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Genderblog

Das Geschlecht, nicht die Religion, ist das Opium des Volkes. (Erving Goffman)

 

Ausstellung: albTräume städtischer Hygiene – Surburbia. Sexarbeit Geruch.

 Danilo Vetter   21. April 2005
 Geschlechterpolitik, Gesellschaft, Kunst, Medien, Veranstaltungen

Foyer des Konzertsaals der Universität der Künste Berlins,
Hardenbergstraße – Ecke Fasanenstraße
Eröffnung: 26. April 2005, 17 – 20 Uhr
Ausstellung: 27. und 28. April 2005, 14 – 19 Uhr

Studierende der Universität der Künste, Berlin; der Kunsthochschule Berlin-Weißensee; der FH Potsdam; der HU Berlin sowie der FU Berlin zeigen Installationen, Videoprojekte und Fotografien, die aus der intensiven Beschäftigung mit Hygiene und Raum im Rahmen eines Projektseminars entstanden sind. Das Projekt wird geleitet von Isabell Lorey, Wissenschaftliche Assistentin an der UdK Berlin.

“Geordnete und kontrollierbare Räume zu erschaffen war und ist Ziel der Stadtplanung, geordnete und kontrollierbare Körper zu erschaffen, das Ziel der Hygiene. Seit diese beiden Disziplinen im 19. Jahrhundert ihre moderne Form herausgebildet haben, scheinen sie untrennbar verknüpft: Körper und Räume werden auf dem jeweils anderen abgebildet – ein Vorgang, durch den „Fremdkörper“ konstruiert werden.

In Surburbia kann man die Ordnung des Raums als Praxis des Ausschlusses kritisieren, die wiederum eng mit Rassismus und bürgerlichen Rollenidealen verbunden ist – Surburbia, wie wir es mittlerweile wahrnehmen, ist selbst immer schon die Parodie der Hygiene.

Die Antithese, der moralische und physische Verfall der Stadt, wird bis heute mit Sexarbeit assoziiert – hier scheint das Kommerzielle gegen das Moralische am Werk, das Schmutzige gegen das Reine. In den abfälligen Diskursen über Sexarbeit verbindet sich das ideologische Inventar des Sexismus mit dem Bild der bedrohlichen Stadt.

Der Aufstieg städtischer Hygiene ist schließlich untrennbar verbunden mit der zunehmenden Abscheu vor dem „Stinkenden“. Der „schlechte“ Geruch wird zum Symbol mangelnder Hygiene, der „gute“ gehört unabdingbar zum modernen Marketing. Der intensive Geruch wird als Übergriff empfunden.” mehr Informationen

 
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