Geschäftliche Besuche des Bank-Management
“Sechs Frauen wollen eine Milliarde Dollar” schreibt das Manager-Magazin und versteht wohl doch nicht, woum es geht: Mit dieser Sammelklage (im Namen aller angestellten Frauen) wollen sie nämlich gegen die Diskriminierung von Frauen in der Investmentbank Dresdner Kleinwort Wasserstein streiten. Nicht unbedingt ungewöhnlich in den USA – erstmals ist mit der Allianz-Tochter aber ein deutsches Unternehmen im Fokus eines solchen Verfahrens.
In der Anklageschrift werden nicht nur Zahlenvergleiche und der schnellere Aufstieg von Männern aufgeführt; zu den interessanten Details gehört der Besuch von Striptease-Clubs. Geschäftlich. Und ohne Managerinnen, versteht sich.
Übrigens bezeichnet die deutsche Presse die Klägerinnen durchweg als “Mitarbeiterinnen” und “Angestellte”. Was verwundert, bekleiden doch drei den Rang eines Directors, drei die Position eines Vice President.
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[...] Eine Woche nach der Bild hat nun endlich auch spiegel-online die Klage gegen DrKW und deren Idealeignung zur boulevardesken Abrechnung mit dem Patriarchat entdeckt. Sei’s wie es sei, aus naheliegenden Gründen soll das Thema hier weder vertieft noch kommentiert werden. Nur eine Anmerkung sei erlaubt, muß erlaubt sein: Es war schon vieles zu lesen, selbst unser Stammblog (Abgelegt unter “Frauenförderung”) weiß Wissenswertes in pink zu berichten. Ihr aber, Spiegel-Redakteure, geht zu weit. Die Gleichsetzung mit einer sogenannten Burschenschaft ist inakzeptabel, beleidigend und völlig realitätsfern. Eine Sammelklage (8 Mrd US$+) am traditionell liberal-investmentbankerfreundlichen Gericht Lynchburg, Virginia ist in Vorbereitung. [...]