Toilettenzuteilung
Ob mit Federvieh oder ohne: Toiletten dienen schon seit langem dazu, schön brav nach Geschlechtern zu trennen, was aus allein anatomischen Gründen kaum zu rechtfertigen ist. Insofern wird der soziale Charakter dieser Angelegenheit, falls an dem noch jemand zweifelte, jetzt durch zwei Fälle offensichtlich, die beide mit der Frage zu tun haben, welche Toilette Transgender-Menschen zu benutzen hätten.
Bei transsexuellen Menschen gäbe es diese Diskussion wohl nicht, weil die ja “anatomisch” irgendwie “richtig” sind, was immer das auch sein mag. Transgender aber verwirrt die Kategorien und macht es deshalb schwierig. Wie bei Salon Broadsheet nun zu lesen war (The New York Daily News berichtete) hat sich die New Yorker Nahverkehrsgesellschaft (Metropolitan Transportation Authority, MTA) nach einem konkreten Streitfall dazu entschlossen, Transgender-Menschen die Toiletten benutzen zu lassen, die sie ihrer “gender expression” nach für angemessen halten.
Daß manche da den Untergang des Abendlandes heranziehen sehen, macht eine andere Meldung deutlich (BBC): einer Abgeordneten des italienischen Parlaments stieß es auf, daß ihre Mit-Abgeordnete Vladimir Luxuria die Frauentoilette besuchte.
Eine sinnvolle Debatte darf also erwartet und eröffnet werden. Sind Unisex-Toiletten die Lösung? Und schafft es irgendwann wenigstens die journalistisch doch sonst gar nicht so schlechte Netzeitung, den Unterschied zwischen Transgender und Transvestit/in irgendwie hinzubekommen?
(Photo von The Rocketeer)
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uni-sex toiletten sind die lösung. da der platzbedarf auch geringer ist, sollten sie möglichst auch behindertengerecht sein. gibts in… schweden, fand ich super.