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Genderblog

Das Geschlecht, nicht die Religion, ist das Opium des Volkes. (Erving Goffman)

 

Call for Genderbloggers

 Rochus Wolff   8. März 2005
 Interna

In den vergangenen Monaten haben Weblogs, die sich ausschließlich mit bestimmten Themengebieten beschäftigen, stark an Zahl und Bedeutung zugenommen, seien dies Medienblogs wie das medienrauschen oder etwa Blogs über Bibliothekarisches wie das netbib weblog – von den zahlreichen politischen Blogs einmal ganz abgesehen. Viele dieser Blogs sind Gemeinschaftsprojekte, die die Interessen und Fähigkeiten Ihrer BeiträgerInnen bündeln.

Bislang scheint es aber im deutschsprachigen Raum noch kein kollaboratives Weblog zur Frauen- und Geschlechterforschung, zu Feminismus und Geschlechterpolitik zu geben. Ob dafür ein Bedarf besteht, muß sich zeigen; auf jeden Fall habe ich Interesse daran, eines zu betreiben. Du auch/Ihr auch? Dann los. Voilà, das Genderblog. Die Infrastruktur ist hier, wir können sofort loslegen.

Worüber genau und wie wir schreiben, soll sich erst noch entwickeln; am liebsten wäre mir es, wenn hier Platz und Offenheit genug für unterschiedliche Meinungen und Interessen wäre: von der gendertheoretisch geprägten literaturwissenschaftlichen Analyse von Schillers Räubern bis zur Kopftuchdebatte, von eigenen Diskussionsbeiträgen bis hin zum schlichten Verweis auf einen guten Text anderswo. Contributions in English are more than welcome.

Was das Genderblog nicht sein soll, ist ein reiner Veranstaltungskalender oder Verlautbarungsorgan. Oder seht Ihr das anders?

Wenn Ihr mitmachen und dies entwickeln wollt – ohne großen Plan und spielerisch as we go – dann meldet Euch doch bitte bei mir: rochus@genderblog.de, oder schreibt gleich hier in die Kommentare… vielleicht mit ein paar kurzen Sätzen dazu, wie Ihr Euch das Genderblog vorstellen könntet.

Ich bin gespannt.

 
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10 Kommentare

(RSS-Feed für Kommentare zu diesem Artikel)

  1. Hallo, ich finde die Idee deines genderblogs klasse. Das ist ein Angebot, das noch fehlt, denn die Thematik ist schon hochinteressant, wenn auch derzeit leider etwas out.
    Na das wird schon….
    lg alex

  2. Gute Idee. Vielleicht schreibe ich mal einen Artikel dazu. Aber meiner Meinung nach geht es nicht “nur” um Frauen, sondern um die Entwicklung beider Geschlechter, denn: Alles ist gleichwertig, nur unterschiedlich!

  3. Genderblog

    Anlässlich des heutigen internationalen Frauentages hat Rochus Wolff das Genderblog getartet: Im Gender-Blog geht es um Feminismus, Geschlechterpolitik, Frauen- und…

  4. Da wir seit einigen Jahrtausenden in einem Patriarchat leben, das meiner Meinung nach JETZT zu Ende geht, ist es nicht verwunderlich, dass die Frauen benachteiligt wurden. Es sind vor allem die Energien, welche Frauen oder Männern zugeschrieben werden, welche zwischen “hell und dunkel” unterscheiden. Da Menschen in einer strengen Dualität leben, wurden diese Energien fein säuberlich getrennt in Männliche, wie Vernunft, Logos, Klarheit … und Weibliche, wie Intuition, Emotion, Dunkelheit…

    Inzwischen haben viele Menschen begriffen, dass der Ausschluß der “weiblichen” Energien behindernd ist, behindernd in der Erkenntnis des Selbsts und der Welt. Um überhaupt etwas zu erkennen, braucht man den “ganzen” Menschen, also alle zur Verfügung stehenden Energien. Unnötig zu sagen, dass nur Minderheiten und Benachteiligte einen “Jahrestag” bekommen.

  5. Hi!! Ich finde eure Idee klasse. weiter so

  6. Hallo,

    ich bin weder mit Alex noch mit Balbina einverstanden. Weder ist das Thema out noch geht das Patriarchat zu Ende. Er lebt leider wie immer. Nich nur in Europa, sondern auch in Afrika, in den arabischen Länder, in Asien usw.

