Fussball-WM die III.: Onlinepetition gegen Zwangsprostitution
Unter der Überschrift “Sex kaufen ist kein Sport” ruft The Coalition Against Trafficking in Women (CATW) auf, eine Petition gegen Zwangsprostitution während der Fußball-Weltmeisterschaft zu unterzeichnen.
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die petitions site ist ein wenig unuebersichtlich, wie os oft bei solch wichtigen petitionen ist die software meist der funz.
eine gute alternative ist wohl
http://www.petitiononline.com/petition.html
vielleicht beim naechsten mal.
unterschrieben hab ich jedenfalls. auch wenn ich gute 20 sekunden dafuer gebraucht habe den button fuer die petition zu finden. und warum franzoesisch? ist doch eine deutsche angelegenheit. zumindest mal hauptsaechlich.
[...] Lange Zeit musste man(n) den Eindruck haben, dass vielen Männern das grausame "Schicksal" junger Mädchen und Frauen in der Sex-Sklaverei im Zuge der WM egal ist. Inzwischen scheint jedoch ein Ruck durch die männerdominierte Fußball-Welt zu gehen. DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger hat bereits die Schirmherrschaft über die vom Deutschen Frauenrat gestartete Aktion "Abpfiff" übernommen. Auch die Berliner Polizei erwartet einen Anstieg der Zwangsprostitution! Die Gewerkschaft der Polizei erklärte, Menschenhandel entwickle sich weltweit zu einem ähnlich einträglichen Geschäft wie der Drogenhandel. Gerade in Hinblick auf die bevorstehende Fußball-WM sei zu erwarten, dass die Nachfrage im Rotlicht-Milieu steige. Mit überall in der Stadt angebrachten Plakaten und einem "Flyer für Freier" sollen die Männer aufgefordert werden, nicht wegzusehen, wenn sie den Eindruck haben, daß Prostituierte unter Zwang handeln. Dieser (täterzentrierte) Ansatz sollte aber nicht der einzige sein. So hoffe ich immer noch darauf, dass verstärkte Anstrengungen in puncto Prävention für weibliche Jugendliche (auch und gerade in den Herkunftsländern der meist osteuropäischen girls) unternommen werden, um vor den Gefahren im vermeintlich ach so goldenen Westen zu warnen! Am allerbesten aber wäre: kein käuflicher Sex am Rande der Fußball-Weltmeisterschaft! "Das kann nicht verhindert werden", erklärte zwar der von mir sehr geschätzte CSU-Politiker Günther Beckstein beim Treffen der EU-Innenminister in Brüssel. Nur der schwedische Justizminister (und frühere Erstliga-Fußballer) Thomas Bodström schlug genau dies vor (ein Gesetz in Schweden stellt Angebot und Nutzung von Geschlechtsverkehr gegen Entgelt unter Strafe) -und ich pflichte ihm bei. Auch Bayerns Justizministerin Beate Merk (CSU) fordert Haftstrafen für Männer, welche "WM-Bordelle" aufsuchen. Trotz mancher Probleme will der österreichische EU-Ratsvorsitz die Vorschläge Bodströms beherzigen. Die Ratsvorsitzende Liese Prokop griff Bodströms Initiative auf. "Wir werden das weiter verfolgen", sagte Österreichs Innenministerin. Schon häufiger wurde aus der Initiative eines einzelnen Mitgliedstaats ein EU-Gesetz. Auch die christlichen Kirchen setzen sich für die Frauen und Mädchen ein. Hier noch eine Online-Petition, die alle unterstützen sollten! [...]
Nach meinen Informationen ist es in Berlin derzeit nicht besonders angesagt, sich der Kampagne gegen Zwangsprostitution anläßlich der Fußballweltmeisterschaft anzuschließen. Sinnvoller wäre es, IMMER die Arbeit von Hydra e.V. und ähnlichen Einrichtungen zu unterstützen, also mit Huren zusammen zu arbeiten! Feministinnen kämpfen seit dem 19. Jahrhundert gegen die doppelte Moral und Diskriminierung von Huren, und deren Arbeit wurde inzwischen gesetzlich (fast) als normale Erwerbsarbeit anerkannt. Ich kann mit einiger Bestimmtheit sagen, daß etliche UnterstützerInnen der jetzigen Kampagne mit Prostitution an sich mindestens soviel Probleme wie mit dem Zwang dazu haben; auch bei den “christlichen Kirchen” sind da kritische Fragen immer noch mehr als angebracht; auch christliche Männer gehen zu Huren. der Zwang ist oft aber auch ökonomische Not in unseren Nachbarländern und also ein Problem der Weltwirtschaftsstrukturen, nicht ein Problem der Moral von Frauen. Richtig, anläßlich der Fußballweltmeisterschaft sind in Berlin – wie bei der Loveparade – vermehrt Huren mit sexuellen Dienstleistungen zu erwarten. Das ist ihr gutes Recht; viele werden ganz freiwillig einreisen und auch wieder abreisen; und niemand sollte ihnen ihre Geschäfte vermasseln! Vielmehr gilt es, die “Aktion gesunder Kunde” zu unterstützen. Zwangsprostitution ist ein Problem des organisierten Menschenhandels, organisierter Kriminalität. Es gibt keine Gründe anzunehmen, dass es davon IN BERLIN während der Fußballweltmeisterschaft mehr gibt als jetzt täglich. Meine Informationen bezog ich von Hydra und dem zentral zuständigen bezirklichen Gesundheitsamt Charlottenburg; beide arbeiten im Übrigen zusammen mit der Berliner Polizei.
Ursula Nienhaus
Der Text der og Petition lässt doch sehr zu wünschen übrig. Da ist die Rede von “deutscher Prostitution” – fast, als würde selbige von Staatsseiten organisiert, und davon, dass in Deutschland Zuhälterei erlaubt sei. Nicht nur, das Prostituiertenverbände jahrelang für die Anerkennung ihrer Arbeit gekämpft haben, nun werden hier ausserdem falsche Tatsachen vorgespielt.
Keine Kontaktadresse, nichts. Um so suspekter, dass da mehr als 11.000 Unterschriften gesammelt wurden. Nach einigem Suchen stellt sich heraus, dass die eigentlichen Verfasser der Seite ist eine französishce abolitionistische Gruppe namens Mapp sind (keine Stellungnahme von deren Seite nach mehrmaligen Versuchen, die Gurppe per mail und per Telefon zu erreichen).
Möchte hiermit alle, die französisch sprechen auf folgenden Text zum Thema hinweisen (Links zur Mapp usw.) : http://grepgrrl.org/weblog/?20.....os-sources