Genderblog

Das Geschlecht, nicht die Religion, ist das Opium des Volkes. (Erving Goffman)

 

Über die Herstellung von Schönheit

 Rochus Wolff   16. Oktober 2006
 Gesellschaft, Werbung

Ich bin mir zwar nicht sicher, was ich von der Initiative für wahre Schönheit halten soll – schlicht another marketing campaign von Dove oder eine sinnvolle Aktion, die ihre Zielgruppe immerhin einmal erreicht? Was denkt Ihr? -, dieser Spot ist allemal sehenswert:

(Direktlink zu Youtube)

Als Demonstration der Möglichkeiten digitaler Bildbearbeitung ist auch dieses Website sehr empfehlenswert. (via)

 
Teilen 
 Andere auf diesen Beitrag hinweisen
-->

6 Kommentare

(RSS-Feed für Kommentare zu diesem Artikel)

  1. Ob vorher oder nachher, ich seh keinen Unterschied – “einmal Lächeln” fehlt beidemal.

  2. der spot ist schon gut, über die kampagne hingegen kann mensch sich streiten. da erfahrungs- oder statistikgemäss der anteil derer, die gern so aussehen würden wie die werbe(vor)bilder viel grösser ist als jene, die es auch schaffen, gilt es diese vergraulten schäfchen wieder in die konsument/innenherde einzubinden. da greift die werbung immer mal wieder zu diesen mitteln.
    dove hatte (sich) ja schon immer diesen anstrich von “real beauty” (gegeben).
    naja, noch’n zitat von der kampagnenseite:
    “bestellen sie einen der limitierten real beauty-artikel und unterstützen sie den guten zweck!”

  3. Natürlich wollen die nur verkaufen. Aber deswegen muss es ja nicht schlecht sein, die Leute daran zu erinnnern, wie bearbeitet die angeblichen Supermodels auf den Plakaten sind, die unsere Landschaft zieren….

  4. problem ist aber auch, dass sie eben diese konstruierten schönheitsideale ebenfalls für ihr marketing benutzen und diese so (zumindest tw.) reproduzieren. zu zeigen, dass mehr schein als sein hinter der werbung steckt dekonstruiert aber nicht diese ideale und jungen frauen wird lediglich gezeigt, dass sie im “hässlichsein” (entgegen dem konstruierten gesellschaftlichen ideal) nicht allein sind.
    “wahre schönheit” impliziert den “opfern” solcher kampagnen, dass sie zwar andere schöne seiten haben (die aber meist nur sie selbst entdecken können/kennen), aber von der gesellschaft als (äusserlich/oberflächlich) hässlich angesehen werden. diese kampagne soll also nur ihr restliches wertgefühl steigern, wodurch aber ihr wertgefühl in bezug auf ihre äusserliche schönheit nur sinken kann. die vielbeschworene “innere schönheit” bringt ihnen draussen in der welt der selbstvermarktung fast gar nichts (und das wissen die meisten) und selbst wenn, so wirkt sowieso konträr zum (äusserlichen) selbstwertgefühl. so geschaffene selbstwertgefühle haben auch meist eine nur sehr kurze halbwertszeit durch den gesellschaftlichen (medialen) druck, und dann?
    ergo: unterm strich nix gut gemacht, die mädels. dove schon…

  5. Kreierte Schönheit

    Es folgt eine Werbung, bei der sichtbar gemacht wird, wie aus der Frau von Gegenüber das "Super-Model" einer Plakatwand wird. Vor allem der Teil, wo die Frau im Photoshop bearbeitet wird, ist sehr interessant. Da ich selbst schon Fotos im Pho

  6. [...] Bereits gestern stolperte ich bei Nerdcore über einen kleinen Videoclip, der das hier bereits gezeigte Video “Evolution” der Dove-Kampagne Initiative für wahre Schönheit als, wie René das schreibt, Kippen und Bier-Version parodiert: “Slob Evolution”. [...]

Die Kommentarfunktion ist zur Zeit leider deaktiviert.



WordPress · Login für AutorInnen · Impressum

URL dieser Seite: http://genderblog.de/index.php/2006/10/16/uber-die-herstellung-von-schonheit/
Schließen
Als E-Mail verschicken
blogoscoop