    Man kann unzählige Beispiel nennen. Nur eins: mein Bruder hat im Juni ein Mädchen in China adoptiert. War es als Zufall, dass das Kind ein Mädchen war? Mitnichten. Das Land wird viele gesellschaftliche Probleme kriegen, wenn es weiterhin zulässt, dass Mädchen derart minderwertig empfunden werden. Mein Bruder war nicht allein: es war ein Kontingent von ungefährt 30 Paaren aus ganz Spanien…

    Und dass das Thema für Männer nicht von Belang sein kann, zeigt nur ein kurzer Blick auf die rückständige Bildungspolitik in Deutschland. Mit einer Schule, die erst mit sechs Jahren anfängt, und schon um 12:00/13:00 zumacht, werden die Mütter nahezu gezwungen, auf eigenes Einkommen zu verzichten. Für den Mann bedeutet dies: einzige Verantwortung für die Familie bleibt an mir hängen. Ist dies in ihren Interesse? Auch die Überschätzung der Erziehungskraft der Mütter ist nicht günstig für sie, wenn das Paar sich scheiden lässt… Und so weiter…

    Viele Grüße

    Montserrat

  7. super blog. nur einer der wenigen belege dafuer, dass das thema aktuelle ist: die neuste SZ Wissen… hier wird uns mal wieder erklaert, warum frauen nicht einparken koennen und maenner nie die butter im kuehlschrank finden… echt zum k*tzen.

  8. da die Kommentare alt sind, vermute ich, dass ich auf einer ganz abgelegenen Straße gelandet bin. Natürlich ist das Gespräch notwendig, weil ohne das die zähe Vorwärtsentwicklung zum gleichberechtigten Miteinanderleben von Mann und Frau “vertrocknet”.

  9. Hey Ladies and Gents
    Ich habe einen super DVD Tipp für euch!! Lust auf ein Erotik Drama? ;-)
    Und zwar “Verfolgt” von Angelina Maccarone. Er kam letztes Jahr im Kino und handelt von Elsa (gespielt von Maren Kroymann) , einer Bewährungshelferin, die eigentlich ein ganz normales Leben mit Mann, Tochter und Beruf führt. Als ihre Tochter auszieht, ist sie offen für alles Neue…Ihr neuer Proband ist ein Junger Straftäter, der bereit ist, sich ihr sexuell zu unterwerfen- sie geht auf sein Angebot ein und gerät immer mehr in einen sexuell obsessiven Sog, aus dem sie so schnell nicht mehr raus kommt….

    ich glaube ich muss dazu nicht mehr sagen, ich kann ihn nur weiterempfehlen..
    Und die Preise, die dieser Film erhalten hat, sprechen ebenfalls für sich…

    also lasst mich wissen, wie ihr ihn findet.

    LG Lisa

  10. Dr. Marianne Bäumler
    Journalistin
    Wormser Str. 3
    50677 KÖLN den 31.12. 2002
    Tel & Fax : 0221/ 37 35 48
    e-mail: marian.baeumler@gmx.de

    WIE SIEHT BLOSS UNSER GLOBUS AUS ?
    Die Banalität von Macht und Herrlichkeit

    Die allermeisten Ärzte auf Erden – es sind Männer.
    Die allermeisten Architekten auf Erden – es sind Männer.
    Die allermeisten Bankdirektoren auf Erden – es sind Männer.
    Die allermeisten Drogendealer auf Erden – es sind Männer.
    Die allermeisten Künstler und Komponisten auf Erden – es sind Männer.
    Die allermeisten Manager auf Erden – der Auto – Alkohol – Pharma – Tabak – Zuckerwaren-Industrie – es sind Männer.
    Die allermeisten Pastoren, Piloten, Politiker, Polizisten auf Erden
    – es sind Männer.
    Die allermeisten Rechtsanwälte, Richter und Staatsanwälte auf Erden
    – es sind Männer.
    Die allermeisten Schriftsteller auf Erden – es sind Männer.
    Die allermeisten Waffendealer und Zuhälter auf Erden – es sind Männer.
    Die allermeisten Krankenpflegenden auf Erden – es sind Frauen.
    Die allermeisten Prostituierten auf Erden – es sind Frauen.
    So sieht unser Globus aus.
    Nichts Neues also unter der Sonne ?
    Die so genannten Stützen der Gesellschaft sind erstrangige Mannsbilder,
    die helfenden Hände gehören meistens Frauen in der zweiten Reihe,
    vorrangig brauchbar brave Konsumentinnen, auch zivile Opfer genannt.
    Mütter von Mädchen und Jungen befördern die fatale Schräglage.
    Der globale Ernstfall, er findet statt, permanent. M.B.

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