War ja nicht alles schlecht bei Eva Herman
Posted in: Anti-Feminismus, Bücher
Inhaltlich hat zur Debatte um Eva Hermans seltsame Wahrnehmung des Nationalsozialismus Felix Schwenzel eigentlich schon alles gesagt, was man dazu sagen müßte:
die wertschätzung der nazis für mütter war ja relativ eingeschränkt. mütter die nicht der richtigen „rasse“ angehörten oder „erbkrank“ waren wurden nicht so doll wertgeschätzt, sondern vergast, zwangssterilisiert oder für medizinische experimente misbraucht und gequält.
Da sieht auch eine Entschuldigung seltsam aus, wenn man die Aussagen vorher auf Nachfrage noch bekräftigt hat: als fürchte Frau Herman die Konsequenzen ihrer Aussage, nachdem ihr aufgefallen wurde, daß die nicht so ganz koscher waren. Zumal sich mir nicht ganz erschließen will, was das “Gegenteil eines Nazis” sein soll. Immerhin paßt dieser sprachliche Lapus ziemlich genau in den Ton und Sprachfluß ihrer “Sachbücher” hinein.
Daß Thea Dorn da was ahnte, ist ja im Übrigen nicht neu. Dennoch gibt es vereinzelt Stimmen, die sie verteidigen:
Man sollte meinen, dass eine Mitarbeiterin des öffentlich-rechtlichen Rundfunks eine eigene Meinung haben und äußern darf. Es hat einen schalen Beigeschmack, wenn ausgerechnet im öffentlich, rechtlichen Dienst eine unliebsame Meinung unterbunden wird.
Nun hat im Übrigen natürlich jedeR das Recht “sich zum Horst zu machen”, wie Mariam Lau das so schön formuliert. Dieses Recht hat Frau Herman ja auch gehabt und wahrgenommen. Aber sie muß dafür nicht auch noch mit einer Talkshow belohnt werden.
Ansonsten lassen wir einfach – ein kleiner Rückblick sei gestattet – Desirée Nick zu Wort kommen, die die Schriften der “unsägliche Hobby-Antiemanzipatorin” schon ausführlich kommentiert hat.
(Cartoon mit freundlicher Genehmigung von ahoi polloi)
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