der Werbung Trend, politische und gesellschaftliche Freiheiten als die Freiheit zum Konsumieren umzudeuten… dieser Beitrag erinnert mich an eine Werbekampagne von, ich glaube, e plus, die für ihre Handy-Flatrate warben mit dem Slogan (so ungefähr)

    Telefonieren so viel ich will – das nenne ich echte Redefreiheit!

    Unsere Bürgerrechte von den Konzernen kaufen – das hätten sie wohl gerne…

  3. Nichts schlägt die mega sexistische Werbung von Alice für ihre Flatrate oder was das ist! Das ist meiner Meinung nach die aller aller allerschlimmste Werbung der Welt und nicht einen My (!) lustig.

  4. Abgesehen davon, dass diese Aktion mit Feminismus so rein gar nichts zu tun hat, verstößt sie mit Sicherheit auch noch gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG): Wenn Männer für eine Küche pauschal 100€ mehr bezahlen müssen als Frauen, ist das eine ungerechtfertigte Diskriminierung aus Gründen des Geschlechts. Und das bei einem Massengeschäft. Mal sehen, wann der erste findige Mann diesen Anbieter wegen Schmerzensgeld angeht…

  5. Den Kapitalismus ausbeuten und den Sexismus verhungern lassen: Feministische Gratis-Küchen für linksradikale Wohntraumwelten in Selbstverwaltung…

    Einige diskutieren zurecht über die neue Aktion “Feminismus-Wochen” des Möbelhauses “Trends”.
    Neben der Diskussion über die ganze Sache fände ich vor allem zusätzlich (!) eine Idee noch naheliegender: zuschlagen! “…

  6. Die Kampagne ist der Witz der Woche…

  7. [...] “Feminismus-Wochen bei Möbel-Hübner – 10% Rabatt auf alle Einbauküchen” (siehe hier) und jetzt: “Gehen Sie für Ihre Freiheit auf die Straße! Der neue Alfa [...]

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